Tier-kompakt

Beiträge und Tests rund um die lieben Vierbeiner

Abhilfe bei Schadstoffen im Hundemagen



Aus eigener Erfahrung kann ich berichten wie es ist, wenn der Hund einen Holzspießer verschluckt, der in geringelten Bratwürsten steckte.  Diese sogenannten Bratwurstschnecken sind auch nicht zum Verzehr durch einen Hund geeignet.

bratwurstschnecke.jpg

Nun ist es so gewesen, dass mein lieber Labbi (10 Monate alt) einen Holzspieß vom Teller geklaut hat, an dem noch einige Wurstreste hingen. Jedes STOP! NEIN! HALT! PFUI! kam zu spät, da sie den Spieß sofort herunterschluckte, ohne zu kauen. Selbst der Griff in den Fang war sinnlos, denn Labbi saß vor mir und erhoffte sich freudestrahlend weitere Leckerbissen.

Da sich diese Holzspieße durch die Magenwand bohren können oder aber im Hundedarm feststecken, war nun äußerste Vorsicht geboten. Natürlich ist der Holzspieß nicht so schlimm wie eine Rouladennadel aus Metall, da das Holz durch die Magensäure zersetzt werden kann. Dennoch hielt ich es nach Rücksprache mit meinem Tierarzt für sicherer, ein Röntgenbild vom Oberkörper meines Labradors anfertigen zu lassen.

Dieses zeigte neben einer gesunden Milz und Leber auch eine Magen voller Knochenreste, Sand und dem besagten Holzspieß. Der Tierarzt riet mir dazu, nicht gleich eine OP anzusetzen, sondern den Weg des Spießes nach draußen durch “Hausmittelchen” vereinfachen.

Diese Hausmittelchen sind folgendes:
– Parafinöl: es wird vom Hundekörper nicht verwertet sondern legt sich auf dem Weg durch den Magen und Darm wie ein Schutzfilm um die Magen- und Darmwand.

– Sauerkraut: mein Labrador sollte nunmehr eine großte Portion Sauerkraut essen – über dieses gab ich das Parafinöl. Das Sauerkraut legt eine schleimige Schutzschicht um alle Müllreste im Magen und lässt sie daher leichter nach draußen gleiten.

Diese beiden Mittelchen und eine Schale lauwarmes Wasser sollten dem Holzspieß über Nacht den Weg nach Draußen zeigen.  Naja, wie soll ich sagen, es hat geklappt ;)

1 Kommentar to “Abhilfe bei Schadstoffen im Hundemagen”

  1. Markus Hüttner Sagt:

    Puh, dass war dann ja aber nochmal knapp. Glück gehabt dass der Würstchenspieß nur aus Holz war. Meiner Ayla hab ich schonmal einen Rest von einem Kauknochen aus dem Rachen gezogen. An dem hätte Sie ersticken können. Jaja, unsere Hunde wenn man einmal nicht aufpasst, schon sitzt man beim Tierarzt…
    Gruß

    Markus

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