Kommentare (0)Pferde sind Tiere, die das ganze Jahr über draußen verbringen und deswegen vor der Witterung geschützt sein müssen. In unseren Breitengraden bilden Pferde daher im Herbst ein dickes Fell aus, das im Frühling wieder ausfällt und durch das dünnere Sommerfell ersetzt wird. Der Fellwechsel ist für das Pferd eine Belastungsprobe, denn es ersetzt sein dichtes Haarkleid vollkommen und muss in dieser Zeit neue Haare bilden.
Der Besitzer sollte beim Fellwechsel im Frühling ständig auf das Allgemeinbefinden seines Vierbeiners achten. Wirkt das Pferd matt, energielos oder sogar kränklich, könnte das am Fellwechsel liegen und der Besitzer sollte sich Gedanken darüber machen, wie er diesen unterstützen könnte. Meist wirkt sich der Fellwechsel jedoch nicht schädlich aus, sondern schwächt lediglich etwas das Immunsystem. Dadurch kann es zu Erkältungen kommen, die schlimmstenfalls im Pferdehusten enden.
Nach anstrengendem Training mit dem Pferd sollte man es während des Fellwechsels keinesfalls durchnässt draußen stehen lassen – eine Decke braucht es auf jeden Fall, auch kann man das nassgeschwitzte Fell mit etwas Heu oder Stroh trockenrubbeln.
Es gibt viele spezielle Futtermittel und Futterzusätze, die im Fellwechsel unterstützend wirken können. Sie enthalten vor allem Biotin, aus dem verhorntes Material und so auch die Haare aufgebaut sind. Bis sich die Wirkung von Biotin zeigt, können einige Wochen vergehen, danach ist die Belastung des Fellwechsels jedoch nicht mehr so erheblich für das Pferd und auch die Hufe profitieren langfristig davon. Bei Zusatzfuttermitteln sollte man lediglich darauf achten, dass sie nicht zu viel Zucker oder andere ungesunde Stoffe enthalten – ansonsten muss man mit der Dosierung meist nicht besonders aufpassen.
Dem Fellwechsel muss der Pferdebesitzer unbedingt mit täglicher Fellpflege begegnen. Die Hauptpflege besteht aus der Reinigung mit Striegel und Kardätsche, bis keine ganzen Fellbüschel mehr ausfallen. Vor allem, bevor der Sattel aufgelegt wird, muss das Pferd gründlich geputzt werden, da sich das Fell andernfalls beim Ritt lösen und schmerzhafte Reibung verursachen kann, woraus sich Druckstellen ergeben können. Auch, wenn das Pferd einmal nicht geritten werden soll, ist die tägliche Fellpflege wichtig, denn dadurch geht der Fellwechsel schneller vonstatten und ausgefallene Winterhaare verfangen sich nicht im neu nachwachsenden Sommerfell, bis sie von alleine ausfallen. Der Fellwechsel betrifft nicht nur den Körper des Pferdes, sondern auch den Hals, den Kopf und die Beine, die beispielsweise mit der Wurzelbürste oder einer weichen Kardätsche für empfindliche Körperteile geputzt werden müssen.
Hengste werden heutzutage aus verschiedenen Gründen kastriert: zum einen weil sie eine Zuchtzulassung nicht erfüllen und daher eine Vermehrung verhindert werden soll oder weil ihr hengsttypisches Verhalten für den Menschen nicht mehr händelbar ist.
Die Kastration gerade von älteren Hengsten (6Jahre und älter) stellt ein erhöhtes Risiko dar. Durch die späte Kastration kommt es zu einem sehr abruptem Hormonabbruch welcher zur Hormonmangelsituation fortschreiten kann. Diese zeigt sich dann durch Mattigkeit, Unlust am Fressen und kann bis zur kompletten Selbstaufgabe kommen. Das Temperament und die Ausstrahlung können durch die Kastration vollständig verloren gehen. Sollten derartige Komplikationen auftreten ist eine Hormonbehandlung mit langsamen absenken des Hormonspielgels durch einen Tierarzt erforderlich.
Es gibt heutzutage verschiedene Möglichkeiten der Kastration der Zeitpunkt hängt maßgeblich vom Alter des zu Kastrierenden Hengstes ab.
Die Kastration am stehenden Pferd:
Diese Methode wird heutzutage aufgrund des hohen Risikos für Komplikationen kaum noch durch geführt.
Die Kastration in Kurznarkose:
Das Pferd wird in einer nicht sterilen Umgebung nach Sedierung, mittels intravenöser Kurznarkose abgelegt. Der Operationsbereich wird soweit es die Gegebenheiten zulassen desinfiziert. Die Kastration selbst wird unter Ligatur(abbinden des Samenstrangs) durchgeführt. Die Wunde wird nicht verschlossen.
Risiken und Komplikationen der Kastration in Kurzzeitnarkose:
Wegen der offenen Wunde besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko und es ist möglich das sich eine Samenstrangfistel bildet, welche dann in einer Nachoperation in Vollnarkose operiert werden muss. Ein weiteres Risiko besteht durch die offene Wunde in einem Darmvorfall, welcher wenn nicht schnell genug erkannt in der Regel tödlich endet(Operation in Vollnarkose wird nötig). Ebenfalls besteht ein erhöhtes Risiko für Nachtblutungen durch nicht genug ligierte(abgebundene) Blutgefäße(erfordert ebenfalls eine Notoperation in Vollnarkose).Die Wahrscheinlichkeit für Komplikationen nach der oben Beschriebenen Methode nimmt mit steigendem Alter des Pferdes zu.
Das Narkoserisiko selbst ist relativ gering es kommt nur sehr selten zu einem Herz oder Atmenstillstand. Das Risiko beim Aufstehen hängt von der jeweiligen Umgebung ab.
Kastration in Vollnarkose:
Die sicherste Methode ist die Kastration in Vollnarkose. Ab einem Hengst Alter von 3 Jahren ist von allen anderen Methoden abzuraten, da die Komplikationsrate einfach zu hoch ist. Die Operation wird in Vollnarkose in einer Klinik unter sterilen Bedingungen durchgeführt. Die Operationswunde wird nach Ligation (abbinden des Samenstranges) komplett verschlossen. Die Fäden lösen sich selbst auf und die Pferde können bereits nach einigen Tagen wieder geritten werden.
Risiken und Komplikationen der Kastration in Vollnarkose:
Die oben genannten Risiken für einen Wundinfektion, Darmvorfall oder Nachtblutungen sind durch die verschlossene Wunde deutlich geringer. Es treten kaum Wundschwellungen auf, sollte während der Operation eine zu große Leisten spalte festgestellt werden kann diese bereits währen der Operation verschlossen werden und somit das Risiko einen Darmvorfalls nochmals minimieren. Das Narkoserisiko ist gegenüber einer Kurnarkose nur unwesentlich höher. Das Auf steh Risiko ist durch die Aufwachbox auf ein Minimum reduziert. Diese Kastrationsmethode ist aus Sicherheitsgründen allen anderen Methoden vor zu ziehen.
Tierversicherung:
Die Kastration eines Hengstes fällt nicht unter den Leistungsbereich der Pferde OP Versicherung. Jedoch kann der Pferdehalter direkt eine Pferde Kastrationsversicherung abschließen, welche im Todesfall des Hengstes den finanziellen Wert des Pferdes erstattet. Die günstige Kastrationsversicherung für Hengste muss jedoch spätestens 48 Stunden vor der OP beantragt werden.
Das Eindecken von Pferden ist ein wichtiges und oft besprochenes Thema im Reitsport.
Wenn sich der Pferdehalter mit dem Thema Eindecken der Pferde beschäftigen, dann müssen mehrere Aspekte beachtet werden.
1) Das Arbeitspensum der Pferde
Wenn das Pferd auch im Winter oft gearbeitet wird, so sollte das Pferd zu Beginn der kalten Jahreszeit eingedeckt werden. Das Eindecken verhindert größtenteils, dass ein dickes Winterfell gebildet wird und das Pferd vermehrt bei der Arbeit schwitzt. Pferde mit dickem Winterfell trocknen nach der Arbeit sehr schwer, was ein hohes Risiko der Erkältung mit sich bringt. An dem Punkt muss der Pferdehaltern beispielsweise das Risiko des Pferdehusten gegen das regelmäßige Eindecken abwägen.
2) Die Haltungsform und Rasse der Pferde
Bei der Frage zum Eindecken der Pferde muss auch danach unterschieden werden, welcher Rasse das Pferd angehört und wie es gehalten wird. Robuste Pferde in der Offenstallhaltung, so zum Beispiel ein Norweger oder Isländer, müssen – solange sie gesund sind – das Jahr über nicht eingedeckt werden. Sie haben von Natur aus ein dichtes und dickes Fell. Ein Andalusier hingegen wird in einem Offenstall bei Regen und Schnee anders reagieren und vermutlich über eine Decke sehr dankbar sein. Generell würde diese Pferderasse eher in einer Box stehen und eine Decke tragen, da sie nicht zu den robusten Pferden zählen.
3) Das Alter und die Gesundheit der Pferde
Ein ständig tobendes 6jähriges Pferd muss generell anders behandelt werden, als ein 25 Jahre alter Rentner. Junge, gesunde und vor allem agile Pferde können die Körpertemperatur gut halten und frieren auch bei kalten Außentemperaturen kaum.
Das Eindecken der Pferde
Wer sich dafür entscheidet, sein Pferd einzudecken, der sollte damit in den ersten kühlen Tagen im September bereits mit einer dünnen Übergangsdecke beginnen. Sobald die Temperatur unter 15°C fällt, kann das Pferd schon den ganzen Tag eingedeckt bleiben. Dies zielt aber vor allem auf die Verminderung des Winterfelles ab.
Bei unter 10°C wird die Übergangsdecke dann gegen eine dickere, wärmere Decke ausgetauscht. Das Eindecken verhindert, dass das Winterfell lang wird, jedoch gewinnt es trotzdem an Dichte.
Im Allgemeinen verkraften Pferde Temperaturschwankungen bis 40°C problemlos.
Aber Achtung: auch beim Eindecken können kleinere Probleme entstehen, wie beispielsweise dass sich das Pferd beim Aufstehen in der Decke verfängt. Sollte das wiederholt auftreten, so ist vermutlich die Deckengröße nicht optimal ausgewählt worden. Bei eher korpulenten Pferden ist es ratsam, mit einer Brusterweiterung zu arbeiten, statt eine größere Decke zu wählen.
Wer einen Bauchgurt verwendet, der sollte darauf achten, dass dieser eng angelegt wird. Nur etwa eine flache Hand zwischen Bauch und Gurt reichen aus, um dem Pferd die nötige Bewegungsfreiheit zu gewähren. Es werden auch oft Schweifriemen in die Decke eingearbeitet, die verhindern, dass das Ende der Decke nach vorne rutscht.
Gegen das Rutschen der Decke helfen auch sogenannte Beinschnüre. Sie werden vor und hinter das Hinterbein in Ösen angebracht und an der Decke eingehängt. Diese sollten relativ lose geschlossen werden und um Druckstellen oder Verletzungen des Pferdes zu vermeiden, dreht man die Schnüre einmal bevor man sie einhängt.
Generell gilt: jeder Pferdebesitzer sollte sein Pferd gut beobachten und individuell entscheiden ob und wie er es eindecken sollte.
In den Reitanlagen wird nun vermehrt über eine Frage gegrübelt: soll ich mein Pferd scheren oder nicht? Welche Pferde sollten geschoren werden?
Grundsätzlich sollten vor allem Pferde geschoren werden, die im Turniersport zum Einsatz kommen oder konditionelle Hochleistungen erbringen müssen.
Es gibt einige gängige Schnittformen um ein Pferd zu scheren. Dazu zählen der Standardschnitt, der Streifenschnitt, der Deckenschnitt und der Jagdschnitt. Grundsätzlich werden Pferde im Winter geschoren, wenn man in dieser Jahreszeit viel mit den Tieren arbeitet. Das dichte Winterfell der Pferde trocknet im Winter sehr schwer – geschorene Pferde trocknen schneller und das Risiko einer Infektion minimiert sich.
Allgemein sollte beim Scheren einiges beachtet werden – nervöse Pferde sollten mit der Hilfe einer weiteren Person geschoren werden. Dieser kann das Pferd beruhigen und auch ablenken. Junge Pferde müssen an das Scheren erst gewöhnt werden.
Um das Pferd auch optisch ordentlich zu scheren, sollte man die Schergrenzen mit einem Kreidestrich markieren. Wichtig ist es, immer gegen den Fellstrich zu scheren.
Der Standartschnitt wird im Herbst durchgeführt, wenn das Winterfell gewachsen ist. Dieser Schnitt eignet sich vor allem für Freizeitpferde. Dieser Schnitt bietet der empfindlichen Lendengegend des Pferdes einen Wärmeschutz. Es darf nicht zu viel weg geschoren werden, da es sonst zu Konditionseinbrüchen kommen kann.
Der Streifenschnitt eignet sich gut für Offenstallpferde Hier schert der Pferdehalter lediglich einen Streifen an der Unterseite des Halses, der Brust, einen Streifen am Bauch und einen an der Hinterhand. An kalten Tagen sollte das Pferd mit einer Decke eingedeckt werden.
Beim Deckenschnitt werden der Bauch und Hals geschoren. Pferde, die besonders erkältungsempfindlich sind, hält das Fell am Rücken warm.
Der Jagdschnitt wird bei Pferden angewandt, die viele Stunden in einem anstrengenden Einsatz sind. Der Kopf und die Beine werden nicht geschoren und auch der Bereich unter dem Sattel bleibt mit Fell bedeckt.
Turnierpferde werden einem Sportschnitt oder einer Vollschur unterzogen, nur ein kleines Dreieck am Schweifansatz und ein Streifen wird stehen gelassen. Dieser Sportschnitt gibt dem Pferd ein elegantes Aussehen und ist äußerst pflegeleicht.
Es gibt nichts Schöneres, als sich an einem heißen Sommertag beim Baden zu erfrischen. Aber was, wenn nicht auf das Haustier verzichtet werden möchte? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie zusammen mit dem Pferd oder dem Hund das kühle Nass genossen werden kann.
Spezielle Hundestrände bieten Hund und Herrchen gemeinsamen Badespaß. An üblichen Stränden ist es meist verboten, Hunde mitzunehmen und falls es doch nicht untersagt ist, dann gilt eine strenge Leinenvorschrift. Dies ist jedoch nicht unverständlich, da Badegäste nicht von unerwarteten “Besuchern” gestört werden möchten oder gar von einem im Sand versteckten Kothaufen überrascht werden wollen. Nicht jeder Hundehalter ist bereit das “Werk” seines Lieblings wieder aufzusammeln. Auch Förster stehen diesem Geschehen eher kritisch gegenüber, da befürchtet wird, dass andere Wildtiere gestört werden könnten.
Während der Wintersaison werden die Verbote größtenteils aufgehoben, allerdings sollte man sich vor dem Besuch telefonisch oder per E-Mail informieren. Während sich an der Nordsee nur wenige Hundestrände befinden, ist die Anzahl an der Ostsee um Mengen größer.
Ein weitverbreiteter Kindheitstraum ist das Baden mit dem Pferd. Unter Beachtung von ein paar Aspekten bringt das Baden sehr viel Spaß für Pferd und Reiter. Bei Bade-Neulingen sollte nichts erzwungen werden. Das Pferd muss selbst entscheiden, wie weit es gehen möchte und das Neuland selbst erforschen. Des Weiteren sollte der Reiter darauf achten, dass kein Wasser in die empfindlichen Ohren des Tieres gelangt, da dies unter Umständen zu Gleichgewichtsstörungen etc. führen kann. Wenn die ersten Schritte getan sind, bereitet schwimmen dem Pferd nicht nur Abwechslung und Freude, die Kondition wird auch ohne große Belastung der Gelenke in kurzer Zeit gestärkt.
Um Ärger auf öffentlichen Badestränden zu vermeiden, sollte der Besuch für Tier und Halter auf den Abend oder Morgen verlagert werden. Während der Mittagszeit herrscht an Stränden allgemein Hochbetrieb und da ein Pferd doch ein ziemlicher “Brocken” ist, ist es sicherer und angenehmer den Strandausflug auf eine weniger überfüllte Tageszeit zu verlegen. Auch bei Hunden ist das Baden vornehmlich auf morgens oder abends zu legen, um Konflikte mit anderen Badegästen zu vermeiden.
Pferdebremsen gehören, wie der Name schon sagt, zur Familie der Bremsen und sind mit einer Körpergröße von 19 bis 24,5 Millimeter eine der Größten in Mitteleuropa. Wie bei fast allen Bremsen saugen auch bei den Pferdebremsen nur die weiblichen Tiere. Die Männchen sind friedlich. Durch das tiefe und deutlich hörbare Brummen kann man die Pferdebremse erkennen. Sie kommen besonders in der Nähe von Rinder- und Pferdeweiden in dem Zeitraum von Mai bis September an warmen, schwülen Tagen vor. Dabei warten sie meist in Schattenbereichen auf ihre Opfer. Besonders beliebt sind dabei z.B. Feldrandwege, die zwischen einem Feld und einem Wäldchen liegen oder Weiden mit Bachlauf.
Die perfekte Idylle ist ein Bachlauf mit schattenspendenden Bäumen und eine von der Sonne aufgeheizte Weide, dazu ein warmes, schwüles Wetter. Pferdeherden können sich gegen einzelne Tiere wehren, jedoch kann ein Schwarm Bremsen lebensbedrohlich für eine Herde werden. Durch die Abwehrreaktion des Pferdes, kommt dieses ins schwitzen und lockt somit immer mehr der Tiere an. Dabei regt sich das Pferd auf und versucht eventuell zu fliehen. Diese Reaktion kann dann schwerwiegende Folgen haben.
Um Pferde zu schützen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Angefangen von speziellen Decken mit Sichtschutz bis hin zu flüssigen Produkten wie zum Beispiel ZEDAN BREMSENBREMSE. Die Variationen reichen vom Insektizid, das die Insekten abtötet bis hin zu reinen Duftmischungen auf der Grundlage ätherischer Öle, die man auch leicht selbst herstellen kann. Rezepte dafür gibt es zuhauf im Internet, aber Vorsicht manche Mittel schaden mehr als das sie helfen.
Eine sehr hautverträgliche Variation ist das Waschen mit Essigwasser. Es hilft nicht nur vorbeugend, sondern beruhigt auch Stellen von bereits vorhandenen Stichen und hilft bei deren Abheilung. Durch die Vielzahl von Mitteln die sich auf dem Markt befinden, sollte man ausprobieren, welches am besten einen Schutz gegen Pferdebremsen bildet.
Doch wie kann sich der Mensch vor den Bremsen schützen. Der beste Schutz vor den Blutsaugern ist Kleidung an den gefährdeten Hautpartien. Für den Schutz von Armen reicht oftmals schon ein langärmliges Shirt aus. Bei Wanderungen durch Wiesen und Wälder sollte man spezielle Wandersocken anziehen, denn diese bieten mehr Schutz als dünne Socken, da diese von Bremsen durchstochen werden können.
Wer also sein Pferd nicht in den Stall sperren will, der sollte sein Pferd gegen Pferdebremsen und andere Insekten schützen. Aber natürlich auch sich selbst, denn ein Bremsenstich ist sowohl schmerzhaft wie auch gefährlich, denn es können Krankheiten wie Borreliose oder das EIA-Virus übertragen werden.
Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen und trockenen Tagen entscheiden sich viele Pferdehalter dazu, ihre Tiere auf die Weide zu lassen, damit sie dort ihr Futter in Form von Gras zu sich nehmen. Dass dabei – vor allem zu Beginn der Weidesaison – ein erhöhtes Hufreherisiko besteht, ist vielen nicht bewusst.
Hufrehe – oder Laminitis – ist eine Entzündung der Huflederhaut, die im schlimmsten Fall zum “Ausschuhen”, also zum Ablösen der Hornkapsel oder zu einer Hufbeinsenkung führen kann. Hebt das Pferd abwechselnd die Hufe oder bewegt es sich steif, dann ist bereits von akuter Hufrehe zu sprechen, im Extremfall verweigert das Tier die Nahrungsaufnahme aufgrund zu großer Schmerzen.
Hufrehe kann durch Überbelastung des Hufs, Vergiftung durch zum Beispiel Pestizide oder Medikamente auftreten. Am häufigsten aber ist die Futterrehe, bedingt durch kohlenhydratreiche Nahrung. Diese führt zu einer Übersäuerung des Körpers und der angesprochenen Entzündung.
Frisches Gras ist deshalb so reich an Kohlenhydraten, weil die starke Sonneneinstrahlung in Kombination mit teils doch kühlen Temperaturen dazu führt, dass die Pflanzen durch Photosynthese mehr Energie herstellen können, als sie eigentlich benötigen. Überschüssige Energie wird in Form von Fruktanen zwischengespeichert. Diese erhöhte Konzentration von Zuckermolekülen bzw. Kohlenhydraten fördert die Vermehrung der Streptokokken im Dickdarm des Pferdes, was zur Bildung von Milchsäure und verschiedenen Giftstoffen führt. Akute Hufrehe ist dann die Folge.
Daher wird dringend empfohlen, die Pferde nur wenig oder (noch) kein frisches Gras fressen zu lassen. Heu und Stroh sollten – trotz der bereits milden Temperaturen – die primären Nahrungsmittel sein.
Hufrehe ist eine ernstzunehmende Krankheit, die nicht selten zum Tod des Tieres führt. Vor allem zu spät erkannte Symptome und falsches Füttern sind die häufigsten Gründe, warum die Krankheit überhaupt ausbricht und so enden muss.
Die Behandlungskosten der Hufrehe erstattet die Krankenversicherung für Pferde.
Der Pferdehusten ist eine oft lang andauernde Erkrankung, die Pferde akut befallen kann, die schnell zu einer chronischen Krankheit werden kann.
Da die Lungen des Pferdes leistungsstark, aber gleichzeitig auch sehr anfällig sind, sollte schon beim geringsten Verdacht auf Pferdehusten ein Tierarzt hinzu gerufen werden. Die auch RAO (rezidivierende Atemwegsobstruktion) genannte Erkrankung fordert in schlimmen Verläufen den Einsatz von Kortison- Präparaten, wenn mit anderen Mitteln kein Erfolg erzielt werden kann.
Auch die so genannte „Dämpfigkeit“ (Lungenemphysem des Pferdes) kann mit Kortison behandelt werden. Kortison kann aber nur in der Heilbehandlung bei den verschiedenen Arten der Pferde Lungenerkrankungen eingesetzt werden, ist keinesfalls ein Mittel, um diesem vor zu beugen. Bei richtiger Anwendung und einer zeitlich begrenzten Verabreichung und exakter Dosierung, wie es bei ausschleichenden Intervalltherapien indiziert ist, brauchen Pferdebesitzer keine Nebenwirkungen fürchten.
Langzeitpräparate eignen sich für die Behandlung der RAO nicht, da sie eher Nebenwirkungen auslösen und das Immunsystem des Tieres den Wirkstoff nicht mehr sinnvoll nutzen kann. Die unterschiedlichsten Pferderassen können vom Pferdehusten befallen werden, doch allen kann auch das Kortison zur Behandlung gegeben werden.
Risiken und Chancen von Kortison liegen allein in der Darreichung, ob Nebenwirkungen ausgelöst werden, an der Dauer und Dosierung der Kortisongabe und auch negativ eingestellten Pferdehaltern sollte das Wohl der Tiere an erster Stelle stehen. Ist eine Pferdehustenerkrankung erst einmal überstanden, werden auch die Kortison- Feinde aufatmen. Verabreichen lassen sich die Kortison Präparate gut mittels aus der Human- Medizin stammenden Kortisonsprays, sowie kortisonhaltigen Zusätzen für Inhalationen.
Auf diese Weise hat der Pferdebesitzer auch keine Nebenwirkungen, wie zum Beispiel die Hufrehe an den Hufen zu befürchten, da der Wirkstoff wirklich nur an den Zielort (Lungen) kommt, und nicht durch den gesamten Blutkreislauf transportiert wird. Aus gleichem Grunde ist auch die Nebennierensuppression minimiert. Mit den Aerosolen können alle Pferde und Ponys behandelt werden, deren Atemwege noch offen genug sind, um das Aerosol auch in die tieferen Abschnitte der Lunge gelangen zu lassen.
Das Kortison bremst die entzündlichen Zellen, reduziert die Schleimproduktion und bremst die Freisetzung von Entzündungsbotenstoffen. Mit einer unterstützenden Therapie, die die Abwehr des Tieres stärkt und ein wenig Zeit schlägt Kortison in den meisten Fällen innerhalb kurzer Zeit an. Um einen wiederkehrenden Pferdehusten zu vermeiden, sollte auf jeden Fall auf eine bessere Belüftung des Stalles, ausreichend Bewegung, einer Angemessenen Menge Einstreu (nicht zu viel, damit untere Schichten nicht schimmeln) und möglichst wenig Staubaufkommen bei der Ausmistung des Stalls geachtet werden.
Schwarzkümmel ist ein Hahnenfußgewächs. Sein Öl wird aus den winzigen Samenkernen der Nigella gewonnen.
Leider gibt es bei der Herstellung große Qualitätsunterschiede, da häufig durch Zusätze von z.B. Äther auf billige Art und Weise das Öl chemisch erzeugt wird. Das originale ägyptische Schwarzkümmelöl aus erster Kaltpressung ist daher für den menschlichen und tierischen Organismus am sinnvollsten.
Das Schwarzkümmelöl, ob in Form von Kapseln oder flüssig, kommt zum Beispiel bei einem gestörten oder geschwächten Immunsystem zum Einsatz. Da es an der schwächsten Stelle wirksam wird und als biologisches Heilmittel (Nahrungsergänzung) anerkannt ist, kann man das Öl ohne jegliche Nebenwirkungen für Mensch und Tier einsetzen.
Im Körper durchläuft seine heilsame Wirkung den gesamten Magen-Darm-Trakt und kann sich sehr positiv auf eine gestörte Darmflora auswirken, die Verdauung normalisiert sich und Blähungen lösen sich auf und es ist sehr magenverträglich. Zudem fördert das Öl das Gleichgewicht der Bakterien und Pilze im Darm. Auch das Harnsystem – Niere, Blase, Harnleiter profitieren davon.
Weiterhin ist das Schwarzkümmelöl ein alternatives Mittel für Asthmatiker, da es sekretlösend und gefäßerweiternd wirkt. Durch die 100-prozentige Bioverfügbarkeit sorgt es für einen normalen Blutdruck und hat einen leicht blutdrucksenkenden Effekt. Für Allergiker mit Heuschnupfen und Nahrungsallergien ist es besonders zu empfehlen, denn die Überreaktion des Immunsystems wird durch regelmäßige Einnahme gemindert.
Dies gilt auch bei Pferden, die an chronischer Bronchitis leiden.
Die positive, heilende Wirkung erstreckt sich auch über das Bewegungssystem ( Knochen, Sehnen, Muskeln), sowie die Sinnesorgane (Augen, Nase, Ohren, Geschmacksnerven) und das Blut- und Lymphsystem. Auch äußerlich ist Schwarzkümmelöl einsetzbar, zum Beispiel bei Neurodermitis und anderen hautentzündlichen Prozessen, aber auch nach Insektenstichen und Verletzungen der Haut. Der quälende Juckreiz wird durch die Versorgung mit den enthaltenen Fettsäuren im Schwarzkümmelöl gemindert und eine Abheilung der entzündeten Hautbereiche kann erfolgen.
Durch regelmäßiges Auftragen auf ekzemgeschädigte Hautstellen wird der Schorf aufgeweicht und ist somit schonender ablösbar und die Wunden heilen keimfrei ab. Abschließend kann man sagen, das dieses Volksheilmittel eine wundervolle Alternative zur Behandlung vieler Störungen im Organismus ist. Für Mensch, ob klein oder groß, alt oder jung oder bei allen Tieren findet Schwarzkümmelöl Anwendung.
Bei Pferden kann das Schwarzkümmelöl äußerlich und innerlich eine große Hilfe sein. Der typische Geruch kann die lästigen Pferdebremsen durch Auftragen/Einreiben ins Fell abwähren.
Das Fell der Pferde kann mit Schwarzkümmelöl eingerieben werden und sorgt für einen schönen seidigen Glanz. Diese Verschönerung dient aber auch der Gesundheit und der Abwehr von Insekten. Auch in der Sattellage können einige Tropfen Schwarkümmelöl Satteldruck lindern undvorbeugen.
Das eigene Pferd ist der Traum eines jeden “Pferdemädels”. Wer als Reitschüler und Reitbeteiligung gestartet hat, der möchte irgendwann das eigene Pferd besitzen und allein entscheiden, was für das Pferd das Beste ist.
Diese Entscheidung sollte nur nicht einzig und allein vom Herzen, sondern auch mit Bedacht getroffen werden. Wer sich ein Pferd kauft, der muss mit weitaus mehr Kosten rechnen, als mit den reinen Anschaffungskosten.
Bei der Berechnung, was ein Pferd monatlich kostet, müssen folgende Punkte beachtet werden:
- Stallmiete
- Futterkosten
- Schmied
- Tierarztkosten
- Reitunterricht / Beritt
- Pferdeversicherungen
detaillierte Ausführungen zu den einzelnen Aspekten gibt es hier.
Spätestens dann, wenn das zweite Pferd angeschafft wird, verlieren manche Pferdehalter die Übersicht über die Kosten. Oftmals wird nur daran gedacht, dass sich die Stallmiete verdoppeln wird. Wenn das finanziell noch möglich ist, wird das Pferd angeschafft. Leider vergessen die Pferdehalter dann, dass sich auch das Risiko der unerwartet hohen Tierarztrechnungen verdoppelt.
Die Klinikrechnung einer Kolik kann schnell 4.000 Euro übersteigen. Wer sagt einem, dass nicht beide Pferde an einer Kolik erkranken? Die 8.000 Euro haben die wenigsten Pferdehalter auf dem Konto bereit zu liegen. Leider sind nicht alle Pferdehalter dazu bereit, monatlich 13,89 Euro für die Absicherung der Operationskosten aufzubringen. Oftmals hört man dann Sätze wie “Was, pro Pferd 13,89 Euro im Monat für die Operationskostenversicherung?”
Ja, der Beitrag für die Pferdeversicherung ist pro Pferd zu entrichten. Die Klinik würde die 4.000 Euro Kolikrechnung auch für jedes behandelte Pferd erstellen.
Die wenigsten Menschen mögen Versicherungen, das ist verständlich, da immer der schlimmste Fall der Fälle betrachtet wird und man hofft, dass dieser nie eintritt. Wer jedoch die Kosten genau kalkulieren muss um am Monatsende noch Geld auf dem Konto zu haben, der sollte nicht am falschen Ende sparen. Denn wenn das Pferd krank wird, dann bleibt der Pferdehalter unter Umständen allein mit seinen Klinikrechnungen.