Kommentare (0)Die Ferien nahen und die Urlaubszeit beginnt. Die schlimmste Auswirkung ist wohl die, dass nun wieder vermehrt Tiere bei den Tierheimen abgegeben oder einfach irgendwo angebunden werden. Selbstverständlich kann man einen Urlaub auch so planen, dass man entweder mit dem Tier einige schöne Wochen verbringt oder es in guter Pflege weiß.
Einen Hund kann man heutzutage schon mit in den Urlaub nehmen. Dafür muss natürlich beachtet werden, wie sich die Rahmenbedingungen gestalten. Zum einen hängt das vom Urlaubsziel ab. Dürfen dort Hunde mitgenommen werden? Wenn es sich um ein Gebiet im Ausland handelt, so muss bedacht werden ob der Hund dort eine Einreisegenehmigung bekommt und ob alle notwendigen Impfungen vorliegen.
Zu dem ist es von Bedeutung, ob der Hund sich am Zielort wohlfühlen wird, denn nicht jeder Hund – abhängig von Alter und Rasse – ist für jedes Zielgebiet und jede Aktivität geeignet.
Bei einem Ausflug mit dem Hund ins Ausland bitte unbedingt vorher klären, ob bei der Hundehaftpflichtversicherung auch Versicherungsschutz im Ausland besteht!
Katzen sollten eigentlich nicht mit in den Urlaub genommen werden, da eine Autofahrt oder gar ein Flug keine Glückshormone, sondern puren Stress freisetzt. Wenn man allerdings jedes Jahr beispielsweise in das selbe (eignene) Häuschen an der Ostsee fährt und dort auch für wenigstens 2 Wochen bleibt, so könnte eine “reisetaugliche” Katze mitkommen. Prinzipiell wird sich der Stubentiger aber eher freuen, wenn eine liebe Nachbarin, Freundin oder ein “Katzen-Sitter” sich um ihn kümmert.
Bei allen anderen Tieren wie Fische, Hamster, Kaninchen und Reptilien versteht es sich wohl von allein, dass sie nicht mit in den Urlaub genommen werden sollten. Zum einen kann ein Aquarium schwer transportiert werden und zum anderen haben die Fische wenig von der frischen Seeluft
Kleintiere können in Tierpensionen für zum Beispiel 2,00 Euro in Pflege gegeben werden. Dies bietet sich auch bei Reptilien an, da diese nicht von Laien verpflegt werden können.
Niemand ist ein “Rabenfrauchen” oder Herrchen, wenn er die Tiere nicht mit nimmt. Je kleiner die Wesen sind, desto stressempfindlicher sind sie. Eine streichelnde Hand und eine regelmäßige Verpflegung sind in den Urlaubstagen das Wichtigste und in Zeiten von Tierpensionen auch ohne Nachbarschaftshilfe zu realisieren.
Schon wir Menschen jammern, wenn es wieder über 30 Grad sind. Aber wie leicht ist es, sich entweder einen Ventilator einzuschalten, im Auto die Klimaanlage aufzudrehen, sich in eine Eisdiele zu setzen oder einfach in den Pool zu hüpfen. Nur was ist mit den Haustieren? Die wenigsten von ihnen können sich ein kühles Wasser aus dem Kühlschrank holen
Es steht daher außer Frage, dass auch hier das Herrchen dafür verantwortlich ist, dass es Hund und Katze, Vogel, Kaninchen und der Maus gut geht und sie die Hitze bewältigen können.
Das größte Leid haben wohl meist die Hunde. Während Herrchen im Biergarten ein kühles Blondes zut Abkühlung trinkt, sitzt Bello im Auto und ringt nach Luft. Hunde haben nur die Möglichkeit, Feuchtigkeit über die Zunge und dem damit verbundenen Hecheln loszuwerden. Es gibt absolute Tabus, an welche sich jeder Hundehalter halten muss! Den Hund niemals bei so hohen Temperaturen im Auto sitzen lassen. Auch der vermeindliche kleine Fensterspalt zur Abkühlung und Frischluftversorgung hilft dem Hund kein bisschen, wenn im Auto schon 38Grad erreicht sind – und das geht schnell. Bei verschlossenen Türen und einem schwarzen Auto kann es binnen Minuten gefährlich heiß werden.
Sollte der Hund mal im Auto während eines Einkaufes warten müssen, so muss das Auto im Schatten geparkt werden. Am besten in einer gekühlten Tiefgarage oder unter hohen Bäumen. Wenn man hingegen ein Auto sieht, in dem der Hund schon an der Scheibe klebt und nach Luft ringt, so sollte man sofort die Polizei rufen.
Ansonsten gilt hier für alle Tiere: wenn schon der Mensch vor Hitze vergeht, so sollte man die Tiere nicht mehr stressen, als nötig. Viel frisches und gekühltes Wasser muss bereit stehen. Man kann zum Beispiel an die Trinknäpfe Kühlakkus aus der Apotheke kleben oder eine Flasche Leitungswasser im Kühlschrank aufbewahren. Das Futter – sofern es sich um Nassfutter handelt – sollte nicht den ganzen Tag in der Sonne rumstehen. Leicht führt dies zu Erkrankungen wie Erbrechen oder Durchfall.
Pferden kann man beispielsweise die Hitze erleichtern, in dem man die Beine mit einem Wasserschlauch kühlt. Wenn man langsam vorgeht und die Körpertemperatur langsam herunterkühlt, so kann man dem Pferd auch eine Ganzkörperdusche gönnen. Des Weiteren sind schattige Plätze Pflicht. Bäume oder ein Unterstand sind zwingend notwenig, damit das Pferd nicht der prallen Sonne ausgesetzt ist. Ebenso ist darauf zu achten, dass das Wasser nicht in der Sonne steht, da es sonst warm wird und sich Algen bilden.