Tier-kompakt

Beiträge und Tests rund um die lieben Vierbeiner
26, Nov 2008

„Verurteilt – Christine W. erhält ein Jahr und neun Monate auf Bewährung

Das Landgericht in Kiel hat heute überraschend das Urteil gegen die wegen Tierquälerei angezeigte ehemalige Weltcup-Reiterin Christine W. gesprochen. Ein Jahr und neun Monate auf Bewährung erhielt die Dressurreiterin, außerdem wurde ein dreijähriges Tierhaltungsverbot ausgesprochen. Ebenso lange ist der 60-Jährigen der berufsmäßige Umgang mit Pferden verboten. Einzige Ausnahme: Handeln darf die Weltcupfinalistin auch weiterhin.

Des weiteren muss sie 150 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten. Wie diese genau aussehen sollen, hat das Gericht noch nicht mitgeteilt. Im Anschluss an die Urteilsverkündung akzeptierte die Angeklagte das Urteil, das somit rechtskräftig ist. Am frühen Nachmittag hatte sie die Taten gestanden.

In dem jetzt abgeschlossenen Verfahren war es um Vorkommnisse auf dem Hof Immenhorst in Norderstedt im Winter 2006 und Frühjahr 2007 sowie auf dem Brander Hof in Halstenbek im Sommer 2007 gegangen. Mehrere Reiter, die auf der Anlage ihre Pferde stehen hatten, hatten die brutalen Trainingsmethoden im Sommer 2007 angezeigt. Um das Ausmaß der tierquälerischen Trainingseinheiten zu dokumentieren, war u.a. ein Video gedreht und den Ermittlungsbehörden vorgelegt worden (ST.GEORG berichtete). Auch das Verfahren, das letztes Jahr vor dem Amtsgericht Plön wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz auf dem Gut Nehmten stattgefunden hatte, und gegen das Christine W. in Berufung gegangen war, wurde mit dem heutigen Urteilsspruch abgeschlossen. Die Beschuldigte hatte den Revisionsantrag zurückgezogen.

Plötzliches Geständnis

Die überraschende Wende nahm das Kieler Verfahren am heutigen dritten von ursprünglich sieben geplanten Verhandlungstagen. Nach der Prozesseröffnung am Dienstag vergangener Woche und dem zweiten Verhandlungstag am Donnerstag, wurden heute morgen zwei weitere Zeugen gehört. Ihre Aussagen deckten sich im Wesentlichen mit dem, was andere vor ihnen zu Protokoll gegeben hatten: Enges Ausbinden, Longieren auf engstem Radius, Peitschenschläge auf den gesamten Körper, auch auf Hals und Gesicht, übermäßiger Sporeneinsatz, reißende Zügelhilfen.

In der Mittagspause hatten die Prozessbeteiligten eine Absprache getroffen. Christine W. würde die Taten gestehen. In der Urteilsverkündung des Richters wurde deutlich, dass dies das Urteil gemildert hat: „Sie taten gut daran, heute mit uns das Gespräch zu suchen, Frau Wels“, sagte der vorsitzende Richter. Wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz in zehn Fällen wurde die Dressurreiterin schuldig gesprochen. Drei Jahre sieht das Gesetz als Höchststrafe vor, wenn jemand Wirbeltieren aus Rohheit erhebliche Schmerzen, Leiden oder länger anhaltende, sich wiederholende Schmerzen oder Leiden zufügt. Ein Jahr und neun Monate lautete der Urteilsspruch – auf Bewährung, weil außer einem dreimonatigen Fahrverbot wegen Trunkenheit am Steuer nichts gegen Christine W. vorgelegen habe, sagte der Richter. Gleichzeitig betonte er, dass die Bewährungsdauer auf vier Jahre festgelegt wurde.
Zuvor hatten die beiden Gutachter, Prof. Dr. Peter Stadler und Olympiasieger Thies Kaspareit, Leiter der Akademie des Pferdes bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), ihre Standpunkte dargestellt. Tiermediziner Stadler hatte das Schmerzempfinden der Pferde im Fokus, Kaspareit betonte, dass die berichteten und auf dem Video zu sehenden Ausbildungsmethoden in keinster Weise mit den in den „Richtlinien für Reiten und Fahren“ formulierten Grundsätzen in Einklang zu bringen seien. Einer der zentralen Punkte in dem Regelwerk besagt, dass Trainingseinheiten systematisch und für das Pferd nachvollziehbar sein müssen. Auf die Gutachterworte hob auch der Richter in der Urteilsbegründung ab und bemängelte u.a. fehlende Lösungs- und Erholungsphasen. „Ein Pferd weiß nicht, was los ist, wenn es gleich bestraft wird, so etwas kann man nicht machen“. Ferner appellierte er an die Verurteilte, dass sie sich der besonderen Bedingungen des Prozesses, vor allem das große öffentliche Interesse, zu vergegenwärtigen.

„unter scharfer Beobachtung der Öffentlichkeit“

Das große mediale Interesse – die Verteidiger hatten zum Prozessauftakt von „Dienstleistungsenthüllern“ und „vermeintlich investigativem Journalismus“ gesprochen – würde zur Folge haben, dass die Reiterin fortan unter „scharfer Beobachtung der Öffentlichkeit“ stünde. An W. gewandt mahnte der Richter: „Viele Leute werden ihnen auf die Finger gucken. Ändern Sie Ihr Verhalten, wenn Sie mit Pferden umgehen, sonst müssen sie Ihre Strafe verbüßen.“ Selbst wenn es nur zu kleineren Auffälligkeiten käme, gab der Richter zu Bedenken: „Das kriegen wir mit!“
Unterm Strich bleibt die Frage, wie das Tierumgangsverbot zu bewerten ist. Nach dem Plöner Verfahren, war auf Antrag der Verteidigung dieses Verbot in ein berufsmäßiges Umgangsverbot abgewandelt worden. Im heutigen Urteil ist von einem Tierhaltungsverbot die Rede, trotzdem wird der berufsmäßige Umgang gesondert verboten und der Handel ausdrücklich erlaubt. Zu einer Stellungnahme, ob das Tierhaltungsverbot auch privates Reiten einschließt, war nach der Urteilsverkündung niemand bereit.“

Quelle: St Georg News

19, Nov 2008

Hier die neusten – und unfassbaren – News aus dem aktuellen Prozess von Christine Wels aus Plön: 

Dank einem Kommentar von Sören, hier der Artikel aus der shz.de 

„Die Pferdequälerin: Polizeischutz vor Gericht

Sie kannte kein Erbarmen, ihre Pferde stöhnten und bluteten. Immer wieder Brach sie den Willen der Tiere mit brutalen Methoden. Zum Auftakt des Prozesses mussten nun Polizisten Reiterin Christine W. schützen.

Die Angeklagte Christine Simone-Anke Auguste W. (60) mit ihren Anwälten Andreas Schulz (li.) und Oliver Wallasch (re). Foto: dpa
Die Polizei ist mit acht Mannschaftswagen angerückt. Beamte einer Einsatzhundertschaft sichern alle Eingänge des Kieler Landgerichts. Die Angeklagte hat Morddrohungen erhalten. Dressurreiterin Christine W. (60) soll Pferde erbarmungslos traktiert und gequält haben. Im Internet kann sie nun lesen, dass man ihr die Zähne mit einer Zange herausreißen würde, sollte man ihr begegnen.

Justizbeamte durchsuchen alle Zuschauer, die dem Prozess in Saal 232 beiwohnen wollen. Mit Metalldetektoren wie am Flughafen. Das Gesicht von Christine Simone-Anke Auguste W., so ihr vollständiger Name, wirkt verbittert, angespannt und müde, sie wird zu den Vorwürfen schweigen.

„Sie schlug unaufhörlich auf das Pferd ein“

Die ehemalige Weltcup-Teilnehmerin ist angeklagt, von September 2006 bis Juni 2007 in Norderstedt (Kreis Segeberg) und Halstenbek (Kreis Pinneberg) in 15 Fällen Pferden aus Rohheit erhebliche Schmerzen zugefügt zu haben. „Sie schlug unaufhörlich auf das Pferd ein, riss am Zügel, so dass das Tier Verletzungen im Maul erlitt und an den Flanken dicke Striemen hatte“, sagt der Staatsanwalt über das Leiden der Fuchsstute „Wolke“. Von einer anderen Reiterin angesprochen, habe Christine W. geantwortet: „Was wollen Sie eigentlich, das Pferd blutet ja gar nicht.“ Auch mit der Gerte habe die Angeklagte immer wieder zugeschlagen, Pferde durch harte Tritte mit Sporen misshandelt und ihnen die Köpfe mit Ausbindezügeln qualvoll tief gegen die Brust gedrückt.

Es gibt einen Beweis dafür, wie Christine W. mit den ihr anvertrauten Pferden umging – einen Videofilm. Die Verteidiger würden gerne verhindern, dass er gezeigt wird: „Wenn wir diese Bilder sehen, brennen sie sich ein“, erklärt Rechtsanwalt Oliver Wallasch. „Das kann man nicht mehr wegwischen.“

Christine W. missachte alle ethischen Grundsätze

Das ist wahr. Was in dem Dressurviereck des Reiterhofes Immenhorst in Norderstedt heimlich gefilmt wurde, lässt die Zuschauer im Gerichtssaal verstummen. Rund vierzig Minuten wehrt sich die braune Fuchsstute „Wolke“ verzweifelt gegen Schläge, Sporentritte und ruckartiges Reißen am Zügel – dreht sich im Kreis, bockt, bäumt sich auf, stöhnt, schweißnass und in Panik. Ihre Reiterin, Christine W., macht ungerührt weiter und gönnt dem Tier nur zum Telefonieren vom Sattel aus eine kurze Pause.

„Das Pferd will sie loswerden“, kommentiert Reiterin Anita Friske (21) aus Groß Nordsee die Bilder. „Die Bewegungen des Schweifes zeigen, wie groß Angst und Schmerzen dieses Tieres sind. Das ist kein Training, ich weiß gar nicht, was das soll.“ Dieter Stut, Geschäftsführer der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, meint: „Das Pferd wird nur gequält nach dem Motto: Dich werde ich schon kleinkriegen.“ Christine W. missachte alle ethischen Grundsätze des Pferdesports und der Turniersportbedingungen, verstoße gegen das Tierschutzgesetz.

Trotz Berufsverbots quälte sie weiter

Das Video ist im Mai 2007 enstanden. Zu dieser Zeit war Christine W. wegen der Misshandlung von Pferden bereits rechtskräftig mit einem Berufsverbot belegt. Auch dieser Verstoß wird nun verhandelt. Ihre Einnahmen aus dem betreffenden Zeitraum, 23.000 Euro, hat der Staat eingezogen. Im September 2007 folgte eine Verurteilung wegen Tierquälerei durch das Amtsgericht Plön. Christine W. ging nach Dänemark. Und auch dort wurde sie bei der Misshandlung von Pferden gefilmt.

„Frau W. hat eine gefühllose, das Leiden der Tiere missachtende Gesinnung“, sagt der Staatsanwalt. Der Prozess wird Donnerstag fortgesetzt. In sieben Verhandlungstagen sollen zehn Zeugen und zwei Gutachter gehört werden.“
 

17, Nov 2008

Morgen (18.11.2008)  ist es soweit, der Prozess gegen die Pferdequälerin Christine W. geht in die nächste Runde. Der Prozess ist auf sieben Verhandlungstage angesetzt. Dieser Prozess kann und wird hoffentlich bahnbrechend für die Reiterei und deren Ausbildungsmethoden werden.

Es folgt ein wirklich gelungener Artikel aus der BILD, und wen der Verlauf des Prozesses interessiert, der findet HIER die Infos.

„Am Dienstag beginnt in Kiel der Prozess gegen die bekannte Pferdetrainerin Christine W. (Foto, oben, 60). Sie ist angeklagt, in 15 Fällen ihre Tiere bei der Dressur gequält zu haben. Das Urteil könnte die Ausbildungsmethoden im gesamten Pferdesport verändern

Die Fuchsstute Wolke hat keine Chance. Die Reiterin auf ihrem Rücken schlägt immer wieder mit der Peitsche zu, stößt ihr die spitzen Rädchensporen mit aller Kraft in den Bauch. Wolke kann den Kopf kaum bewegen, das eng gebundene Zaumzeug nimmt ihr jegliche Bewegungsfreiheit. Aus Verzweiflung schlägt die Stute aus. Die Reiterin setzt zur harten „Ruckparade“ an, reißt so den Kopf des Pferdes herum. Nach etwa 60 Minuten Martyrium hat Wolke offene Wunden an den Flanken und dicke Striemen am Köper, ihr Maul ist verletzt, der ganze Leib schaumnass.
Die Reiterin, die Wolke so zugeritten haben soll, wird später behaupten, dass ihr Verhalten „mit Tierquälerei nichts zu tun hat“. Und: „Natürlich habe ich eine strenge Hand, aber manche selbstbewussten Pferde brauchen das, damit sie den Reiter als Alphatier akzeptieren.“ Die Frau, die diese Meinung vertritt, ist die ehemalige Dressur-Weltcup-Reiterin und Pferdeausbilderin Christine W. (60) aus Norderstedt bei Hamburg. In der Dressurszene keine Unbekannte. Die gebürtige Rostockerin hat einige Pferde geschliffen, die später bei den Olympischen Spielen antraten. Viele Nachwuchspferde, die sie ausbildete, konnten gewinnbringend verkauft werden.

Dennoch gelten die rauen Methoden der Christine W. seit Langem als umstritten, riefen immer wieder Tierschützer auf den Plan. Jetzt mit weitreichenden Konsequenzen: Am Dienstag beginnt vor der Großen Strafkammer des Landgerichts Kiel der Prozess gegen Christine W. Die Dressurlehrerin ist angeklagt, in 15 Fällen, darunter auch dem eingangs geschilderten Vorfall mit Fuchsstute Wolke, einem Wirbeltier aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden zugefügt zu haben.

Für den Prozess werden erhöhte Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Viel wütende Tierschützer haben sich angekündigt, außerdem kursieren im Internet wüste Beschimpfungen und Morddrohungen gegen die Angeklagte.

Doch in dem Verfahren wird es nicht nur um eine mögliche Strafe für Christine W. gehen. Experten der Szene interessiert vor allem folgende Frage, die nun erstmals per Gericht zu entscheiden ist: Was darf man Pferden antun, um sie für internationale Wettkämpfe konkurrenzfähig an den Start zu bringen? Oder: Wo hört Tiertraining auf und fängt Tierquälerei an?

Fakt ist: Christine W. fiel in der Vergangenheit mehrfach wegen ihrer umstrittenen Trainingsmethoden auf. Der Prozess in Kiel ist bereits das zweite Verfahren gegen sie. Die Pferdetrainerin hat seit 2007 Berufsverbot, dennoch machte sie weiter. Nicht in Deutschland, aber in Dänemark. Dort spürten Journalisten und Tierschützer sie vor wenigen Monaten auf, filmten Christine W. heimlich bei ihrer Arbeit.

Dort entstanden auch die Fotos, die BILD am SONNTAG auf dieser Seite zeigt. Es sind Bilder aus dem Stall der weinenden Pferde. Sie zeigen verängstigte Tiere mit vom Schrecken geweiteten Augen, mit blutenden Wunden. Wie es zu diesen Fotos kam, kann sich Christine W. nicht erklären, sie hält die Aufnahmen für „kein authentisches Bildmaterial“, sondern für eine bewusste Fälschung.

Auch wenn diese Aufnahmen in Dänemark im erneuten Prozess gegen Christine W. keine Rolle spielen und die Dänen auch nach Aussage der Angeklagten nicht gegen sie ermitteln, ist eines deutlich zu erkennen: Den Pferden auf den Fotos geht es nicht gut. Vermutlich spüren sie sogar starke Schmerzen, auch wenn keine Tränen fließen.

Für den Verteidiger von Christine W. ist die Frage des Schmerzempfindens von Pferden ebenfalls im Prozess dringend zu klären. „Wie ist Schmerz in einem Strafverfahren beweisbar?“, fragt Anwalt Andreas Schulz aus Berlin. Für ihn handelt es sich um eine Grundsatzentscheidung: „Der Fall steht auch stellvertretend für die Frage, ob und in welchem Umfang professioneller Dressursport in Deutschland per Gesetz noch erlaubt ist.“

Spüren Pferde Schmerzen wie wir Menschen?„Ja“, sagt Dr. Werner Josef Meuser (44), Tierarzt und Spezialist für Schmerzerkennung bei Pferden. „Die Schmerzempfindungen sind auf jeden Fall ähnlich.“ Die Struktur des zentralen Nervensystems sei bei Pferd und Mensch gleich. Auch Schmerzmittel würden wie bei Menschen wirken. Meuser: „Wenn Pferden etwas weh tut, können sie stöhnen, die Oberlippe nach oben rollen, die Nüstern blähen und eine bis zu fünffach erhöhte Herzfrequenz haben – je nach Intensität des Schmerzes.“

In dem Kieler Prozess werden sich nun also die Gutachter darüber verständigen, ob die Trainingsmethoden der Christine W. für die Pferde zumutbar sind oder nicht. Dazu gehören laut Zeugenaussagen Schläge mit der Peitsche, der heftige Einsatz von Sporen, die enge Kandare. So sollen die ständig misshandelten Pferde bereits vor dem Reiten mit Schaumbildung im Maul und Durchfall reagiert haben. Ein von der Staatsanwaltschaft beauftragter Gutacher stellte dazu fest: „Diese ständigen beschriebenen Strafmaßnahmen sind ohne Zweck und ohne Sinn. Sie haben keinerlei Ausbildungsbedeutung für das Pferd.“

Christine W. sieht das anders: „Natürlich nehme ich Pferde konsequent ran, aber das gehört zu einer guten und professionellen Ausbildung nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt dazu.“ Christine W. fühlt sich durch den von ihr beauftragten Gutachter Klaus Hasselfeldt bestätigt. Er kommt zu dem Schluss, „dass weder Haltung noch die Pflege der beurteilten Pferde Anlass zu tierquälerischen Handlungen gab“. Der Experte räumt jedoch ein, dass ihre Ausbildungsmethoden teilweise „außerhalb der Norm“ lägen.

Dazu gehört laut Anklage auch, dass das Pferd Willi während einer Trainingseinheit so sehr mit Sporen-Tritten traktiert worden sein soll, dass sein Brustkorb blutverschmiert war. Christine W. sieht sich als Spezialistin für schwierige Fälle: „Ich habe vielfach Pferde von Kunden zur Korrektur bekommen, weil ihre Pferde für sie nicht reitbar waren und so eine Gefährdung für Pferd und Reiter darstellten.“´

Der Sachverständige der Staatsanwaltschaft kann solche Methoden nicht nachvollziehen. Sollte dieses Prozedere üblich sein, „dann müsse der Dressursport und die Ausbildung von Pferden verboten werden“.

Eine Meinung, die sogar Christine W. vertritt: „Ich bin nicht das schwarze Schaf des Dressursports, alle anderen Leistungsträger arbeiten wie ich“, sagt sie zu BILD am SONNTAG. Die Angeklagte ist sich sicher: „Die reiterliche Ausbildung war auch immer so und wird es bleiben. Es sei denn, ein höchstrichterliches Urteil in Deutschland würde die professionelle Dressurausbildung letztendlich als tierschutzwidrig verbieten.“

Auf sieben Verhandlungstage ist das Verfahren in Kiel angesetzt. Zehn Zeugen und zwei Sachverständige sind geladen. Im Fall einer Verurteilung drohen Christine W. bis zu drei Jahren Haft oder eine Geldstrafe. Wenn es nach Christine W. ginge, wäre eine Zukunft ohne ihre Tiere eine der höchsten Strafen: „Meine Pferde lieben mich“, sagt sie, „und ich liebe meine Pferde.“

Bild.de

21, Okt 2008

Heute (21.10.2008) erschien die aktuelle Ausgabe der Reitsportzeitschrift „St. Georg“ und wieder ist ein großer Artikel zur Pferdequälerin Christine W. aus Plön darin enthalten.

Der Text trägt schon den schrecklichen Titel: der Horror geht weiter.

Zum Hintergrund dieser furchtbaren Tierquälerei sind hier schon folgende Artikel verfasst – der erste Artikel ist bereits ein Jahr alt. So lange treibt diese Frau schin ihr Unwesen:

1. Prozess gegen Pferdetrainerin wegen brutaler Trainingsmethoden
2. Tierquälerin Christine W. vor Gericht
3. Das Urteil im Fall christine W. aus Plön
4. Grauenhafte Details aus der Anklageschrift – Christine W./ Plön
5. Neues von Christine W. aus Plön
6. Tierquälerin Christine W.: FN reagiert

Am schlimmsten erscheinen mir immer wieder Passagen wie: “Ist mir egal, ob der verreckt” waren ihre Worte – wie Recht sie hatte, denn wenig später verendete Wimbledon wirklich.

Zurück zur Gegenwart: in der St. Georg wird aufgezeigt, dass Christine W. weiter die Pferde verprügelt, die ihr zur Verfügung gestellt werden. Es ist fraglich, warum noch immer Menschen ihr Pferd bei Christine W. in Beritt geben. Vielleicht, weil sie nicht selbst in der Lage sind, 470 mal auf das Pferd einzuschlagen – und das in 30 Minuten?!

Diese abartige Zahl wurde nun gemessen, als Christine W. mit einer versteckten Kamera bei der „Ausbildung“ eines Pferdes gefilmt wurde. 470 Schäge in 30 Minuten. Es folgten 239 Schläge in 11 Minuten. Das Pferd läuft eng ausgebunden auf engstem Kreisbogen an der Longe.

Da die deutsche „Rechtssprechtung“ Frau W. nur ein gewerbliches Umgangsverbot mit Pferden auferlegt hatte, ist die ehemalige Weltcup-Finalistin immer wieder umgezogen und hat sich nun in Dänemark niedergelassen. In einem Reitstall nördlich von Flensburg bildet Christine W. weiter Pferde aus – dabei gehen sogar die Banden der Reithalle zu Bruch.

Jeden Tag fährt Frau W. die 200km von Norderstedt hinter die dänische Grenze. Was sie hinterlässt sind kaputte Maulwinkel, Vernarbungen an den Pferdebeinen, Spuren der Ausbinder und aufgeplatzte Haut, blutende Wunden.

Die Besitzer der Reitanlage wollen das Elend endlich stoppen und Frau W. zur Anklage bringen. Inga H. und Besitzering Maja A. gehen aufs Ganze und wollten Christine W. bei der „Arbeit“ filmen. In einem Kanister wird eine Kamera versteckt, die die Bilder der Pferdequälerei aufzeichnet. Diese Bilder wurden in den ersten beiden Oktoberwochen ausgestrahlt – nun ist die Kamera verschwunden, da ein Pferd an der Longe von Christine W. auf den Kanister sprang.

Dennoch reichen die Bilder der verletzten Tiere aus, um den Amtstierarzt, die Polizei und Tierschützer zu mobilisieren, die auf den Hof kommen. Tierschützer Ole Caspersen zeigt Frau W. an und auch die deutsche reiterliche Vereinigung erstattet Anzeige.

Die Pferdebesitzer, die ihre Tiere von Frau W. „ausbilden“ lassen, nehmen diese auch noch in Schutz und flüchten wieder nach Deutschland..

Nur leider scheinen die dänischen Polizeibeamten nicht den Eindruck zu erwecken, als dass sie mit viel Elan bei der Sache sind. Am 18. November wird sich Christine W. jedoch vor der großen Strafkammer des Langerichtes Kiel verantworten müssen – Tierquälerei in 15 Fällen. Hierbei geht es nur um die Fälle aus 2007 in Norderstedt.

Es bleibt zu hoffen, dass diese Frau nun endlich aus dem Verkehr gezogen wird.

8, Okt 2008

In den letzten Tagen wurde sehr viel über die Tierquälerin Christine W.  berichtet und damit wurden auch viele Stimmen erhört, die sich zu den schlimmen Ereignissen äußern.

Nun reagiert die FN! 

„Fall Christine W: FN reagiert
Nachdem auf Initiative des ST.GEORG und der Filmproduktionsfirma „Hamburg on Air“ in den vergangenen Tagen verschiedene TV-Beiträge (u.a. in der Sendung „Brisant“, RTL) über die tierquälerischen Ausbildungsmethoden von Christine W. gesendet worden waren, hat die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) das Verhalten von Christine W. erneut aufs Schärfste verurteilt.
„Dies hat mit der Ausbildung eines Pferdes nicht das Geringste zu tun“, so FN-Generalsekretär Dr. Hanfried Haring.

Über Christine W. hatte der ST.GEORG bereits im August 2007 ausführlich berichtet, im Sommer desselben Jahres war die Reiterin dann vom Amtsgericht Plön mit einem beruflichen und privaten Tierumgangsverbot belegt worden. Hiergegen hat Christine W. Berufung eingelegt. Sie zog mit den ihr anvertrauten Pferden zunächst in einen Stall in Schleswig-Holstein, später nach Dänemark, wo sie die Pferde weiter quälte.

„Wir werden eine Strafanzeige wegen Tierquälerei bei der zuständigen Staatsanwaltschaft erstatten“, kündigte Haring weitere Maßnahmen an. Auch der dänische Pferdesportverband sei informiert. “ Quelle: St. Georg

Hier ist nochmal die Anklageschrift des schlimmen Falles beschrieben…

22, Feb 2008

Nach Auflagen des Gerichtes war es der Pferdeschänderin Christine W. aus Plön untersagt, für die kommenden 2 Jahre den beruflichen Umgang mit Pferden zu suchen.

Die Reitanlage in Negernbötel, welche ihre Pferde nach dem Prozess eingestellt hatte, wurde noch mal darüber informiert, dass Christine W. nicht reiten darf.

Im September 2007 also das Urteil: 2 Jahre Umgangsverbot für Christine W. Aber bereits im Oktober 2007 soll Christine W. wieder gegen das „Umgangsverbot“ mit Pferden verstoßen haben.

Gerüchte kursieren, dass die Tierquälerin ihre Pferde nach Dänemark gebracht hat und dort weiterhin aufs schlimmste misshandelt. Wieder schlägt sie die Pferde beim longieren, reißt beim Reiten den Kopf der sensiblen Tiere herum und rammt ihnen die Sporen in den Bauch.

 Zu Beginn der ganzen Geschichte waren in der ST. GEORG die Bilder zu sehen, die heimlich von der „Ausbilderin“ gedreht wurden. Zu sehen war, wie sie mit der Gerte auf die Köpfe einschlägt, wie sie mit Schlaufzügeln den Willen der Pferde brechen will.

Die Stallbetreiber in Dänemark reagieren und werfen Christine W. aus der Stallanlage. Aber auch das hindert die anscheinend skrupellose Frau nicht daran, einfach in München einen Ausbildungskurs anzusetzen. Auf 2m Zirkelkreisen lässt sie das Pferde um sich laufen, die Ausbinder so kurz egschnallt, dass sich das Pferd selbst in die Brust beißen kann. Dies haben zwei Reiterinnen ans Tageslicht gebracht, die Frau W. an ihrer bestialischen „Reitweise“ erkannt haben.

Sechs Teilnehmer des Kurses haben sich wiederum an das Gericht gewandt, um an das Umgangsverbot von Christine W. zu erinnern. Die Crux oder besser gesagt die Perversion an dieser Geschichte ist, dass Christine W. laut Urteil den privaten Umgang haben darf, nur der gewerbliche Umgang sei untersagt.

Schlägt sie also privat die Pferde zusammen und stößt die Sporen in den Bauch bis sie bluten, so hat sie nicht gegen die Auflagen verstoßen.

Armes Deutschland.

25, Sep 2007

Hier gibts zusätzlich die neusten Infos zur Christine W.,  22.02.2008 
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Immer und immer wieder wurde schon über die Tierquälerei der Christine W. berichtet. Sicher muss kein Thema extra wie Kaugummi ausgekaut werden, aber bei diesem Thema kann ich nicht anders.

Heute lese ich in der aktuelles St. Georg einen weiteren Bericht über den Strafprozess gegen Christine W. Das Urteil fiel am 06.09. und bedeutet, dass man mit nur 6300 Euro Geldstrafe und 2 Jahren Haltungsverbot davonkommen kann. Darüber habe ich ja schon geschrieben.

Die St. Georg beschreibt, worum es in der Verhandlung im Detail ging. Nämlich um die große Frage: was geschah mit Wimbledon? In der Verhandlung wurden 6 Fälle der Tiermisshandlung vor Gericht analysiert, im Mittelpunkt standen Wimbledon und Laissez faire. „Die Anklageschrift schildert Grauenhaftes: blutende Beulen am Unterbauch, ein eingerissenes Ohr, Pferde, die in den Ecken der Reithalle verprügelt worden seien – ultraeng ausgebunden wie stets. „Dieses Schwein will sich nicht biegen, den knack ich, scheißegal, wie lang es dauert“, soll Christibe W. gebrüllt haben“, so die Zeitschrift St. Georg, und das obwohl der Wallach bereits dicke Sprunggelenke hatte.

Tatbestände wie beispielsweise das blutende Maul von Wimbledon spielte sie hinunter mit Argumenten, dass er sich an der Anbindekette verletzt habe. Alle Schilderungen der Verhandlung gehen einem tief ins Herz. So soll Christine W. auch  mal vor Wut vom Pferd gesprungen sein, sich die Sporen ausgezogen haben und diese dem Tier in die Nüstern, in die Genetalien und die Bauchdecke gerammt haben.

„Ist mir egal, ob der verreckt“ waren ihre Worte – wie Recht sie hatte, denn wenig später verendete Wimbledon wirklich.

14, Sep 2007

Hier gibts zusätzlich die neusten Infos zur Christine W.,  22.02.2008 

Hier auch das Urteil aus der zweiten Instanz, nach der Revision. Nov 2008.
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Leichblass ist man in der Reiterwelt geworden, als das Urteil der Frau Christine W verkündet worden ist. Besser bekannt ist sie aus den Schlagzeilen als Tierquälerin.

Hier nachzulesen: Klick.

Grauenhafte Details der Anklageschrift findet ihr hier: Klick

Nun wurde das Urteil verkündet, welches sich auf 180 Tagessätze à 35,00 Euro beläuft. Dieses Urteil gleicht einer Sachbeschädigung, als hätte man im Suff die S-Bahn Türen zerkratzt. Des Weiteren wurde Frau W. ein Haltungsverbot von 2 Jahren auferlegt.

Auf der Internetpräsenz der Engarde ist noch Mal alles nachzulesen..

„Das Amtsgericht Plön hat im Fall der Dressurreiterin Christine W. heute ein Urteil verkündet. Die Ausbilderin, der ein weiteres Verfahren in Norderstedt droht, ist wegen Tierquälerei in drei Fällen zu 180 Tagessätzen a 35 Euro verurteilt worden und erhielt ein Haltungsverbot für zwei Jahre. Die verhandelten Fälle ereigneten sich auf dem Gut Nehmten, auf dem W. sich zeitweise einquartiert hatte. Ein weiterer Prozess erwartet Christine W. in Norderstedt, nachdem Pferdehalter und Reiter die Arbeit der Dressurausbilderin per Foto und Video dokumentierten und öffentlich machten. Das Ordnungsamt Norderstedt erteilte daraufhin ein Annäherungs- und Haltungsverbot. Vier der von Christine W. gerittenen Pferde wurden zwischenzeitlich vom Besitzer auf einer Reitanlage in Negernbötel einquartiert. Der Pferdesportverband Schleswig-Holstein hat die Leiterin Andrea H. sofort darauf hingewiesen, das für Christine W. ein Annäherungs- und Haltungsverbot existiert. Sollte W. sich den Pferden nähern, werde sofort das Ordnungsamt eingeschaltet, der Verband werde dann außerdem seine Trainings- und Schulungstätigkeit auf der Anlage in Negernbötel einstellen.“   


 

3, Sep 2007

Hier gibts zusätzlich die neusten Infos zur Christine W.,  22.02.2008 
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Bereits mehrfach wurde über die Tierquälerin Christine W. berichtet. Sieht man ihre Methoden, so scheint die einfache Rollkur noch human. 

In den Kieler Nachrichten vom 28.08.2007 erschien nun ein neuer Artikel von Thomas Geyer über die dubiosen Machenschaften und den beginnenden Gerichtsprozess von Christine W.

„Im Prozess um mutmaßliche Misshandlungen von Dressurpferden haben gestern im Plöner Amtsgericht mehrere Zeugen aus dem Umfeld der angeklagten Christine W. (59) ausgesagt. So will ein langjähriger Dressurreiter (62) aus Molfsee die namhafte Pferdetrainerin „fast täglich“ mindestens drei Stunden bei der Arbeit beobachtet und nie Misshandlungen bemerkt haben.
„Ich würde auch überhaupt nicht zulassen, dass mein Pferd gequält oder drangsaliert wird“, beteuerte der Diplomvolkswirt, der aus seiner Verbundenheit mit Frau W. keinen Hehl macht: Nur ihrem intensiven und konzentrierten Training habe er es zu verdanken, dass eines seiner Tiere nun auf 200000 Euro taxiert werde. Dabei würde die Angeklagte („eine impulsive Frau“) natürlich Schenkel und Gerte „etwas auffordernder“ einsetzen und das Pferd per Schlaufzügel „etwas tiefer einstellen“.

Was sportlichem Ehrgeiz ganz normal erscheint, wirkt auf andere Betrachter offenbar brutal: Eine Zeugin (63), die Christine W. im August 2006 als „Zaungast“ beobachtete, empfand das von ihr gerittene Pferd als „ziemlich geschockt“. So stramm und straff sei der Kopf herab gebunden gewesen, dass es überhaupt keinen Spielraum mehr hatte. Immer wieder habe die Reiterin dem Tier die Peitsche aufs Hinterteil geschlagen, mit den Beinen „ausgeholt und ihm die Sporen hinten rein gehauen“. Als Reaktion sei das schnaufende Tier unkontrolliert aus der Spur gelaufen.

Auch die Zeugin reagierte: „Ich lief zum Zaun, weil ich das nicht ertragen habe.“ Ihre Rufe habe die Angeklagte völlig ignoriert. Eine ähnliche Protestaktion einer Beobachterin, die sich lautstark über „Tierquälerei“ mokierte, tat der damals anwesende Dressurreiter aus Molfsee vor Gericht als „hysterisches Gekreische“ ab.

Doch in den Ermittlungsakten sind erhebliche Blessuren des im Sommer 2006 verstorbenen Fuchses „Wimbledon“ (Schätzwert 100000 Euro“) fotografisch dokumentiert. Christine W.s Tierarzt (35), der nach eigenen Angaben alle ihre Pferde betreute, hatte „Wimbledon“ in seine Klinik geholt. „Nichts, was ich nicht schon gesehen hätte“, erklärte er auf die Frage nach Auffälligkeiten bei der vorigen Untersuchung in der angeblich dunklen und schummerigen Box.
Auch die langjährige Buchhalterin (43) der Angeklagten will an jenem Abend das „offensichtlich kranke, matte und steife Tier eine halbe Stunde lang von beiden Seiten intensiv angesehen“ und keinerlei Verletzungen bemerkt haben. Die Zeugin betonte auf Nachfrage jedoch, der Stall sei hell ausgeleuchtet gewesen.

Schillernd auch die Aussage des Hufschmieds (50), der „Wimbledon“ am Abend vor seiner Überführung in die Tierklinik ebenfalls untersuchte. „Stand da, total fertig“, erinnert sich der Zeuge mit dem breiten Kreuz. Konnte er Verletzungen sehen? „Ich hab‘ auf die Füße geachtet, das ist mein Job“, brummelt der Zeuge, der eingangs nachdrücklich von der Richterin über seine Wahrheitspflicht ermahnt wurde. Auf Nachbohren räumt er ein, auf Wunsch der Angeklagten eine von ihr verfasste eidesstattliche Erklärung unterschrieben zu haben. Danach sei der Rücken des Tieres damals nicht unter einer Decke verborgen gewesen. „Im Nachhinein habe ich das anders in Erinnerung“, stellt der Zeuge richtig. Das Tier habe eine Decke getragen.
Die Verhandlung wurde auch gestern wieder von emotionalen Äußerungen aus dem Publikum begleitet. So musste ein Besucher dem Staatsanwalt seine Personalien mitteilen, weil er die Angeklagte angeblich mit bösem Blick fixiert und ihr zugezischt hatte, sie dürfe den Gerichtssaal „nicht lebend verlassen“. Der Prozess wird am Freitag fortgesetzt. “

11, Feb 2010

Immer wieder wird von Tierquälern und Pferdeschändern berichtet. Das wohl schlimmste Beispiel hierzu war der Fall Christine W. aus Plön.

Gestern am 10.02.2010 wurde ein neuer Fall von Pferdeschänderei bekannt, der leider für zwei weitere Pferde tötlich endete.

Eine 25jährige „Pferdeliebhaberin“ aus Rostock wurde bereits Ende Januar beim Veterinäramt angezeigt, weil sie ihre Pferde ohne jeglichen Schutz auf einer Wiese hielt. Gegen eine vernünftige und artgerechte Offenstallhaltung ist gar nichts einzuwenden, jedoch hatten die Pferde der Halterin keinen Unterstand und anscheinend auch nichts zu fressen, da sie vollkommen unterernährt waren.

Das eingeschaltete Veterinäramt erlegte zunächst Auflagen zur Haltung und Pflege der Pferde. Angeblich konnte keiner erahnen, dass die Pferde in den folgenden Tagen so drastisch abbauen werden, dass sie sterben werden. Leider kam es jedoch so.

Die Halterin der Pferde hatte diese an die Tierhilfe in Klein Sien abgegeben. Die Pferde wurden Tag und Nacht bewacht und mehrere Tierschützer hofften auf das Überleben der Tiere.

Leider starben nun zwei weitere Pferde: der Wallach Valentin und die Stute Ischanet verstarben an einem Kreislaufkollaps. Nachdem die Stute Fajana sofort eingeschläfert werden musste, bleiben nur noch zwei Pferde am Leben. Hoffentlich werden sie wieder gesund und stabil.