Tier-kompakt

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Alwin Schockemöhle äußert seine Meinung zum Doping im Reitpsort



Nun meldet sich auch der Springreiter-Olympiasieger Alwin Schockemöhle zu Wort, um das Thema Doping im Reitsport auszuwerten.

Medien und Reitern fällt es leicht, über Doping zu urteiln. Jedoch kennen die wenigsten Kritiker die harten und engen Richtlinien bezüglich der Medikation im Reitsport. Derzeit herrscht eine Null-Lösung, das heißt es darf keine Anzeichen des Medikamentes im Blut des Pferdes nachzuweisen sein.

Alwin Schockemöhle reflektiert das Thema Doping von zwei Seiten in dem er sagt, dass es auch immer darum geht, den Tieren mit Hilfe von Medikamenten die Genesung zu vereinfachen oder gar zu ermöglichen.

Die Behandlung eines Tieres ist nicht nur “schwaz-weiß” zu betrachten. Ein Pferd mit leistungsstärkenden Mitteln oder gar mit schmerzbetäubenden Mittel zu behandeln und es unmittelbar auf einem Turnier einzusetzen, das ist sicherlich die negative Handlungsweise.

Schockemöhle vergleicht die harmlose Seite jedoch mit dem Schlucken einer Aspirin, wenn man Kopfschmerzen hat. Dies darf nicht als Doping betrachtet werden. Laut Schockemöhle – und sicher auch in vielen Augen anderer Tierbesitzer – sind die Tierhalter, die ihr Tier beim Tierarzt behandeln lassen weil es eben notwendig ist, Tierfreunde. Die Reiter hingegen, die ihre Pferde aus genau diesem Grund behandeln lassen, sind Tierquäler und kommen durch Dopingskandale in Verruf.

Um Doping von Behandlung zu unterscheiden, muss sicher die Null-Lösung der Medikation überdacht werden. Ein Schwellenwert, der – bildlich gesehen – die Einnahme von einer Aspirin gestattet, aber die Gabe von Beruhigungsmitteln grundsätzlich untersagt, bringt vielleicht mehr Fairness in den Reitsport.

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