Tier-kompakt

Beiträge und Tests rund um die lieben Vierbeiner

Archiv für 'Pferdekrankheiten' Kategorie

13, Jun 2014

Kolik beim Pferd erkennen

Autor: tierkompakt

Der Begriff Kolik wurde von dem lateinischen Begriff “Colicus” abgeleitet und bezieht sich Sinngemäß auf den Darm (lateinisch Kolon).
Bei Pferden umfasst der Begriff “Kolik” hingegen sämtliche mit dem Verdauungstrakt zusammenhängende schmerzhafte Veränderungen und Erkrankungen. Da der Verdauungsapparat beim Pferd umfangreich, kompliziert und empfindlich ist, sind Koliken keine Seltenheit. Sie kann häufig durch eine Magenüberladung in folge der Aufnahme von schwer verdaulichem Futter oder durch Überfressen geschehen, auch in Verbindung mit einem Darmverschluss (Darminhalt fließt zurück in dem Magen).

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17, Nov 2010

Die Pferdekrankeit Arthrose: als Arthrose bezeichnet man im allgemeinen genau wie beim Menschen die Erkrankung der Gelenke, bei welcher es zu einer Zerstörung des Gelenkknorpels kommen kann. Es ist eine degenerative Gelenkserkrankung und bis heute noch nicht heilbar. Die entstehenden Schmerzen können aber therapiert werden, um ein Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen oder gar zu stoppen. Wichtig ist, dass sich der Pferdehalter mit dieser Pferdekrankheit beschäftigt und das Pferd dem Krankheitsbild entsprechend hält.

Der Knorpelabbau beim Verlauf der Pferdekrankheit Arthrose kann durch eine unzureichende Nährstoffversorgung der Knorpelzellen sowie durch eine mechanische Überreizung hervorgerufen werden. Sobald es sich hierbei um eine chronische Erkrankung der Arthrose handelt, kann das Gelenk komplett steif werden und ist irreparabel. Sofern hier eine Behandlung möglich ist, sollte diese so schnell wie möglich begonnen werden. Die Arthrose schreitet meistens langsam voran, ist zu Beginn der Krankheit meist auch schmerzfrei. Am Anfang der Pferdekrankheit bemerkt man ein vermehrtes Stolpern, was aber nach einiger Bewegung wieder abnimmt, das Pferd muss sich sozusagen erst „einlaufen“. Allerdings treten die Symptome bei feuchtem und kalten Wetter vermehrt auf.

Bei der Pferdekrankheit Arthrose gibt es zwei Krankheitsbilder. Da gibt es einmal den „Spat“ und die „Schale“.

Bei Spat spricht man von einer arthritischen Erkrankung der Sprung- und Kniegelenke. Dazu gehören die akuten Entzündungen der Gelenke, Knochen und auch der Knochenhaut der Sprunggelenke. Weiterhin gehören auch Schädigungen der Gelenkoberflächen und Knochenumbildungen dazu, welche durch chronische Entzündungen hervorgerufen werden. Die Krankheit beginnt hier schleichend und kann sich über mehrere Jahre hinweg entwickeln, so dass eine Diagnose in den Anfangsstadien meist sehr schwer zu erkennen ist. Diese Art der Erkrankung sieht man oftmals bei Dressurpferden oder bei Trabern. Die Therapie kann in einem operativen Eingriff oder Wärmereiztherapie bestehen und kann durch einen geeigneten Hufbeschlag gefördert werden.

Bei dem anderen Krankheitsbild, der „Schale“, handelt es sich um die chronische Gelenkserkrankung der Zehengelenke. Sie äußert sich dahingehend, dass das Pferd auf einem oder mehreren Beinen lahmt. Die Erkrankung kann durch Überanstrengung und/oder Fehlstellung der Extremitäten oder auch durch falschem Beschlag hervorgerufen werden. Neben der Lahmheit kann auch eine feste Verdickung des Fesselbereiches auftreten.

Die Krankheit entwickelt sich entweder nach einem externen Trauma oder einer Zerrung des Gewebes im Bereich des Kronbeins oder des Hufbeines. Der Verlauf dieser Krankheit sieht meist so aus, dass sich Knochenzubildungen am Krongelenk oder am Hufgelenk bilden. Wenn diese Art der Erkrankung allerdings zeitig begonnen wird, bevor es zu einem übermäßigen Knochenwachstum kommt, besteht die Behandlung normalerweise in 3-4 Monaten Ruhe und Stützung der betroffenen Beine. Das Pferd sollte sich hierbei so wenig wie möglich bewegen. Sobald es aber bereits zu einem Knochenzuwachs gekommen ist, können nur noch entzündungshemmende Medikamente und Ruhe dem Pferd helfen.

Da die Behandlungskosten der Pferdekrankheit Arthrose sehr hoch werden könnnen hat wohl der Pferdehalterr Glück im Unglück, der frühzeitig die Pferde Krankenversicherung abgeschlossen hat. Diese Pferdeversicherung beteiligt sich an den Behandlungskosten der Arthrose beim Pferd.

16, Nov 2010

Bronchoskopie bei Pferdehusten

Autor: tierkompakt

Ein Schock für jeden Pferdebesitzer ist es, wenn das Pferd hustet. Leider sind derzeit viele Pferde und Pferdehalter davon betroffen: Pferdehusten. In dieser nassen Jahrszeit ist Pferdehusten keine Seltenheit und viele Pferdehalter sind verunsichert, wie sie vorgehen sollen.

Beim so genannten Pferdehusten ist schnelles Handeln gefordert. Die Bronchoskopie kann in dem Falle Leben retten. Der Tierarzt kann das Ausmaß des Pferdehustens meist nur durch eine Brochoskopie richtig erkennen. Die klassische Vorgehensweise beim Pferdehusten ist das Abhören durch den Tierarzt. Hier bleibt jedoch ein Restrisiko bestehen, da fest sitzender Schleim unter Umständen nicht gehört wird. Des Weiteren kann der Tierarzt durch das Abhören nicht erkennen ob die Schleimhäute gereitzt sind.

Bei der Bronchoskopie wird das Pferd in der Regel sediert. Manche Pferde können auch mit einer Nasenbremse untersucht werden, dies sind jedoch die Ausnahmen. Steht das Pferd ruhig und sicher in der Box, so führt der Tierarzt einen Schlauch durch die Nüstern des Pferdes ein. An dem Schlauch ist eine Kamera angebracht, die das Bild direkt auf einen Empfänger sendet. Der Tierarzt kann sich bei der Bronchoskopie gezielt den Kehlkopf anschauen, Schleimproben entnehmen und sehen, welcher Anteil vom Lungenvolumen des Pferdes mit Schleim gefüllt ist und wie tief dieser sich festgesetzt hat.

Wurde eine Schleimprobe entnommen, so wird die Probe in ein spezielles Labor geschickt um genau feststellen zu können, an was das Pferd erkrankt ist. Nur durch die Schleimprobe der Bronchoskopie kann festgestellt werden, welche Erreger das Pferd schwächen und ob das Tier schon Antikörper gegen den Pferdehusten entwickelt hat. Nach der Bronchoskopie kann der Pferdehusten gezielt behandelt werden. Wichtig hierbei ist es, dass die Anweisungen des Tierarztes befolgt werden. Darunter zählen die Überwachung der Medikation (zum Beispiel mit Antibiotika), das tägliche Inhalieren, die Unterstützung mit eventuellen Schleimlösern und die tägliche Bewegung.

Solange das Pferd noch am Pferdehusten leidet ist die Bewegung zwar wichtig, aber das Pferd sollte sich hierbei nicht überanstrengen. Ein Spaziergang oder ein Ausritt im Schritt reichen hier aus. Hintergrund zum Thema Bewegung ist Folgendes: nur wenn sich das Pferd bewegt, die Lungen arbeiten und sich der Körper aufwärmt, kann es zu dem so wichtigen Abhusten und Lösen des Schleimes kommen. Schleimlöser wirken immer nur in Kombination mit Bewegung!

Wer sich an diese Anweisung hält, vermindert das Risiko auf eine chronische Erkrankung des Pferdes, bedingt durch den Pferdehusten. Nach der Behandlung ist eine erneute Bronchoskopie vom Tierarzt notwendig, um die Genesung nach dem Pferdhusten feststellen zu können. Hat der Pferdebesitzer eine preiswerte Pferde Krankenversicherung, so kommt diese für die Behandlungskosten der Bronchoskopie auf. Die Behandlungskosten der Bronchoskopie liegen zwischen 80.00 und 180.00 Euro, je nachdem, ob eine Schleimprobe entnommen wird und wie aufwändig die Untersuchung verläuft. Die Pferde Krankenversicherung würde demnach auch die Medikation ersetzen, in dem sie sich an den Kosten für Schleimlöser und Antibiotika beteiligt.

4, Okt 2010

Ein Pferd wechselt etwa zweimal im Jahr sein Fell – dies geschieht im Frühling und im Herbst, wenn das Wetter wechselt und es wärmer bzw. wieder kälter wird. Während dieses Prozesses läuft der Organismus des Pferdes auf Hochtouren. Wechselt ein Pferd sein Fell, so handelt es sich keinesfalls um eine simple, alljährliche Veränderung, sondern viel mehr um einen Kraftakt für den Pferdekörper.

Wird im Frühjahr das dichte Winterfell abgestoßen und durch das leichtere Sommerfell ersetzt, so verbraucht das Pferd enorm viel Energie. Dabei wird auch der Stoffwechsel stark beeinträchtigt und das Immunsystem wird in Mitleidenschaft gezogen. Viren, Bakterien und Pilze werden während des Fellwechsels nicht so gut abgewehrt, was das Pferd wiederum anfälliger für Krankheiten macht. Besonders der gefährliche Pferdehusten ist ein brisantes Thema im Zusammenhang mit dem Fellwechsel. Der Pferdehusten ist eine infektiöse (ansteckende) Krankheit, welche unter anderem durch folgende Ursachen hervorgerufen wird:

-Stallhaltung ohne ausreichende Frischluftzufuhr
-staubige Umgebung
-Immunitätsabschwächung durch Stress (Umgebungswechsel, Transport etc.)

Besonders anfällig für den Pferdehusten während des Fellwechsels sind alte und kranke Tiere, ebenso auch chronisch kranke Tiere (COB).

Der Pferdebesitzer kann dem Pferd den Fellwechsel erleichtert, indem er kaltgepresste ungesättigte Öle zum Futter hinzugibt. Besonders gut geeignet für diesen Zweck sind Nachtkerzenöl und Schwarzkümmelöl. Diese Öle haben eine positive Wirkung auf die Haut. Des Weiteren ist unbedingt auf eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen zu achten. Dabei sollte man möglichst naturbelassene Produkte verwenden, da synthetische Produkte zu einer schädlichen Überversorgung führen können. Hierfür bieten sich beispielsweise Brennnessel, Löwenzahn, Birkenblätter, Goldrute, Hagebutte und Mariendistel an. Diese Kräuter enthalten wertvolle, natürliche Mineralstoffe.
Ist ein Pferd optimal versorgt, so ist gesundheitlichen Komplikationen während des Fellwechsels vorgebeugt. Somit ist das Immunsystem weniger anfällig und kann auch während des Kräfte zehrenden Fellwechsels gute Dienste leisten und Krankheitserreger besser abwehren. Zudem sollte zusätzlicher Stress vermieden werden. Dieser wirkt wie Gift auf das Immunsystem. Lange Transporte und ständige Umgebungswechsel würden demnach den Pferdehusten noch begünstigen.

Während des Fellwechsels sind nicht nur Kräuter hilfreich, um das Immunsystem zu stärken, sondern auch eine erhöhte Getreide- und Rauhfutterration können dem Tier dienlich sein. Wird der erhöhte Bedarf nicht durch das tägliche Fressen auf der Weide gedeckt, so sollte der Pferdebesitzer darauf achten, den erhöhten Bedarf an Getreide und Rauhfutter zu decken.
Abgesehen vom Futter kann auch die falsche Unterbringung das Immunsystem des Pferdes beeinträchtigen und somit zum Husten führen, der im schlimmsten Fall sogar chronisch werden kann. Während des Fellwechsels ist die Unterbringung mit genügend Frischluftzufuhr und einer geringen Staubbelastung ideal.

6, Jul 2010

Botulismus beim Pferd

Autor: tierkompakt

Botulismus ist eine Krankheit die durch die Toxine des Baketeriums C. botulinum verursacht wird. Das Bakterium kommt weltweit im Erdboden und im Darmtrakt von Tieren vor. Die größte Ansteckungsgefahr für das Pferd besteht bei der Fütterung mit Silage. Ist in den Silageballen bei der Ernte ein totes infiziertes Tier gelangt, begünstigt die Lagerungsform der Silage die Vermehrung der Bakterien. Auch Rübenschnitzel können mit dem Toxin verunreinigt sein. Das abgegebene Toxin zählt zu einem der stärksten Nervengifte überhaupt. Schon geringe Menge reichen aus, um starke Vergiftungserscheinungen beim Pferd hervorzurufen. Verwandt mti diesem Nervengift ist z.B. das neuerdings in der Schönheitsbehandlung beim Menschen eingesetzte Botox.

Die Symptome reichen von Lähmungen der Skelettmuskulatur, Festliegen bei vollem Bewusstsein über Ataxie und Nervenstörungen bis hin zur Atemnot und Lähmung der Kaumuskulatur. Die ersten Symtome können bereits wenige Stunden nach der Futteraufnahme auftreten, durchaus aber auch erst nach einigen Tagen. Erst seit 2002 gibt es ein Antiserum, das frühzeitig verabreicht, die Krankheit heilen kann. Ansonsten gibt es kein Heilmittel und die Behandlung beschränkt sich auf die Linderung der Symptome. So wird z.B. bei Beeinträchtigung der Kaumuskulatur eine Ernährung des Pferdes durch eine Nasensonde erforderlich. Wird das Antiserum zu spät verabreicht oder war die aufgenommene Giftmenge zu groß, führt Botulismus unweigerlich zum Tod durch Atemlähmung. Selbst bei erfolgreicher Behandlung kann sich die Rekonvaleszenz bis zu einem halben Jahr hinziehen,je nachdem in welchem Umfang Nervenzellen betroffen waren. Ein Pferd nach erfolgreich behandeltem Botulismus muss ganz behutsam wieder aufgebaut werden, wenn man die ursprüngliche Leistungsfähigkeit des Tieres wiederherstellen will.

Besteht der Verdacht einer Vergiftung, muss der Tierarzt unverzüglich informiert und über den Verdacht auf Botulismus unterrichtet werden. Jede Verzögerung kann bei diesem starken Nervengift den Erfolg der Behandlung in Frage stellen.

Als Vorbeugung sollte man größten Wert auf qualitativ hochwertiges Futter legen. Silage oder Heu, welches schon Schimmelspuren enthält oder auch nur in geringem Maße muffig riecht, sollte auf keinen Fall mehr verfüttert werden. Silage oder Heulage hat den Nachteil, dass in den großen Rundballen eventuell befindliche tote Tiere erst sehr spät entdeckt werden könnten. Bei der klassischen Pferdefütterung, bei der zumeist kleine Heuballen verwendet werden, ist die Gefahr nicht so groß, Kadaver von toten Tieren zu übersehen.

27, Mai 2010

Ebenso wie bei Menschen, sind auch Pferden Gelenkerkrankungen eine häufige Erkrankungsart. Unter diesen Gelenkerkrankungen gehört die Arthrose zu den häufigsten. Bei der Arthrose handelt es sich um verschiedene Formen des Gelenkverschleißes, denen medizinisch gesehen, unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen. Dies können hohe Harnsäureanteile und andere Enzymstörungen, aber auch Überlastung, Übergewicht und mehr sein. Bei Pferden tritt die Arthrose vorwiegend in den Beingelenken auf. Erste Auffälligkeit ist das leichte bis starke Lahmen, besonders bei Kälte und hoher Belastung, und Schmerzempfindlichkeit bei Berührung. Bei solchen und ähnlichen Anzeichen sollte unbedingt sofort ein Tierarzt hinzugezogen werden.

Die Arthrose beim Pferd ist nicht heilbar, sie kann jedoch mit gutem Erfolg behandelt werden. Der Tierarzt wird untersuchen, wo die möglichen Ursachen liegen, die Art der Arthrose dementsprechend einordnen und behandeln. In bestimmten Fällen müssen neben anderen Behandlungsmethoden auch Medikamente und Gelenkspritzen verabreicht werden. An erster Stelle wird immer stehen, dem Pferd den Schmerz zu nehmen oder zu lindern, da sonst weitere Therapien nicht durchführbar sind. Zusätzlich können spezielle Futterergänzungsstoffe, eigens für Arthrose gegeben werden. Eine durchdachte Bewegungstherapie ist angesagt.

Bei Pferden, die beschlagen werden, kann eine Fehlstellung des Hufbeschlags ausschlaggebend für beginnende Gelenkprobleme sein. Eine solche muss dann umgehend korrigiert werden, was in diesen Fällen schon eine erhebliche Besserung mit sich bringt. In den meisten Fällen liegt die Ursache zur Entwicklung einer Arthrose beim Pferd in der Über- oder Fehlbelastung. Hier sind besonders dauernd beanspruchte Dressurpferde betroffen, die auch schon in jüngeren Jahren diese Gelenkerkrankung erleiden können.

Ein Pferdebesitzer kann im Vorfeld schon viel tun, um seinem Pferd nach Möglichkeit spätere Gelenkerkrankungen zu ersparen. Auch beim unbeschlagenen Pferd müssen die Hufe regelmäßig gepflegt und durch einen Hufschmied gleichmäßig gehalten werden. Ein Pferd braucht viel Bewegung, und das darf sich nicht nur auf das Reiten beschränken. Reiten ist eine Belastungsform und bedarf des Ausgleichs. Eine gut durchdachte, regelmäßige und ausdauernde Bodenarbeit ist unabdingbar. Hierbei ist darauf zu achten, dass Vorder- und Rückhand, sowie rechte und linke Seite im Wechsel gleichmäßig zu belasten sind und alle verschiedenen Gangarten ohne Reiter durchgearbeitet werden. Bei einer Stallhaltung oder offenen Stallhaltung ist auf ausreichend Unterstreu zu sorgen, damit das Pferd nicht auf harten Untergründen steht. Bestehen bereits Anzeichen für eine Gelenkerkrankung, so können zusätzlich zur Behandlung wärmende Stulpen zur kalten Jahreszeit, die angereicherten Futterbeigaben für Arthrose und andere Naturmittel angewandt werden. Das Pferd sollte bei auftretenden Beschwerden möglichst nicht geritten, aber in den leichten Gangarten und ohne Springen gleichmäßig bewegt werden.

Die Kosten einer Tierarztbehandlung in Folge von Arthrose werden von der Pferde Krankenversicherung erstattet.

29, Apr 2010

Das Sommerekzem ist eine allergische Hauterkrankung bei Pferden, Ponys und Eseln. Ausgelöst wird es Fällen durch stechende Kriebelmücken, die mit den ersten warmen Tagen fliegen.

Die kleinen Insekten sind vor allem in der Dämmerung und in den Morgenstunden aktiv und fallen in kleinen Schwärmen über Säugetiere her. Der Stich ist auch für Menschen unangenehm und kann, bei entsprechender Neigung, starken Juckreiz auslösen. Während einige Pferde auf die Mücken gar nicht reagieren, geraten andere bei den Stichen in Panik.

Durch den Stich kommt das Pferd in Kontakt mit dem Speichel der Kriebelmücke, was den Juckreiz auslöst. Mähnen und Schweifrübe sind hauptsächlich betroffen und so beginnen sich die Pferde massiv an allen Gegenständen zu scheuern. Da der Juckreiz auch durch das anhaltende Kratzen nicht nachlässt, hören die Pferde auch dann nicht auf, wenn sie das Langhaar schon vollständig weggescheuert haben.

Schlimmstenfalls steht das Pferd innerhalb kurzer Zeit ohne Mähne und Schweif da, die Haut ist an den betroffenen Stellen blutig und so kommt es zu weiteren Infektionen, zum Beispiel durch Pilzsporen. Eine Erste-Hilfe-Maßnahme ist das sofortige Aufstallen der betroffenen Pferde. Viele Pferdehalter lassen ihre Tiere vorübergehend nur in der Nacht auf die Weide. Wer die Möglichkeit hat, kann versuchen anderes Weideland zuzupachten.

Je windiger es ist, desto weniger Kriebelmücken gibt es auf den Wiesen. In der Nähe von Wäldern und Bächen ist es dagegen besonders schlimm. Manche Rassen gelten als besonders anfällig. Das gilt zum Beispiel für nordische Pferderassen, vor allem, wenn sie nicht in Deutschland geboren sind. Die Anfälligkeit für das Sommerekzem wird vererbt.

Aus diesem Grund sind auffällige Pferde von der Zucht auszuschließen. Während man früher versucht hat, die Kriebelmücken fernzuhalten, in dem man die betroffenen Stellen dick mit Melkfett eingerieben hat, sind heute unzählige Öle und Lotionen auf dem Markt, die die Haut beruhigen und die Quälgeister fernhalten sollen. Bei leichten Fällen können einzelne Produkte vorübergehend lindernd wirken. In schweren Fällen helfen nur Ekzemerdecken.

Das gilt besonders für die Pferde, die sich nicht nur Mähne und Schweif, sondern auch Brust und Bauch aufkratzen oder aufbeißen. Ekzemerdecken verhüllen fast das gesamte Pferd. Der Bauch ist durch einen Latz verdeckt. Die Decke ist bis zum Kopf mit einer Kapuze verlängert, die bei Bedarf auch Ohren und Gesicht schützt.

Frei bleiben lediglich die Beine und das Maul. In Deutschland hat sich die Ekzemerdecke, die aus robustem, luftdurchlässigem Material besteht und keine Mückenstiche durchlässt, inzwischen als tierfreundlichste Maßnahme durchgesetzt.

Tierärztliche Behandlungen auf Grund der Pferdekrankheit Sommerekzem werden durch die Pferde Krankenversicherung erstattet!!

7, Okt 2009

pferdehustenDie Zeit ist leider wieder da – viele Pferde erkranken an Pferdehusten. Der Fellwechsel steht vor der Tür und die Pferde verwenden all ihre Energie für den Fellwechsel. Dadurch kann der Körper leicht geschwächt werden, was den Pferdehusten hervorrufen kann.

Der Pferdehalter kann dem entgegenwirken, in dem er das Pferd sorgsam pflegt. Hierzu gehört es beispielsweise, dass die Pferde richtig trocken geritten werden, bevor sie zurück in den Stall gestellt werden.

Aber auch vorbeugende Maßnahmen sind von hoher Bedeutung. Hierzu zählt vor allem das ausreichende Maß an Bewegung. Ein Pferd benötigt die Lunge um zu galoppieren und ausdauernd fit zu sein. Durch die Bewegung erwärmen sich die Atemwege und eventuell entstehender Schleim wird verflüssigt und nach draußen transportiert.

Beim Abschnauben wird dieser verflüssigte Schleim abgesetzt und die Gefahr eines chronischen Pferdehustens wird minimiert. Steht ein Pferd jedoch während des Fellwechsels ständig in der Box, “bestenfalls” bei staubigem Heu und erhält keine ausreichende Bewegung, so kann der Pferdehalter förmlich darauf warten, dass das Pferd an Pferdehusten erkrankt.

Vorbeugung ist besser als die Heilung!

Sollte das Pferd dennoch erkranken, so gibt es verschiedene Möglichkeiten, um den Pferdehusten zu bekämpfen. Das Inhalieren der Pferde, die Gabe von schleimlösenden Mitteln (Equimucin) oder auch eine Kräuterkur sind helfend.

Die Rechnungen für die Tierarztbehandlung und die Medikamente kann der Pferdehalter an die Pferde-Krankenversicherung abgeben.

17, Jul 2009

Wenn Pferde an Pferdehusten erkranken, dann ist immer höchste Priorität auf die Heilung des Hustens gesetzt.

Hier gibt es schon viele Beiträge zum Thema Pferdehusten.

-> Inhalieren mit Pferden – vorbeugend und heilend

-> Endoskopie / Bronchoskopie bei Pferdehusten

-> Erfolgreiche Behandlung von Pferdehusten

-> Muss das Pferd zur Endoskopie / Bronchoskopie sediert werden?

-> Fellwechsel und die Angst vor Pferdehusten

-> Plantagines +C von IWEST bei Pferdehusten

-> Endoskopie bei Atemwegserkrankungen wie Pferdehusten

-> Tierarztbehandlung für Husten bei Pferden als Kostenexplosion

Diese Erfahrungserichte sollen nun um eine Fotoserie ergänzt werden, in der das Inhalieren für Pferde gezeigt wird.

Das Inhalieren ist die Grundlage einer Heilung des Pferdehustens. Vorallem dann, wenn der Schleim in den Atemwegen des Pferdes fest sitzt, löst das Inhalieren den Schleim und das Pferd kann ihn abhusten.

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Beim Inhalieren der Pferde geht es also in nicht darum, den Kopf über eine heiße Schüssel Wasser zu halten, sondern man kann Inhaliergeräte für Pferde kaufen. Hippomed, Werner Kegel oder Impex sind beispielsweise Anbieter für diese Inhaliergeräte.

Das Pferd trägt eine Inhalationsmaske und atmet dabei vernebelte Kochsalzlösung mit ätherischen Ölen ein.

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Das Inhalieren sollte möglichst vor der Bewegung des Pferdes erfolgen, damit das Pferd den nun gelösten Schleim abhusten kann. Das Abhusten fällt dem Pferd bei und nach der Bewegung einfach leichter als beim ruhigen Stehen.

Das Pferd bitte niemals beim Inhalieren alleine stehen lassen. Es kann sich zu jedem Zeitpunkt erschrecken und dabei sowohl das Inhaliergerät zerstören oder aber die Nüstern verletzen.

Die Inhalationszeit sollte zwischen 15 und 20 Minuten betragen.

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Bestenfalls entspannt sich das Pferd während der Beahndlung und nickt eine Weile ein.

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Nach der Anwendung sollte das Inhaliergerät immer gereinigt werden, damit man nicht bei der nächsten Anwendung Krankheitserreger vernebelt und auf direktem Wege wieder in die Atemwege des Pferdes schickt und somit dem Pferdehusten nicht entgegenwirkt, sondern ihn unterstützt.

12, Nov 2008

Unter Pferdehaltern gibt es – wie unter allen anderen Gleichgesinnten auch – bei einer Frage mindestens zwei Antworten. Dies ist in der Regel nicht schlimm, wenn jeder kann und sollte seine Meinung äußern.

Wann es aber nicht mehr akzeptabel ist, ist abhängig vom Wohl des Pferdes. So haben einige Pferdehalter die Auffassung, dass eine Endoskopie oder auch Bronchoskopie ohne eine Sedierung vorgenommen werden kann. Wer die hohe Bedeutung der Endoskopie schätzen kann, der sollte wissen und akzeptieren, dass das Pferd in ruhigem Zustand behandelt werden muss.

Die Endoskopie wird in der Regel dann gemacht, wenn das Pferd an Pferdehusten erkrankt ist und der Tierarzt die Menge an Schleim und den Zustand der Atemwege untersuchen möchte. Oftmals hustet das Pferd, aber beim Abhorchen scheint es gesund zu sein. Dieser Trugschluss kann im schlimmsten Fall zu einer chronischen Atemwegsentzündung führen. Mit dem Endoskop kann der Tierarzt bis zur ersten Aufzweigung der Luftröhre eindringen.

Die Bilder vom Kehlkopf, der Luftröhre und den Bronchien geben dem Tierarzt dann das einzige echte Abbild darüber, wie schwer der Pferdehusten ausgeprägt ist. Auch der Pferdebesitzer kann über die Kamera einen Einblick über die Erkrankung seines Pferdes erhalten.

In jedem Fall ist die Beruhigung des Pferdes – also die Sedierung – mit geeigneten Mitteln hilfreich. Bei einem zappelnden Pferd werden die empfindlichen Schleimhäute womöglich verletzte und eine klare Aufnahme der Situation ist in keinem Fall möglich.