Tier-kompakt

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Aus Labrador und Pudel wird Labradoodle



VON RITA NEUBAUER, 17.09.05, 07:00h
“Neukreationen kosten bis zu 1000 Dollar – angeblich habe sie Vorteile vor ihren normalen Verwandten.
Miami – Puggle, Schnoodle und Cockapoo. Namen, die der Phantasie von J. K. Rowling entsprungen zu sein scheinen; doch sie haben nichts mit Zauberlehrling Harry Potter zu tun. So heißen Designer-Hunde – und die sind in den USA derzeit besonders begehrt. Experten schätzen, dass sich bereits mehr als 1000 Züchter in den USA der neumodischen Kreuzung von Hunderassen widmen und Zoohandlungen mit Designer-Viechern beliefern.

Da werden Pudel mit einem Labrador (Labradoodle), Golden Retriever (Goldendoodle) oder einem Schnauzer (Schnoodle) gekreuzt. Cockapoos haben einen Pudel und einen Cocker Spaniel als Eltern. Die Kreuzung eines weiblichen Beagle mit einem männlichen Pug kreiert einen Puggle.

Vor allem Labradoodle und Goldendoodle sind gefragt. Sie kosten inzwischen bis zu 1000 Dollar, und Züchter haben oft eine lange Warteliste.

Weniger Haarausfall

Der Grund: Labra- und Goldendoodle verlieren weniger Haare und gelten als freundlich; sie sind aber energiegeladener als ein reinrassiger Labrador, und man sagt ihnen größere Loyalität nach als einem Pudel. Die Labradoodles, eine relative Neuheit in den USA, werden in Australien schon länger als Führhunde für Blinde mit einer Hundehaar-Allergie gezüchtet. Doch Bestrebungen, eine offiziell eingetragene „Rasse“ aus ihnen zu machen, scheitern bislang. Hundezüchter-Organisationen in den USA sind skeptisch. Sie erkennen die Kreuzungen weder an, noch empfehlen sie deren Kauf. „Der Grund, warum Leute viel Geld für einen reinrassigen Hund ausgeben, ist sein weit zurückreichender Stammbaum“, betont Daisy Okas, Sprecherin des American Kennel Clubs (AKC). Und den haben Labradoodles noch nicht. Der Goldendoodle wird dagegen schon in den USA gezüchtet. Auch hier spielt sein Allergiker-freundliches Fell eine Rolle.

Für Kritiker sind Designer-Hunde nichts anderes als ein affiger Trend. „Es ist eine Mode für Leute, die vom Kaffee über ein Auto alles individuell gestalten müssen“, kritisiert Hundeexpertin Florence Guthrie aus Miami Beach. Sie bevorzugt ihren Hund „Mister Big“, eine smarte Promenadenmischung. Er stammt nicht aus einem Züchterlabor, sondern aus dem Tierheim.”

1 Kommentar to “Aus Labrador und Pudel wird Labradoodle”

  1. Tier-kompakt » Blog Archiv » Wer wird der First Dog von Barack Obama? Ein Labradoodle? Sagt:

    […] Seit jeher gehört ein Hund in die First Familiy und daher wird es auch jetzt wieder einen First Dog geben. Es bleibt die Frage, welcher Rasse er angehören wird. Im Internet werden dazu verschiedenste Wetten abgeschlossen, am wahrscheinlichsten wäre daher ein Labradoodle. […]

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