Tier-kompakt

Beiträge und Tests rund um die lieben Vierbeiner

Archiv für 'Reitsport' Kategorie

3, Dez 2012

Wer ein richtiger Pferdenarr ist, der möchte seinem Pferd sicher auch ab und an etwas Gutes tun. Wie wäre es dann mit einem Leckerli in Form von Pferdekeksen? Diese kann man sicherlich kaufen, doch macht man diese selbst, weiß man auch was verwendet wurde. Doch nicht nur für das eigene Pferd sind Pferdekekse eine super Idee, sondern auch für die Tiere von Freunden und Bekannten. zudem ist so auch gleich eine Geschenkidee zu Weihnachten oder auch dem Geburtstag.

Doch bevor es losgehen kann, müssen erst einmal die notwendigen Zutaten und Utensilien besorgt und bereit gestellt werden. Für die Zubereitung der Pferdekekse werden somit benötigt:

  • 500 Gramm Haferflocken,
  •  zwei geriebene Äpfel,
  • drei Esslöffel Zuckerrübensirup,
  • zwei bis drei geriebene Möhren,
  • sowie Milch und Honig.


Zu Beginn wird eine Rührschüssel benötigt, in die die Haferflocken gegeben werden. Danach wird die Milch hinzu gefügt. Beides wird miteinander verrührt bis die Masse dickflüssig und zäh ist. Ist dies erledigt, werden die Äpfel gewaschen und entkernt. Mit Hilfe einer Reibe werden sie in kleine Stifte gerieben. Das Gleiche wird mit den Möhren gemacht. Sind Möhren und Äpfel gerieben, werden sie der Teigmasse hinzu gefügt und alles gut miteinander vermischt. Um das Ganze für das Pferd noch lecker zu machen, werden nun etwas Honig und Zuckersirup beigegeben. Ist der Teig fertig, kann der Backofen vorgeheizt werden. In der Zwischenzeit kann die Teigmasse auf dem Backblech ausgebreitet werden. Nun kommt der Teig für eineinhalb Stunden bei 180 Grad in den Backofen. Ist die Zeit um und der Teig gut, diesen aus dem Backofen nehmen und die entstandene Teigplatte in kleine Teile zerbrechen. Nun können die Pferdekekse abkühlen und danach verwendet werden.Wer es anders mag, verwendet für den Teig:

  • 50 Gramm Leinsamen,
  • 300 Gramm Vollkornhaferflocken,
  • 400 Gramm Weizenvollkornmehl,
  • 450 Gramm Zuckerrübensirup und 250 ml Wasser.

Hier wird zuerst der Zuckerrübensirup in eine Schüssel gegeben und dann das Weizenvollkornmehl und die Vollkornhaferflocken hinzu gefügt. Alles gut miteinander vermischen und immer wieder etwas Wasser hinzugeben. Zum Schluss wird dem Teig der Leinsamen beigegeben und alles gut vermischt. Ist der Teig fertig, diesen zu einer Rolle mit einem Durchmesser von 2 bis 3 cm formen. Danach werden Scheiben mit etwa 4 cm Stärke abgeschnitten. Diese werden im auf 180 Grad vorgeheizten, Backofen für etwa 90 Minuten gebacken. Nach dem Abkühlen können sie dann schon verwendet werden. Und dem Pferd werden sie bestimmt sehr gut schmecken.

2, Dez 2009

In der Winterzeit müssen viele Pferdehalter notgedrungen auch in der Dunkelheit ausreiten.

Die Sehfähigkeit der Pferde ist im Dunkeln sehr gut, sodass daran der Ausritt nicht scheitern sollte. Wichtig ist die richtige Ausrüstung für Pferd und Reiter, damit das Reiten in der Dunkelheit keine Gefahr darstellt.

Die Beleuchtung des Reiters ist hierbei enorm wichtig. Der Reiter sollte am Stiefel eine Stiefellampe tragen, welche nach vorn und nach hinten ein Lichtsignal gibt.

Das Tragen einer Kopflampe kann dem Reiter in der Dunkelheit mehr Sicherheit geben. Hierzu können Reiter im Bauhaus einfach eine Helmlampe kaufen, welche von Bauarbeitern bei der Arbeit genutzt wird. Der Kaufpreis liegt meist unter 10,00 Euro.

Auch Reflektoren gelten als Beleuchtung beim Ausreiten im Dunkeln. Hierzu kann man als Reiter eine Warnweste tragen und dem Pferd Reflektoren an die Gamaschen klemmen.

25, Nov 2009

Die dunkle Jahreszeit ist angebrochen und jeder Reiter kennt die nun auftretende Problematik beim Ausreiten – es wird sehr früh dunkel und durch die Arbeit oder Schule ist nicht immer Zeit, bereits vormittags oder am frühen Nachmittag zum Stall zu kommen.

Die Wahrscheinlichkeit ist oft groß, das man mit dem Pferd ungeplant und damit auch unvorbereitet in die Dunkelheit gerät und von Fußgängern, Autos oder übrigen Verkehrsteilnehmern nicht gesehen wird.

Es muss daher vor allem in den Wintermonaten auf eine gute Ausrüstung von Pferd und Reiter geachtet werden, um das Reiten im Dunkeln nicht zur Gefahr werden zu lassen. Geprüft werden sollte auch, ob eine Reiterunfallversicherung existiert, die die finanziellen Folgen eines Unfalls absichert.

Was muss nun bei der Auswahl der Ausrüstung beachtet werden?

Im Paragraph §28 Absatz 2 der Straßenverkehrsordnung (StVO) ist vermerkt, was ein Reiter oder Führer von Pferden bei Dunkelheit mindestens mitführen muss:
„… (2) Für Reiter, Führer von Pferden sowie Treiber und Führer von Vieh gelten die für den gesamten Fahrverkehr einheitlich bestehenden Verkehrsregeln und Anordnungen sinngemäß. Zur Beleuchtung müssen mindestens verwendet werden: … eine nicht blendende Leuchte mit weißem Licht, die auf der linken Seite nach vorn und hinten gut sichtbar mitzuführen ist.“ (Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/stvo/__28.html)

Eine Stiefellampe sollte beim Ausritt in der Dunkelheit verwendet werden. Sie wird bequem am Bein oder auch am Arm befestigt und leuchtet von vorne weiß und von hinten rot. Zusätzlich sollten jedoch noch weitere Reflektoren an Pferd und Reiter befestigt werden.

Zum Einen gibt es die Möglichkeit, in den Reitläden speziell nach Produkten mit Reflektoren zu suchen – zu finden sind dort Reitdecken, Hufglocken, Halfter, Jacken, Westen und viele weitere Produkte mit eingenähten Reflektoren.

Zum Anderen gibt es aber auch die etwas günstigere Variante zum „selber basteln“. Leuchtbänder / Reflektorenbänder können günstig in Discounter Läden erworben werden. Diese können dann an die bereits vorhandene Ausrüstung genäht oder anderweitig befestigt werden. Hierbei bieten sich viele Möglichkeiten zum Festmachen der Reflektoren an: Trense, Vorderzeug, Gamaschen, Hufglocken, Satteldecke, Schabracke, Ausreitdecke, Schweif, Reitweste, Reitkappe etc. Ein guter kostengünstiger Tipp zum besseren Erkennen des Reiters ist auch das Kaufen einer Sicherheitsweste von der Tankstelle.

Wenn die Ausrüstung komplett ist, stellt sich noch die Frage, wie gut die Sehfähigkeit des Pferdes im Dunkeln ist. Die Frage lässt sich schnell beantworten. Wir Menschen können im Dunkeln deutlich schlechter sehen als unsere Vierbeiner. Oft ist es unsere fast angeborene Angst vor der Dunkelheit, die die Pferde nervös macht. Die Nervosität des Reiters überträgt sich häufig auf die Pferde und der schöne Ausritt kann zum Nervenspiel für Reiter und Pferd und damit zur Gefahr werden. Wer seine Ängste kennt, sollte also versuchen, mit der Angst nicht das Pferd nervös zu machen.

Generell gilt natürlich noch, die Wetterverhältnisse im Winter zu beachten. Erst kürzlich haben wir über das Aufstollen bei Schnee geschrieben.

Allgemein kann gesagt werden: gut vorbereitet ist ein Ausritt auch bei Dunkelheit möglich.

23, Sep 2009

Die Frau, die 2004 als erste Frau die Weltrangliste der Springreiter anführte, hat sich nun ihren großen Wunsch nach einer Familie erfüllt. Meredith Michaels-Beerbaum ist schwanger und bereits im Februar 2010 wird sie ihr erstes Kind bekommen. Es wird ein Mädchen, soviel steht fest.

Aus dem Leistungssport möchte sich Meredith Michaels-Beerbaum jedoch nicht verabschieden – ganz im Gegenteil. Bereits im April möchte sie beim Weltcup-Finale in Genf teilnehmen.

Da kann man ihr nur die Daumen drücken!

3, Jul 2009

Nach dem Dopingskandal von Isabell Werth mit ihrem Pferd Whisper wird beim CHIO in Aachen Flagge gezeigt.

Das Image des Reitsportes ist durch die Doping Skandale von Ahlmann oder Beerbaum schwer angeschlagen. Kurz vor dem Beginn des CHIO in Aachen kam nun auch noch Isabell Werth hinzu und der Ruf des Reitsportes scheint bald völlig ruiniert.

Mit Carsten Otto und Philipp Weishaupt sind nun zwei Springreiter am Start des CHIO, die vor den Dopingskandalen wohl noch niemand wirklich kannte. Diese starten als ersatz für Ahlmann und Beerbaum.

Der Dopingskandal zeigt jedoch auch eine positive Wirkung, denn 42 sogenannte Stewards überwachen nun Tag und Nacht die Pferde im Stall. Mit Wärmebildkameras sollen Auffälligkeiten an den Beinen der Pferde festgestellt werden und die Manipulation der Tiere soll (fast) unmöglich werden.

Des Weiteren werden in allen weltrangrelevanten Prüfungen die drei erstplazierten Pferde getestet!

Keiner der Reiter äußert sich empört über die Vorgehensweise, sondern sie alle fordern Transparenz und Offenheit um einen Neuanfang in Sachen Doping zu symbolisieren.

29, Mai 2009

Zur Zeit wird der Reitsport wieder von einer Dopingwelle überrollt. Wo man auch hinschaut, es sind zur Zeit wieder viele Doping Skandale vorzufinden. Der letzte war erst vor ein paar Tagen bekannt geworden, bei dem Ludger Beerbaum Doping augenscheinlich legitimierte.

Und wieder ist es der Springsport, der mit Dopingvorfällen “glänzt”. In Hongkong kamen schon Dopingvorfälle um Christian Ahlmann an Licht und man hätte denken können, dass das schlimm genug sein. Irrtum. Anfang Mai stellte sich heraus, dass auch sein Teamkollege Marco Kutscher das Olympiapferd Cornet Obolensky angeblich mit unerlaubten Mitteln behandelt haben soll.

Diese Vorwürfe wurden seitens der Verbandführung mit Ahnungslosigkeit beantwortet, die aber anscheinend keiner wirklich glaubt.

Cornet Obolensky hatte in Hongkong mit Marco Kutscher keine Glanzleistungen im Parcour gezeigt. Das Pferd wirkte gestresst und überfordert – vielleicht auch kein Wunder, denn es handelte sich hierbei um das unerfahrenste Pferd der deutschen Springmannschaft.

Nach dem ersten Umlauf wurde angeblich beschlossen, Cornet Obolensky mit Lactanase und Arnika zu behandeln, damit sich die Muskulatur regenerieren kann. Für die Medikation wurde keine nötigen Genehmigung eingeholt. Verabreicht wurde sie wieder durch die Schwedin Marie Johnson hatte bereits bei Ludger Beerbaums Pferd Goldfever in Athen eine nicht genehmigte Salbe aufgetragen – diese Medikation kostete der deutschen Reitermannschaft in Athen die Goldmedaille.

Arnika und Lactanase sind die verabreichten Medikamente – Lactanase ist kein zugelassenes Medikament und es hat bei Cornet Obolensky schwere Nebenwirkungen gezeigt. Cornet kollabierte und schwankte. Trotzdem wurde er am nächsten Tag wieder im Springen eingesetzt.

Nun fragt man sich natürlich, warum von diesem Zwischenfall so lange nichts bekannt wurde und wann die deutsche Mannschaftsführung davon erfahren hat?! Es wurde weiter das Bild vertreten, dass es sich bei den Dopingvorfällen von Christian Ahlmann um einen Einzelfall handelt.

Nun ist es Anfang Mai aber doch öffentlich geworden und weder Kutscher, Beerbaum noch Mannschaftsarzt Nolting stritten die Behandlung des Pferdes ab. Nun bleibt abzuwarten, ob ein Verfahren gegen Kutscher eingeleitet wird.

29, Okt 2008

Warendorf – Die führenden deutschen Turnierveranstalter begrüßen die aktuell bereits von der FN eingeleiteten Maßnahmen im Kampf gegen Doping und Tierquälerei. Sie fordern die FN auf, die folgenden Maßnahmen schnellstmöglich, spätestens jedoch bis zum 01. März 2009 umzusetzen.

Vorbemerkung

Die FN soll sich dem Nationalen Sportgericht unterwerfen, welches auf der Basis des NADA-Codes die Urteile fällt. Gegen sein Urteil kann – einmalig von jeder Partei – beim CAS Widerspruch eingelegt werden. Das Urteil des CAS ist final und unanfechtbar.

Grundlage aller Entscheidungen sollen die Regeln der FEI auf der Basis des WADA-, resp. des NADA-Codes sowie der LPO sein. Um sicherzustellen, dass dem Wohlergehen der Pferde oberste Priorität eingeräumt wird, sollen die offiziellen Beobachter / Kontrolleure (Stewards) weiter geschult und sensibilisiert werden. Ihre Anzahl soll erhöht werden.
Medikation / Doping
1. Die Verantwortung für das Pferd liegt ausschließlich beim Reiter.
2. Die Turnierpferde sollen durch NADA / WADA als Leistungssportler eingestuft werden.
3. Jegliche Medikation / Behandlung des Pferdes ist im Medikationsbuch / FEI-Pass festzuhalten.
4. Im übrigen gilt die „Null-Lösung“.
5. Spätestens zehn Tage nach Veranstaltungsende soll das Ergebnis der A-Probe vorliegen.
6. Zusätzlich wird bei Championaten und anderen großen Turnieren der Einsatz mobiler Labors angestrebt.
7. Bei positiver A-Probe soll durch die NADA / nationales Sportgericht sofort die Einordnung unerlaubte Medikation oder Doping erfolgen.
8. Unerlaubte Medikation wird mit mindestens einem Jahr Sperre für den Reiter bestraft. Im Wiederholungsfall wird die Strafe verdoppelt. Das Pferd wird in beiden Fällen für sechs Monate gesperrt.
9. Doping wird mit mindestens zwei Jahren Sperre für den Reiter bestraft. Im Wiederholungsfall wird die Strafe verdoppelt. Das Pferd wird in beiden Fällen für sechs Monate gesperrt.
10. Im Falle einer Verurteilung bei unerlaubter Medikation wird für mindestens zwei Jahre von einer Nominierung des Reiters durch den nationalen Verband für Championate und Nationenpreise abgesehen.
11. Alle zur Verfügung stehenden effektiven und aussagekräftigen Kontrollmöglichkeiten (Gamaschenkontrolle, Haarprobe etc.) sollen eingesetzt werden.
12. Bereits angestoßene Maßnahmen (Erhöhung der Anzahl von Dopingproben – so werden bereits bei allen weltranglistenrelevanten Prüfungen die drei erstplatzierten Pferde ebenso kontrolliert wie die Pferde, bei denen ein Richter Auffälligkeiten festgestellt hat – , Erhöhung der Pferdekontrollen und der Anzahl der Stewards / sofortige Suspendierung bei positiver A-Probe etc.) werden weiterverfolgt.
13. Neben den Turnier-Kontrollen sollen unangemeldete Kontrollen in der wettkampffreien Zeit durchgeführt werden.

Tierquälerei
1. Der Reiter ist dafür verantwortlich, dass jegliche Art von Tierquälerei ausgeschlossen ist. Unter Tierquälerei wird der in §17 des Tierschutzgesetzes beschriebene Straftatbestand verstanden.
2. Neben den Turnier-Kontrollen sollen unangemeldete Kontrollen in der wettkampffreien Zeit durchgeführt werden.
3. Tierquälerei wird streng bestraft. Bei erstmaliger nachgewiesener Tierquälerei sollen mindestens zwei Jahre Sperre für den Reiter verhängt werden, im Wiederholungsfall vier Jahre.

Die nationalen Veranstalter werden zeitnah Gespräche mit allen wichtigen internationalen Turnierveranstaltern führen mit dem Ziel, dass die oben beschriebenen Forderungen, abhängig von den jeweiligen nationalen Begebenheiten, weltweit Anwendung finden. Gleichzeitig soll die deutsche FN die Umsetzung bei der FEI einfordern.

28.10.2008 (Pressemitteilung)

9, Okt 2008

“Anky demnächst Reining-Queen?
Wie Dressurqueen Anky van Grunsven in ihrer Kolumne in der niederländischen Tageszeitung De Telegraaf schrieb, liebäugelt sie neben der Dressur auch mit Reining – und auch dort mit hohen Zielen: Es wäre doch schön, bei den Weltreiterspielen 2010 in Kentucky in Dressur und im Reining zu starten…..

Es sei schwer, sich nach den Spielen (in Hongkong) noch richtig zu motivieren, schrieb Anky van Grunsven. Und da ihr Familie und Freunde zum Sieg in Hongkong einen Westernsattel geschenkt hätten und sie sowieso das Westernreiten gut leiden könnte, habe sie sich entschlossen, wann immer es ihre Zeit erlaube, bei Rieky Young zu trainieren. (Rieky Young gehört zu den NRHA Top Ten der Intermediate Open. Die niederländische Reinerin lebt auf ihrer Quarter Horse Ranch inkl. Deckstation in Vorstenbosch, nicht weit von Erp.)

Anky van Grunsven schreibt weiter, dass sie im Moment bei Rieky Young prüft, welcher Typ Reiningpferd ihr liegt. Und sie fände es schön, bei den Weltreiterspielen in Kentucky in Dressur und Reining zu starten. “Ich weiss nicht, ob das möglich ist, aber es ist schön, ein neues Ziel zu haben – das motiviert mich immer sehr.”

Quelle: equi-news

9, Sep 2008

Einen goldenen Start lieferten die deutschen Dressurreiter mit Behinderung bei den paralympischen Reitwettbewerben in Hongkong ab.

Britta Näpel (Wonsheim) gewann mit Cherubin im Behinderungsgrad II in der Pflichtaufgabe die Goldmedaille. Mit 71,909 Prozent verwies die 42-Jährige die Kanadierin Lauren Barwick mit Maile auf die Silbermedaille (68,454 Prozent). Bronze ging an die Dänin Caroline Cecile Nielsen mit Rostorn´s Hatim-Tinn (68,182 Prozent).

“Nach dem nicht so gelungenen Abschneiden in der Mannschaftsprüfung hatte ich die nötige Wut im Bauch, um richtig anzugreifen”, so die glückliche Goldmedaillengewinnerin, die bereits bei den Paralympics 2004 in Athen mit der deutschen Mannschaft Silber gewonnen hatte.
“Britta und Cherubin sind heute um ihr Leben geritten”, kommentierte Equipechefin Britta Bando (Hamburg) den Golderfolg.

Einen sehr guten Einstand hatte Steffen Zeibig (Arnsdorf) mit Waldemar.

Der 31-Jährige, der erstmals bei den Paralympics an den Start ging, kam mit 66,091 Prozent auf Platz fünf. Pech hatte dagegen die dritte deutsche Reiterin Dr. Angelika Trabert (Dreieich). Die 40-Jährige, die in Hongkong an ihren vierten Paralympischen Spielen teilnimmt, ritt mit ihrer Stute Londria gerade ins Dressurviereck ein, als die gigantische Videowand im Stadion eingeschaltet wurde, was das mit acht Jahren noch relativ junge und unerfahrene Pferd mit deutlichen Irritationen quittierte. Mit 64,909 Prozent kam das Paar auf Platz acht.

Bereits bei den Olympischen Dressurwettbewerben der Regelsportler, die im Vormonat in Hongkong am gleichen Ort ausgetragen worden waren, hatte die Videowand bei einigen Pferden für unvorhergesehene Reaktionen gesorgt.

Im Mannschaftswettbewerb, dessen zweiter Teil am Dienstag abgeschlossen ist, rangiert das deutsche Team zur Zeit hinter dem Favoriten Großbritannien auf Platz zwei. Allerdings sind die Verfolger Norwegen, Dänemark und die Niederlande dem deutschen Team dicht auf den Fersen, da alle Mannschaften nur wenige Prozentpunkte trennen.

Weitere Informationen gibt es in Reitwelten unter Paralympics oder hier: www.equestrian2008.org, www.fei.org, www.dkthr.de

Quelle: FN Deutsche Reiterliche Vereinigung

2, Sep 2008

Bettina Belitz hat wieder einen sehr schönen Artikel für pferd-versichert geschrieben:

“Der Traumberuf Reitlehrer hat zahlreiche Facetten – und in den vergangenen Jahren hat sich der Dienstleistungsgedanke innerhalb dieses Tätigkeitsfeldes verstärkt. Gerade in ländlichen Gebieten halten etliche Pferdenarren ihre Vierbeiner bei sich zu Hause oder auf angrenzenden, gepachteten Weiden und befinden sich nicht selten weitab vom nächsten Reiterhof samt qualifizierten Unterrichtsstunden. Doch auch sie haben den Wunsch, regelmäßig an ihrem Können zu feilen. Was also tun – das Pferd zwei Mal pro Woche in den Hänger lotsen und kilometerweit fahren, um eine halbe Stunde Unterricht zu nehmen?

Mobile Reitlehrer haben sich auf diese Problematik spezialisiert: Wie ihr Name bereits verrät, lassen sie ihre Kunden nicht zu sich kommen, sondern fahren ihnen entgegen. Das bietet auch für sie selbst Vorteile: Sie benötigen für die Ausübung ihres Berufes nicht zwangsweise Schulpferde, Reithalle und Turnierplatz. Manche mobilen Reitlehrer sind dennoch bereit, ein eigenes Pferd mitzubringen, damit selbst blutige Anfänger erste Reitversuche starten können. Allerdings schlägt sich diese Variante dann auch im Preis nieder.

Zuverlässigkeit und pädagogisches Geschick sind unverzichtbar. Hier gehts weiter…