Tier-kompakt

Beiträge und Tests rund um die lieben Vierbeiner

Archiv für 'Pferdehaltung' Kategorie

13, Feb 2015

Aufstollen begleitet alle, deren Pferde beschlagen sind und die ihr Hobby auch im Winter durch Ausritte abwechslungsreich gestalten möchten.
Liegt dann Schnee, ist es mit dieser eigentlich so schönen Seite des Reitens schnell vorbei. Der Schnee schmilzt an der Sohle des Hufs, friert am kalten Eisen wieder und bildet so ganz schnell die allseits bekannten Stollen. Dadurch wird sicheres Fußen im Schnee verhindert. Im schlimmsten Fall kommt es zu Stürzen durch Wegrutschen und / oder Stolpern des Pferdes. Nicht ganz so schlimm, aber trotzdem schmerzhaft und langwierig sind Zerrungen beim Pferd, die durch das unkontrollierte Rutschen verursacht werden können.
Bei im Offenstall gehaltenen Pferden bilden sich die Stollen natürlich auch dann, wenn das Pferd sich auf dem schneebedeckten Auslauf aufhält. Damit sind gerade auch für diese Pferde im Sinne einer artgerechteren Haltung auch in der kalten Jahreszeit geeignete Gegenmaßnahmen angesagt.

Eisen abnehmen
Das ist die sicherste Methode, das Aufstollen zu verhindern. Sind keine Eisen am Huf, kommt es auch nicht zu der gefürchteten Stollenbildung. Gerade für Offenstallpferde ist dies die beste Methode.
Natürlich können nicht allen Pferden „mal eben“ die Eisen abgenommen werden. Je nach gesundheitlicher Disposition, Reitgelände oder Trainingserfordernissen kann ein Beschlag auch im Winter nötig sein. Dann bietet sich an,

Hufgrips zu nutzen
Hufgrips sind Plastikwülste, die eine Lasche besitzen, mittels derer sie zwischen Eisen und Huf befestigt werden. Sie bieten gleich zwei Vorteile, denn sie verhindern nicht nur zuverlässig die Stollenbildung, sondern sie wirken auch dämpfend, was besonders bei hartgefrorenem Boden gut für die Pferdebeine ist. Da sie durch den Schmied angebracht werden müssen, erfordern sie vorauszudenken, damit sie rechtzeitig angebracht werden können.
Wer sein Pferd nur zum Ausreiten vor den Stollen schützen möchte, hat auch die Möglichkeit,

Vaseline zu nehmen
Vor dem Ausritt werden die Hufeisen dick mit Vaseline eingeschmiert. Das Fett schützt vor der Stollenbildung, eignet sich aber nur für relativ kurze Ausritte, da es durch den schmelzenden Schnee langsam, aber sicher abgewaschen wird.

Es gibt sicher noch weitere Möglichkeiten. Schmied, Tierarzt oder Tierheilpraktiker, aber natürlich auch die Stallkollegen können hier bestimmt noch eigene Tipps und Tricks beisteuern.

19, Nov 2014

An der Frage, ob man sein Pferd scheren soll oder nicht, scheiden sich die Geister. Dabei kann man sie gar nicht allgemein beantworten. Hier wird erklärt, wie man die richtige Wahl für sein Pferd trifft.

Der Winter kommt

Regelmäßig zu Beginn der kalten Jahreszeit taucht die Frage nach der Pferdeschur wieder auf. Im Spätsommer beginnen Pferde nämlich, ein dickes Winterfell zu entwickeln. Das hilft ihnen, ihre Körpertemperatur auch im Winter zu regulieren. Aber dadurch schwitzen sie beim Training stark. Zurück im Stall friert das Pferd wegen des nassen Fells dann. Es läuft in Gefahr, sich allerhand Erkrankungen zuzuziehen, von einer Erkältung bis hin zu einer Lungenentzündung. Es gibt mehrere Möglichkeiten, dieser Gefahr entgegenzuwirken: mehr »

23, Okt 2014

Tierarztkosten vermeiden und Pferdehusten vorbeugen!

Artgerechte Haltung schützt vor Pferdehusten

Mit der nasskalten Jahreszeit stellt sich leider auch bei vielen Pferden wieder der Pferdehusten ein. Reiten wird nur noch eingeschränkt möglich und die Pferde leiden unter heftigen Hustenattacken. Dem kann man gezielt vorbeugen, indem man die Abwehrkräfte des Pferde natürlich stärkt. Während dieser Zeit investieren Pferde die meiste Energie in den Fellwechsel, weshalb der Kreislauf vorbeugend in Schwung gebracht werden muss. Ausreichend leichte Bewegung an frischer Luft stärkt die Atemwege und sorgt dafür, dass sich dort gebildeter Schleim lockert und ausgeschnaubt werden kann. Haben die Pferde stark geschwitzt, müssen sie konsequent unter Abschwitzdecken getrocknet werden. Eine staubfreie Umgebung im Stall entlastet zudem die Atemwege. Pferde in Offenstallhaltung benötigen einen Schutz vor Zug und Regen, um gesund bleiben zu können. Wird es zu nass und kalt, kann eine leichte Allwetterdecke vor sich entwickelndem Pferdehusten schützen. mehr »

15, Sep 2014

Bei der Fütterung von Pferden werden immer wieder Fehler gemacht. Gerade im Umgang mit frischem Schnittgras ist Vorsicht geboten, eine falsche Fütterung kann schwere gesundheitliche Folgen bis hin zum Tod des Tieres auslösen. Wer jedoch die folgenden Hinweise beachtet, kann Rasenschnitt problemlos an Pferde verfüttern, besonders vor dem ersten Weidegang ist das Anfüttern mit Schnittgras zu empfehlen.

Rasenschnitt von giftigen Pflanzen befreien

Ist das Pferd selbst auf der Weide, frisst es das frische Gras. Manche Pferdebesitzer schließen daraus, dass sie ihr Pferd deswegen mit Rasenschnitt füttern dürfen. Doch das Pferd auf der Weide weiß genau, welche Pflanzen schädlich sein können, giftige Pflanzen meidet es instinktiv. Ist das Gras jedoch geschnitten, kann das Pferd nicht mehr zwischen gesunden und giftigen Pflanzen unterscheiden und frisst den Rasenschnitt vollständig. In Abhängigkeit von der Art der giftigen Pflanze kann es in der Folge zu Verdauungsbeschwerden und Vergiftungserscheinungen kommen, die sogar zum Tod des Pferdes führen können. Beim Schneiden des Rasens für die Verfütterung sollten daher unbekannte Pflanzen aus dem Schnittgut aussortiert werden. mehr »

28, Mai 2014

Gerade an warmen Sommertagen sind Bremsen eine wahre Plage beim Ausritt oder auch einfach auf der Weide. Besonders durch den milden Winter gibt es sehr viele Bremsen. Doch was genau sind Bremsen? Bremsen sind kleine Insekten, die sich liebend gerne in der Nähe von Pferden aufhalten. Hier können sie nicht nur sehr lästig sein, sondern sogar Krankheiten oder Allergien auslösen. Deswegen sollte etwas gegen Bremsen unternommen werden.

Die beste Methode

Man muss nicht immer zu Chemie greifen, wenn man Bremsen los werden möchte. Es gibt auch einige natürliche Hausmittel, die wunderbar helfen. Das wohl wirkungsvollste Mittel, um lästige Bremsen bei Pferden zu vertreiben, ist Tieröl. Man kann dieses in der Apotheke unter den Namen „Oleum animale“ erhalten. Dieses Öl ist wegen seines extrem starkem Geruches ein perfektes Fliegenmittel. Gerade bei längeren Ausritten in Sommer kann es wahre Wunder wirken. Hierzu muss man das Tieröl einfach nur etwas mit Babyöl mischen. Diese Mischung gibt man anschließend in eine Sprühflasche und trägt diese dünn auf dem Pferd auf. Jedoch färbt das Öl stark ab und deswegen sollte man aufpassen bei heller Kleidung oder auch einem hellen Fell.

Hausmittel gibt es viele

Ein weiteres Hausmittel gegen Bremsen sind ätherische Öle. Am ehesten sollte man Öle wie Citronella, Lavandin, Lavendel oder Nelke verwenden. Auch diese sollte man zuvor mit Babyöl verdünnen und dann auf dem Pferd auftragen. Dieses natürliche Fliegenmittel hält etwas einen Tag. Gewiss gibt es im Handel auch viele chemische Mittel, die gegen Bremsen helfen sollen. Die Wirkung lässt dabei manchmal zu Wünschen übrig und es kann sogar zu schlimmen Folgen kommen. Manche Pferde haben eine sehr empfindliche Haut und in Kombination mit dem chemischen Mittel und zum Beispiel einen Sattel, können Reibungen entstehen, die zu Verätzungen führen können. Deswegen sollte man sich am besten vorher mit einem Tierarzt beraten. Ansonsten einfach zu natürlichen Mitteln greifen. Vielleicht haben diese nicht immer die beste Wirkung, doch sie sind wesentlich Hautfreundlicher zum Tier. Allerdings sollte beachtet werden, dass viele Hausmittel und auch chemische Produkte ihre Wirkung verlieren, wenn das Pferd zu schwitzen beginnt. Meist ist nur eine Fliegendecke oder ein Fliegennetz dann ein wirksamer und dauerhafter Schutz.

3, Dez 2012

Wer ein richtiger Pferdenarr ist, der möchte seinem Pferd sicher auch ab und an etwas Gutes tun. Wie wäre es dann mit einem Leckerli in Form von Pferdekeksen? Diese kann man sicherlich kaufen, doch macht man diese selbst, weiß man auch was verwendet wurde. Doch nicht nur für das eigene Pferd sind Pferdekekse eine super Idee, sondern auch für die Tiere von Freunden und Bekannten. zudem ist so auch gleich eine Geschenkidee zu Weihnachten oder auch dem Geburtstag.

Doch bevor es losgehen kann, müssen erst einmal die notwendigen Zutaten und Utensilien besorgt und bereit gestellt werden. Für die Zubereitung der Pferdekekse werden somit benötigt:

  • 500 Gramm Haferflocken,
  •  zwei geriebene Äpfel,
  • drei Esslöffel Zuckerrübensirup,
  • zwei bis drei geriebene Möhren,
  • sowie Milch und Honig.


Zu Beginn wird eine Rührschüssel benötigt, in die die Haferflocken gegeben werden. Danach wird die Milch hinzu gefügt. Beides wird miteinander verrührt bis die Masse dickflüssig und zäh ist. Ist dies erledigt, werden die Äpfel gewaschen und entkernt. Mit Hilfe einer Reibe werden sie in kleine Stifte gerieben. Das Gleiche wird mit den Möhren gemacht. Sind Möhren und Äpfel gerieben, werden sie der Teigmasse hinzu gefügt und alles gut miteinander vermischt. Um das Ganze für das Pferd noch lecker zu machen, werden nun etwas Honig und Zuckersirup beigegeben. Ist der Teig fertig, kann der Backofen vorgeheizt werden. In der Zwischenzeit kann die Teigmasse auf dem Backblech ausgebreitet werden. Nun kommt der Teig für eineinhalb Stunden bei 180 Grad in den Backofen. Ist die Zeit um und der Teig gut, diesen aus dem Backofen nehmen und die entstandene Teigplatte in kleine Teile zerbrechen. Nun können die Pferdekekse abkühlen und danach verwendet werden.Wer es anders mag, verwendet für den Teig:

  • 50 Gramm Leinsamen,
  • 300 Gramm Vollkornhaferflocken,
  • 400 Gramm Weizenvollkornmehl,
  • 450 Gramm Zuckerrübensirup und 250 ml Wasser.

Hier wird zuerst der Zuckerrübensirup in eine Schüssel gegeben und dann das Weizenvollkornmehl und die Vollkornhaferflocken hinzu gefügt. Alles gut miteinander vermischen und immer wieder etwas Wasser hinzugeben. Zum Schluss wird dem Teig der Leinsamen beigegeben und alles gut vermischt. Ist der Teig fertig, diesen zu einer Rolle mit einem Durchmesser von 2 bis 3 cm formen. Danach werden Scheiben mit etwa 4 cm Stärke abgeschnitten. Diese werden im auf 180 Grad vorgeheizten, Backofen für etwa 90 Minuten gebacken. Nach dem Abkühlen können sie dann schon verwendet werden. Und dem Pferd werden sie bestimmt sehr gut schmecken.

21, Feb 2011

Der Fellwechsel bei Pferden

Autor: tierkompakt

Pferde sind Tiere, die das ganze Jahr über draußen verbringen und deswegen vor der Witterung geschützt sein müssen. In unseren Breitengraden bilden Pferde daher im Herbst ein dickes Fell aus, das im Frühling wieder ausfällt und durch das dünnere Sommerfell ersetzt wird. Der Fellwechsel ist für das Pferd eine Belastungsprobe, denn es ersetzt sein dichtes Haarkleid vollkommen und muss in dieser Zeit neue Haare bilden.

Der Besitzer sollte beim Fellwechsel im Frühling ständig auf das Allgemeinbefinden seines Vierbeiners achten. Wirkt das Pferd matt, energielos oder sogar kränklich, könnte das am Fellwechsel liegen und der Besitzer sollte sich Gedanken darüber machen, wie er diesen unterstützen könnte. Meist wirkt sich der Fellwechsel jedoch nicht schädlich aus, sondern schwächt lediglich etwas das Immunsystem. Dadurch kann es zu Erkältungen kommen, die schlimmstenfalls im Pferdehusten enden.

Nach anstrengendem Training mit dem Pferd sollte man es während des Fellwechsels keinesfalls durchnässt draußen stehen lassen – eine Decke braucht es auf jeden Fall, auch kann man das nassgeschwitzte Fell mit etwas Heu oder Stroh trockenrubbeln.

Es gibt viele spezielle Futtermittel und Futterzusätze, die im Fellwechsel unterstützend wirken können. Sie enthalten vor allem Biotin, aus dem verhorntes Material und so auch die Haare aufgebaut sind. Bis sich die Wirkung von Biotin zeigt, können einige Wochen vergehen, danach ist die Belastung des Fellwechsels jedoch nicht mehr so erheblich für das Pferd und auch die Hufe profitieren langfristig davon. Bei Zusatzfuttermitteln sollte man lediglich darauf achten, dass sie nicht zu viel Zucker oder andere ungesunde Stoffe enthalten – ansonsten muss man mit der Dosierung meist nicht besonders aufpassen.

Dem Fellwechsel muss der Pferdebesitzer unbedingt mit täglicher Fellpflege begegnen. Die Hauptpflege besteht aus der Reinigung mit Striegel und Kardätsche, bis keine ganzen Fellbüschel mehr ausfallen. Vor allem, bevor der Sattel aufgelegt wird, muss das Pferd gründlich geputzt werden, da sich das Fell andernfalls beim Ritt lösen und schmerzhafte Reibung verursachen kann, woraus sich Druckstellen ergeben können. Auch, wenn das Pferd einmal nicht geritten werden soll, ist die tägliche Fellpflege wichtig, denn dadurch geht der Fellwechsel schneller vonstatten und ausgefallene Winterhaare verfangen sich nicht im neu nachwachsenden Sommerfell, bis sie von alleine ausfallen. Der Fellwechsel betrifft nicht nur den Körper des Pferdes, sondern auch den Hals, den Kopf und die Beine, die beispielsweise mit der Wurzelbürste oder einer weichen Kardätsche für empfindliche Körperteile geputzt werden müssen.

22, Nov 2010

Hengste werden heutzutage aus verschiedenen Gründen kastriert: zum einen weil sie eine Zuchtzulassung nicht erfüllen und daher eine Vermehrung verhindert werden soll oder weil ihr hengsttypisches Verhalten für den Menschen nicht mehr händelbar ist.

Die Kastration gerade von älteren Hengsten (6Jahre und älter) stellt ein erhöhtes Risiko dar. Durch die späte Kastration kommt es zu einem sehr abruptem Hormonabbruch welcher zur Hormonmangelsituation fortschreiten kann. Diese zeigt sich dann durch Mattigkeit, Unlust am Fressen und kann bis zur kompletten Selbstaufgabe kommen. Das Temperament und die Ausstrahlung können durch die Kastration vollständig verloren gehen. Sollten derartige Komplikationen auftreten ist eine Hormonbehandlung mit langsamen absenken des Hormonspielgels durch einen Tierarzt erforderlich.

Es gibt heutzutage verschiedene Möglichkeiten der Kastration der Zeitpunkt hängt maßgeblich vom Alter des zu Kastrierenden Hengstes ab.

Die Kastration am stehenden Pferd:
Diese Methode wird heutzutage aufgrund des hohen Risikos für Komplikationen kaum noch durch geführt.

Die Kastration in Kurznarkose:
Das Pferd wird in einer nicht sterilen Umgebung nach Sedierung, mittels intravenöser Kurznarkose abgelegt. Der Operationsbereich wird soweit es die Gegebenheiten zulassen desinfiziert. Die Kastration selbst wird unter Ligatur(abbinden des Samenstrangs) durchgeführt. Die Wunde wird nicht verschlossen.

Risiken und Komplikationen der Kastration in Kurzzeitnarkose:
Wegen der offenen Wunde besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko und es ist möglich das sich eine Samenstrangfistel bildet, welche dann in einer Nachoperation in Vollnarkose operiert werden muss. Ein weiteres Risiko besteht durch die offene Wunde in einem Darmvorfall, welcher wenn nicht schnell genug erkannt in der Regel tödlich endet(Operation in Vollnarkose wird nötig). Ebenfalls besteht ein erhöhtes Risiko für Nachtblutungen durch nicht genug ligierte(abgebundene) Blutgefäße(erfordert ebenfalls eine Notoperation in Vollnarkose).Die Wahrscheinlichkeit für Komplikationen nach der oben Beschriebenen Methode nimmt mit steigendem Alter des Pferdes zu.
Das Narkoserisiko selbst ist relativ gering es kommt nur sehr selten zu einem Herz oder Atmenstillstand. Das Risiko beim Aufstehen hängt von der jeweiligen Umgebung ab.

Kastration in Vollnarkose:
Die sicherste Methode ist die Kastration in Vollnarkose. Ab einem Hengst Alter von 3 Jahren ist von allen anderen Methoden abzuraten, da die Komplikationsrate einfach zu hoch ist. Die Operation wird in Vollnarkose in einer Klinik unter sterilen Bedingungen durchgeführt. Die Operationswunde wird nach Ligation (abbinden des Samenstranges) komplett verschlossen. Die Fäden lösen sich selbst auf und die Pferde können bereits nach einigen Tagen wieder geritten werden.

Risiken und Komplikationen der Kastration in Vollnarkose:
Die oben genannten Risiken für einen Wundinfektion, Darmvorfall oder Nachtblutungen sind durch die verschlossene Wunde deutlich geringer. Es treten kaum Wundschwellungen auf, sollte während der Operation eine zu große Leisten spalte festgestellt werden kann diese bereits währen der Operation verschlossen werden und somit das Risiko einen Darmvorfalls nochmals minimieren. Das Narkoserisiko ist gegenüber einer Kurnarkose nur unwesentlich höher. Das Auf steh Risiko ist durch die Aufwachbox auf ein Minimum reduziert. Diese Kastrationsmethode ist aus Sicherheitsgründen allen anderen Methoden vor zu ziehen.

Tierversicherung:
Die Kastration eines Hengstes fällt nicht unter den Leistungsbereich der Pferde OP Versicherung. Jedoch kann der Pferdehalter direkt eine Pferde Kastrationsversicherung abschließen, welche im Todesfall des Hengstes den finanziellen Wert des Pferdes erstattet. Die günstige Kastrationsversicherung für Hengste muss jedoch spätestens 48 Stunden vor der OP beantragt werden.

5, Nov 2010

Das Eindecken von Pferden ist ein wichtiges und oft besprochenes Thema im Reitsport.

Wenn sich der Pferdehalter mit dem Thema Eindecken der Pferde beschäftigen, dann müssen mehrere Aspekte beachtet werden.

1) Das Arbeitspensum der Pferde
Wenn das Pferd auch im Winter oft gearbeitet wird, so sollte das Pferd zu Beginn der kalten Jahreszeit eingedeckt werden. Das Eindecken verhindert größtenteils, dass ein dickes Winterfell gebildet wird und das Pferd vermehrt bei der Arbeit schwitzt. Pferde mit dickem Winterfell trocknen nach der Arbeit sehr schwer, was ein hohes Risiko der Erkältung mit sich bringt. An dem Punkt muss der Pferdehaltern beispielsweise das Risiko des Pferdehusten gegen das regelmäßige Eindecken abwägen.

2) Die Haltungsform und Rasse der Pferde
Bei der Frage zum Eindecken der Pferde muss auch danach unterschieden werden, welcher Rasse das Pferd angehört und wie es gehalten wird. Robuste Pferde in der Offenstallhaltung, so zum Beispiel ein Norweger oder Isländer, müssen – solange sie gesund sind – das Jahr über nicht eingedeckt werden. Sie haben von Natur aus ein dichtes und dickes Fell. Ein Andalusier hingegen wird in einem Offenstall bei Regen und Schnee anders reagieren und vermutlich über eine Decke sehr dankbar sein. Generell würde diese Pferderasse eher in einer Box stehen und eine Decke tragen, da sie nicht zu den robusten Pferden zählen.

3) Das Alter und die Gesundheit der Pferde
Ein ständig tobendes 6jähriges Pferd muss generell anders behandelt werden, als ein 25 Jahre alter Rentner. Junge, gesunde und vor allem agile Pferde können die Körpertemperatur gut halten und frieren auch bei kalten Außentemperaturen kaum.

Das Eindecken der Pferde

Wer sich dafür entscheidet, sein Pferd einzudecken, der sollte damit in den ersten kühlen Tagen im September bereits mit einer dünnen Übergangsdecke beginnen. Sobald die Temperatur unter 15°C fällt, kann das Pferd schon den ganzen Tag eingedeckt bleiben. Dies zielt aber vor allem auf die Verminderung des Winterfelles ab.

Bei unter 10°C wird die Übergangsdecke dann gegen eine dickere, wärmere Decke ausgetauscht. Das Eindecken verhindert, dass das Winterfell lang wird, jedoch gewinnt es trotzdem an Dichte.

Im Allgemeinen verkraften Pferde Temperaturschwankungen bis 40°C problemlos. 

Aber Achtung: auch beim Eindecken können kleinere Probleme entstehen, wie beispielsweise dass sich das Pferd beim Aufstehen in der Decke verfängt. Sollte das wiederholt auftreten, so ist vermutlich die Deckengröße nicht optimal ausgewählt worden. Bei eher korpulenten Pferden ist es ratsam, mit einer Brusterweiterung zu arbeiten, statt eine größere Decke zu wählen.

Wer einen Bauchgurt verwendet, der sollte darauf achten, dass dieser eng angelegt wird. Nur etwa eine flache Hand zwischen Bauch und Gurt reichen aus, um dem Pferd die nötige Bewegungsfreiheit zu gewähren. Es werden auch oft Schweifriemen in die Decke eingearbeitet, die verhindern, dass das Ende der Decke nach vorne rutscht.

Gegen das Rutschen der Decke helfen auch sogenannte Beinschnüre. Sie werden vor und hinter das Hinterbein in Ösen angebracht und an der Decke eingehängt. Diese sollten relativ lose geschlossen werden und um Druckstellen oder Verletzungen des Pferdes zu vermeiden, dreht man die Schnüre einmal bevor man sie einhängt.

Generell gilt: jeder Pferdebesitzer sollte sein Pferd gut beobachten und individuell entscheiden ob und wie er es eindecken sollte.

18, Okt 2010

Soll man Pferde scheren?

Autor: tierkompakt

In den Reitanlagen wird nun vermehrt über eine Frage gegrübelt: soll ich mein Pferd scheren oder nicht? Welche Pferde sollten geschoren werden?
Grundsätzlich sollten vor allem Pferde geschoren werden, die im Turniersport zum Einsatz kommen oder konditionelle Hochleistungen erbringen müssen.

Es gibt einige gängige Schnittformen um ein Pferd zu scheren. Dazu zählen der Standardschnitt, der Streifenschnitt, der Deckenschnitt und der Jagdschnitt. Grundsätzlich werden Pferde im Winter geschoren, wenn man in dieser Jahreszeit viel mit den Tieren arbeitet. Das dichte Winterfell der Pferde trocknet im Winter sehr schwer – geschorene Pferde trocknen schneller und das Risiko einer Infektion minimiert sich.

Allgemein sollte beim Scheren einiges beachtet werden – nervöse Pferde sollten mit der Hilfe einer weiteren Person geschoren werden. Dieser kann das Pferd beruhigen und auch ablenken. Junge Pferde müssen an das Scheren erst gewöhnt werden.
Um das Pferd auch optisch ordentlich zu scheren, sollte man die Schergrenzen mit einem Kreidestrich markieren. Wichtig ist es, immer gegen den Fellstrich zu scheren.
 
Der Standartschnitt wird im Herbst durchgeführt, wenn das Winterfell gewachsen ist. Dieser Schnitt eignet sich vor allem für Freizeitpferde. Dieser Schnitt bietet der empfindlichen Lendengegend des Pferdes einen Wärmeschutz. Es darf nicht zu viel weg geschoren werden, da es sonst zu Konditionseinbrüchen kommen kann.

Der Streifenschnitt eignet sich gut für Offenstallpferde Hier schert der Pferdehalter lediglich einen Streifen an der Unterseite des Halses, der Brust, einen Streifen am Bauch und einen an der Hinterhand. An kalten Tagen sollte das Pferd mit einer Decke eingedeckt werden.

Beim Deckenschnitt werden der Bauch und Hals geschoren. Pferde, die besonders erkältungsempfindlich sind, hält das Fell am Rücken warm.

Der Jagdschnitt wird bei Pferden angewandt, die viele Stunden in einem anstrengenden Einsatz sind. Der Kopf und die Beine werden nicht geschoren und auch der Bereich unter dem Sattel bleibt mit Fell bedeckt.

Turnierpferde werden einem Sportschnitt oder einer Vollschur unterzogen, nur ein kleines Dreieck am Schweifansatz und ein Streifen wird stehen gelassen. Dieser Sportschnitt gibt dem Pferd ein elegantes Aussehen und ist äußerst pflegeleicht.