Kommentare (1)Pilzerkrankungen treten vermehrt bei immunschwachen Tieren auf und breiten sich schnell als Pilzbefall aus. Vorallem in großen Stallanlagen kann dies schnell zu einem echten Problem werden.
Woran erkennt man Pilzbefall? Die Haare des Pferdes verknoten sich, es bilden sich kleine Knubbel aus Fell. Dem folgt, dass die Haare ausfallen und kahle Stellen entstehen. Eine beliebte Stelle für Dermatophytosen ist beispielsweise die Unterseite des Pferdekopfes, dort wo das Hafter entlang geht. Die nun kahlen Stellen des Pferdes werden unter Umständen noch schuppig, da die Haut besonders trocken ist.
Es ist in jedem Fall ratsam, den Tierarzt zu Rate zu ziehen, um eine abgestimmte Behandlung zu beginnen. Dies sollte schnell veranlasst werden, da der Pilz auch auf andere Pferde übergehen wird. Besondere Obacht ist geboten, wenn für mehrere Pferde das selbe Putzzeug verwendet wird oder aber beispielsweise der selbe Sattelgurt angelegt wird. Hierbei würde man den Pilz ganz schnell auf jedes Pferd übertragen und am Ende auch als Pferdehalter vom Pilzbefall betroffen sein, da der Pilz auch auf Menschen übertragbar ist.
Daher immer gründlich die Hände waschen, wenn das Pferd gestreichelt oder geputzt wurde. Niemals danach mit den Händen durch die eigenen Haare fahren oder sich das Gesicht reiben.
Es gibt in Deutschland hauptsächlich zwei verschiedene Ausprägugen von Pilzen: Zum Einen sind das Mikrosporie, zum Anderen Trichophytie. Beide werde mit Hilfe von Enilconazol behandelt. In jedem Fall ist es ratsam, wenn der Tierarzt schnell herbeigerufen wird, um eine Ausbreitung auf andere Tiere und Menschen zu verhindern.
Eine sichere und wahrscheinlich die zuverlässigste Art um ein Pferd mit Pferdehusten zu untersuchen, ist die Durchführung einer Endoskopie. Diese wird teilweise auch Bronchoskopie genannt.
Mit Hilfe einer Kamera können der Tierarzt und der Pferdebesitzer einen Blick in das Innere des Tierkörpers erhalten. Möchte man beispielsweise Aufschluss über eine mögliche Atemwegserkrankung des Pferdes erhalten, so wird das Endoskop durch die Nase eingeführt.
Das Endoskop ansich ist ein circa 1,5m langer Schlauch, der mit einer Lichtquelle und einer Kamera ausgestattet ist. Die Bilder werden entweder auf einen kleinen Bildschirm übertragen oder aber man schaut durch eine Linse, die das Bild der Minikamera überträgt.
Die Kosten für eine Endoskopie sind sehr unterschiedlich und unterscheiden sich darin, ob gleichzeitig eine Schleimprobe entnommen wird. In der Regel beträgt der Rechnungsbetrag 75,00 – 150,00 Euro inkl. Sedierung des Pferdes. Gut wenn man dann eine Pferde Krankenversicherung hat, die die Kosten übernimmt.
Es ist extrem wichtig, dass der Pferdebesitzer beim Husten seines Pferdes hellhörig wird.
Meinungen wie: mein Pferd hustet beim Reiten mal ab! sind gefährlich und werden immer auf Kosten des Pferdes ausgetragen. Ein gesundes Pferd hustet nicht!!
Wenn die Situation des Hustens also gegeben ist, dann muss schnell gehandelt werden. Die einzige sichere Lösung ist eine Endoskopie / Bronchoskopie bei der eine Schleimprobe entnommen wird.
Diese Schleimprobe wird dann im Labor untersucht, um herauszufinden weswegen das Pferd erkrankt ist, welche Erreger im Schleim sitzen und ob das Pferd Antikörper gebildet hat.
Ein gutes Labor wird dann – wenn nötig – ein spezielles Antibiotika anpassen, das dem Pferd gezielt hilft. Zusätzlich helfen dann Schleimlöser wie Equimucin und tägliches Inhalieren und Bewegen.
Merke:
1. Wenn nötig dann angepasstes Antibiotika
2. tägliches Inhalieren
3. Unterstützung mit Schleimlöser (z.B Equimucin)
4. tägliche Bewegung damit der Schleim nach draußen gebracht werden kann
Wer sich daran hält, der wird die Kostenexplosion beim Tierarzt nicht erleben und auch kein chronisch krankes Pferd haben. Dies sollte jedem recht sein.
Erblickt ein Fohlen das Licht der Welt, so ist schon mal einiges überstanden. Die kritischsten Tage liegen jedoch noch vor dem kleinen Lebewesen.
Todesursache Nummer 1 ist bei Neugeborenen ist die Septikämie. Dies ist eine bakterielle Infektion, welche beispielsweise durch eine Nabelinfektion hervorgerufen werden kann.
Auf Platz 2 und 3 brachten Forscher in Kentucky Knochen- und Rippenbrüche als Todesursache, gefolgt von Magen-Darm-Krankheiten und Lungenentzündungen.
Da die ersten 30 Tage des Lebens am kritischsten sind, sollten Züchter beim kleinsten Anzeichen einen Tierarzt rufen!
Da die Pferde nun extrem mit dem Fellwechsel zu kämpfen haben, sind sie sehr anfällig für Atemwegserkrankungen, die sich im Husten äußern.
Es ist damit leider jedes Jahr das Selbe: Winterzeit ist Hustenzeit bei Pferden. Kaum ein Pferdehalter hat einen realistischen Überblick, was ein verschleppter Husten an finanziellen Folgen mit sich bringen kann.
Ist es doch nur ein Husten, das bringt doch niemanden um. Irrtum. Körperlich kann dies ein Pferd langfristig umbringen, finanziell den Besitzer in echte Schwierigkeiten versetzen.
Wenn ein Pferd hustet, dann MUSS der Tierarzt gerufen werden. Er allein ist in der Lage, das Pferd auf bakteriellen Nasenausfluss zu untersuchen, die Bronchien abzuhören, die Atemfrequenz zu messen und die Zweckmäßigkeit von Antibiotika abzustimmen.
In der Regel wird der Tierarzt das Pferd zu Beginn mit einem Schleimlöser behandeln. Gängige Produkte sind “Venti Plus” und “Sputolysin”. Diese Produkte helfen, die Verschleimung in den oberen und unteren Atemwegen zu lösen. Ohne diese Medikamente würde sich der Schleim festsetzen und nach und nach das Lungenvolumen des Pferdes durch Schleimschichten reduzieren.
Eine Dose des Schleimlösers reicht meist für 7 – 10 Tage und kostet stolze 67,00 Euro! Dabei ist aber noch keine Garantie gegeben, dass die Behandlung auch nach der Gabe von einer Dose abgeschlossen ist. Im Gegenteil. Ist ein vorhergehender Husten verschleppt worden, so kann eine schleimlösende Kur über mehrere Wochen durchgezogen werden. Somit kommen zu der Anfahrt des Tierarztes, der Untersuchung etc noch wöchentlich die 67,00 Euro Schleimlöser hinzu.
Wenn sich keine wirkliche Besserung nach 14 Tagen einstellt, so wird der Tierarzt eine Bronchoskopie durchführen. Dies ist die beste Variante um zu sehen, was in den Atemwegen des Pferdes los ist. Wenn dabei eine Schleimprobe entnommenw ird, kann der Tierarzt beispielsweise darauf abgestimmte Antibiotika einsetzen. Diese Untersuchungsmethode ist gold wert! Klar, aber sie kostet auch zwischen 150,00 und 250,00 Euro.
Diesen Faden kann man unendlich weiter spinnen. Die Antibiotika sind ebenfalls nicht kostenlos und laufen parallel zu den Kosten für den Schleimlöser. Im schlimmsten Fall endet die Behandlung des Pferdes mit einer Lungenspülung. Diese kann bei 750,00 – 1.000 Euro liegen.
Natürlich möchte der Tierarzt danach zur Kontrolle noch eine Bronchoskopie machen. (erneut 150,00 – 250,00 Euro). Dies iist keine Geldschneiderei sondern ein wichtiges Instrument, was eben seinen Preis hat.
Überschlägt man also die Kosten für den Husten:
5x Anfahrt des Tierarztes à 15,00 Euro = 75,00 Euro
3x Venti Plus Schleimlöser à 67,00 Euro = 201,00 Euro
2x Bronchoskopie à 175,00 Euro = 350,00 Euro
Schlimmstenfalls Lungenspülung = 900,00 Euro usw…
Damit wären wir bereit bei über 1.500 Euro, ohne dass Antibiotika, Blutgasuntersuchung, Schleimproben etc ins Gewicht gefallen sind.
Bei artgereichter Pferdehaltung wird dieser schlimme Fall hoffentlich nur wenige Pferde und Pferdehalter treffen. Aber man sollte auch so ehrlich zu sich sein und sich fragen, ob man die 600 Euro aufbringen kann, wenn also keine Lungenspülung gemacht werden muss.
Man liebt sein Pferd und man hat eine Pflicht ihm gegenüber. Wer dieses finanzielle Polster nicht hat, der sollte in jedem Fall eine Krankenvollversicherung abschließen, die dann die Kosten zu 60% übernimmt.
Wer noch kein Pferd hat, aber mit dem Gedanken Pferdekauf spielt, der MUSS diesen finanziellen Aspekt der Krankheiten mit einplanen. Diese Horrorszenarien können beliebig auf Hufrollenentzündung usw. ausgedehnt werden, bei der auch die 1.500 Euro Euro durch Röntgenbilder, schmerzstillende Mittel, Spezialbeschlag und schlimmstenfalls einem Nervenschnitt erreicht werden. Aber immer daran denken: trotz einer Krankenvollversicherung muss der Pferdehalter wenigstens in der Lage sein, die verbleibenden 40% der Rechnung selbst zu tragen!
Nachdem es nun wieder viel zu warm draußen ist, beginnen die Pferde schon wieder mit ihrem Fellwechsel. In dieser Zeit sind sie leider sehr anfällig, was Krankheiten betrifft.
Es war einfach traumhaft, in der schönen Mittagssonne einen Ausritt zu wagen. Die dicke Jacke konnte zu Hause bleiben, auch die Thermoreitstiefel waren überflüssig. Ja, uns Menschen geht es da sehr gut, da wir die Ausrüstung den Temperaturen anpassen können.
Meinem Pferd hingegen war bereits nach ein paar hundert Metern im lockeren Trab viel zu warm. Sie schwitzt an Flanken und Brust und mir fiel ein Atemgeräusch auf. Das Geräusch war bei fast jedem Atemzug zu hören, was mich sehr hellhörig werden ließ. Es kam wie erwartet – nach einer sehr langen Trabphase könnte meine Stute den Reiz lösen und sie hustete ein paar mal am Stück. Danach waren die Atemgeräusche nur noch vereinzelt zu hören, aber es trat dickflüssiger weißer Schleim aus den Nüstern heraus.
Es ist gut, dass sie den Schleim abschnauben konnte – dies bietet aber in keiner Weise eine Möglichkeit zu erahnen, wie viel Schleim noch im Pferd steckt, der nicht ohne Weiteres abgehustet werden kann.
Der Tierarzt ist alarmiert und wird sich das Sorgenkind heute genauer ansehen. Schleimlöser sind nun Pflicht, genau so wie ausreichend Bewegung, damit die Atemwege warm werden und der Schleim nach Außen abtransportiert werden kann. Aber jeder Husten kann zur Kostenexplosion werden..
In der aktuellen Reiter Revue (12/2007) ist folgende Nachricht zu finden:
“Im saarländischen Schwalbach sind drei Pferde aufgrund des Herpesvirus eingegangen. Das hatte der Veterinär Dr. Andreas Rupp auf Anfrage von Reiter Revue bestätigt. Weitere zwölf erkrankte Pferde sind derzeit noch in Behandlung. “Eine halbjährliche Impfung ist sehr sinnvoll. Alle Pferde, die halbjährlich gegen Herpes Geimpft waren, waren im bestand nicht betroffen”, erklärt Rupp.”
Weiterhin berichtet die Reiter Revue über die Entstehung und Verbreitung des Virus, der zum Typ EHV 4 gehört. “Dieser wird durch Tröpfchen übertragen und führt beim Pferd zu Lähmungen der Gliedmaßen.
Der Pferdesportverband Saarland hat daraufhin drei Turniere in der Region verschoben. Im Gegensatz zu Influenza wird in der LPO die Impfung gegen den Herpes Virus bei Turnierpferden nicht vorgeschrieben.”
Wenn der Winter beginnt, dann hört man viele Pferde husten. Das Immunsystem der Tiere ist durch den Fellwechsel enorm geschwächt, hinzu kommen viele Wetterumschwünge, die ersten frostigen Nächte, eingeregnete Pferde.
Die Lunge ist das “Herzstück” des Pferdes. Ohne die ausreichende Funktionalität kann es nicht eingesetzt werden und auch nicht mehr beschwerdefrei leben. Die Lunge steht für Gesundheit und Leistungsfähigkeit – wer riskiert dies denn freiwillig? Keiner? Irrtum!!
Husten ist eine sehr ernst zunehmende Krankheit des Pferdes. Leider verwechseln dies viele Pferdehalter mit einem Hüstelchen vom Menschen.. Hustet ein Pferd, so ist dies ein Alarmsignal!
Der Trend der Eigeninitiative als Hobbytierarzt am eigenen Pferd macht auch beim Husten nicht Halt. Dabei scheint es den Pferdehaltern nicht klar zu sein, dass ein verschleppter Husten und auch damit auch ein falsch / gar nicht behandelter Husten zu chronischen Atemwegserkrankungen führt.
Wer ein mal sparen will und meint, den Tierarzt nicht wegen eines kleinen Hustens holen zu müssen, der kann sich unter Umständen schon mal ans Sparbuch setzen und die Kosten (fast 1.000 Euro) für eine Lungenspülung abheben, oder aber sich frühzeitig um eine Krankenvollversicherung bemühen, die die Kosten zu 60% übernimmt.
Ein verschleppter Husten hat immer eines zur Folge: Schleim der nicht nach draußen abtransportiert wird, setzt sich in der Lunge fest und wird zu einer festen Kruste. Kommt nun also der nächste Husten, der Schleim über die Kruste zieht, so wird die Krustenschicht insgesamt immer höher. Das Lungenvolumen schrumpft und die Leistungsfähigkeit des Pferdes sinkt immer mehr.
Der Trend der Selbstbehandlung geht ja soweit, dass eine ganze Stallanlage voll Pferdehaltern zur Teeküche mutiert, um den kleinen Husten mit heißen Wasser und drei Beuteln Kamillentee zu heilen. Kräuter ansich sind super, aber doch nicht der Kamillentee aus dem Supermarkt! Wer das Pferd unterstützend mit einer Kräutermischung heilen möchte, der muss welche mit Arzneiqualität benutzen. Aber auch hier werden die 6 Gramm eines Teebeutels nicht viel bringen, wenn man die Relationen des Körpergewichtes Mensch – Pferd berücksichtigt.
Grundsätzlich zum Thema Tee und Kräutern daher nur eines: Beste Qualität (Arzneibuchqualität) und eine berechnete und angepasste Dosierung können unterstützend zur Tierarztbehandlung einen Nutzen bringen!
Tee ist nicht gleich Tee und der Tee, der zum “gutschmecken” in den Regalen steht, hat zu 90% keine pharmazeutische Wirkung!! Sicher wird er dem einen oder anderen Pferd schmecken, es ist auch nichts gegen die Gabe von Tee zu sagen, nur sollte man dabei schleunigst vergessen, dass es sich um Medizin handelt und man den Tierarzt nicht mehr benötigt!
Wenn die Atemwege angeschlagen sind, so kann die Inhalation mit Kochsalzlösung in jedem Fall helfen. mehr Infos dazu: klick.
Die Entstehung von Spat / Arthrose (oftmals auch fälschlicher Weise Athrose geschrieben..) kann mehrere Ursachen haben. Zum Einen entsteht er durch Überlastung des Sprunggelenks – hervorgerufen durch übermäßiges Reiten oder auch durch eine angeborene Fehlstellung der Hintergliedmaßen. Zum Anderen kann eine erbliche Veranlagung oder ein falscher Beschlag den Spat hervorrufen. Er ist nicht heilbar.
Der Krankheitsverlauf ist schleichend und das macht die Sache so tückisch. Spat ansich kann sich über Jahre hinweg entwickeln und die Anzeichen müssen immer wieder unter die Lupe genommen werden. Wird ein Pferd weiterhin stark beansprucht, so ist die Zerstörung des Gewebes eine in jedem Fall eintretende Erscheinung. Durch die entstehenden Kalkablagerungen verknöchern nach und nach die Gelenkspalten auf der Innenseite des Sprunggelenks. Da die Gelenkflüssigkeit kaum oder nur noch sehr wenig vorhanden ist, beginnt das Pferd mehr und mehr zu lahmen.
Um sich vor den horrenden Kosten einer Spat Behandlung frühzeitig zu schützen, sollte eine OP-Versicherung und am besten zusätzlich eine Krankenvoll-Versicherung abgeschlossen werden.
Am Anfang, wenn die Krankheit noch nicht weit fortgeschritten ist, kann sich das Pferd meist wieder einlaufen. Das sieht optisch so aus, dass das Pferd mehrere Tritte wie verknöchert läuft, sich dann aber dem normalen Bewegungsablauf annehmen kann. Leider ist das Endstadium fast sicher: das Pferd wird nicht mehr reitbar sein und und kann dann maximal noch bis zu völligen Versteifung des Sprunggelenks auf die Weide gestellt werden.
Wichtig ist vorallem, dass der Beistzer rechtzeitig erkennt, ab wann das Reiten für das Tier eine Qual ist. Diesen Punkt sollte man dem Pferd zu liebe nie überschreiten.
Anzeichen:
1. Das sogenannte Einlaufen, nach einer Stehphase. Z. B. wenn man das Pferd aus der Box holt
2. Eine positive Beugeprobe
3. Das Pferd huft auf der Zehe auf, bzw. die Hinterbeine hufen nicht mehr unter
Ursachen:
1. Zu hohe Belastungen (Trabrennen in jungem Alter, Zugpferde, Leistungssport)
2. Erbliche Veranlagung in Form von angeborenen Stellungsfehlern
3. Verletzungsbedingte Stellungsfehler
Maßnahmen:
1. Durch den schleichenden Prozess muss bei Verdacht auf Spat eine Diagnostik durch Beugeprobe oder Röntgen immer wieder in regelmäßigen Abschnitten wiederholt werden.
2. Ein spezieller orthopädischer Beschlag kann ebenso ein Aufschub bringen.
3. Viel Auslauf auf der Weide oder beim Spazierengehen an der Hand.
Operative Maßnahmen:
1. Nervenschnitt oder das Durchtrennen der Sehne. Jedoch darf nie vergessen werden, dass ein Pferd das dann keinen Schmerz mehr spürt, trotzdem nicht die körperliche Verfassung eines schmerzfreien Tieres besitzt. Das Pferd kann die Grenzen dann selbst nicht mehr zeigen.
Auch wenn der Sommer nun vorbei ist und die Menschen sich vielleicht ärgern, aber für einige Pferde beginnt nun hoffentlich wieder die Jahreszeit in der sie nicht wie kleine Aliens verpackt auf der Weide stehen müssen.
Um einen Ekzemer zu kreieren nehme man eine Stoffwechselerkrankung und den Stich eines bestimmten Insektes. Dann ist das Chaos perfekt.
Die Hauptsaison der Symptome der Ekzemer sind die Monate April bis Oktober. In diesem Zeitraum verändert sich die Haut der Pferde. Meist beginnt alles mit dem konsequenten Scheuern der Schweifrübe oder der Mähne. Die Haut wird schuppig und trocken und das Pferd scheuert sich immer mehr kahle Stellen am ganzen Körper. Die Tiere spüren, dass die Gefahr von den kleinen Insekten kommt. Sie regieren panisch, können jedoch nichts tun. Durch das Aufscheuern der entzündeten Stellen, tritt Blut, Wundwasser oder Eiter aus, was wiederum neue Insekten anzieht.
Ekzemer leiden am Sommerekzem, welches auf Grund von drei Faktoren entstehen kann:
1. Kriebelmücken
2. Schmetterlingsmücken
3. Gnitzen
Haltungsfehler, falsche Fütterung und die Stoffwechselerkrankung sorgen dafür, dass das Ekzem immer wieder ausbricht. Bevor der Artz mit Cortison behandelt, können ein paar Hausmittel ausprobiert werden. Wichtig ist es, dass die Insekten ferngehalten werden – dafür kann man Knoblauch verfüttern. Entweder in ganzen Knollen oder als Pulver über dem Futter. Der zweite wichtige Anspekt ist die Pflege der Haut. Nicht das täglicht stundenlange Putzen hilft dem Pferd, sondern das Ölen der ausgetrockneten Pferdehaut. Regelmäßig mit Babyöl massiert wird die Haut wieder flexibler und enthält mehr Feuchtigkeit.
Der Kauf einer Ekzemerdecke ist sehr zu empfehlen. Hierbei zählt jedoch wirklich die Passform und die Qualität. Wer das Ausmessen des Pferdes auf Grund eines vermeindlichen Schnäppchens bei Ebay vernachlässigt, der wird seinem Pferd wahrscheinlich mehr Schaden als Nutzen bringen. Ekzemerdecken bergen das große Risiko in sich, dass sie bei schlechter Passform den Insekten Schlupflöcher unter die Decke und schlimmsten Falls auch unter die Maske bieten. Wer ein mal gesehen hat wie ein Pferd panisch wird weil ein Insekt unter der Kopfmaske fliegt, der wird erkennen wie wichtig hierbei die Beratung im Fachhandel ist.