Tier-kompakt

Beiträge und Tests rund um die lieben Vierbeiner

Archiv für 'Hundekrankheiten' Kategorie

19, Mai 2014

Pyometra beim Hund

Autor: tierkompakt

Als Pyometra wird die Vereiterung der Gebärmutter bezeichnet. Sie entsteht etwa bei jeder 4. unkastrierten Hündin und tritt insbesondere im Alter auf. Wird die Erkrankung nicht behandelt, schreitet sie weiter fort. Das Allgemeinbefinden der Hündin verschlechtert sich, das Tier kann versterben.

Ursachen für eine Pyometra

Die natürlichen hormonellen Veränderungen bei der Hündin unterliegen einem Kreislauf. Zweimal jährlich wird das Tier läufig. Die gesunde Hündin sondert während dieser Zeit eine blutige Flüssigkeit ab, die nach einiger Zeit heller erscheint. Damit das Sekret abfließen kann, ist der Muttermund geöffnet. Hierdurch wird Keimen der Zutritt zur Gebärmutter erleichtert. Das während der Läufigkeit geschwächte Immunsystem kann die Keime nicht immer erfolgreich bekämpfen. Schließt sich der Gebärmutterhals wieder, versucht der Uterus, diese Keime abzustoßen und bildet eine eitrige Flüssigkeit. Diese staut sich und gefährdet die Gesundheit der Hündin. mehr »

25, Dez 2012

Autofahrer kennen das: Ruckzuck steht der Winter vor der Tür und Winterreifen für das Auto müssen aufgezogen werden. Die Menschen ziehen wärmende und schützende Schuhe oder Stiefel an, nur der Hund bleibt oft auf der Strecke. Dabei werden Hundepfoten bei Schnee und Eis besonders beansprucht und benötigen ebenfalls ausreichend Schutz vor Kälte, vor scharfkantigen Eiskristallen und vor allem vor aggressivem Streusalz.

Hundepfoten winterfest machen

Die eigentlich recht robusten Pfoten des Hundes müssen im Winter zusätzlich geschützt werden vor: Streusalz, Split, Eis und Klümpchenbildung an den Pfoten. Ungeschützte Pfoten werden rissig und spröde und verursachen dem Tier beim Laufen schmerzen. Außerdem können sich in die Hautrisse am Ballen entzünden, was langwierige Behandlungen zur Folge hat. Besonders empfindliche Hunde zeigen bei Eiseskälte deutlich, dass ihnen das Laufen im Freien keine Freude mehr macht, wenn die Pfoten schmerzen. Kleine “bodennahe” Hunde benötigen zusätzlichen Kälteschutz in Form von Mänteln und Pullovern, weil am Bauch kaum Unterfell vorhanden ist. Die Pfoten werden dabei oft vergessen.

Gesunde Pfoten auch im Winter

Langhaarige und rauhaarige Hunde besitzen auch an den Pfoten und in den Zehenzwischenräumen einen intensiven Fellbewuchs. Mit einer Schere (Gesichtsschere, Sanischere) werden überstehende Haare gekürzt/getrimmt. Damit verhindert der Hundehalter, dass sich schmerzhafte Eisklumpen an den Pfoten und in den Zehenzwischenräumen bilden, die scheuern und die Hautballen aufreiben können. Anschließend werden die Ballen mit fetthaltigen Cremes eingerieben, die mit einem leichten Wachsfilm die Haut an den Pfotenballen versiegeln sollen. Drogerien, Apotheken und Tierfachhändler bieten spezielle Pfotensalben und Pfotenpflegesprays an. Die Anwendung erfolgt mehrmals täglich vor dem Gang ins Freie.

rissige Hundepfoten im Winter
Rissige, schmerzende Pfoten – was tun?

Trotz Pflege können sich aktive Hunde an den Pfoten verletzen. Denn leider hält der Schutzfilm durch Salben oder Sprays nur kurzzeitig. Vor allem extreme Minustemperaturen beanspruchen die Hundepfoten in erheblichem Maße. Hundezüchter schwören als Soforthilfe auf das Einmassieren mit Melkfett oder Ballistol (Waffenreinigungsöl). Im Handel werden Hundeschuhe angeboten. Aufgrund der besonderen Anatomie halten jedoch die wenigsten dieser Schuhe und rutschen schnell von den Pfoten herunter, was den Hund noch mehr behindert. Eine hilfreiche Alternative sind selbsthaftende Elastikbinden. Damit wird die betroffene Pfote nicht zu straff umwickelt (vorher mit Mull polstern), wobei die Trittfläche mehrfache Lagen sowie eine Lederverstärkung benötigt.

15, Okt 2012

Können sich Hunde erkälten?

Autor: tierkompakt

Auch Hunde können sich bei feuchten Witterungsverhältnissen oder Kälte recht schnell eine Erkältung einfangen. Daher sollte das nasse Fell des Tieres nach dem Toben im Schnee oder nach einem Spaziergang im Regen umgehend trocken gerubbelt werden. Sofern es den Hund doch einmal „erwischt“ hat, zeigt er dies normalerweise mit den gleichen Symptomen, wie es Herrchen oder Frauchen auch tut, nämlich mit Schnupfen, Husten, Niesen und erhöhter Temperatur.

Zu den allerersten Krankheitsanzeichen zählen im Allgemeinen Schlappheit und Appetitmangel. Der Hund möchte viel schlafen, fühlt sich schlapp und schwach. Spaziergänge empfindet er als zu anstrengend, er bewegt sich generell langsam, wirkt nicht so lebendig wie sonst und ein Toben ist ihm viel zu viel. Auch haben die meisten an Erkältung erkrankten Hunde so gut wie gar keinen Appetit. Viele fressen zwar ein wenig, aber bei Weitem nicht soviel wie normalerweise. Sofern der erkrankte Hund jedoch auch gar nichts mehr trinkt, ist es an der Zeit, einen Tierarzt aufzusuchen.
Hinzu kommen dann sehr bald Fieber, eine triefende Hundenase sowie Husten und Niesen.
Im Normalfall liegt die Körpertemperatur des Hundes bei etwa 38° Grad. Sobald allerdings mehr als 38,5° Grad gemessen werden, sollte mit dem Hund ein Tierarzt aufgesucht werden.
Nicht immer ist die feuchte Nase des Hundes ein Indiz für die Gesundheit des Tieres – im Falle einer Erkältung schon gar nicht. Erkrankt der Hund an Schnupfen, kommt es auch bei ihm zu einem Ausfluss aus der Nase. Solange dieser flüssig und klar ist, gibt es meist nicht viel zu befürchten. Verfärbt sich der Ausfluss jedoch weiß, grün oder gelb und wird er dickflüssig, ist Vorsicht geboten. Denn dann sind Bakterien mit im Spiel, welche unbedingt durch den Tierarzt behandelt werden müssen. In der Regel führt der Schnupfen nach wenigen Tagen zu einer Schleimhautentzündung, die natürlich aufgrund der dauernden Reizung durch den Ausfluss ein wenig schmerzhaft für den Hund werden kann.

Prinzipiell braucht ein erkälteter Hund viel Ruhe und Wärme. Weiterhin sollten lediglich sehr kurze Spaziergänge mit dem Tier unternommen werden. Dabei sollte nach Möglichkeit trockenes Wetter gewählt werden. Wichtig ist ebenso, dass der Hund viel Flüssigkeit zu sich nimmt. Ferner sollte er während seiner Erkrankung besser nicht mit anderen Hunden spielen oder toben, damit er seine Energie ausschließlich in das Immunsystem stecken kann. Auf gar keinen Fall sollte der Hund allerdings Medikamente bekommen, ohne dass vorher ein Tierarzt zurate gezogen wurde. Denn nur dieser kann die Krankheit des Hundes genau definieren und entsprechende Arzneien verordnen.

Um der Gefahr einer Erkältung vorzubeugen, sollten mit dem Hund regelmäßig lange, ausgiebige Spaziergänge unternommen werden, um seine Abwehrkräfte zu fördern. Ferner lassen sich mit einer guten Ernährung, welche Extraportionen Gemüse, Obst oder Vitaminpräparate beinhalten sowie einer artgerechten Haltung das Immunsystem des Hundes enorm stärken.
Einer Erkältung lässt sich im Weiteren auch vorbeugen, indem der Hund nach jedem Aufenthalt im Nassen oder Kalten trocken gerubbelt wird. Ebenso ist es nicht ratsam, sich mit dem Hund bei Schnee, Regen oder enormer Kälte lange im Freien aufzuhalten. Fällt der Spaziergang bei solchen Witterungsverhältnissen doch länger aus, muss sich der Hund anschließend gut aufwärmen können – beispielsweise an einer Wärmflasche, einer Wärmedecke oder einem -kissen.

4, Mai 2010

Ist an der Aussage etwas Wahres dran, dass durch die Sterilisation von einer Hündin das Risiko verringert wird, dass das Tier an Gebärmutterkrebs erkrankt?

Wenn die Hündin beispielsweise oft unter Scheinträchtigkeit leidet, sollte man diese Möglichkeit in Betracht ziehen, weil sich das Risiko von Gebärmutterkrebs erhöht, je mehr die Tiere einer Hormonbelastung ausgesetzt werden.

Allerdings sollte dieser Eingriff ziemlich früh erfolgen, am besten bevor oder nachdem Hündin die erste Läufigkeit hinter sich hat. Nach diesem Eingriff ist es möglich, dass die Hündin mehr Nahrung zu sich nimmt, aber durch viel Bewegung und kontrollierte Nahrungsaufnahme lässt sich eine enorme Gewichtszunahme verhindern.
Viele Besitzer merken auch an dem trägen bzw. veränderten Verhalten ihres Tieres, dass etwas nicht in Ordnung ist. Oft fressen die Tiere nicht mehr richtig.
Auch wenn die Hündin plötzlich Gewicht verliert, kann dies ein Indiz sein.

Leider ist die einzige Möglichkeit, die Krankheit genau festzustellen, indem Ultraschalluntersuchungen und Röntgenaufnahmen durchgeführt werden. Krebs ist die am häufigsten verbreitete Todesursache bei Tieren, das ist vielen unbekannt. Dennoch gibt es viele Möglichkeiten der Behandlung und Hoffnung für die Tiere.

Welche Behandlung am besten ist, muss im Einzelfall entschieden werden. Es muss vor allem untersucht werden, ob sich der Krebs schon im Körper verbreitet hat. Je eher also die Diagnose gestellt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Tumore sind unterschiedlich groß, meist wird der Tumor operativ entfernt. Die Chancen stehen recht gut, wenn die Hündin über einen allgemein guten Zustand verfügt. Leider ist es aber nach der auch so, dass die Möglichkeit der Neubildung eines Tumors besteht, nachdem eine dementsprechende Operation erfolgt ist. Das kann sein, muss aber nicht passieren. Wie auch für Menschen gibt es für Hunde eine Chemotherapie, diese Behandlungsmethode muss aber jeder für sich selbst und sein Tier entscheiden, denn auch das Immunsystem wird hierdurch geschwächt. Diese Therapie ist überdies recht teuer. Glück im Unglück hat zumindest der Hundehalter, der eine Hundekrankenversicherung abgeschlossen hat, welche die Behandlungskosten übernimmt.

29, Dez 2008

Dass Tiere entwurmt werden müssen, ist hoffentlich unumstritten. Bereits kleine Hunde- oder Katzenwelpen werden in den ersten Lebenswochen entwurmt und ein verantwortungsvoller Tierhalter sollte dies auch in den Lebensjahren des jeweiligen Tieres wiederholen.

Wie oft ein Tier entwurmt werden sollte, ist meinungsabhängig. Einige Tierhalter entwurmen das Tier alle 3 Monate, andere nur ein mal im Jahr. Wahrscheinlich kann an froh sein, wenn auch ein scheinbar gesundes Tier überhaupt mal dem Tierarzt zur Vorsorge vorgestellt wird und der Tierhalter eine Wurmkur verabreicht.

Bei Hunden ist die Gabe von Wurmkuren sehr komfortabel zu lösen, in dem man diese in Form von Tabletten verabreichen kann. Die Hunde, die die Tabletten nicht einfach so fressen, fallen meist auf eine Scheibe Wurst mit Tabletteninhalt herein :) Frisst der Hund die Scheibe Wurst so kann der Hundehalter sicher sein, dass der Hund diese nicht aussortiert hat.

Katzen erhalten die Wurmkur meistens in Form von Pasten, die den Katzen direkt ins Maul gespritzt werden. Auch hier ist die Gabe über das Futter nur dann zu empfehlen, wenn die Katzen nicht mäkleln, sondern ganz sicher die Wurmkur mitfressen.

Vorallem dann, wenn man mehrere Katzen oder Hunde besitzt, sollte die Gabe direkt ins Maul erfolgen, damit nicht doch das eine Tier die doppelte Dosis einnimmt.

Es ist ebenso ratsam, dass die Tierhalter mehrerer Tiere alle gleichzeitig entwurmt werden. 3-4 Entwurmungen im Jahr ist bei freilaufenden Katzen und Hunden angebracht.

Pferde erhalten die Wurmkur ebenfalls mit einer Pastenspritze ins Maul. Hierbei ist es am einfachsten, wenn das Pferd mit der einen Hand am Halfter leicht gehalten wird und mit der anderen Hand die Spritze samt dem Daumen dort ins Pferdemaul eingeführt wird, wo keine Zähne sind und normaler Weise das Reitgebiss liegt.

31, Jul 2008

Aus eigener Erfahrung kann ich berichten wie es ist, wenn der Hund einen Holzspießer verschluckt, der in geringelten Bratwürsten steckte.  Diese sogenannten Bratwurstschnecken sind auch nicht zum Verzehr durch einen Hund geeignet.

bratwurstschnecke.jpg

Nun ist es so gewesen, dass mein lieber Labbi (10 Monate alt) einen Holzspieß vom Teller geklaut hat, an dem noch einige Wurstreste hingen. Jedes STOP! NEIN! HALT! PFUI! kam zu spät, da sie den Spieß sofort herunterschluckte, ohne zu kauen. Selbst der Griff in den Fang war sinnlos, denn Labbi saß vor mir und erhoffte sich freudestrahlend weitere Leckerbissen.

Da sich diese Holzspieße durch die Magenwand bohren können oder aber im Hundedarm feststecken, war nun äußerste Vorsicht geboten. Natürlich ist der Holzspieß nicht so schlimm wie eine Rouladennadel aus Metall, da das Holz durch die Magensäure zersetzt werden kann. Dennoch hielt ich es nach Rücksprache mit meinem Tierarzt für sicherer, ein Röntgenbild vom Oberkörper meines Labradors anfertigen zu lassen.

Dieses zeigte neben einer gesunden Milz und Leber auch eine Magen voller Knochenreste, Sand und dem besagten Holzspieß. Der Tierarzt riet mir dazu, nicht gleich eine OP anzusetzen, sondern den Weg des Spießes nach draußen durch “Hausmittelchen” vereinfachen.

Diese Hausmittelchen sind folgendes:
– Parafinöl: es wird vom Hundekörper nicht verwertet sondern legt sich auf dem Weg durch den Magen und Darm wie ein Schutzfilm um die Magen- und Darmwand.

– Sauerkraut: mein Labrador sollte nunmehr eine großte Portion Sauerkraut essen – über dieses gab ich das Parafinöl. Das Sauerkraut legt eine schleimige Schutzschicht um alle Müllreste im Magen und lässt sie daher leichter nach draußen gleiten.

Diese beiden Mittelchen und eine Schale lauwarmes Wasser sollten dem Holzspieß über Nacht den Weg nach Draußen zeigen.  Naja, wie soll ich sagen, es hat geklappt ;)

18, Jul 2008

Die Staupeerkrankung wird durch ein Virus verursacht. Hat der Hund sich angesteckt, so bricht die Krankheit meist innerhalb von drei bis sieben Tagen aus.

Am ehesten kann sich ein Hund durch direkten Kontakt von Hund zu Hund anstecken, auch über Herrchen oder Besuch, wenn diese das Staupevirus an den Schuhen oder der Kleidung mit nach Hause bringen.

Gefährdet sind ungeimpfte Tiere, vorallem aber Jungtiere.

Unterschieden wird die Staupe in drei unterschiedliche Arten:

1. Darmstaupe: Hierbei leidet der infizierte Hund an Durchfall und Erbrechen, was auf eine Darmentzündung zurückzuführen ist.

2. Lungenstaupe: Die Erkrankung beginnt mit den Anzeichen eines Schnupfens. Die Hunde haben Augen- und Nasenausfluss, bekommen Fieber und die Bronchien entzünden sich. Husten und Atembeschwerden sowie Schluckbeschwerden sind die Folge.  Meist verweigern die Hunde daraufhin die Nahrung.

3. Nervenstaupe: Bei der Nervenstaupe leiden die Hunde an Krämpfen und Lähmungen und verlieren teilweise sogar das Bewusstsein.

Wie bei den meisten Erkankungen entscheidet häufig die Reaktionszeit des Besitzers über Tod oder Leben. Wird der Hund umgehend zum Tierarzt gebracht und diagnostiziert dieser wirklich Staupe, so hat der Hund eine Chance.

Da aber die Anzeichen leicht zu verwechseln sind und die Besitzer nicht schnell genug reagieren können, verlaufen viele Staupe-Erkrankungen tödlich. Die Tiere, die eine Staupe überlebt haben, werden aber nie wieder richtig gesund, sondern behalten häufig lebenslange Schäden wie Zahnschmelzdefekte, spröde, rissige Pfoten und Lähmungen zurück.

Daher ist eine Staupe-Impfung unerlässlich.

11, Jul 2008

Das Thema Kampfhunde ist mal wieder hochgekocht, als vom Angriff eines Rottweilers auf ein junges Mädchen berichtet wurde.

Spiegel online hat nun die neusten Ergebnisse veröffentlicht in denen geklärt werden soll, welche Hunderasse denn nun wirklich gefährlicher ist als andere.

Betrachtet man die dort erläuterte Statistik von Forschern der University of Pennsylvania, so bezieht sich das Risiko das von einem Hund ausgeht hauptsächlich auf dessen Größe.

Demnach ist das Risiko von einem Rottweiler angegriffen zu werden deutlich geringer als von einem Beagle. “Das ist das Ergebnis einer umfangreichen Befragung von Tausenden Hundebesitzern in den USA, die James Serpell und seine Kollegen von der School of Veterinary Medicine durchgeführt haben. Die höchsten Rate von Aggressionen, die sich gegen Menschen richten, besteht bei kleineren Rassen”, schreiben die Forscher im Fachblatt “Applied Animal Behaviour Science”. ”

Sehr interessant ist, dass diese Forscher herausfanden, dass man zwischen Angriffe auf Fremde und Angriffe auf das Herrchen / Frauchen unterscheiden muss. Die Auswertung der Umfrage brachte folgendes Ergebnis: 

Angriffe auf Fremde:
Platz 1: Dackel
Platz 2: Chihuahua

Angriff auf Herrchen: 
Platz 1: Beagle
Platz 2: Dackel

Die typischen Kampfhunde kamen hierbei nur weit hinter den eigentlich völlig untypischen Rassen wie der Beagle.

31, Mrz 2008

Neues aus dem TASSO-Newsletter

Autor: tierkompakt

“Presse-Mitteilung

Zecken-Alarm: Hunde sind besonders gefährdet

Experten warnen vor der unbehandelt tödlich verlaufenden Babesiose-Infektion

Die im Volksmund „Hundemalaria“ genannte Babesiose des Hundes ist weiter auf dem Vormarsch. Übertragen werden die Bakterien durch Auwaldzecken, die inzwischen aus ihrer Winterruhe erwacht sind und gierig auf Opfer lauern.

Der diesjährige Winter war zwar ungewöhnlich lang, aber insgesamt eher mild. Aufgrund der fehlenden zweistelligen Minusgrade werden somit Heerscharen von Zecken überlebt haben. Die winzigen Spinnentiere lauern nun im kniehohen Gras oder niedrigen Büschen auf ihre Opfer, die sie an deren Ausdünstungen erkennen. Bei unmittelbarem Kontakt mit dem Opfer lassen sie sich vom Halm oder Ast abstreifen und suchen eine warme Körperstelle mit möglichst dünner Haut. Dort stechen sie zu, saugen Blut und „spucken“ unverdauliche Blutbestandteile von Zeit zu Zeit in die Wunde zurück. Eine Blutmahlzeit kann so mehrere Tage andauern.

Tödlicher Stich

Für Hunde besonders gefährlich sind Auwaldzecken, erkennbar an den Punkten auf dem Rückenschild. Diese Zeckenart ist Zwischenwirt für Hunde-Babesien (Babesia canis canis), Einzeller, die als Parasiten die roten Blutkörperchen befallen. In der Regel erfolgt die Übertragung der Erreger zwei bis drei Tage nach dem initialen Zeckenstich durch das „Spucken“ der Zecke. Die ersten Symptome einer Infektion mit Hunde-Babesien treten nach etwa einer Woche auf. Laut Dr. Rolf Wilcken, Leiter der Abteilung Kleintiere der Tierklinik Hochmoor im westfälischen Gescher, gehören dazu ein gestörtes Allgemeinbefinden und Fieber, gefolgt von Fressunlust, Gewichtsverlust und Abgeschlagenheit. „Ein bis zwei Tage später kommt es aufgrund des Zerfalls der roten Blutkörperchen zu Blutarmut, Blutharnen und manchmal auch zu Gelbsucht“. Entzündungen der Maul- und Magenschleimhaut sowie der Muskulatur seien ebenfalls häufig. „Die akute Form der Hunde-Babesiose endet unbehandelt binnen weniger Tage mit dem Tod durch Atemnot, Blutarmut und Nierenversagen“, so Dr. Wilcken.

Nach jedem Spaziergang auf die Suche gehen

Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V., rät allen Hundebesitzern, sofort nach einem Spaziergang im Grünen das Tier sorgfältig nach Zecken abzusuchen. „Entfernen sollte man die Schmarotzer mit einer speziellen Zeckenzange oder einem Zeckenhaken. Zur Not funktionieren auch Pinzette oder spitze Fingernägel.“ In jedem Fall sollte darauf geachtet werden, dass man die Zecke nicht zerquetscht, denn dann würden eventuell vorhandene Erreger unmittelbar in die Stichwunde gebracht werden. „Öl oder Nagellack sind tabu“, warnt McCreight. Die Zecke würde im Todeskampf ihren Mageninhalt in die Wunde entleeren und so eine Infektion beschleunigen. Auf die traditionell strittige Frage „Ziehen oder Drehen?“ hat Dr. Wilcken eine ganz einfache Antwort: „Wie man die Zecke aus der Haut befördert, ist völlig egal. Manchmal geht es mit Ziehen, manchmal mit Drehen leichter. Man sollte aber immer am Kopf und damit so nah wie möglich an der Einstichstelle ansetzen.“ Das Wichtigste sei eine möglichst schnelle Entfernung des Parasiten, ergänzt der Tierarzt. Denn dann wäre eine Infektion mit Hunde-Babesiose sehr unwahrscheinlich.”

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26, Feb 2008

Hüftgelenksdysplasie ist eine Erkrankung, die bei Hunden auftritt. Nun scheint es eine neue Behandlungsmethode zu geben, die sich Kapselraffung nennt.

“Die Kapselraffung des Hüftgelenks beim Hund ist eine Behandlungsmöglichkeit für Tiere mit Hüftgelenksdysplasie (HD). Sie kommt in Frage für Hunde, bei denen die Ursache der Hüftgelenksdysplasie eine Veränderung des Halteapparates ist.

Dies ist zwar eine sehr häufige Ursache der HD bei Hunden, aber nicht die einzige Möglichkeit. So können auch primäre Knochenveränderungen (Missbildungen von Oberschenkelkopf und Hüftpfanne) auftreten. Wenn ein Hund „lose Bänder“ an den Hüften hat, d.h. das Hüftgelenk mehr Beweglichkeit aufweist als üblich, wird das Gelenk infolgedessen schnell ausschlagen und es entsteht eine Hüftgelenksarthrose.

Je nach Schwere der Instabilität kann das bereits in wenigen Monaten zu schweren Veränderungen führen. Daher ist eine frühe Diagnostik wichtig, um möglichst frühzeitig Maßnahmen ergreifen zu können.

Hunde wachsen unregelmäßig, so kann eine Instabilität auch vorübergehend sein, wenn die Bänder und die Kapsel schneller gewachsen sind als die Knochen. Solche vorübergehenden Probleme sollten aber innerhalb von 1-2 Monaten verschwunden sein. ”

 Quelle: Kapselraffung