Kommentare (1)Aktuell liest man immer wieder in den Foren von Pferdebesitzern, die dringend nach Hilfe suchen wie sie die Mauke an den Pferdebeinen in den Griff bekommen.
Einen Irrtum gleich mal vorab: Die Krustenbildung an den Beinen ist nur das Symptom. Die Ursache der Mauke muss immer herausgefunden werden. Sie kommt nicht zwangsläufig von Feuchtigkeit. Auch Herbstgrasmilben können Auslöser sein, sowie mangelnde Hygiene am Fesselbehang.
Wie geht man bei Mauke vor? drei Schritte sind nötig: 1. Säubern, 2. Desinfizieren, 3. Trocknen. Wenn die Mauke frühzeitig erkannt wird, so kann es reichen wenn man die betroffenen Stellen mit Betaisadona-Lösung desinfiziert und mit Zinksalbe austrocknet. Kernseife sollte dabei auch zur Standardausrüstung gehören.
Wenn keine Besserung eintritt, so muss der Tierarzt konsultiert werden, damit ein Antibiotikum verabreicht wird. Ebenso auch, wenn die Beine des Pferdes anschwellen. Denn liegt die Ursache der Mauke nicht nur in dem feuchten Untergrund, dann müssen die kleinen Untermieter (Pilze / Bakterien) im Unterhautgewebe des Pferdebeines ausgesiedelt werden. Da genügt es in keinem Fall, das Pferd einfach nur trocken unterzustellen, sondern es muss etwas gegen die kleinen Mitbewohner gespritzt werden.
Aber auch andere Hausmittel scheinen zu helfen. In jedem Fall sollten diese als Anregung dienen und könnten mit dem Tierarzt besprochen werden:
- Propolis vom Imker wirkt antibiotisch und wird nach der Desinfektion aufgetragen
- zum Austrockenen kann auch eine Salbe vom Tierarzt verwendet werden, welche bei Stuten zur Euter-Austrocknung eingesetzt wird
- Im Internet ist das Mittel “Maukol” erhältlich, welches ebenso die Auswirkungen der Mauke bekämpft
- Sind Grasmilben die Ursache der Mauke, so kann die Wurmkur welche auch gegen Dasselfliegen wirkt schon vorzeitig verabreicht werden.
- Aspirin aufgelöst mit Melkfett, erzielt ebenfalls die gewünschte desinfizierende Wirkung.
Aber in jedem Fall aufpassen, dass der Tierarzt rechtzeitig geholt wird. Wer dann noch eine Pferde Krankenversicherung hat, die einem die Tierarztkosten ersetzt, der kann sich glücklich schätzen
Allergiker und auch Hustenpatienten sollten das Heu nur nass zum Fressen bekommen. Die Frage wir lange man das Heu nun aber tauchen soll, ist immer umstritten.
In der neuen Ausgabe der Cavallo ist nun zu lesen, dass Wissenschaftler aus Edinburgh herausgefunden haben wie es am Besten klappt: kurzes Nässen bewirkt genau das Selbe, wie stundenlanges Eintauchen.
Wichtig ist es, dass die Feinstaubpartikel gebunden werden und beim Fressen nicht durch das Pferd eingeatmet werden können. Eben so sollte das Heu auch nass verfüttert werden. Das mag für viele selbstverständlich sein, aber wenn man das Heu taucht und danach in die pralle Sonne legt, so ist es binnen Minuten wieder trocken und die Staubpartikel sind nicht mehr gebunden.
Heulage ist eine gute Alternative, wenn das Heu nicht nass zum Fressen gegeben werden kann.
Da nun zum Fellwechsel das Immunsystem der Pferde wieder besonders anfällig ist, so sollte man viele vorbeugene Maßnahmen anwenden, um das Tier vor einer Infektion zu schützen.
Eine Möglichkeit liegt in der Inhalation mit Kochsalzlösung oder Kamillan. Wer das Pferd nicht über einer Schüssel mit heißem Wasser und Kräutern inhalieren kann und will, der sollte über die Anschaffung eines Inhaliergerätes nachdenken. Letztlich ist dies zwingend notwendig wenn das Pferd an COB / chronisch obstruktiver Bronchitis leidet.
Wasserdampf reicht bei erkrankten Pferden nicht mehr aus, da die Partikel nicht bis zum entzündeten Teil der Lunge vordringen können. Ein Zerstäuber oder besser noch ein Vernebler bringen die wirklich heilende und pflegende Wirkung beim inhalieren. Jedoch kann ein Dampfbad mit Kräutern auch nie schaden.
Mögliche Anbieter von Geräten sind zum einen Werner Kegel, Hippomed und Impex. Ebenso kann man inzwischen bei Loesdau auch schon Ultraschallvernebler kaufen. Das Inhalieren mit erkrankten Pferden kann wesentliche Erleichterung bringen.
Kommt es bei einem Pferdchen zum Griffelbeinbruch, bzw. zur Griffelbeinfraktur, so ist eine Operation notwendig. Doch was ist das Griffelbeineigentlich? Im Pferdeschuppen gab es eine gute Erklärung: „Die Griffelbeine sind Knochen, welche Pferde während der Entwicklung vom Mehr- zum Einzeher als Überbleibsel des Zeige- und Ringfingers behalten haben. Sie sind paarweise innen und außen hinter den Röhrbeinen angelagert und besitzen keine wichtige Funktion.“ Letztlich wahrscheinlich wie der Blinddarm beim Menschen: jeder hat ihn, keiner braucht ihn.
Liegt eine Griffelbeinfraktur vor, so muss erstmal geschaut werden um welche Fraktur es sich handelt. Da gibt’s zum einen die traumatische Fraktur. Die Klinik Seeburg beschreibt diese wie folgt: „die traumatische Fraktur bedeutet, dass ein Bruch durch einen Tritt o.ä. hervorgerufen worden ist. Diese Frakturen sind häufig mit einer größeren Wunde und dann auch einer entsprechenden Infektion durch Verschmutzung verbunden. Außerdem befinden sie sich meist im oberen Abschnitt des Griffelbeins, also in Gelenknähe. Diese Frakturen können manchmal sehr schwierig zu operieren sein und auf Grund der bereits eingetretenen Infektion verläuft hier auch die Wundheilung nicht immer ganz problemlos.“
Bei der pathologischen- oder Ermüdungsfraktur bricht das Griffelbein meist spontan im unteren Drittel. Diese Fraktur kommt also ohne Außeneinwirkung wie beispielsweise einem Tritt zustande. Diese Form lässt sich meist routinemäßig operieren.
Ist die OP geschafft und das Pferd aus der Klinik entlassen, so muss es meist eine dreiwöchige Boxenruhe über sich ergehen lassen. Danach kann die Aufbauarbeit durch Schrittführen und später auch lockerem Schrittreiten beginnen. Insgesamt ist das Pferd für circa 2 Monate nicht einsetzbar.
Wenn die Lunge voll mit zähem Schleim ist, der sich nicht mal mehr abhusten lässt, so ist die Lungenspülung manchmal der letzte Ausweg. Dem Staub und den Schimmelsporen vorzubeugen ist die beste Variante, um das geliebte Tier niemals in die Situation zu bringen, aber manchmal erkennt man die Sympthome zu spät oder hat ein Pferd z. B. schon mit Schleim in der Lunge gekauft.
Im Vorgang zu einer etwaigen Lungenspülung wird eine Bronchoskopie gemacht. Der Tierartz – und auch jeder Laie - erkennt, wenn das Pferd mit festem Schleim regelrecht vollgelaufen ist. Das Atemvolumen, das eine gesunde Lunge hergibt, ist auf ein Bruchteil minimiert. In diesen Momenten drängt die Zeit und die Lungenspülung sollte angesetzt werden.
Nun sollte niemand dem Trugschluss unterliegen, dass eine Lungenspülung ein Klacks fürs Pferd ist. Im Gegenteil – vom Pferdekörper werden Höchstleistungen erwartet: In einer Tierklinik wird das Pferd je nach Schweregrad der Verschleimung 3 bis 5 Spülungen erhalten. Bei jeder Spülung werden per Infusion ca 30 Liter Kochsalzlösung direkt in den Kreislauf gegeben, um die Überwässerung des Körpers darzustellen.
Die natürliche Reaktion des Pferdekörpers, nämlich der Versuch die überschüssige Flüssigkeit wieder auszuscheiden, führt dazu dass Flüssigkeit durch die Atemwege ausgeschwitzt wird. Dadurch löst sich der fest sitzende Schleim und kann abgehustet werden.
Der Preis einer Lungenspülung hänngt von der Anzahl der Spülungen ab und vor allem davon, wie der Pferdekörper reagiert. Mit 800,00 Euro ist in jedem Fall zu rechnen. Reagiert das Pferd jedoch beispielsweise mit Fieber, so kann weder die Spülung fortgesetzt werden, noch kann das Pferd aus der Klinik entlassen werden – die Kosten steigen enorm. Nur eine Krankenvollversicherung kann hier helfen.
Eines sollte nie vergessen werden: eine Lungenspülung verschafft der Lunge die notwenige Befreiung vom Schleim, um sich wieder beruhigen zu können. Jedoch ist sie kein Schutz davor, dass die Lunge sich wieder mit Schleim füllt, wenn das Pferd nicht unter korrekten Bedingungen gehalten wird. Dauerhaftes Inhalieren kann die Lungenfunktion nachhaltig verbessern.
Es geht wieder los: die sonst so schönen und klaren Augen der Pferde tränen, es bildet sich gelber Ausfluss und eine Kruste. Meist ist das Auge rot und gereizt.
Die Ursache kann vielfältig sein, sodass man einen Tierarzt zu Rate ziehen sollte, wenn man sich nicht sicher ist.
Eine Ursache können die Fliegen sein, welche sich am Auge aufhalten. Ich habe mit meinem Pferd jedes Jahr das Problem, dass die Augen tränen, wenn die Fliegen vermehrt unterwegs sind. Fliegenfransen sind dann Pflicht und eine entzündungshemmende Salbe oder Tropfen – jedoch nur nach Absprache mit einem Tierarzt. Dann ist nach 2-3 Tagen das Schlimmste überstanden und das Auge ist wieder klar, ohne Schwellung und auslaufender Tränenflüssigkeit.
Ein unterstützendes homöopathisches Mittel das mir von den Tierärzten empfohlen wurde ist Euphrasia. Auch Augentrost genannt. Es findet ebenso in der Humanmedizin Anwendung und schafft Abhilfe wenn die Augenlider geschwollen und die Augen gereizt sind. Sollten die Augen nach ein paar Tagen nicht wesentlich besser aussehen, so muss der Tierarzt gerufen werden.
Sind es jedoch nicht die Fliegen oder Mücken, die Unheil bringen, so kann auch eine Bindehautentzündung vorliegen. Schlimmsten Falls ist es auch das Anfangsstadium der Mondblindheit, welche schubweise zur Erblindung führt. Aber böse spekulieren will niemand, daher lieber einen Fachmann fragen, wenn das Auge tränt.
Ein Grund für die Lamheit eines Pferdes kann das sogenannte Hufgeschwür sein. Der fachlich korrekte Begriff lautet jedoch Hufabszess. Hervorgerufen wird diese eitrige Entzündung der Huflederhaut meist durch Fremdkörper im Huf. Beim Reiten auf z.B. Rollsplitt können sich schnell kleine harte Steine im Huf festsetzen – werden diese nicht entfernt, so entsteht das Hufabszess.
Neben dem Eindringen von Fremdkörpern kann auch hartes Auftreten auf spitze Gegenstände oder das Anschlagen der Hufwand an harten Gegenständen der Auslöser sein. Das entstandene Hufabszess ist meistens nicht sofort zu erkennen. Reagiert das Pferd jedoch schon mit Lahmheit, Entlastung des betroffenen Hufes oder durch erhöhte Huftemperatur, so sollte ein Tierarzt zu Rate gezogen werden.
Ein Hufbeschlagschmied kann meistens ebenfalls helfen, wenn das Abszess rechtzeitig erkannt wird.
Um den Ort des Abszesses herauszufinden, kann man die sogenannte Hufzange nutzen. Mit dieser drückt der Schmied oder der Tierarzt vorsichtig Stück für Stück den Huf entlang und findet damit meist den Punkt, an dem das Pferd reagiert. Die Sohle wird mit einem Hufmesser an der georteten Stelle aufgeschnitten, um dem Eiter einen Weg zum Ablaufen zu schaffen. Damit kann kein weiterer Druck auf den Huf entstehen.
Problematisch wird es, wenn das Hufgeschwür nicht entdeckt oder nicht behandelt wird. Der Eiter kann dann nicht aus der Hufsohle ablaufen und muss sich somit einen anderen Weg suchen. Damit muss es sich einen Weg durch den gesamten Huf suchen, um am Kronrand austreten zu können. Die damit verbundene Heilung dauert sicher ein halbes Jahr.
Nach dem ordnungsgemäßen Ausschneiden des Entzündungsherdes ist am Huf eine offene Stelle entstanden. Wenn diese ungeschützt wieder mit harten Gegenständen in Kontakt kommt, kann das Spiel unter Umständen von vorn losgehen. Daher muss als erstes die offene Stelle mit einem Desinfektionsmittel gespült werden. Mit einer Spritze – natürlich ohne Kanüle – kann man die Lösung am besten auftragen. Danach sollte ein Hufverband gemacht werden, um die Wunde zu schützen. Wenn man an den Verband noch täglich einen Anguss macht, dann ist die Heilung meist nach 1-2 Wochen abgeschlossen. Das Pferd kann dann wieder auf weichem Boden langsam belastet werden. Von einem ausgiebigen Distanzritt über Schotterwege sollte man noch absehen
Wie wichtige es ist, hohe Staubbelastung bei Pferden zu vermeiden, habe ich schon einmal aufgeschrieben. Hier.
Doch leider kommt die Haltungsumstellung nicht immer rechtzeitig, sodass Pferde unter Umständen schon zähen Schleim in der Lunge haben. Dieser Schleim ist anfällig dafür, immer weitere Schichten auf sich zu lagern und lässt sich dann auch nicht mehr ohne Weiteres abhusten. Inhalieren hilft, den Schleim zu verflüssigen.
Wenn es soweit gekommen ist, dann entscheidet eine Endoskopie / Bronchoskopie darüber, wie schlimm es wirklich im Inneren aussieht. Machmal hilft nur noch eine Lungenspülung. Damit es nicht soweit kommt, kann bei Husten-Patienten inhaliert werden. Dazu benötigt man einen kleinen Markteinblick, um die vielen Produkte zu unterscheiden.
In der Cavallo 02/2007 war ein sehr interessanter Bericht zu lesen. Das A und O bei der Wahl des Inhalators ist die Größe der Partikel. Nur mit Hilfe von Ultraschallschwingungen kann aus der Flüssigkeit so feiner Nebel entstehen, dass dieser die unteren Atemwege erreicht und nicht schon im Nasenkanal kondensiert. Als Richtwert sollten die Partikel zwischen 1 und 5 Mikrometer klein sein. Bei einer Größe von 3 Mikrometer bleiben die Partikel in den größeren Atemwegen hängen.
Zum Lösen von festsitzendem Schleim kann man mit Kochsalzlösung oder Kamillenextrakten inhalieren. Diese regen die Selbstreinigung der Lunge an, da der feine Nebel die Lungen anfeuchtet und den Schleim verflüssigt. Ätherische Öle sollten jedoch nicht in einen Ultraschallvernebler gegeben werden, da diese die feinen Flimmerhärchen in der Lunge verkleben. In schweren Fällen und nur nach Absprache mit dem Tierartz, können auch Medikamente wie Kortison vernebelt werden.
Wenn der Pferdehalter bereits eine Pferde Krankenvollversicherung abgeschlossen hat, beispielsweise bei der Uelzener, dann erhält er die Kosten für die Medikamente zumindest anteilig erstattet.
Damit die Wirkung des Inhalierens nicht verpufft, muss das Pferd in aller Ruhe inhalieren können. Wenn man nur zur Schleimlockerung inhaliert, dann sollte das vor der Belastung passieren, damit das Pferd danach beim Laufen den flüssig gewordenen Schleim abhusten kann.
20 Minuten täglich inhalieren können bei kranken Pferden eine wesentliche Besserung erzielen. Wichtig ist es aber, die Maske und den Schlauch nach jedem Gebrauch zu reinigen, da sonst Krankheitserreger wieder vernebelt werden und dann zurück in die Lunge transportiert werden.
Die Cavallo hat eine Liste möglicher Anbieter der Ultraschallvernebler aufgestellt. Darin zu finden ist der Kegel Inhalator, Hippomed und Impex.
Taktrein und schwungvoll – so wünscht man sich die Bewegungsablauf eines jeden Pferdes. Verändert sich der normale Bewegungsablauf, so spricht man von Lahmheit.
Ist eine Lahmheit erkennbar, so sind der Besitzer und der Tierarzt gefragt – Fragen zu bereits bekannten Erkrankungen am Bewegungsapparat des Pferdes wie beispielsweise Spat müssen dem Tierarzt angegeben werden. Ebenso kann es auch sein, dass das Pferd schon oftmals ein Hufgeschwür hatte und daraufhin lahm ging. Ein Tierarzt, der das Pferd schon lange kennt, weiß sicherlich von den Vorerkrankungen, jedoch sollte der Besitzer sicherheitshalber noch mal alles zusammentragen.
Sollte das Pferd plötzlich nur noch auf drei Beinen stehen oder hochgradige Schwellungen auftreten, so ist das Tier bis zum Eintreffen des Arztes ruhig zu stellen.
Wichtig ist, dass der Grund der Lahmheit schnell herausgefunden wird, um dann eine gezielte Behandlung zu beginnen. Ein verstauchtes Gelenk muss ja anders behandelt werden als ein Hufgeschwür. Ganz klar.
Normaler Weise wird das Pferd erstmal im Stehen beurteilt. Erkennbar ist dann, ob es noch alle vier Hufe aufsetzt und belastet oder schlimmstenfalls ein Bein in der Luft hält. Der Tierarzt tastet die Muskeln, Sehnen und Gelenke ab, um zum einen herauszufinden, so das Pferd scherzempfindlich ist und ob Verhärtungen oder wärmere Stellen zu finden sind.
Nun muss das Pferd sich in Bewegung zeigen. Meist wird es an die Longe geschnallt oder an der Hand vorgetrabt. Um genaue Erkenntnisse zu der Regelmäßigkeit von Schrittlänge, Fußungsabläufe, Steifheit des Pferdes und auch der Laufgeschwindigkeit zu gewinnen, wird meist ein harter Untergrund gewählt.
In den meisten Fällen – außer, das Pferd ist stocklahm und kann ein Bein nicht mehr aufsetzen – folgt nun eine Beugeprobe. Damit ist das zeitlich anhaltende Abbiegen einer oder mehrerer Gelenke gemeint zur Provokation von Schmerz. Bei dem darauf folgenden Vortraben an der Hand können Veränderungen in der Bewegung zum vorhergehenden Trab diagnostiziert werden.
In Zusammenarbeit mit dem Tierarzt sollte eine somit schnell Behandlungsmethode gefunden werden.
Wenn ein Pferd matt, appetitlos ist und schwitzt, dann deutet dies auf eine erhöhte Temperatur hin. Bevor entschieden wird, einen Tierartz zu konsultieren, sollte bei dem Pferd Fieber gemessen werden.
Der Normalwert der Temperatur liegt zwischen 37,00 und 38,00 Grad bei ausgewachsenen Pferden. Bei Jungtieren ist die Toleranz zwischen 38,00 und 39,00 Grad.
Hat ein Pferd über mehrere Tage anhaltend erhöhte Temperatur, so kann dies zu bleibenden Schäden kommen. Das Fieber ansich ist nicht die Krankheit, sondern nur ein Sympthom. Daher muss schnellst möglich herausgefunden werden, woher der Temperaturanstieg kommt.
Das wichtigste ist, dass die hinter dem Fieber steckende Infektion schnellst möglich behandelt wird. Daher sollte schon bei einer Temperatur von 38,50 Grad ein Arzt zu Rate gezogen werden.
Zur Messung ansich sollte ein digitales Thermometer genutzt werden, da Quecksilberthermometer brechen kann, wenn das Pferd zappelt. Die Messung erfolgt für ca. drei Minuten im After des Pferdes. Die digitalen Thermometer sind zu dem meist mit einem Akustikgeräusch audgestattet, welches nach der Messung ertont.
Am besten sollte man die Prozedur zu zweit durchführen, sodass eine Hilfe vorn am Kopf des Pferdes steht und dieses beruhigen kann, wenn es beginnt zu zappeln.