Tier-kompakt

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Bronchoskopie bei Pferdehusten



Ein Schock für jeden Pferdebesitzer ist es, wenn das Pferd hustet. Leider sind derzeit viele Pferde und Pferdehalter davon betroffen: Pferdehusten. In dieser nassen Jahrszeit ist Pferdehusten keine Seltenheit und viele Pferdehalter sind verunsichert, wie sie vorgehen sollen.

Beim so genannten Pferdehusten ist schnelles Handeln gefordert. Die Bronchoskopie kann in dem Falle Leben retten. Der Tierarzt kann das Ausmaß des Pferdehustens meist nur durch eine Brochoskopie richtig erkennen. Die klassische Vorgehensweise beim Pferdehusten ist das Abhören durch den Tierarzt. Hier bleibt jedoch ein Restrisiko bestehen, da fest sitzender Schleim unter Umständen nicht gehört wird. Des Weiteren kann der Tierarzt durch das Abhören nicht erkennen ob die Schleimhäute gereitzt sind.

Bei der Bronchoskopie wird das Pferd in der Regel sediert. Manche Pferde können auch mit einer Nasenbremse untersucht werden, dies sind jedoch die Ausnahmen. Steht das Pferd ruhig und sicher in der Box, so führt der Tierarzt einen Schlauch durch die Nüstern des Pferdes ein. An dem Schlauch ist eine Kamera angebracht, die das Bild direkt auf einen Empfänger sendet. Der Tierarzt kann sich bei der Bronchoskopie gezielt den Kehlkopf anschauen, Schleimproben entnehmen und sehen, welcher Anteil vom Lungenvolumen des Pferdes mit Schleim gefüllt ist und wie tief dieser sich festgesetzt hat.

Wurde eine Schleimprobe entnommen, so wird die Probe in ein spezielles Labor geschickt um genau feststellen zu können, an was das Pferd erkrankt ist. Nur durch die Schleimprobe der Bronchoskopie kann festgestellt werden, welche Erreger das Pferd schwächen und ob das Tier schon Antikörper gegen den Pferdehusten entwickelt hat. Nach der Bronchoskopie kann der Pferdehusten gezielt behandelt werden. Wichtig hierbei ist es, dass die Anweisungen des Tierarztes befolgt werden. Darunter zählen die Überwachung der Medikation (zum Beispiel mit Antibiotika), das tägliche Inhalieren, die Unterstützung mit eventuellen Schleimlösern und die tägliche Bewegung.

Solange das Pferd noch am Pferdehusten leidet ist die Bewegung zwar wichtig, aber das Pferd sollte sich hierbei nicht überanstrengen. Ein Spaziergang oder ein Ausritt im Schritt reichen hier aus. Hintergrund zum Thema Bewegung ist Folgendes: nur wenn sich das Pferd bewegt, die Lungen arbeiten und sich der Körper aufwärmt, kann es zu dem so wichtigen Abhusten und Lösen des Schleimes kommen. Schleimlöser wirken immer nur in Kombination mit Bewegung!

Wer sich an diese Anweisung hält, vermindert das Risiko auf eine chronische Erkrankung des Pferdes, bedingt durch den Pferdehusten. Nach der Behandlung ist eine erneute Bronchoskopie vom Tierarzt notwendig, um die Genesung nach dem Pferdhusten feststellen zu können. Hat der Pferdebesitzer eine preiswerte Pferde Krankenversicherung, so kommt diese für die Behandlungskosten der Bronchoskopie auf. Die Behandlungskosten der Bronchoskopie liegen zwischen 80.00 und 180.00 Euro, je nachdem, ob eine Schleimprobe entnommen wird und wie aufwändig die Untersuchung verläuft. Die Pferde Krankenversicherung würde demnach auch die Medikation ersetzen, in dem sie sich an den Kosten für Schleimlöser und Antibiotika beteiligt.

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