Tier-kompakt

Beiträge und Tests rund um die lieben Vierbeiner

Archiv für 'Rechtliches' Kategorie

25, Mai 2009

Es gibt viele Pferdeversicherungen, jede hat ihre eigene Bedeutung und Notwendigkeit.

Warum benötigt man also eine Pferdeanhängerversicherung?

Der Halter des Pferdeanhängers haftet in unbegrenzter Höhe, wenn ein Gegenstand oder eine Person durch seinen Pferdeanhänger geschädigt wird. Dies ist schon im BGB geregelt.

In der Pferdeanhängerversicherung werden Pferdeanhänger mit grünen oder mit schwarzen Kennzeichen versichert. Besitzer eines Anhängers, der mit einem schwarzen Kennzeichen zugelassen ist, müssen ihren Pferdeanhänger mit einer Haftpflichtversicherung absichern.

Ist der Pferdeanhänger mit einem grünen Kennzeichen zugelassen, so steht
es dem Besitzer frei, ob er diesen versichert. Da beim Rangieren mit dem
Hänger aber immer etwas passieren kann, empfehlen wir dringlich den
Abschluss der Haftpflichtversicherung.

Die Pferdeanhängerversicherung kann um die Teil- und Vollkasko erweitert
werden, um auch Schäden am Pferdeanhänger abzusichern.

Die Beiträge der Pferdeanhängerversicherung sind sehr gering, so kostet die Haftpflicht beispielsweise nur 28,42 Euro im Jahr.

5, Mrz 2008

Karlsruhe (dpa/tmn) – Besucher eines Reiterhofes dürfen nicht eigenmächtig fremde Pferde füttern. Das geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Karlsruhe hervor (Az.: 12 U 73/07), das einen Stallbesucher zu 7900 Euro Schadensersatz verurteilte.

Dies gilt insbesondere dann, wenn sie nicht über deren Ernährung und über Nahrungsunverträglichkeiten Bescheid wissen. Der Mann hatte den Pferden des Klägers frisches Heu zu fressen gegeben – woraufhin eines der Tiere, das trächtig war, Koliken erlitt und eingeschläfert werden musste.

Anders als die Vorinstanz wertete das OLG das Verhalten des Beklagten als fahrlässig. Nach Erläuterungen eines Sachverständigen genügen ein oder zwei Handvoll nicht abgelagertes Heu, um bei einem Pferd eine Kolik auszulösen. Dem Beklagten, der nach eigener Darstellung keinerlei Wissen über die Ernährung von Pferden besaß, hätte dem Gericht zufolge klar sein müssen, dass er damit auch keine Kenntnisse über Nahrungsunverträglichkeiten hatte. Er wäre schon deshalb gehalten gewesen, jegliche Gabe von Futter zu unterlassen.

Dieser schwerwiegende Fall zeigt auf wie wichtig es ist, als Pferdehalter eine Pferde Rechtsschutzversicherung zu haben, um etwaige Rechtsstreitigkeit gerichtlich klären zu können.

25, Jan 2008

Dies ist ein Thema, welches unter Versicherungsnehmern, Interessenten und allen Pferdebesitzern heiß diskutiert wird.

Wer haftet bei dem Schaden, den sich eine Reitbeteiligung beispielsweise beim Sturz vom Pferd zuzieht? Wenn es sich hierbei um die zerrissene Reithose handelt, dann können auch 100 Euro schon einen Streit auslösen, aber was macht man wenn eine Querschnittslähmung die Folge des Sturzes ist?

Der Ansatzpunkt ist die Pferdehalter-Haftpflichtversicherung, die der Besitzer des Tieres abgeschlossen hat.

Grundsätzlich ist die Reitbeteiligung dem Besitzer gleichgestellt, wenn sie sich mit einem Futterkostenanteil oder den Schmiedkosten am Unterhalt des Pferdes beteiligt. In diesen Fällen liegt keine gewerbliche Pferdevermietung vor und die meisten Pferdehalter-Haftpflichtversicherungen ersetzen Schäden die durch die RB an Dritten verursacht werden, in selben Umfang wie die Schäden, die der Beistzer verursacht.

Wenn jedoch die Reitbeteiligung vom versicherten stürzt, dann wäre das im Versicherungswesen ein sogenannter “Eigenschaden”. Warum? Die RB ist dem Besitzer gleichgestellt und der Besitzer kann auch keine Schäden vom eigenen Pferd bei der Versicherung geltend machen.

Eine gute Pferdehaftpflichtversicherung macht nun aber doch Unterschiede zwischen der Reitbeteiligung und dem Pferdebesitzer: wenn die RB nur einen Futtermittelanteil bezahlt, dann wird sie im Schadensfall auch als “aussenstehender Dritter” betrachtet und kann Leistungen aus der Pferdehalterhaftpflichtversicherung der Besitzerin beziehen. Aber Achtung, dies alles ist nicht bei jeder Versicherung im Leistungsumfang enthalten. Viele versichern nicht mal den Scahden, den eine RB einem Dritten zufügt, geschweige denn den Schaden den sie selbst erhält.

Eine weitere Möglicheit ist es, einen Haftungsausschluss erstellen zu lassen. Diesen sollte man mit Hilfe eines Rechtsanwaltes erstellen lassen, der sich auf das Pferderecht spezialisiert hat.

Als Pferdehalter sollten Sie prüfen, ob für den Fall von Rechtsstreitigkeiten eine Pferde Rechtsschutzversicherung existiert.

8, Jan 2008

“Das Halten von Yorkshire-Terriern in der Mietwohnung ist immer erlaubt – unabhängig davon, was im Mietvertrag steht. Der Hintergrund ist, dass sie andere Hausbewohner erfahrungsgemäß nicht belästigen, erläutert der Deutsche Mieterbund (DMB) in Berlin.

Er beruft sich dabei auf Urteile der Landgerichte Kassel (Az.: 1 S 503/96) und Düsseldorf (Az.: 24 S 90/93). Yorkshire-Terrier werden damit im Mietrecht behandelt wie Kleintiere.

Denn auch Hamster, Schildkröten, Goldfische oder Ziervögel dürfen Mieter ohne vorherige Zustimmung des Vermieters halten. Die Terrier sind damit eine Ausnahme: Denn gerade über die Haltung von Hunden und Katzen gibt es immer wieder Streit vor Gericht, und in der Regel ist die Haltung eines Hundes zwischen Vermieter und Mieter individuell zu vereinbaren”

Quelle: lvz-online

Es ist zwingend notwendig, dass die Hundehaftpflichtversicherung dahin gehend überprüft wird, ob Schäden an Mietwohnungen (sog. Mietsachschäden) abgesichert sind.

5, Nov 2007

Es gibt wieder ein neues und interessantes Urteil aus der Reiterwelt vom OLG Koblenz:

“Ein Reiter erlitt bei einem gemeinsamen Ausritt mit mehreren Pferden eine Beinverletzung, weil das vor ihm befindliche Pferd unvermittelt ausschlug. Das Oberlandesgericht Koblenz verurteilte den Halter des Pferdes, der von der Neigung seines Pferdes zum Ausschlagen wusste, zum Ersatz des gesamten Schadens. Beim gemeinsamen Ausritt ist ein Pferd, das zum Ausschlagen neigt, mit einer roten Schleife am Schweif zu kennzeichnen. Außerdem muss der Reiter am Schluss der Gruppe reiten. Ist der nachfolgende Reiter über die Gefährlichkeit des Tieres nicht informiert, trifft ihn kein Mitverschulden, wenn er wegen plötzlicher und nicht durch einen Warnruf angekündigter Verzögerung aus der Gangart Trab einen kurzen Moment zu dicht aufreitet und das Pferd in diesem Moment nach hinten ausschlägt. Urteil des OLG Koblenz vom 26.01.2006 5 U 319/04 Pressemitteilung des OLG Koblenz”

Urteil des OLG Koblenz vom 26.01.2006 5 U 319/04 Pressemitteilung des OLG Koblenz

21, Jun 2007

Das nenn ich mal eine interessante Entdeckung: Bei der FN ist das Straßenverkehrsrecht hinterlegt, welches die Rechte und Pflichten von Reitern klärt.

Zusammenfassend heißt das: das Reiten und Fahren auf öffentlichen Verkehrsflächen regelt sich nach der Straßenverkehrsordnung (StVO).

Ein Auszug aus dem Regelwerk sagt folgendes:

“- Pferde sind im Straßenverkehr nur dann zugelassen, wenn sie von geeigneten Personen begleitet werden, die ausreichend auf sie einwirken können
– Der Reiter/Innen benutzen die Fahrbahn – nicht etwa den Fußgängerweg – und zwar die äußerste rechte Seite
– Reiter/Innen müssen während der Dämmerung und bei Dunkelheit ausreichend beleuchtet sein. Vorgeschrieben ist eine nicht blendende, nach vorne und hinten gut sichtbare Leuchte mit weißem Licht”

Wichtig ist aus versicherungstechnischer Sicht auch der Aspekt von vorgeschriebener Zäumung des Pferdes. Jeder Pferdehalter sollte bei seiner Versicherung nachfragen, ob es versteckt Regelungen bezüglich dieser Vorschriften gibt. Wenn ja, dann sollte man die Pferdehaftpflicht dringend wechseln.