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Tier-kompakt

Beiträge und Tests rund um die lieben Vierbeiner

Archiv für 'Pferdehaltung' Kategorie

30, Jun 2008

Der ein oder andere Reiter wird es kennen: das Pferd stolpert bei jeder Gelegenheit, manchmal sogar dann, wenn gar nichts zum Stolpern da ist.

Es ist fehlerhaft, wenn dies mit einem einfachen “ach der Tollpatsch schaut nicht richtig” abgetan wird.

Im Zuge der Ausbildung eines Pferdes, welche sich auch mit den Aspekten des Geraderichtens und des Ausbalancieren eines Pferdes beschäftigt (siehe Skala der Ausbildung) sollte das Koordinieren der vier Beine erübt werden.

Wenn Pferde über jede Wurzel im Wald stolpern oder auf dem besten Hallenboden die eigenen Beine übersehen, dann muss man zur Korrektur ansetzen.

Das Beste ist hierbei Stangentraining, bei dem der Schwierigkeitsgrad langsam erhöht wird. An der Longe wird das Pferd über Cavalettis geleitet und es muss lernen, die Beine zu heben. Um den Schwierigkeitsgrad zu steigern, können die Abstände zwischen den einzelnen Stangen verändert werden, sowie die Höhe der Cavalettis.

Zusätzlich zur Longenarbeit sollte das Pferd im Gelände ganz bewusst über die Wege geritten werden, auf denen der eine oder andere Ast liegt. Auch ein fleißiger Trab auf Waldwegen fördert das Bewusstsein des Pferdes. 

12, Jun 2008

Pilzerkrankungen treten vermehrt bei immunschwachen Tieren auf und breiten sich schnell als Pilzbefall aus. Vorallem in großen Stallanlagen kann dies schnell zu einem echten Problem werden.

Woran erkennt man Pilzbefall? Die Haare des Pferdes verknoten sich, es bilden sich kleine Knubbel aus Fell. Dem folgt, dass die Haare ausfallen und kahle Stellen entstehen. Eine beliebte Stelle für Dermatophytosen ist beispielsweise die Unterseite des Pferdekopfes, dort wo das Hafter entlang geht. Die nun kahlen Stellen des Pferdes werden unter Umständen noch schuppig, da die Haut besonders trocken ist.

Es ist in jedem Fall ratsam, den Tierarzt zu Rate zu ziehen, um eine abgestimmte Behandlung zu beginnen. Dies sollte schnell veranlasst werden, da der Pilz auch auf andere Pferde übergehen wird. Besondere Obacht ist geboten, wenn für mehrere Pferde das selbe Putzzeug verwendet wird oder aber beispielsweise der selbe Sattelgurt angelegt wird. Hierbei würde man den Pilz ganz schnell auf jedes Pferd übertragen und am Ende auch als Pferdehalter vom Pilzbefall betroffen sein, da der Pilz auch auf Menschen übertragbar ist.

Daher immer gründlich die Hände waschen, wenn das Pferd gestreichelt oder geputzt wurde. Niemals danach mit den Händen durch die eigenen Haare fahren oder sich das Gesicht reiben.

Es gibt in Deutschland hauptsächlich zwei verschiedene Ausprägugen von Pilzen: Zum Einen sind das Mikrosporie, zum Anderen Trichophytie. Beide werde mit Hilfe von Enilconazol behandelt. In jedem Fall ist es ratsam, wenn der Tierarzt schnell herbeigerufen wird, um eine Ausbreitung auf andere Tiere und Menschen zu verhindern.

20, Mai 2008

Wenn man auf die Heilkraft der Natur vertrauen möchte, dann sollten Stutenbesitzer Mönchspfeffer versuchen.

Wer das Quietschen und Zicken kennt, der weiß wie schwer es für Mensch und Tier ist, wenn die Stute rossig ist. Abhilfe kann die Gabe von Mönchspfeffer schaffen, der täglich über das Futter gegeben wird. Die Ration liegt hierbei bei circa 50g am Tag für ein Großpferd.

 Mänchspfeffer gibt es als naturbelassene Kräuterform oder aber in sogenannten Stutenkräuter-Mischungen schon pelletiert.

Mönchspfeffer kann über die Sommerzeit gegeben werden, wenn besonders rossige Stuten öfter empfindlich reagieren.

28, Apr 2008

Wellcare Emulsion gegen Bremsen

Autor: tierkompakt

Wellcare Emulsion ist eine weitere Variante neben dem “Bremsenfrei”, um das Pferd von den lästigen Bremsen und Fliegen zu befreien. Die Pferde, die auf den Weiden stehen und dort den ganzen Tag den Fliegen und Bremsen ausgesetzt sind, benötigen wirklich dringend Unterstützung.

Da in Wellcare Emulsion aber auch das Nervengift Permethrin enthalten ist, sollte der Umgang bedacht erfolgen. Das Nervengift ist dazu gedacht, um die Schädlinge vom Pferd zu bekommen – bei einer Anwendung nach der Anleitung des Herrstellers, sollen diese Gifte unschädlich für das Pferd sein.

Trägt man die Wellcare Emulsion zu oft auf, können sich die Leberwerte verschlechter oder andere “Vergiftungserscheinungen” auftreten. Letztlich hilft das Mittel circa 14 Tage, wenn das Pferd zwischendrin nicht mit Shampoo gewaschen wird.

Also bloß daran halten, was in den Anwendungshinweisen geschrieben steht.

28, Apr 2008

Jeder Reiter kennt das Problem – Mücken, Bremsen, Kriebelmücken und Fliegen treiben nicht nur das Pferd, sondern auch den Reiter in den Wahnsinn.

Auf Grund des milden Winters haben besonders viele Mücken überlebt und plagen Ross und Reiter. Besonders Schweiß locken die ungebetenen Gäste an – daher gilt es, diesen zu übertönen.

Der Reiter nutzt am besten “Autan” um die eigene Haut vor dem Angriff zu schützen. Um das Pferd gegen Bremsen zu schützen, empfiehlt sich “Bremsenfrei” aus dem Fachhandel.

Gute Erfahrungen haben wir auch mit dem guten alten Essig als Hausmittel gemacht. Eine Mischung aus Essig und Wasser kann einfach mit einem Schwamm auf das Pferd aufgetragen werden und schützt damit auf Grund des üblen Geruches vor den Mücken, Fliegen und auch ein bisschen vor Bremsen.

Viele Pferdehalter schwören zu dem auf Knoblauch als vorbeugendes Mittel. Diesen kann man entweder roh verfüttern oder aber in Form von Granulat mit über das Futter geben.

Eine Fliegendecke kann manchen Pferden die Weidesaison erleichtern, wenn eine hohe Fliegen- und Mückenbelastung vorherrscht.

26, Mrz 2008

Es ist extrem wichtig, dass der Pferdebesitzer beim Husten seines Pferdes hellhörig wird.

Meinungen wie: mein Pferd hustet beim Reiten mal ab! sind gefährlich und werden immer auf Kosten des Pferdes ausgetragen. Ein gesundes Pferd hustet nicht!!

Wenn die Situation des Hustens also gegeben ist, dann muss schnell gehandelt werden. Die einzige sichere Lösung ist eine Endoskopie / Bronchoskopie bei der eine Schleimprobe entnommen wird.

Diese Schleimprobe wird dann im Labor untersucht, um herauszufinden weswegen das Pferd erkrankt ist, welche Erreger im Schleim sitzen und ob das Pferd Antikörper gebildet hat.

Ein gutes Labor wird dann – wenn nötig – ein spezielles Antibiotika anpassen, das dem Pferd gezielt hilft. Zusätzlich helfen dann Schleimlöser wie Equimucin und tägliches Inhalieren und Bewegen.

Merke:

1. Wenn nötig dann angepasstes Antibiotika

2. tägliches Inhalieren

3. Unterstützung mit Schleimlöser (z.B Equimucin)

4. tägliche Bewegung damit der Schleim nach draußen gebracht werden kann

Wer sich daran hält, der wird die Kostenexplosion der Tierarztrechnung nicht erleben und auch kein chronisch krankes Pferd haben. Dies sollte jedem recht sein.

19, Mrz 2008

Bald beginnt die neue Weidesaison und das wachsame Auge der Pferdehalter schaut wieder über den Boden um giftige Pflanzen oder Unkräuter zu entdecken und zu entfernen.

Am verbreitesten sind die Unkräuter Ampfer, Brennnessel, Diesteln, Vogelmiere, Ferkelkraut oder Weißklee. Nun ist es so, dass es immer auf die Menge ankommt, die das Pferd frisst. ein Bissen vom Ferkelkraut ist weder tödlich noch schädlich, aber frisst das Pferd dieses Kraut in Kilomassen, so sind Bewegungsstörungen vorprogrammiert. Schleimhautreizungen können bei übermäßigem Verzehr von Sauerampfer entstehen.

Man merke also, dass Unkraut manchmal nur in übermäßigen Massen schädlich ist.

Giftpflanzen wie beispielsweise Sumpfschachtelhalm, Hahnenfußarten, Kreuzkrautarten und kriechender Hahnenfuß müssen jedoch rigoros von den Pferdeweiden entfernt werden. Sie verbreiten sich sehr schnell und sorgen in der Regel schon bei kleinen Mengen für Nieren- oder Leberschäden beim Pferd.

Also: giftige Pflanzen in jedem Fall entfernen. Am besten mit einem Messer samt Wurzel herausstechen.

26, Feb 2008

Warendorf

Mit Inkrafttreten der Leistungs-Prüfungs-Ordnung (LPO) am 1. Januar 2008 haben sich auch die Durchführungsbestimmungen zur Impfpflicht für Turnierpferde (§ 66.6.10 LPO) verändert. Darauf weist der Bereich Sport der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) hin.

Danach sind Impfungen gegen Influenzavirusinfektionen wie folgt durchzuführen und entsprechend im Pferdepass zu dokumentieren: Notwendig ist eine Grundimmunisierung, die aus drei Impfungen besteht.

Die beiden ersten Impfungen müssen in einem Abstand von 42 bis höchstens 70 Tagen erfolgen. Die dritte Impfung muss im Abstand von sechs Monaten (+/- 21 Tage) erfolgen. Die daran anschließenden Wiederholungsimpfungen müssen im Abstand von sechs Monaten (+/- 21 Tage) erfolgen.

Die Teilnahme an einer Pferdeleistungsschau (PLS) ist möglich, wenn bei der Grundimmunisierung die beiden ersten Impfungen erfolgt sind und nach der zweiten Impfung der Grundimmunisierung 14 Tage vergangenen sind.

Bei der Wiederholungsimpfung (dritte Impfung) müssen mindestens sieben Tage vor einem Turnierstart vergangenen sein. Diese Impfung muss in einem Zeitabstand von höchstens sieben Monaten (+/- 21 Tage) nach der vorangegangenen Impfung erfolgt sein. (FNpress)

20, Dez 2007

In der neusten Pegasus ist ein schöner Artikel über Abschwitzdecken zu finden. Da dies vorallem im Winter ein sehr wichtiges Thema ist, auch hier einige Ausführungen.

Jedes Pferd schwitzt anders und in verschiedener Intensität, aber bei harter Arbeit fließen bis zu 15 Liter Schweiß in das Fell. Was bei uns Menschen und auch bei den Pferden nur lästig scheint, ist aber lebensnotwendig. Der Schweiß regelt die Körpertemperatur und verhindert damit, dass die Muskeln überhitzen.

Im Winter ist das Schwitzen der Pferde besonders kritisch. Während der Arbeit ist der Pferdekörper warm und das Tier in Bewegung – nach der Arbeit hingegen beginnt der Körper auszukühlen. Nun muss der Reiter das Pferd so lange Trockenreiten, bis die Schweißschicht verdunstet ist. Dies kann manchmal länger dauern, als die eigentliche Arbeit.

Dies sollte im Umkehrschluss natürlich nicht bedeuten, dass man dem Pferd eine komplette Winterpause verschreibt. Eine gute Abschwitzdecke hilft dabei, das Pferd zu trockenen. Aber was bedeutet “gut” in diesem Zusammenhang? Abschwitzdecken kann man sehr gut mit Outdoorkleidung für den Menschen vergleichen. In einer guten Ski-Jacke mit Fleecepulli drunter schwitzt man auch bei größter Anstrengung nicht spürbar – der Grund hierfür ist, dass das Multifunktionsmaterial die körpereignenen Schweißperlen sofort aufsaugt und nach außen abtransportiert. Und jeder kennt es wahrscheinlich – bei minderwertiger Kleidung klebt der Stoff am nassen Körper, der Schweiß sammelt sich auf der Haut und der Körper friert.

Daher zurück zum Pferd: Die Abschwitzdecke muss den Schweiß aufsaugen, ihn umgehend nach Außen leiten und somit eine warme und trockene Innenseite gewährleisten. Wichtig für die tägliche Arbeit ist ebenso, dass die Decke schnell trocknet.

Natürlich ist es wie immer nicht einfach, den harmonischen Dreiklang zwischen Aufsaugen, Nässe weiterleiten und selbst trocknend zu finden. Die Ansprüche des Reiters und der finanzielle Rahmen spielen eine wichtige Rolle. Wird die Decke beispielsweise nur alle paar Tage genutzt und kann aufgehangen auslüften, so ist der selbst trocknende Aspekt nicht so wichtig.

90% der neuen Abschwitzdecken bestehen aus Fleece. Dies ist ein fein gestrickter Stoff, bei dem die Plüschhenkel am Ende nach dem Stricken wieder aufgeschnitten werden. Vorteil an diesem Material ist, dass die Decken zuverlässig trocknen. Vorsicht ist jedoch beim Feuchtigkeitstransport nach Außen geboten. Hier sind nicht alle Decken leistungsstark.

Pegasus hat verschiedene Abschwitzdecken getestet und geschaut ob die Decken das halten, was sie versprechen. HKM hat eine doppelseitige und damit etwas wärmere Abschwitzdecke für unter 40 Euro auf den Markt gebracht, welche gut abgeschnitten hat. Der Nachteil von dickeren Decken ist, dass sie schwerer trocknen.

Aber für diejenigen, die ein schnelltrocknende Decke brauchen, gibts auch Lösungen: Die Firma Scharenberg-Reitsportmanufaktur sowie der britische Hersteller Thermatex bieten die Profi-Versionen an. Eine Decke kostet hier aber auch an die 190,00 Euro.

Wie immer ist es so, dass jeder an Hand seiner persönlichen Vorstellungen die passende Decke suchen muss. Ein Halsteil an der Abschwitzdecke ist nach Aussage der Pegasus nicht nötig, da das Pferd am Hals nicht anfällig ist. Viel wichtiger sind die Nierenregionen.

18, Dez 2007

Allergiker und Patienten mit extremer Staubempfindlichkeit – bishin zu COB - sollten ihr Heu jeden Tag frisch eingeweicht und gewaschen zu fressen bekommen.

Nun mag das in den noblen Stallanlagen Deutschlands kein Thema sein, wenn dort selbst die Boxen nachts beheizt sind. Was aber machen die Pferdebesitzer, die ihre Pferde auf kleinen Höfen zu stehen haben? Die Wasserleitungen auf dem Hof werden zum Winter hin abgestellt, damit sie nicht einfrieren – wie also 10kg Heu waschen?

In jedem Fall ist es keine Alternative, den Pferden doch wieder trockenes Heu zu geben, wenn eine gewisse Unverträglichkeit nachgewiesen ist. Stattdessen kann der Pferdebesitzer Heulage füttern.

SwissHorse Heulage und HorseHage sind so eine der besten Heulagen. Beide Produkte sind auf Pferde abgestimmt und in handlichen Kleinballen abgepackt. Man kann sich eine Europalette liefern lassen, welche circa 400 Euro kostet. Damit kommt man in der Regel auch über den Winter – zumindest mit einem Pferd.

Um Kotwasser oder eine Kolik zu vermeiden, sollte das Pferd schrittweise an die Gabe von Heulage gewöhnt werden. Beginnen kann man mit 10% Heulage und 90% nassem Heu und dieses Verhältnis dann täglich anpassen. Bedenken muss man, dass die Heulage konzentriertere Inhaltsstoffe hat, sodass die 10kg nasses Heu nicht mit 10 kg Heulage ersetzt werden müssen. Dies ist dann aber auf das Pferd im Einzelnen abzustimmen.

 

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