Tier-kompakt

Beiträge und Tests rund um die lieben Vierbeiner

Archiv für 'Hundeschule' Kategorie

3, Mrz 2008

Am Wochenende stand die erste Stunde Agility auf dem Programm. Agility ist eine echte Sportart für Hund und Herrchen, denn in einem Parcour werden Hindernisse überwunden welche beispielsweise Reifen, Wippen oder Balken sind.

Agility schweißt Hund und Herrchen extrem zusammen, da der Hund durch die Motivation des Herrchens seine eigenen Grenzen oder Ängste überwindet.  

Unser Labrador gab alles, um sich mit den neuen Eindrücken anzufreunden. Natürlich war es eine große Mutprobe für den Junghund, über eine Wippe zu laufen – aber es war geschafft und auch die folgende Kletterwand stellte kein Problem dar:

13, Feb 2008

Wenn ein tollpatschiger Vierbeiner die Familie erweitert und wesentlich bereichert, so reicht es nicht, dass er liebevolle Menscheneltern an seiner Seite hat.

Auch Hundekumpel sind extrem wichtig, damit der Welpe das Sozial- und Kommunikationsverhalten ausprägen kann.

Ab der 8. Lebenswoche kann der Welpe an ausgepriesenen Welpenspielstunden teilnehmen. Diese sollten nicht länger als 60 Minuten dauern, da der Welpe danach fix- und fertig sein wird. Wenn er dann von der Menschenhand in den Schlaf gekrault wird, steht einem glücklichen Hundeleben für diesen Moment nichts im Wege.

In der Welpenspielstunde geht es darum, den kleinen Hund vorsichtig und vorallem auch spielerisch an die ersten Kommandos wie “Sitz”, “Platz”, “NEIN” heranzuführen. Aber wirklich nur spielerisch. Für die Erziehung ist das alles noch zu früh.

Voraussetzung für die Teilnahme an einer Welpenstunde ist ein gültiger Impfpass und eine Hundehaftpflichtversicherung. Ebenso sollte der Welpe frühzeitig angemeldet werden, um einen überfüllten Kurs auszuschließen.

10, Jan 2008

Leider muss man oft beobachten, wie Hunde mit ihren Besitzern Gassi gehen. Der Hund vorneweg, die Besitzer hinterher. SO sollte das nicht sein und Spaß macht es maximal dem Hund.

Die Lösung zu einer vernünftigen Leinenführigkeit des Hundes liegt in einem Wort: Konsequenz. Aber genau darin liegt auch die größte Schwäche der meisten Hundehalter.

Was genau heißt Leinenführigkeit? Der Hund soll demnach an lockerer Leine neben dem Herrchen laufen und sich vorallem daran orientieren, wo der Mensch hingehen möchte. Bei den Hundehaltern, die eh immer die gleiche stupide Gassi-Runde wählen, mag das irgendwann gehen, aber wählt man immer wieder neue Strecken, so sollte die Entscheidungsmacht wohl doch beim Menschen liegen.

Hunde, die vom Welpenalter an immer an der Leine gezogen haben, die werden es vermutlich auch ihr ganzes Leben lang tun. Abhilfe schafft konsequentes Training zur Leinenführigkeit.

Die Zeiten, in denen man mittels eines Leinenruckes die Hunde 2m nach hinten gezogen hat, sollten vorbei sein. Man schadet nicht nur dem Kehlkopf des Tieres sondern löst bei solchem Verhalten auch körperliche Schmerzen und Verspannungen bei dem Hund aus. Aber auch den kraftvollen Ruck der Besitzer, bei dem der Hund manchmal auf den Rücken fliegt, sieht man oft. Warum? Klar, was dem Hund weh tut macht er irgendwann nicht mehr. Wer so denkt, der hat nichts von Hundeerziehung verstanden.

Die gewaltfreie Methode sieht so aus: der Hund läuft an der Leine. Wenn er zieht, bleibt man stehen. Und zwar IMMER! Man bleibt so lange stehen, bis der Hund sich umdreht und die Leine lockert. Das Verhalten wird belohnt durch ein freudiges “Fein” und gern auch durch ein Leckerchen, wenn der Hund sich von allein dem Besitzer nähert.

Ist Ruhe eingekehrt, so wird der Spaziergang fortgesetzt. Springt der Hund sofort wieder in die Leine um endlich weiterzukommen, bleibt man wieder stehen. Ja, es ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, dem nicht nachzugeben und wirklich konsequent stehen zu bleiben. Ich kann jeden Hundehalter verstehen, der bei kaltem Nieselregen sein Gartentor schon erblickt und dem ziehenden Hund nachgibt, weil er eigentlich auch lieber ins Trockene möchte. Wie aber soll der Hund nun verstehen, dass er mal ziehen darf und mal nicht?? Darf er auch mal Beißen und mal wieder nicht? Das ist inkonsequent und führt zu neuen Problemen.

Auch die Aufmerksamkeit des Hundes sollte der Hundehalter weitestgehend für sich erlangen. der Gedankenansatz muss daher immer der sein, dass man ein Tier für löbliches Verhalten motiviert und nicht eben wartes bis schlechtes Verhalten auftritt, dass man dann straft.

Der Hund, der locker neben der Leine läuft freut sich im Gegenzug über motivierende Worte des Herrchen, über Aufmerksamkeit und Lob. Bietet sich die Gelegenheit, den Hund von der Leine zu lassen, so sollte dies nach einigen aufmerksamen und locker an der leine gelaufenen Wegen geschehen und nicht deshalb, weil das Herrchen Unterarmschmerzen vom Zerren des Hundes hat.

Das Stehenbleiben kann auch durch einen Richtungswechsel ergänzt oder ausgetauscht werden. Zieht der Hund also nach vorn an der Leine, so geht das Herrchen spontan in die andere Richtung. Will der Hund nach links, geht man nach rechts. Auch hier übt dies die Aufmerksamkeit auf den Menschen zu lenken und das Gehorsam eines Hundes auszuprägen.

Der Hundehalter muss mit seiner Hundehaftpflicht abklären, ob Schäden, die in der Hundeschule passieren, mitversichert sind.

26, Okt 2007

Das Kommando Steh! ist ein sehr wichtiger Begriff für den Alltag mit dem Hund. Sei es im Wald wenn ein anderer Hund entgegen kommt oder in der Tierarztpraxis, wenn der Hund untersucht wird. 

Das Kommando kann in drei Varianten ausgeübt werden. 
1. Der Hund sitzt ab und soll auf das Kommando hin aufstehen.
2. Der Hund liegt und erhabt sich bei “Steh” in den Stand.
3. Der Hund soll aus der Bewegung heraus sofort anhalten, wenn das Kommando gegeben wird.

Natürlich ist das Kommando aus der Bewegung heraus am schwierigsten, vorallem wenn nachher Reize von Außen – wie beispielsweise ein anderer Hund – hinzu kommen.  Aber wie bei allem anderen auch, sollte man langsam und strategisch vorgehen.

Beginnen wir also mit dem “Steh” aus dem Sitzen oder Liegen. Man stellt sich vor den Hund und hält das Lieblingsspielzeug und ein Leckerchen in der Hand. In dem man das Spielzeug stehend über die Hundnase hält, wird der Hund animiert aufzustehen.. Man sagt Das Kommanso “Steh” in genau dem Moment, in dem der Hund steht. Das Leckerchen kann man wenn der Hund steht noch einen Bruchteil halten und ihn dann sehr doll loben. Ziel ist es, dass der Hund stehen bleibt und erst auf Kommando “Lauf” oder ähnlichem wieder davon düst.

Das Steh! aus der Bewegung ist dafür gedacht, dass man den eigenen Hund immer dann anhalten kann, wenn Gefahr möglich ist. An Straßen oder bei der Begegnung mit anderen Hunden beipielsweise. Geübt wird an der Leine. Man selbst hält plötzlich mit dem Kommando Steh! an und belohnt den Hund sofort, wenn er einen Moment ruhig stehen bleibt.

Im zweiten Schritt soll der Hund unabhängig vom Herrchen stehenbleiben. Dabei ist es sinnvoll das Kommando dann zu geben, wenn der Hund vor einem an der Leine läuft. Das Kommando Steh! wird gegeben – lässt man dem Hund nun bewusst keinen Leinenspielraum, so muss er unweigerlich anhalten. Nun geht man ruhig die paar Schritte zum Hund um ihn kräftig zu loben.

Diese Lernphase dauert so lange an, bis der Hund bei jedem Kommando Steh! sofort anhält und wartet. Zur Perfektion bringt man dies dann, wenn der Hund nicht mehr an der Leine ist und Umwelteinflüsse ihn ablenken können. Das zusätzliche Absitzen nach dem Steh! kann ebenso mit eingebaut werden.

Grundsätzlich gilt wie immer: lieber die einzelnen Phasen länger und intensiver trainieren als übereifrig die Festigung der Basis zu vergessen.

1, Okt 2007

Hundeschule “Bei Fuß”!

Autor: tierkompakt

Um mal mit unserer virtuellen Hundeschule fortzufahren, hier ein neuen Kommando. Bisher haben wir schon “Auf den Platz” und “Sitz” beschrieben nun kommt “Bei Fuß” hinzu.

Dieses Kommando ist unumgänglich, wenn man mit dem Hund auch den Alltag auf der Straße vernünftig bestreiten will. Man sieht nicht selten Hundehalter, bei denen wohl eher der Hund mit dem Herrchen gassi geht. Dies soll natürlich nicht das Ziel sein.

Bei der Ausführung dieser Übung soll der Hund mit dem Kopf auf Kniehöhe des Herrchens laufen und sich seiner Geschwindigkeit anpassen. Somit wird weder getrödelt noch nach vorn geprescht.

Um mit der Übung zu beginnen, lässt man den Hund neben sich absitzen, macht den Hund auf sich aufmerksam und schreitet mit dem Kommando “Fuß” los. Am besten nimmt man das Bein zuerst nach vorn, an dem der Hund sitzt.

Diese Übung kann und sollte natürlich mit Leckerchen unterstützt werden, um den Hund zu animieren. Dabei hält man das Leckerchen dicht an das eigene Bein – wenn der Hund also mit seiner Schnauze am Bein ist, wird deutlich das Kommando “Fuß” gegeben und der Hund erhält das Naschen.

Ziel der Übung ist es, dass der Hund beim Laufen ohne Leine auf das Kommando “Fuß” hin zum Bein des Herrchens kommt und mit seinem Tempo mitläuft.

Das wiederholte Loben am Bein sollen dem Hund verdeutlichen, dass auch mit diesem Kommando nur positives zu verbinden ist.

21, Sep 2007

Hundeschule: Sunny, “SITZ!”

Autor: tierkompakt

Das Kommando “Sitz” ist wohl das häufigst genutzte Kommando im Hundealltag. Der Hund soll sich also nach Gabe des Befehls “Sitz” hinsetzen und dort so lange ruhig sitzen bleiben, bis der Befehl wieder aufgehoben wird.

Da das Sichtzeichen immer mit den verbalen Befehlen einhergehen sollte, bietet sich bei dem Kommando “Sitz” immer der erhobene Zeigefinger an.

Der Befehl sollte – um ihn zu festigen – in den ganzen Umgang mit einbezogen werde. Der Hund kann “Sitz” machen bevor man ihn in den Garten lässt, “Sitz” bevor es Fresschen gibt, ebenso “Sitz” bevor das Hundegeschirr angelegt wird usw. Es ist auch ratsam, den Hund vor jedem Überqueren einer Straße absitzen zu lassen, damit er nicht in seinerm Freundentaumeln hinauf läuft und es zu einem Unfall kommt.

Um einem Hund den Befehl “Sitz” beizubringen, stellt man sich vor ihn und schließt ein Leckerli in der Hand ein und lässt den Hund schnuppern. Wenn man nun die Hand über den Kopf des Hundes hält, so wird er sich hinsetzen weil dies die bequemste Position ist um das Leckeli verfolgen zu können. Setzt sich ihr Hund hin, dann sagen Sie “Sitz”, geben ihm das Leckerli und loben ihn ausgiebig.

Der Befehl sollte nach einigen Wiederholungen klappen. Und das Loben bitte nicht vergessen :)

21, Sep 2007

Eine echte Hundeschule kann durch nichts ersetzt werden, das ist schon klar. Jedoch können hier einige hilfreiche Tipps gesammelt werden, welche die Grunderziehung transparenter werden lassen.

1. “Auf den Platz”

Jeder Hund sollte SEINEN Platz haben. Eine Decke, ein Körbchen, ein Stück auf dem Teppich oder was auch immer er mag, aber es muss seins sein. Ein Platz, an dem er schläft, spielt und den er auch mal aufsuchen sollte, wenn Herrchen ihn dort hin schickt.

Wie bringt man dem Hunde also bei, dass er zu seinem Platz geht und sich dort still verhält. Situationen die das veranlassen kann beispielsweise das große Kaffetrinken mit den Omas und Tanten sein, bei denen der Hund um alle Beine schmeichelt um etwas zu erhaschen.

In diesem Fall sollte Herrchen ein “Auf den Platz!” aussprechen und der Hund wird damit in sein Körbchen geschickt. Nur wie bringt man ihm das bei? Das ist ganz einfach.

Jedes mal, wenn man den Hund zu seinem Platz bringt, spricht man es auch aus und lobt den Hund wenn er im Körbchen liegt. Es muss nicht zwangsläufig “Auf den Platz” gesagt werden. Kombinert man den Namen des Hunden und den Schlafplatz, so erreicht man natürlich das selbe Ziel. “Sunny Körbchen!” verdeutlicht unserer Beagledame ebenso, dass sie sich in ihr Körbchen legen soll.

Beibringen konnten wir ihr es sehr einfach, in dem wir sie jeden abend mit den Worten “Sunny, komm Körbchen” gerufen haben und sie dann eben ins Körbchen geschickt haben. Ein paar mal ausgiebig streicheln hat gereicht, um das Wort Körbchen mit positiven Gedanken zu kombinieren.

Aber immer daran denken, dass der Platz auch ein schöner Platz sein muss. Je nach Art des Hundes muss SEIN Platz auch wie für ihn geschaffen sein.