Tier-kompakt

Beiträge und Tests rund um die lieben Vierbeiner

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4, Jan 2013

Silvester mit Tieren

Autor: tierkompakt

Silvester bedeutet für uns Menschen jedes Jahr Spaß und Unterhaltung. Die meisten Tiere verspüren an Silvester jedoch Angst, Panik und zum Teil auch Schmerzen.

Wie Tiere Silvester wahrnehmen
Bei vielen Tieren sind die Sinne wesentlich ausgeprägter als beim Menschen. Das gute Gehör sorgt dafür, dass sie eine mögliche Gefahr rechtzeitig erkennen und flüchten können. Hunde und Katzen können bei Feuerwerkskörpern (z. B. Kanonenschlägen, Heulern, Raketen) auch Schmerzen verspüren. Der Geruch von Schießpulver und verbranntem Papier weckt den Urinstinkt der Tiere, nämlich die Angst vor Feuer, und versetzt sie in Angst und Panik.

Die Geräusch- und Lichteffekte führen bei Kleintieren mit einem schnelleren Herzschlag (z. B. Wellensittiche, Hamster oder Kaninchen) manchmal sogar zum Tod. Die Tiere können so in Panik geraten, dass sie einem Herzschlag erliegen. Auch Pferde können in der Silvesternacht leicht in Panik geraten und versuchen, Hindernisse zu überspringen. Für Wildtiere bedeutet der Silvesterlärm ebenfalls Stress, da sie durch die plötzlich auftretenden und ungewohnten Geräusche in Panik versetzt werden und die Flucht ergreifen.

Vorsichtsmaßnahmen für Silvester
Die Lärmbelästigung ist in der Stadt wesentlich höher als auf dem Land. Wer nicht die Möglichkeit hat, Silvester auf das Land zu verbringen, sollte die Fenster geschlossen halten und den Käfig von Vögeln oder Kleintieren möglichst weit entfernt von den Fenstern aufstellen. Um die Lichteffekte der Feuerwerkskörper abzuschwächen, sollten die Gardinen oder Rollläden zugezogen und der Käfig abgedeckt werden.

Pferde sollten rechtzeitig im Stall untergebracht werden. Es sollte auch regelmäßig kontrolliert werden, dass keine Feuerwerkskörper in den Stall geworfen werden. Aus Rücksicht auf die Wildtiere sollte kein Feuerwerk an Waldrändern, Waldlichtungen oder in Parkanlagen entzündet werden.

Katzen und Hunde sollten in gewohnter Umgebung gehalten werden, um ihnen eine Rückzugsmöglichkeit zu bieten. Um die Atmosphäre zu entspannen, können auch Fernseher oder Radio eingeschaltet werden. Die Spaziergänge sollten eingeschränkt werden und nur an der Leine erfolgen, damit der Hund sich nicht losreißen kann. Freilaufende Katzen sollten rechtzeitig nach Hause geholt und über Nacht drinnen gehalten werden.

In Ausnahmefällen kann der Tierarzt auch wegen eines Beruhigungsmittels (z. B. Baldrian, Bachblüten) angesprochen werden.

So kann mit einfachen Maßnahmen Silvester auch für Tiere stressfreier verlaufen.

8, Feb 2010

Das Neuste aus dem Tasso Newsleter grenzt ehrlich an abartiges Verhalten:

“In der Silvesternacht haben Polizeibeamte mit ihrem Streifenwagen einen Hund auf der Autobahn A1 tot gefahren. Laut Aussage der Beamten, um Gefahr für die Allgemeinheit abzuwenden.

Den am Dienstfahrzeug entstandenen Schaden von 2.500,- Euro soll die Hunde-Halterin nun bezahlen. Der neunjährige Australian Shepard war – wahrscheinlich durch die Silvesterknallerei verschreckt – von zu Hause weggelaufen und auf die nahe gelegene Autobahn geraten. Die durch einen Notruf verständigte Polizei verfolgte den kreuz und quer über die Fahrbahnen laufenden Hund fast eine Stunde.

Der Hund war offensichtlich so verstört, dass er sich nicht anlocken ließ. Um weiteres Unheil zu verhindern, entschieden sich die Polizisten dafür, den Hund mit dem Auto zu überfahren, so das Landespolizeiamt Kiel.

Ein Schuss kam für die Beamten nicht in Frage; zu groß sei die Gefahr für alle Autofahrer gewesen.

Als wäre das noch nicht genug, legten die Beamten den leblosen Körper in ein Gebüsch am Fahrbahnrand. Auf die Frage, warum keine professionelle Hilfe geholt wurde, antworteten die Beamten, dass jede weitere zeitliche Verzögerung Menschenleben hätte kosten können. Philip McCreight, Leiter von TASSO ist entsetzt: “Es hätte bestimmt genug Möglichkeiten gegeben, den Fall zivilisiert zu beenden. Es ist ja nicht das erste Mal, dass ein Tier versehentlich auf die Autobahn gerät.”

Die Tat der Beamten hält er für unüberlegte Willkür. Gar kein Verständnis kann McCreight aber dafür aufbringen, dass die Beamten sich nach dem Vorfall nicht wenigstens um die Identifizierung des Hundes über TASSO gekümmert haben, sondern ihn einfach am Straßenrand liegen ließen.

TASSO e.V.
Frankfurter Str. 20 – 65795 Hattersheim – Germany
Telefon: +49 (0)6190 93 73 00 – Telefax: +49 (0)6190 93 74 00
Email: info@tasso.net – Website: www.tasso.net

Na hoffentlich hat die Hundehalterin eine Hundehaftpflicht, welche die Schäden erstattet.

5, Nov 2009

Großartige Neuigkeiten der WSPA! Heute wurde eine neue Kampagne bekannt gegeben: Die erfolgreiche und international bekannte Sängerin Leona Lewis setzt sich zusammen mit der WSPA Welttierschutzgesellschaft für den Tierschutz ein. Mehr Informationen dazu auf der WSPA-Webseite .

Schauen Sie sich das Video mit Leona an. Zeigen auch Sie, dass Ihnen Tiere am Herzen liegen und nehmen Sie an der Petition teil!

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Nachdem Sie Ihre „Hilfe absenden“ stehen Ihnen weitere Aktivitäten zur Verfügung: Fügen Sie die Kampagnen-Seite zu Ihren Twitter-, Facebook-, MySpace-, Bebo-Seiten hinzu / antworten Sie auf Leona‘s Video und holen Sie sich das Leona-Lewis-Widget auf Ihre Website.

Informieren Sie Ihre Freunde und Bekannte mit eCards über die Aktion!

11, Sep 2009

Aus dem TASSO-Newsletter vom 10.09.2009
 
 
“TASSO-Tipp: So erkennen Sie artgerechtes Tierfutter
 
Wie ernähre ich meinen Hund oder meine Katze möglichst gesund? Welches Futter ist artgerecht? Sollte man eher Trocken- oder Nassfutter bevorzugen?

Das Thema ist so vielfältig und facettenreich, dass sich jeder seine eigene Meinung bilden und ausprobieren muss, was dem Vierbeiner bekommt und was nicht. DIE richtige Ernährung gibt es nicht.

Aber mit möglichst naturbelassenem, sprich artgerechtem Futter wird man dem Ziel in der Regel recht nah kommen. Barfen oder Rohfütterung, was der Natur am nächsten käme, ist meist nicht ganz einfach und bedarf einiger Erfahrung in der Zusammenstellung der richtigen Bestandteile im optimalen Verhältnis.

Wer sein Tier gut ernähren will und dabei ungern mit rohem Fleisch umgeht, sollte bei der Dose auf die vom Hersteller empfohlene Fütterungsempfehlung achten. Diese sagt als einziges Indiz indirekt aus, wie wertvoll der Inhalt ist. Als Beispiel: Ist die Fütterungsempfehlung für einen 24 Kilo schweren Hund bei einem beliebigen Hersteller A mit 400 Gramm pro Tag angegeben, und bei einem anderen Hersteller B zum Beispiel mit der doppelten Menge, liegt das daran, dass der Gesetzgeber in Deutschland eine Mindestmenge an Vitaminen, Mineralstoffen, Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen im Tierfutter vorschreibt.

Je nach Qualität des Futters muss man als Tierhalter eventuell doppelt so viel füttern, um seinem Tier die notwendigen Nahrungsbestandteile in ausreichender Menge zuzuführen. Ein Vergleich lohnt also. Und oft wird das teurere Futter durch die geringere Fütterungsempfehlung im Endeffekt günstiger sein.

REICO, der neue Tierschutzpartner von TASSO setzt seit Jahren auf gesundes Tierfutter. Dazu der Geschäftsführer Konrad Reiber: “Würde sich ein Hund oder eine Katze in der Natur ernähren müssen, so würde der Fleischanteil in der Nahrung bei bis zu 70 Prozent liegen. Diese Natur steckt mit dem hohen Fleischanteil von 70 Prozent in jeder REICO-Dose.”

TASSO e.V.     Frankfurter Str. 20 – 65795 Hattersheim – Germany
Telefon: +49 (0)6190 93 73 00 – Telefax: +49 (0)6190 93 74 00

 

23, Feb 2009

Aus dem TASSO e.V. Newsletter: 
 
“Das Land Hessen hat die Gefahrenabwehrverordnung über das Halten und Führen von Hunden (HundeVo) zum Jahresbeginn geändert. Die wichtigsten Änderungen betreffen die so genannte Rasseliste, in der als gefährlich eingestufte Hunde aufgelistet sind. Neu aufgenommen in der Liste ist die Rasse Rottweiler. Rottweiler und Rottweiler-Mischlinge sind somit ab Jahresbeginn als gefährliche Hunde eingestuft.

 Nach der neuen Verordnung dürfen Rottweiler, die nach dem 30.12.2008 geboren wurden, nur noch mit Erlaubnis des zuständigen Ordnungsamtes gehalten und geführt werden. Der Besitzer muss nachweisen können, dass er genügend Sachkunde hat, um ein solches Tier zu halten. Außerdem muss der Hund eine Wesensprüfung ablegen. Je nach Gemeinde muss das Tier zusätzlich einen elektronischen Chip tragen, mit dem es eindeutig zu identifizieren ist. Hundebesitzer, die Rottweiler und Rottweiler-Mischlinge bereits vor dem 30. Dezember 2008 gehalten haben, müssen dies der zuständigen Ordnungsbehörde schriftlich bis spätestens 30. Juni 2009 anzeigen.

 Die hessische Hundeverordnung listet zehn Rassen als “vermutlich gefährlich” auf. Das sind Pitbull-Terrier, Staffordshire-Terrier, Staffordshire-Bullterrier, Bullterrier, American Bulldog, Dogo Argentino, Fila Brasileiro, Kangal, Kaukasischer Owtscharka und Rottweiler. Aus der Liste fielen Mastiff und Mastino Napoletano.”
 
TASSO e.V.
Frankfurter Str. 20   65795 Hattersheim Germany
 Telefon: +49 (0) 6190.937300  Telefax: +49 (0) 6190.937400
eMail: newsletter@tasso.net  HomePage: www.tasso.net
 
 

19, Nov 2008

Hier die neusten – und unfassbaren – News aus dem aktuellen Prozess von Christine Wels aus Plön: 

Dank einem Kommentar von Sören, hier der Artikel aus der shz.de 

“Die Pferdequälerin: Polizeischutz vor Gericht

Sie kannte kein Erbarmen, ihre Pferde stöhnten und bluteten. Immer wieder Brach sie den Willen der Tiere mit brutalen Methoden. Zum Auftakt des Prozesses mussten nun Polizisten Reiterin Christine W. schützen.

Die Angeklagte Christine Simone-Anke Auguste W. (60) mit ihren Anwälten Andreas Schulz (li.) und Oliver Wallasch (re). Foto: dpa
Die Polizei ist mit acht Mannschaftswagen angerückt. Beamte einer Einsatzhundertschaft sichern alle Eingänge des Kieler Landgerichts. Die Angeklagte hat Morddrohungen erhalten. Dressurreiterin Christine W. (60) soll Pferde erbarmungslos traktiert und gequält haben. Im Internet kann sie nun lesen, dass man ihr die Zähne mit einer Zange herausreißen würde, sollte man ihr begegnen.

Justizbeamte durchsuchen alle Zuschauer, die dem Prozess in Saal 232 beiwohnen wollen. Mit Metalldetektoren wie am Flughafen. Das Gesicht von Christine Simone-Anke Auguste W., so ihr vollständiger Name, wirkt verbittert, angespannt und müde, sie wird zu den Vorwürfen schweigen.

“Sie schlug unaufhörlich auf das Pferd ein”

Die ehemalige Weltcup-Teilnehmerin ist angeklagt, von September 2006 bis Juni 2007 in Norderstedt (Kreis Segeberg) und Halstenbek (Kreis Pinneberg) in 15 Fällen Pferden aus Rohheit erhebliche Schmerzen zugefügt zu haben. “Sie schlug unaufhörlich auf das Pferd ein, riss am Zügel, so dass das Tier Verletzungen im Maul erlitt und an den Flanken dicke Striemen hatte”, sagt der Staatsanwalt über das Leiden der Fuchsstute “Wolke”. Von einer anderen Reiterin angesprochen, habe Christine W. geantwortet: “Was wollen Sie eigentlich, das Pferd blutet ja gar nicht.” Auch mit der Gerte habe die Angeklagte immer wieder zugeschlagen, Pferde durch harte Tritte mit Sporen misshandelt und ihnen die Köpfe mit Ausbindezügeln qualvoll tief gegen die Brust gedrückt.

Es gibt einen Beweis dafür, wie Christine W. mit den ihr anvertrauten Pferden umging – einen Videofilm. Die Verteidiger würden gerne verhindern, dass er gezeigt wird: “Wenn wir diese Bilder sehen, brennen sie sich ein”, erklärt Rechtsanwalt Oliver Wallasch. “Das kann man nicht mehr wegwischen.”

Christine W. missachte alle ethischen Grundsätze

Das ist wahr. Was in dem Dressurviereck des Reiterhofes Immenhorst in Norderstedt heimlich gefilmt wurde, lässt die Zuschauer im Gerichtssaal verstummen. Rund vierzig Minuten wehrt sich die braune Fuchsstute “Wolke” verzweifelt gegen Schläge, Sporentritte und ruckartiges Reißen am Zügel – dreht sich im Kreis, bockt, bäumt sich auf, stöhnt, schweißnass und in Panik. Ihre Reiterin, Christine W., macht ungerührt weiter und gönnt dem Tier nur zum Telefonieren vom Sattel aus eine kurze Pause.

“Das Pferd will sie loswerden”, kommentiert Reiterin Anita Friske (21) aus Groß Nordsee die Bilder. “Die Bewegungen des Schweifes zeigen, wie groß Angst und Schmerzen dieses Tieres sind. Das ist kein Training, ich weiß gar nicht, was das soll.” Dieter Stut, Geschäftsführer der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, meint: “Das Pferd wird nur gequält nach dem Motto: Dich werde ich schon kleinkriegen.” Christine W. missachte alle ethischen Grundsätze des Pferdesports und der Turniersportbedingungen, verstoße gegen das Tierschutzgesetz.

Trotz Berufsverbots quälte sie weiter

Das Video ist im Mai 2007 enstanden. Zu dieser Zeit war Christine W. wegen der Misshandlung von Pferden bereits rechtskräftig mit einem Berufsverbot belegt. Auch dieser Verstoß wird nun verhandelt. Ihre Einnahmen aus dem betreffenden Zeitraum, 23.000 Euro, hat der Staat eingezogen. Im September 2007 folgte eine Verurteilung wegen Tierquälerei durch das Amtsgericht Plön. Christine W. ging nach Dänemark. Und auch dort wurde sie bei der Misshandlung von Pferden gefilmt.

“Frau W. hat eine gefühllose, das Leiden der Tiere missachtende Gesinnung”, sagt der Staatsanwalt. Der Prozess wird Donnerstag fortgesetzt. In sieben Verhandlungstagen sollen zehn Zeugen und zwei Gutachter gehört werden.”
 

17, Nov 2008

Morgen (18.11.2008)  ist es soweit, der Prozess gegen die Pferdequälerin Christine W. geht in die nächste Runde. Der Prozess ist auf sieben Verhandlungstage angesetzt. Dieser Prozess kann und wird hoffentlich bahnbrechend für die Reiterei und deren Ausbildungsmethoden werden.

Es folgt ein wirklich gelungener Artikel aus der BILD, und wen der Verlauf des Prozesses interessiert, der findet HIER die Infos.

“Am Dienstag beginnt in Kiel der Prozess gegen die bekannte Pferdetrainerin Christine W. (Foto, oben, 60). Sie ist angeklagt, in 15 Fällen ihre Tiere bei der Dressur gequält zu haben. Das Urteil könnte die Ausbildungsmethoden im gesamten Pferdesport verändern

Die Fuchsstute Wolke hat keine Chance. Die Reiterin auf ihrem Rücken schlägt immer wieder mit der Peitsche zu, stößt ihr die spitzen Rädchensporen mit aller Kraft in den Bauch. Wolke kann den Kopf kaum bewegen, das eng gebundene Zaumzeug nimmt ihr jegliche Bewegungsfreiheit. Aus Verzweiflung schlägt die Stute aus. Die Reiterin setzt zur harten „Ruckparade“ an, reißt so den Kopf des Pferdes herum. Nach etwa 60 Minuten Martyrium hat Wolke offene Wunden an den Flanken und dicke Striemen am Köper, ihr Maul ist verletzt, der ganze Leib schaumnass.
Die Reiterin, die Wolke so zugeritten haben soll, wird später behaupten, dass ihr Verhalten „mit Tierquälerei nichts zu tun hat“. Und: „Natürlich habe ich eine strenge Hand, aber manche selbstbewussten Pferde brauchen das, damit sie den Reiter als Alphatier akzeptieren.“ Die Frau, die diese Meinung vertritt, ist die ehemalige Dressur-Weltcup-Reiterin und Pferdeausbilderin Christine W. (60) aus Norderstedt bei Hamburg. In der Dressurszene keine Unbekannte. Die gebürtige Rostockerin hat einige Pferde geschliffen, die später bei den Olympischen Spielen antraten. Viele Nachwuchspferde, die sie ausbildete, konnten gewinnbringend verkauft werden.

Dennoch gelten die rauen Methoden der Christine W. seit Langem als umstritten, riefen immer wieder Tierschützer auf den Plan. Jetzt mit weitreichenden Konsequenzen: Am Dienstag beginnt vor der Großen Strafkammer des Landgerichts Kiel der Prozess gegen Christine W. Die Dressurlehrerin ist angeklagt, in 15 Fällen, darunter auch dem eingangs geschilderten Vorfall mit Fuchsstute Wolke, einem Wirbeltier aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden zugefügt zu haben.

Für den Prozess werden erhöhte Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Viel wütende Tierschützer haben sich angekündigt, außerdem kursieren im Internet wüste Beschimpfungen und Morddrohungen gegen die Angeklagte.

Doch in dem Verfahren wird es nicht nur um eine mögliche Strafe für Christine W. gehen. Experten der Szene interessiert vor allem folgende Frage, die nun erstmals per Gericht zu entscheiden ist: Was darf man Pferden antun, um sie für internationale Wettkämpfe konkurrenzfähig an den Start zu bringen? Oder: Wo hört Tiertraining auf und fängt Tierquälerei an?

Fakt ist: Christine W. fiel in der Vergangenheit mehrfach wegen ihrer umstrittenen Trainingsmethoden auf. Der Prozess in Kiel ist bereits das zweite Verfahren gegen sie. Die Pferdetrainerin hat seit 2007 Berufsverbot, dennoch machte sie weiter. Nicht in Deutschland, aber in Dänemark. Dort spürten Journalisten und Tierschützer sie vor wenigen Monaten auf, filmten Christine W. heimlich bei ihrer Arbeit.

Dort entstanden auch die Fotos, die BILD am SONNTAG auf dieser Seite zeigt. Es sind Bilder aus dem Stall der weinenden Pferde. Sie zeigen verängstigte Tiere mit vom Schrecken geweiteten Augen, mit blutenden Wunden. Wie es zu diesen Fotos kam, kann sich Christine W. nicht erklären, sie hält die Aufnahmen für „kein authentisches Bildmaterial“, sondern für eine bewusste Fälschung.

Auch wenn diese Aufnahmen in Dänemark im erneuten Prozess gegen Christine W. keine Rolle spielen und die Dänen auch nach Aussage der Angeklagten nicht gegen sie ermitteln, ist eines deutlich zu erkennen: Den Pferden auf den Fotos geht es nicht gut. Vermutlich spüren sie sogar starke Schmerzen, auch wenn keine Tränen fließen.

Für den Verteidiger von Christine W. ist die Frage des Schmerzempfindens von Pferden ebenfalls im Prozess dringend zu klären. „Wie ist Schmerz in einem Strafverfahren beweisbar?“, fragt Anwalt Andreas Schulz aus Berlin. Für ihn handelt es sich um eine Grundsatzentscheidung: „Der Fall steht auch stellvertretend für die Frage, ob und in welchem Umfang professioneller Dressursport in Deutschland per Gesetz noch erlaubt ist.“

Spüren Pferde Schmerzen wie wir Menschen?„Ja“, sagt Dr. Werner Josef Meuser (44), Tierarzt und Spezialist für Schmerzerkennung bei Pferden. „Die Schmerzempfindungen sind auf jeden Fall ähnlich.“ Die Struktur des zentralen Nervensystems sei bei Pferd und Mensch gleich. Auch Schmerzmittel würden wie bei Menschen wirken. Meuser: „Wenn Pferden etwas weh tut, können sie stöhnen, die Oberlippe nach oben rollen, die Nüstern blähen und eine bis zu fünffach erhöhte Herzfrequenz haben – je nach Intensität des Schmerzes.“

In dem Kieler Prozess werden sich nun also die Gutachter darüber verständigen, ob die Trainingsmethoden der Christine W. für die Pferde zumutbar sind oder nicht. Dazu gehören laut Zeugenaussagen Schläge mit der Peitsche, der heftige Einsatz von Sporen, die enge Kandare. So sollen die ständig misshandelten Pferde bereits vor dem Reiten mit Schaumbildung im Maul und Durchfall reagiert haben. Ein von der Staatsanwaltschaft beauftragter Gutacher stellte dazu fest: „Diese ständigen beschriebenen Strafmaßnahmen sind ohne Zweck und ohne Sinn. Sie haben keinerlei Ausbildungsbedeutung für das Pferd.“

Christine W. sieht das anders: „Natürlich nehme ich Pferde konsequent ran, aber das gehört zu einer guten und professionellen Ausbildung nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt dazu.“ Christine W. fühlt sich durch den von ihr beauftragten Gutachter Klaus Hasselfeldt bestätigt. Er kommt zu dem Schluss, „dass weder Haltung noch die Pflege der beurteilten Pferde Anlass zu tierquälerischen Handlungen gab“. Der Experte räumt jedoch ein, dass ihre Ausbildungsmethoden teilweise „außerhalb der Norm“ lägen.

Dazu gehört laut Anklage auch, dass das Pferd Willi während einer Trainingseinheit so sehr mit Sporen-Tritten traktiert worden sein soll, dass sein Brustkorb blutverschmiert war. Christine W. sieht sich als Spezialistin für schwierige Fälle: „Ich habe vielfach Pferde von Kunden zur Korrektur bekommen, weil ihre Pferde für sie nicht reitbar waren und so eine Gefährdung für Pferd und Reiter darstellten.“´

Der Sachverständige der Staatsanwaltschaft kann solche Methoden nicht nachvollziehen. Sollte dieses Prozedere üblich sein, „dann müsse der Dressursport und die Ausbildung von Pferden verboten werden“.

Eine Meinung, die sogar Christine W. vertritt: „Ich bin nicht das schwarze Schaf des Dressursports, alle anderen Leistungsträger arbeiten wie ich“, sagt sie zu BILD am SONNTAG. Die Angeklagte ist sich sicher: „Die reiterliche Ausbildung war auch immer so und wird es bleiben. Es sei denn, ein höchstrichterliches Urteil in Deutschland würde die professionelle Dressurausbildung letztendlich als tierschutzwidrig verbieten.“

Auf sieben Verhandlungstage ist das Verfahren in Kiel angesetzt. Zehn Zeugen und zwei Sachverständige sind geladen. Im Fall einer Verurteilung drohen Christine W. bis zu drei Jahren Haft oder eine Geldstrafe. Wenn es nach Christine W. ginge, wäre eine Zukunft ohne ihre Tiere eine der höchsten Strafen: „Meine Pferde lieben mich“, sagt sie, „und ich liebe meine Pferde.“

Bild.de

24, Okt 2008

Kriminelle, skrupellose Besitzer hetzen ihre Hengste in blutigen Kämpfen aufeinander. Eigentlich sind derartige Wettkämpfe schon seit 10 Jahren verboten. Doch die örtliche Polizei unternimmt nichts.

Hunderte Zuschauer schließen Wetten auf ihre Favoriten ab, setzen Tausende Dollar. Nicht selten enden die Kämpfe erst, wenn eines der Tiere tot ist.

Bis zu 100 Pferde sterben hier pro Jahr – obwohl die barbarische Tradition offiziell verboten ist.

Tierschützer protestieren: „Es ist wie im Mittelalter. Viele Pferde werden so schwer am Kopf getroffen, dass ihnen die Augen ausfallen!“

Video: http://de.news.yahoo.com/31/20081022/video/vpl-grausam-pferd

außerdem – die reise zu diesem fragwürdigen spektakel wird hier sogar noch mehr oder weniger “empfohlen”:

“Zwei Pferde beim Pferdekampf vor anfeuerenden Zuschauern während des Helubong Festivals in Lake Sebu, South Cotabato. Das Helubong Festival ist ein jährliches Fest der Kultur und Künste der T’boli Menschen. Pferdekämpfe gehört zu den traditionellen Sportarten des Festes.

In einigen Dörfern auf Mindanao, schwer erreichbar und weit abgeschieden von der Zivilisation kann man heute noch Pferdekämpfe sehen. Wen es interessiert und sich die abenteuerliche Mühe auf sich nehmen will kann über schlechte Wege diese Orte auch heute noch besuchen. Die Leute werden erstaunt sein, dass ein Tourist ihr abgelegenes Bergdorf gefunden hat. Viele Kinder werden hier zum erstenmal einen Weissen zu Gesicht bekommen.”

http://aktuelle-info.philippinen-reisen.com/?p=761

21, Okt 2008

Heute (21.10.2008) erschien die aktuelle Ausgabe der Reitsportzeitschrift “St. Georg” und wieder ist ein großer Artikel zur Pferdequälerin Christine W. aus Plön darin enthalten.

Der Text trägt schon den schrecklichen Titel: der Horror geht weiter.

Zum Hintergrund dieser furchtbaren Tierquälerei sind hier schon folgende Artikel verfasst – der erste Artikel ist bereits ein Jahr alt. So lange treibt diese Frau schin ihr Unwesen:

1. Prozess gegen Pferdetrainerin wegen brutaler Trainingsmethoden
2. Tierquälerin Christine W. vor Gericht
3. Das Urteil im Fall christine W. aus Plön
4. Grauenhafte Details aus der Anklageschrift – Christine W./ Plön
5. Neues von Christine W. aus Plön
6. Tierquälerin Christine W.: FN reagiert

Am schlimmsten erscheinen mir immer wieder Passagen wie: “Ist mir egal, ob der verreckt” waren ihre Worte – wie Recht sie hatte, denn wenig später verendete Wimbledon wirklich.

Zurück zur Gegenwart: in der St. Georg wird aufgezeigt, dass Christine W. weiter die Pferde verprügelt, die ihr zur Verfügung gestellt werden. Es ist fraglich, warum noch immer Menschen ihr Pferd bei Christine W. in Beritt geben. Vielleicht, weil sie nicht selbst in der Lage sind, 470 mal auf das Pferd einzuschlagen – und das in 30 Minuten?!

Diese abartige Zahl wurde nun gemessen, als Christine W. mit einer versteckten Kamera bei der “Ausbildung” eines Pferdes gefilmt wurde. 470 Schäge in 30 Minuten. Es folgten 239 Schläge in 11 Minuten. Das Pferd läuft eng ausgebunden auf engstem Kreisbogen an der Longe.

Da die deutsche “Rechtssprechtung” Frau W. nur ein gewerbliches Umgangsverbot mit Pferden auferlegt hatte, ist die ehemalige Weltcup-Finalistin immer wieder umgezogen und hat sich nun in Dänemark niedergelassen. In einem Reitstall nördlich von Flensburg bildet Christine W. weiter Pferde aus – dabei gehen sogar die Banden der Reithalle zu Bruch.

Jeden Tag fährt Frau W. die 200km von Norderstedt hinter die dänische Grenze. Was sie hinterlässt sind kaputte Maulwinkel, Vernarbungen an den Pferdebeinen, Spuren der Ausbinder und aufgeplatzte Haut, blutende Wunden.

Die Besitzer der Reitanlage wollen das Elend endlich stoppen und Frau W. zur Anklage bringen. Inga H. und Besitzering Maja A. gehen aufs Ganze und wollten Christine W. bei der “Arbeit” filmen. In einem Kanister wird eine Kamera versteckt, die die Bilder der Pferdequälerei aufzeichnet. Diese Bilder wurden in den ersten beiden Oktoberwochen ausgestrahlt – nun ist die Kamera verschwunden, da ein Pferd an der Longe von Christine W. auf den Kanister sprang.

Dennoch reichen die Bilder der verletzten Tiere aus, um den Amtstierarzt, die Polizei und Tierschützer zu mobilisieren, die auf den Hof kommen. Tierschützer Ole Caspersen zeigt Frau W. an und auch die deutsche reiterliche Vereinigung erstattet Anzeige.

Die Pferdebesitzer, die ihre Tiere von Frau W. “ausbilden” lassen, nehmen diese auch noch in Schutz und flüchten wieder nach Deutschland..

Nur leider scheinen die dänischen Polizeibeamten nicht den Eindruck zu erwecken, als dass sie mit viel Elan bei der Sache sind. Am 18. November wird sich Christine W. jedoch vor der großen Strafkammer des Langerichtes Kiel verantworten müssen – Tierquälerei in 15 Fällen. Hierbei geht es nur um die Fälle aus 2007 in Norderstedt.

Es bleibt zu hoffen, dass diese Frau nun endlich aus dem Verkehr gezogen wird.

10, Okt 2008

“Der scharf geschliffene Degen flog dem Stierkämpfer im goldbestickten Anzug im hohen Bogen aus der Hand. Ein Aufschrei ging durch die Arena von Valencia, als ein wütender Stier den Jung-Torero Pedro Marin mit einem Hornstoß in den Sand warf.
Der junge Kampfstier war vorher mit langen Widerhaken gequält worden, die ihm „Banderilleros” in den Nacken bohrten, um ihn zu reizen. Blut lief über das glänzende schwarze Fell.

Nach der Attacke bleibt Pedro am Boden und muss anschließend von Kollegen aus der Arena von Valencia getragen werden.
Pedro Marin, ein 21-jähriger „Novillero” (Stierkämpfer-Lehrling), wollte vor den begeisterten Fans seinen Mut beweisen: Er drehte sich mit dem roten Tuch, der Muleta, vor der Schnauze des schnaubenden Stiers – zu dicht!

Blitzschnell bohrte der von Schmerz geplagte „Toro” (Stier) das spitze Horn 35 Zentimeter tief ins Gesäß des jungen Spaniers und zerfetzte seine Oberschenkelvene.
„Das blutende Tier hat sich gerächt, als es den Torero mit dem Degen sah”, meinte ein ausländischer Zuschauer nach dem Vorfall.

Helfer drängten den Stier ab und trugen Pedro Marin in die Sanitätsstation der Arena.
Nach einer Notoperation an Ort und Stelle wurde er ins Generalhospital in Valencia gebracht. Er bekam Bluttransfusionen, liegt er auf der Intensivstation – es besteht Lebensgefahr!
Der 21-Jährige träumte davon, später als Matador in den größten Arenen Spaniens aufzutreten – für Gagen von 50 000 Euro, die für berühmte Stierkämpfer gezahlt werden.

In der Madrider Stierkämpfer-Schule werden pro Jahr rund hundert Schüler für eine vierjährige Ausbildung zum Torero aufgenommen.
Doch immer mehr Menschen im modernen Spanien wenden sich gegen die uralte Tradition dieses Kampfes Mann gegen Stier (die erste Arena wurde 1749 gebaut).
72 Prozent der Teilnehmer an einer Gallup-Umfrage zeigten kein Interesse mehr am Stierkampf. Seit 2007 überträgt das öffentlich-rechtliche Fernsehen keine Stierkämpfe mehr im Vorabendprogramm.

Katalonien will das grausame Gemetzel sogar verbieten lassen.

Vorauszusehen ist, dass Spanien irgendwann in Zukunft die „portugiesischen Corridas” einführen wird – in Portugal werden die besiegten Stiere am Leben gelassen und zur Zucht eingesetzt.”

Quelle