Tier-kompakt

Beiträge und Tests rund um die lieben Vierbeiner

Das Chippen von Hunden und Katzen



Was soll man tun, wenn die Katze oder der Hund entlaufen ist? Den Besitzern der Tiere fällt es oft schwer, den Vierbeiner wieder ausfindig zu machen. Damit jeder, der das Tier findet und es seinem Herrchen zurückgeben möchte auch eine realistische Chance auf Erfolg hat, wurde schon vor langer Zeit die Kennzeichnung von Tieren eingeführt.

Hunde wurden mit einer Tattoonummer versehen. Dies ist nach dem neuen Tierschutzgesetz jedoch bei Welpen ab dem 2. Lebensmonat nur noch unter Vollnarkose gestattet.

Die Alternative bietet der Chip. Mit diesem Mini-Transponder erschließen sich viele Vorteile gegenüber der Tätowierung: die Nummer ist fälschungssicher, schmerzfrei und schnell eingesetzt. Er ist ein lebenlang haltbar, fehlerfrei und sehr schnell abzulesen. Dieser Chip enthält eine 15-stellige Identifikationsnummer, die mit einem entsprechenden Lesegerät ausgelesen werden kann.

Um seinen Hund oder seine Katze chippen zu lassen, wird vom Tierarzt ein Transponder der so groß ist wie ein Reiskorn unter die Haut der linken Schulterpartie eingesetzt. Der Vorgang gleicht einer Impfung, da der Chip mit einer feinen Kanüle unter die Haut gesetzt wird.

Sitzt der Transponder nun unter der Haut, so ist er vollkommen passiv. Er sendet erst dann Strahlen aus, wenn man mit einem Lesegerät über der Haut die Identifikationsnummer auslesen möchte.  

Natürlich können auch fast alle anderen Haustiere wie Pferd, Papagei, Hase, Kaninchen und kleine Nagetiere einen Chip bekommen. Aber auch Reptilien (z. B. Schildkröte, Schlangen, Echsen), Amphibien und Fische werden elektronisch gekennzeichnet.

Die Kosten des Chippens liegen bei 50 – 60 Euro. Diese einmalige Ausgabe sollte der verantwortungsbewusste Tierhalter aufbringen. Es bleibt natürlich die Frage, warum das Tier gechippt werden soll:

– Da jährlich circa 300.000 Hunde und Katzen entlaufen, ist der Chip die beste Hilfe beim Verlust des Tieres. Wird es gefunden, so kann es eindeutig identifiziert werden und der Besitzer ausfindig gemacht werden.

– Auch der Diebstahl von Tieren nimmt leider immer mehr zu. Mit Hilfe des Chips können Hunde, Pferde oder Katzen fälschungssicher vom Eigentümer gekennzeichnet werden. Man stelle sich also eine Ankaufsuntersuchung bei einem dubiosen Pferdehändler vor, dessen Pferd plötzlich einen fremden Chip aufweist.

– Auf Reisen im Ausland kann einem Tierhalter an der Landesgrenze auch mal eine Kennzeichnungspflicht begegnen. In Norwegen und Schweden ist es beispielsweise bereits Pflicht, dass das Tier einen Transponder trägt.

– Persönlichkeit: Der Chip bietet die Möglichkeit, dem Tier Dokumente wie Abstammungsnachweise, Prüfungsbelege, Turniererfolge, Impfpass usw. eindeutig zu der 15-stelligen Identifikatiosnummer zuzuordnen. Damit wird ein Verwechseln ausgeschlossen.

In der Katzenkrankenvollversicherung übernimmt die Versicherung auch einen Teil der Kosten des Chippens.

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