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Abschwitzdecken für Pferde – welche funktionieren wirklich?



In der neusten Pegasus ist ein schöner Artikel über Abschwitzdecken zu finden. Da dies vorallem im Winter ein sehr wichtiges Thema ist, auch hier einige Ausführungen.

Jedes Pferd schwitzt anders und in verschiedener Intensität, aber bei harter Arbeit fließen bis zu 15 Liter Schweiß in das Fell. Was bei uns Menschen und auch bei den Pferden nur lästig scheint, ist aber lebensnotwendig. Der Schweiß regelt die Körpertemperatur und verhindert damit, dass die Muskeln überhitzen.

Im Winter ist das Schwitzen der Pferde besonders kritisch. Während der Arbeit ist der Pferdekörper warm und das Tier in Bewegung – nach der Arbeit hingegen beginnt der Körper auszukühlen. Nun muss der Reiter das Pferd so lange Trockenreiten, bis die Schweißschicht verdunstet ist. Dies kann manchmal länger dauern, als die eigentliche Arbeit.

Dies sollte im Umkehrschluss natürlich nicht bedeuten, dass man dem Pferd eine komplette Winterpause verschreibt. Eine gute Abschwitzdecke hilft dabei, das Pferd zu trockenen. Aber was bedeutet “gut” in diesem Zusammenhang? Abschwitzdecken kann man sehr gut mit Outdoorkleidung für den Menschen vergleichen. In einer guten Ski-Jacke mit Fleecepulli drunter schwitzt man auch bei größter Anstrengung nicht spürbar – der Grund hierfür ist, dass das Multifunktionsmaterial die körpereignenen Schweißperlen sofort aufsaugt und nach außen abtransportiert. Und jeder kennt es wahrscheinlich – bei minderwertiger Kleidung klebt der Stoff am nassen Körper, der Schweiß sammelt sich auf der Haut und der Körper friert.

Daher zurück zum Pferd: Die Abschwitzdecke muss den Schweiß aufsaugen, ihn umgehend nach Außen leiten und somit eine warme und trockene Innenseite gewährleisten. Wichtig für die tägliche Arbeit ist ebenso, dass die Decke schnell trocknet.

Natürlich ist es wie immer nicht einfach, den harmonischen Dreiklang zwischen Aufsaugen, Nässe weiterleiten und selbst trocknend zu finden. Die Ansprüche des Reiters und der finanzielle Rahmen spielen eine wichtige Rolle. Wird die Decke beispielsweise nur alle paar Tage genutzt und kann aufgehangen auslüften, so ist der selbst trocknende Aspekt nicht so wichtig.

90% der neuen Abschwitzdecken bestehen aus Fleece. Dies ist ein fein gestrickter Stoff, bei dem die Plüschhenkel am Ende nach dem Stricken wieder aufgeschnitten werden. Vorteil an diesem Material ist, dass die Decken zuverlässig trocknen. Vorsicht ist jedoch beim Feuchtigkeitstransport nach Außen geboten. Hier sind nicht alle Decken leistungsstark.

Pegasus hat verschiedene Abschwitzdecken getestet und geschaut ob die Decken das halten, was sie versprechen. HKM hat eine doppelseitige und damit etwas wärmere Abschwitzdecke für unter 40 Euro auf den Markt gebracht, welche gut abgeschnitten hat. Der Nachteil von dickeren Decken ist, dass sie schwerer trocknen.

Aber für diejenigen, die ein schnelltrocknende Decke brauchen, gibts auch Lösungen: Die Firma Scharenberg-Reitsportmanufaktur sowie der britische Hersteller Thermatex bieten die Profi-Versionen an. Eine Decke kostet hier aber auch an die 190,00 Euro.

Wie immer ist es so, dass jeder an Hand seiner persönlichen Vorstellungen die passende Decke suchen muss. Ein Halsteil an der Abschwitzdecke ist nach Aussage der Pegasus nicht nötig, da das Pferd am Hals nicht anfällig ist. Viel wichtiger sind die Nierenregionen.

1 Kommentar to “Abschwitzdecken für Pferde – welche funktionieren wirklich?”

  1. Stallgespräch » Blog Archiv » Schwitzen beim Pferd Sagt:

    […] http://www.tier-kompakt.de/2007/12/20/abschwitzdecken-fur-pferde-welche-funktionieren-wirklich/ […]

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