Tier-kompakt

Beiträge und Tests rund um die lieben Vierbeiner

Archiv für 'Katzenkrankheiten' Kategorie

17, Dez 2014

Eine gesunde Katze lässt sich an ihrem guten Appetit und dem glänzenden Fell erkennen. Es gibt einige Voraussetzungen, damit das Tier gesund bleibt. Daher können Katzenhalter viel dazu beitragen, dass es ihren Tieren gut geht. Hier wäre beispielsweise die richtige Ernährung zu erwähnen. Außerdem sollte eine Katze auch artgerecht gehalten werden.

Die Ernährung der Katze
Katzen sind Fleischfresser. Deshalb sollte ihre Nahrung zu etwa zwei Dritteln aus Fleisch bestehen, damit die Tiere mit Proteinen versorgt werden. Geflügelfleisch eignet sich gut zur Katzenernährung, denn es ist leicht verdaulich und enthält viel hochwertiges Eiweiß. Es können aber auch andere Fleischsorten verwendet werden. Viele Tierärzte empfehlen Katzenhaltern, kein rohes Fleisch an ihre Tiere zu verfüttern, da Parasiten enthalten sein könnten. Rohes Schweinefleisch kann außerdem den für Katzen sehr gefährlichen Erreger der Pseudo-Tollwut enthalten. Das Katzenfutter sollte möglichst nicht zu kalt sein, damit keine Verdauungsprobleme entstehen können. mehr »

6, Nov 2012

Tollwut bei Katzen

Autor: tierkompakt

Bei Tollwut handelt es sich um eine meist tödlich verlaufende Virusinfektion, die eine Entzündung des Gehirns verursacht (Enzephalitis). Sowohl Tiere, als auch Menschen können an Tollwut erkranken. Tollwut äußert sich in Symptomen wie beispielsweise Angst, Verwirrtheit, Schlaflosigkeit und Wutanfällen aus den geringsten Anlässen. Im weiteren Verlauf kann es zu Kehlkopfkrämpfen und Lähmungen des Rachens, sowie zur Hydrophobie, also der Abneigung gegen Wasser, kommen. Ein Heilmittel gegen Tollwut ist nicht bekannt, weshalb Vorbeugung umso wichtiger ist.

Tollwut in Deutschland

Laut der Weltorganisation für Tiergesundheit gilt Deutschland seit dem Jahr 2008 als tollwutfrei. Da jedoch die Fledermaustollwut noch nicht ausgerottet ist, können Haustiere wie Hunde oder Katzen noch immer mit Tollwutviren in Berührung kommen, weshalb Vorbeugemaßnahmen wie Schutzimpfungen weiterhin äußerst wichtig sind. Auch mehrere Stunden nach dem Biss von einem mit Tollwut infizierten Tier kann eine Impfung noch wirkungsvoll sein, weshalb in jedem Fall Eile geboten ist.

Tollwut bei Katzen

Freilaufende oder streunende Katzen können sich bei der Jagd durch Bisse oder Kratzer von Füchsen, Fledermäusen oder Mardern mit Tollwut infizieren. Auch untereinander besteht Infektionsgefahr, insbesondere in ländlichen Gebieten, wo sehr viele wilde Katzen unterwegs sind. Auf ihren Streifzügen durch die Natur könnte eine freilaufende Katze mit solch einer wilden Katze aneinander geraten und gebissen werden. Insbesondere Besitzer einer Freigängerkatze sollten ihr Tier also auf jeden Fall impfen lassen, um eine Infektion auszuschließen. Nach einem Biss von einem wilden Tier ist unbedingt und so schnell wie möglich ein Arzt, beziehungsweise ein Tierarzt aufzusuchen. Besteht hingegen bereits der konkrete Verdacht, dass die eigene Katze an Tollwut erkrankt ist, muss das Tier völlig isoliert werden. Es darf also auch keine Tierarztpraxis mehr betreten, um auszuschließen, dass weitere Tiere oder Menschen sich anstecken. Bei Verdacht auf Tollwut ist umgehend das Veterinäramt zu verständigen.

Katzen gegen Tollwut impfen lassen

Freigängerkatzen werden in der Regel in der 12.Lebenswoche das erste Mal gegen Tollwut geimpft. Folgeimpfungen sind in der 16.Lebenswoche und im 16.Lebensmonat erforderlich, um einen umfassenden Impfschutz aufzubauen. Je nach Impfstoff wird die Impfung dann jährlich oder alle drei Jahre aufgefrischt. Bei Unklarheiten bezüglich der Impfzeitpunkte ist am besten der Haustierarzt zu befragen.

Fazit
Auch wenn es in Deutschland in den letzten Jahren nur noch äußerst selten zu Tollwutfällen gekommen ist, sollten freilaufende Katzen vor einer Infektion geschützt werden, denn durch regelmäßige Impfungen bewahrt man nicht nur sein Tier, sondern auch sich selbst und seine Familie vor einer Erkrankung.

26, Apr 2010

Katze-Aids auch fachlich bezeichnet als das Immundefizenzsyndrom der Katzen, wird als virale Infektionskrankheit von Katzen bezeichnet. Die Krankheit wird durch das Feline Immundefizenz-Virus ausgelöst, welches das Immunsystem der Katze schwächt und Folgekrankheiten auslöst, welche tödlich verlaufen. Für den Menschen ist dieses Virus jedoch ungefährlich.

Herkunft des Katzen-Aids

Die Herkunft des Katzenvirus ist nicht genau bekannt. Weltweit sind ca. 1 % – 30 % der Katzenpopulation infiziert. Eine Erkrankung tritt meist bei Tieren auf, welche älter als 5 Jahre sind. Dazu gehören vor allem ältere in freier Wildbahn lebende Katzen, mit ausgeprägtem Revierverhalten.

Übertragung des Katzen-Aids

Vermutlich erfolgt die Hauptübertragung über Bisse. Es wurde bereits festgestellt, dass Katzen das Virus schon im Mutterleib auf die Katzenjungen übertragen können. Das Virus kann in Speichel, Blut und in der Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit nachgewiesen werden.

Symptome des Katzen-Aids

Die Infektion tritt in vier Stadien auf: eine akute, eine asymptomatische, eine unspezifische und eine terminale Aids-artige Phase.
In der akuten Phase zeigt sich die Infektion durch Fieber, Verminderung der weißen Blutkörperchen im Blut und durch Schwellung von Lyphknoten.
Im Verlaufe der Erkrankung können weiter Symptome auftreten, wie schlechtes Fell, Fieber, Durchfall, starke Gewichtsabnahme, chronische Entzündungen, Appetitlosigkeit u.a.

Diagnose des Katzen-Aids

Durch serologischen Nachweis der Antikörper kann die Diagnose gestellt werden. Jungkatzen im Alter von 6 Monaten sollten bereits auf Katzen-Aids getestet werden.
Eine zuverlässige Methode ist die PCR-basierte Diagnostik. Hier werden 15 % mehr positive Resultate erreicht als mit dem herkömmlichen ELISA-Test.

Behandlung des Katzen-Aids

Eine heilende Therapie von Katzen-Aids gibt es bisher noch nicht. Leben mehrere Katzen in einem Haushalt besteht in der Regel bei normalen sozialen Verhalten der Katzen (ohne Beißereien und Rankkämofe) keine Ansteckungsgefahr.
Ist ein Tier bereits erkrankt kann man dennoch die Lebensqualität und die Lebensdauer einer Katze erhöhen, indem man die Haltung des erkrankten Tieres in stressfreiem Umfeld ermöglicht, die Sekundärinfektionen, welche durch die Immunschwäche aufgetreten sind, behandelt und eine antivirale Chemotherapie durch Gabe von Interferon alpha (Protein oder Glykoprotein, das eine immunstimmulierende, vor allem antivirale und antitumorale Wirkung entfaltet) mit regelmäßiger Überwachung der Blutwerte durchführt.

Zum heutigen Zeitpunkt ist Katzen-Aids nicht heilbar, doch wissenschaftliche Untersuchen laufen stetig weiter. Man kann die Krankheitssymptome nur versuchen zu lindern.

Zur Prophylaxe ist bereits ein Impfstoff in den USA zugelassen worden. Also ein Lichtblick für diese schwere Krankheit !

12, Sep 2008

Mein Kater kommt circa alle 4 Wochen mit einer verletzten Pfote nach Hause. Beim Tierarzt sind wir Stammkunden, da diese Verletzungen meist sehr langwierig sind.

Entweder reißt sich der Kater beim Spielen auf Bäumen eine Kralle aus oder er piekt sich irgendwie in die Haut der Pfote die sich entzündet, oder er wird gebissen. Uns allen ist es schon lange unklar, wie er das anstellt.

Als er gestern wieder mit einer dicken Pfote nach Hause kam – der Blick fällt eh täglich prüfend auf die 4 Pfoten – sah ich wieder mal eine kaputte Katzenpfoten.

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Er hat eine Verletzung zwischen den mittleren Krallen, sodass die Kralle angeschwollen ist. Wenn einzelne Partien der Kralle anschwellen so liegt das größte Risiko neben der Infektion darin, dass sich die aneinander angrenzenden Hautpartien wundscheuern.

In diesen Fällen muss die Pfote der Katze mit einem Krallenverband versorgt werden.

Als erstes wäscht man die Pfote zur desinfektion gut aus. Hierzu eignet sich die gute alte Kernseife. Diese in lauwarmem Wasser aufweichen und dann die Katzenpfote darin baden. Niemals mit der Seife direkt an die entzündeten Stellen gehen, damit keine Keime an die Seife gelangen.

Nach dem Auswaschen kann man die entzündeten Stellen noch mit einer Jodtinktur einschreiben.

Nun beginnt man damit, den Krallenverband zu legen. Man benötigt dazu ganz normale Naturwatte:

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Diese wird in dünne lange Streifen geteilt. Die einzelnen Zehen der Katzenpfote werden gespreizt und man legt jeweils einen Wattestreifen dazwischen. Die Krallen sollten nun in jedem Fall jeweils 0,5 cm auseinanderstehen.

da eine Katze 4 Krallen an der Pfote besitzt, müssen drei Zwischenräume versorgt werden. Abschließend wird ein großes Stück Watte um den Lauf der Pfote gelegt, das die einzelnen Wattestreifen zusammenhält.

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Nun kann man die Katze natürlich nicht in Watte gepackt spielen schicken, denn durch das berühmte Abschütteln jeder Verbandssorten würde das alles keine 5 Minuten halten. Vorallem ein Krallenverband aus Watte muss besonders sicher sitzen, da die Wattestreifen keines Falls aus den Zwischenräumen der Krallen rutschen dürfen. Sie könnten sonst unter dem Verband zu einem Knäul werden und die gereizten oder entzündeten Hautpartien zusammendrücken, anstatt sie zu sichern.

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Daher wird nun das gesamte Katzenbein nochmals mit einer dünnen Schicht Watte umhüllt und dann mit einer selbsthaftenden Elastikbandage umwickelt. Diese kann man in der Apotheke kaufen. Sie hat mehrere sehr positive Eigenschafteb gegenüber der veralteten Empfehlung, eine Socke über die Katzenpfote zu ziehen.

Die Elastikbandage kann durch ihre selbstklebende Art nicht verrutschen. Sie lässt sich fest aber dennoch flexibel nutzen und sie ist auch schmutzabweisend, wenn der Kater damit im Sand läuft.

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Die Enden der Bandage noch mit einem Stück Klebeband sichern und ab gehts.

Gute Besserung an alle Katzen :)

2, Apr 2008

Katzenseuche

Autor: tierkompakt

Toller Beitrag bei Katzen-Life:

“Der Begriff Katzenseuche steht für eine ganze Reihe virusbedingter Erkrankungen. Hier kennen wir die Panleukopenie (krankhafte Verminderung der weißen Blutkörperchen) und Infektionen der Atemwege, wie den Katzenschnupfen, die Katzenstaupe und den Virusschnupfen. Um Dich nicht zu verwirren, möchten wir die infektiöse Panleukopenie und den Virusschnupfen besprechen. Du erhältst dadurch genügend Kenntnisse, um Gefahren aus dem Gesamtkomplex „Katzenseuche” zu erkennen. .

Die Infektiöse Panleukopenie

Auslöser dieser Erkrankung ist ein Virus, das sehr widerstandsfähig ist und nicht ohne weiteres durch chemische Mittel, Hitze oder Kälte vernichtet werden kann. Hat es sich erst einmal in einem Raum festgesetzt, kann es über ein Jahr infektionsfähig bleiben. Selbst Kälteeinwirkungen verträgt es gut und kann sogar bei minus 60° C mehrere Jahre existieren. Hat das Virus die Katze befallen, schädigt es die weißen Blutkörperchen und vermindert so die Abwehrkräfte des Tieres. Das Kätzchen zeigt schwere Krankheitserscheinungen und kann rasch sterben. Junge Katzen werden bevorzugt befallen. Du solltest also doppelt vorsichtig sein. Hat sich die Katze infiziert, dauert es etwa vier bis zehn Tage, bis die Krankheit ausbricht. Übertragen wird die Panleukopenie durch Tröpfcheninfektion von Katze zu Katze oder auch durch beißende Flöhe und stechende Insekten. Allerdings muss das Virus nicht direkt übertragen werden. Du kannst es auch an Deinen Schuhen oder Kleidungsstücken ins Haus schleppen. Das Kätzchen kann sich aber auch an allen Gegenständen anstecken, mit denen eine kranke Katze in Berührung gekommen ist. Katzen, die diese Krankheit überstanden haben, können auch Monate danach das Virus ausscheiden und gesunde Tiere infizieren. Im Frühjahr und Herbst sind Katzen besonders gefährdet.

Die Krankheit beginnt mit heftigen Krankheitsanzeichen. Das Kätzchen wird teilnahmslos und reagiert nur noch schwerfällig. Es hat hohes Fieber, das Temperaturen von 40° und 41°C erreichen kann, manchmal auch noch höhere Werte anzeigt. Die Katze erbricht eine wässrig-gallige Flüssigkeit; später ist das Erbrochene schleimig und zäh. Durchfälle, die äußerst unangenehm riechen, eine ungewöhnliche Farbe haben und Blut enthalten können, treten nach dem ersten oder auch nach mehreren Krankheitstagen auf. Die Durchfälle können aber auch ganz fehlen und es kann in den ersten Krankheitstagen sogar zur Verstopfung kommen. Das Tier macht einen schweren Leidenseindruck und hat starke Bauchschmerzen. Typisch ist, dass sich das Kätzchen im Toilettenkistchen auf den Bauch legt, den Kopf zur Seite dreht und die Pfoten von sich streckt. Dabei vermeidet es den Körper zu dehnen, da dies sehr schmerzhaft sein würde. Oft sitzt die Katze vor der Trinkschüssel und hält den Kopf darüber, als wolle sie trinken. Die genaue Beobachtung ergibt jedoch, dass sie keine Flüssigkeit zu sich nimmt. Der Krankheitsverlauf ist meist sehr akut und führt innerhalb weniger Stunden oder spätestens nach drei bis vier Tagen zum Tode. Er kann auch so akut sein, dass die Katze ohne erkennbare Krankheitsanzeichen stirbt. In diesen Fällen wird die Krankheit oft mit Vergiftungen oder mit einer akuten Toxoplasmose verwechselt.

Verläuft die Krankheit akut, erfolgt eine rasche Abmagerung mit schnellem Kräfteverfall. Durch das häufige Erbrechen besteht die Gefahr der Austrocknung. Die Haut wird faltig und fühlt sich wie Pergamentpapier an. Das Fell wird struppig, matt und durch die fehlende Körperpflege unansehnlich. Die hohen Temperaturwerte fallen nach einigen Tagen wieder auf normal ab, manchmal sogar unter den Normalwert. Überlebt die Katze die ersten drei bis vier Tage, bestehen gute Heilungschancen. Die Krankheit kann bis zu zehn Tagen andauern. Da sich die Panleukopenie auch leichter äußern kann, solltest Du ganz besonders bei erhöhter Temperatur, die einige Tage andauert, den Arzt aufsuchen! Die Panleukopenie kann auch böse Folgeschäden hinterlassen. Wird eine trächtige Katze angesteckt, kommt es bei den Kätzchen im Mutterleib zu Kleinhirndegenerationen, wodurch einige Monate nach der Geburt starke Bewegungsstörungen (verkrampfter, taumelnder Gang) auftreten. Es kann auch zur Abtötung der Kätzchen im Mutterleib und damit zur Totgeburt kommen. Infiziert sich ein neugeborenes Kätzchen, wird es in der Regel auch befallen, wenn es noch keine neun Tage alt ist. Nach diesem Zeitpunkt ist die Gefahr einer Hirnschädigung nicht mehr gegeben, da das aktive Wachstum der Rindenzellen abgeschlossen ist. Steckt sich ein Kätzchen nach dem neunten Lebenstag an, können das lymphatische System, das die Abwehrkräfte mobilisiert, und das Knochenmark geschädigt werden.

Virusschnupfen

Der Virusschnupfen ist in vielen Ländern und Erdteilen verbreitet. Mit diesem Krankheitsbegriff meinen wir alle Erkrankungen der oberen Atemwege, die ein grippeähnliches Krankheitsbild haben und durch Viren ausgelöst werden. Die Krankheitsursachen sind sehr vielfältig. Besonders erwähnenswert ist hier die schlechte und nur kurz andauernde Immunitätsbildung, aber auch die herabgesetzte Widerstandsfähigkeit durch einschneidende Umwelteinflüsse und enorme psychische Belastungen. So konnte beispielsweise bei Katzen, die nach einem Besitzerwechsel viel Heimweh hatten, beobachtet werden, dass sie für diese Erkrankung besonders anfällig waren und übermäßig lange erkrankten. Ebenso begünstigen klimatische Einflüsse den Virusschnupfen. Nasses, kaltes Wetter und feuchte Hitze sind geradezu die idealen Brutstätten. Die Krankheit tritt da vermehrt auf, wo viele Katzen zusammen leben müssen. Nach einem Krankheitsausbruch im Tierheim kann rasch die Hälfte der Katzen erkranken und sterben. Die Krankheit kann auch in unsere Wohnung eingeschleppt werden.

In der Regel infizieren sich nur Katzen. Dabei spielt das Alter keine wesentliche Rolle. Menschen, Hunde und Kleinsäuger (z.B. Hamster) werden meistens nicht befallen. Trotzdem ist erhöhte Vorsicht im Umgang mit erkrankten Tieren geboten, da es durchaus auch Krankheitserreger gibt, die bei Menschen und Katzen grippeähnliche Erkrankungen verursachen. Wie bereits erwähnt, sind die Auslöser des Virusschnupfens Viren unterschiedlicher Gattung. Wir kennen zwei bedeutende Gruppen, die häufig Infektionen hervorrufen: Herpes- und Picornaviren. Die Wirkungsweise der einzelnen Viren bestimmt grundsätzlich den Krankheitsverlauf. Durch Superinfektion wird das Krankheitsbild verändert. Über die Widerstandsfähigkeit der einzelnen Viren ist nicht viel bekannt. Sie sind jedoch recht säureempfindlich und können durch chemische Substanzen unschädlich gemacht werden. Übertragen wird der Virusschnupfen durch Tröpfchen- und Schmierinfektion von Katze zu Katze. Das Tier kann sich aber auch an ausgeflossenem Speichel infizieren, der überall da sein kann, wo sich erkrankte Katzen aufgehalten haben. Die Viren siedeln sich in der Schleimhaut des Nasen-Rachenraums an und rufen die katarrhalischen Erscheinungen hervor.

Die Inkubationszeit beträgt in der Regel zwei bis fünf Tage. Spätestens nach einer Woche werden die ersten Krankheitsanzeichen sichtbar. Aus heiterem Himmel beginnt unsere Katze zu nießen und zeigt bereits am ersten Tag einen Temperaturanstieg auf etwa 40° C. An ihrer sonst so beliebten Katzennahrung macht sie sich auffallend weniger zu schaffen; sie kann die Nahrungsaufnahme auch ganz einstellen. Innerhalb kurzer Zeit schwellen oft die Augenlider an. Bei Jungen Katzen nehmen die Schwellungen ein solches Ausmaß an, dass die Augenlider völlig geschlossen sind. Ebenfalls schwellen die Nasenschleimhäute und behindern die Atmung. Das Kätzchen atmet dann meistens mit offenem Mäulchen.

Während der Erkrankung schwankt die Temperatur zwischen 38,5°C und 40° C, kann aber auch bis zu 40,6°C ansteigen. Häufig beginnt die Krankheit auch mit 40° C. In den Augenwinkeln und in der Nase bildet sich zähflüssiges Sekret. Es kommt zu vermehrtem Speichelfluss und dadurch bedingt zu Fellverunreinigungen um das Mäulchen, die Brust und die Vorderpfoten. Verläuft die Krankheit schwer, verweigert die Katze, infolge akuter Entzündungserscheinungen der Mundschleimhaut, das Futter gänzlich. Gelegentlich wurde Haarausfall beobachtet. Eigentlich sollte die Krankheit nach zwei bis drei Wochen vorüber sein, sie kann sich aber auch mehrere Wochen, ja sogar einige Monate hinziehen. Trotz guter ärztlicher Behandlung und intensiver Pflege kann es zu Folgeschäden kommen. Hier kennen wir Stirnhöhlenentzündungen, Bronchitis und, wenn auch seltener, Lungenentzündungen. Schütze daher das Kätzchen vor jeglichem Luftzug.”

25, Mrz 2008

Eine hervorragende Beschreibung zum Thema Tollwutimpfung bei Katzen habe ich auf der Seite Katzen-Life gefunden: 

“Allgemein genügt eine Impfung im Alter von sieben bis zehn Wochen. Eine jährliche Wiederholungsimpfung ist besonders bei freilaufenden Katzen unbedingt erforderlich. Katzen, die sich lediglich in der Wohnung aufhalten und mit freilaufenden Katzen und anderen Tieren nicht in Berührung kommen, brauchen nicht geimpft zu werden. Die Tollwutschutzimpfung gibt es in Kombination mit der Impfung gegen die Katzenseuche. Sei aber hier vorsichtig, denn nicht jede Katze verträgt die kombinierte Impfung. Dein Arzt berät Dich sicherlich gerne.

Bei Auslandsreisen wird die Tollwutschutzimpfung in der Regel nur dann anerkannt, wenn sie mindestens 30 Tage vor der Einreise durchgeführt wurde und nicht älter als zwölf Monate ist. Beachten bitte aber auf jeden Fall die Einreisebestimmungen der einzelnen Länder. In manchen Ländern wird die Katze an der Grenze nochmals geimpft.”

Klasse Information!

8, Feb 2008

Giardien sind weltweit verbreitete Darmparasiten (Einzeller), die beim Menschen und zahlreichen Tierarten einschließlich Hund vorkommen. Giardien sind vom Tier auf den Menschen übertragbar und werden als Geißeltierchen (Flagellaten) betitelt.

Den Namen tragen sie, weil aus ihrem birnenförmigen Körper acht relativ lange, fadenförmige Geißeln herauswachsen, die sie zur Fortbewegung nutzen. 

Auf der Unterseite des Körpers ist eine Sauggrube zu finden, mit deren Hilfe sich der Parasit an die Schleimhaut des Dünndarms heftet und damit Entzündungen verursacht. Auch ein Eindringen in die Schleimhaut ist möglich.

Das Nahrungsmittel der Giardien ist damit der Darminhalt des Hundes, der Katze oder des Menschens. Sie sind als Zysten im Kot nachweisbar und werden über den Darmtrakt ausgeschieden. Nun können sie in der Tierwelt auf neue Wirte übertragen werden, wenn sie abgeschluckt werden. Zwischen der Infektion und den ersten nachweisbaren Zysten im Kot vergehen durchschnittlich 10 Tage.

Dünnflüssiger bis schleimiger und gelegentlich auch mit Blut gefleckter Kot sind die Symptome der Krankheit. Manchmal kommt auch Erbrechen hinzu.

In jedem Fall sollte man beim Eintreten der Symptome mit dem Tierarzt sprechen. Es gibt Behandlungen, welche sich gut bewährt haben. Z. B. mit Metronidazol. Diese Präparate werden normalerweise über 5-10 Tage verabreicht. Das Eigenstänige “herumdoktoren” sollte man wie immer unterlassen!

13, Sep 2007

Mein kleiner Kater rennt derzeit mit einer Halskrause durch die Wohnung und findet das alles andere als lustig. Ein Foto stell ich morgen mal ein. Zu allem Übel muss er auch noch Tabletten nehmen. Eigentlich hatte ich bis dato keine Probleme damit, da er alles frisst was er zwischen die Zähne bekommt aber er leidet grad wie ein Mann. Da ist es auch nicht möglich, einfach die Tablette zu schlucken.

Es bleiben einige Varianten, wie man Medikamente in Tiere hineinbekommt. Am besten ist zuweil der Trick des Versteckens: Wenn mein Hund Tabletten nehmen muss dann wickel ich diese in eine Scheibe Schinken und in der Gier merkt sie gar nicht, was ich ihr untergejubelt habe. Nur können Katzen nicht mal eben eine Scheibe Schinken schlucken.

Zweite Variante: das Zerkleinern. Wenn Tabletten nach Absprache mit dem Tierarzt auch mit einem Stößel zerkleiner werden dürfen, dann kann sie in Pulverform über das Futter geben. Wenn die Katze also nicht allzu wählerisch ist, müsste es klappen. Nachteilig ist diese Variante, wenn mehrere Katzen zusammen essen. Dies ist bei mir der Fall.

Dritte Variante: Die Maulspritze. Wenn ein Pferd Medikamente in Pasten- oder Flüssiger Form zusich nehmen muss, dann empfiehlt sich eine Mauspritze.  Dazu kann man eine normale 10ml Spritze (natürlich ohne Kanüle!!) in der Apotheke kaufen. Wie beim Einsetzen des Gebisses wird der Kopf des Pferdes gehalten und seitlich die Spritze ins Maul geführt. Abdrücken, fertig.

Die Maulspritze kann auch bei Katzen funktionieren, jedoch muss man sehr sehr vorsichtig sein, damit man nicht mit der Spritze an dem feinen Gaumen der Katze kratzt.

Vierte Variante: Der Rachenwurf. Wenn die Katze auf dem Boden sitzt, dann hockt man sich hinter sie. Sie hat also den Rücken an unseren Beinen, damit sie sich nicht nach hinten entwinden kann. Dann nimmt man das Mäuchen der Katze nach oben und öffnet es um die (gestückelte!) Tablette in den Rachen zu geben. Durch den erhöhten Kopf wird der Schluckreflex ausgelöst und die Katze schluckt die Tablette herunter.

Alle Varianten sind sicher nicht für alle Tiere geeignet, aber vielleicht hilft es dem einen oder anderen um eine neue Methode zu probieren.

31, Jul 2007

Die Nieren haben – gleich ob Mensch oder Tier – die Funktion das Blut von Stoffwechselabfällen zu reinigen. Sie wirken wie Filter, die einer Vergiftung des Körpers vorbeugen und dafür sorgen, dass die Abfälle mit dem Urin ausgeschieden werden.

Leider kann die Niereninsuffizienz bei unseren lieben Fellknäulen erst dann festgestellt werden, wenn bereits 60-70 % des Filtergewebes der Nieren nicht mehr richtig funktionieren – das Nierengewebe arbeitet dann nicht mehr richtig. Bedeutet das den frühzeitigen Tod? Nein! Die Nierenschäden der Katze sind zwar nicht wieder zu heilen, aber durch eine Futterumstellung kann ein glückliches Katzenleben dargestellt werden.

Wenn die natürlichen Filter bei der Niereninsuffizienz also versagen, so vergiftet der Katzenkörper langsam. Die normalen Vitalfunktionen der Katze verändern sich und sie zeigt Anzeichen einer Erkrankung.  Es kommt beispielweise zu Erbrechen, Durchfall und stumpfen Fell.

Wenn der Tierarzt die Katze nun regelmäßig in seiner Praxis untersucht, so ist das Frauchen dafür zuständig, dass die Nieren nicht unnötig belastet werden. Um die Logik mal zu erklären: die Filter der Stoffwechselabfälle funktionieren nicht mehr. Daher sollte man natürlich die Katzennieren nicht mit minderwertigen Stoffwechselprodukten belasten, welches häufig in Billigfutter zu finden ist. Spezielles Nierenfutter ist beim Tierarzt erhältlich und niemals sollte der Gang zum Tierarzt durch irgendwelche Präparate aus dem Handel ersetzt werden. Nur der Tierarzt kann das Futter auf die Erkrankung abstimmen. Es ist letztlich wie bei uns Menschen: nicht jeder Schnupfen wird gleich behandelt!

Durch die richtige Fütterung, regelmäßige Tierarztbesuche und gegebenenfalls die entsprechenden Medikamente kann die Fellnase genau so alt werden, wie gesunde Katzen auch.

30, Jul 2007

Wer schon einmal die erkrankten Knopfaugen von Babykatzen gesehen hat, der weiß wie schlimm sich Katzenschnupfen äußern kann. Der Katzenschnupfen ist eine ansteckende Infektionskrankheit, für die mehrere Viren verantwortlich gemacht werden. Die zwei verbreiteten Viren sind das Calici- und das Herpes-Virus der Katze.

Dass eine Katze am Katzenschnupfen erkrankt, kann über mehrere Wege erfolgen. Zum einen durch direkten Kontakt mit anderen Katzen, zum anderen durch verunreinigte Gegenstände.

Viren haben ja – wie beispielsweise das HI-Virus (HIV) beim Menschen – das Merkmal, dass sie einen Menschen oder ein Tier infizieren, ohne jedoch sofort auszubrechen. Daher können auch äußerlich völlig gesunde Katzen den Erreger in sich tragen und damit andere Katzen anstecken. Ebenso können bereits genesene Katzen den Erreger noch über Jahre in sich tragen.

Nachdem eine Katze infiziert wurde, können verschiedene Faktoren zum Ausbruch der Krankheit führen. Stress steht hierbei an erster Stelle.  Das Krankheitsbild einer an Katzenschnupfen erkrankten Katze ähnelt wirklich dem Bild des Schnupfend: die Tiere niesen, sie haben Nasenausfluss und die Augen tränen. Je nach Schweregrad schwellen die Augen auch an – schlimmstenfalls zu.  Die Futteraufnahme wird für die Tiere zur Qual, weil ihnen das Schlucken weh tut. Der Rachen ist entzündet und geschwollen. Selbst bei einer raschen Behandlung kann es zu Spätfolgen kommen: da die Augen über lange Zeit hinweg gereizt sind, kann es auf Grund der Hornhauttrübung zur Erblindung der Katze kommen. In schweren Fällen kann es innerhalb weniger Tage zum Tode kommen.

Vorbeugend kann nur die Schutzimpfung erfolgen. Ist die Krankheit bereits ausgebrochen, so muss dringend ein Tierarzt aufgesucht werden. Nasentropfen, Augentropfen und immunstärkende Mittel sind die Grundlage zur Heilung.