Tier-kompakt

Beiträge und Tests rund um die lieben Vierbeiner

Archiv für August, 2007

28, Aug 2007

Nicht nur Welt Online berichtete am Wochenende über den Protest gegen die geplante Auflösung der Berliner Reiterstaffel der Polizei. 50 Bundespolizisten hatten am Freitag in ihrer Freizeit am Brandenburger Tor demonstriert, da das Bundesinnenministerium angekündigt hatte, aus Kostengründen keine weiteren Pferde mehr anzuschaffen. DieReiterstaffel hat derzeit 28 Pferde, welche im Jahr stolze 5 Millionen Euro an Kosten verursachen.

Die Gewerkschaft der Polizei relativiert diese Zahl jedoch in dem sie anführen, dass die Bezüge der Beamten wohl kaum mit in den Kostentopf der Pferde fallen können.  Sollte die Reiterstaffel jedoch wirklich aufgelöst werden, so sind die Arbeitsplätze der Pferdepfleger und Hufschmiede bedroht.

Ebenso sammeln die betroffenen Polizisten nun Unterschriften und wollen in den nächsten Wochen 10.000 Protest-Unterschriften einreichen.

22, Aug 2007

Normaler Weise wird über Tierquälerei nicht offen gesprochen oder sogar offenherzig ausgelebt. Anders scheint es bei einigen Reitern zu sein. Immer wieder geraten die Schlagworte Rollkur oder neudeutsch Hyperflexion genannt, in die Schlagzeilen der gängigen Reitsportzeitschriften.

Letztlich handelt es sich hierbei um eine gezielte Überdehnung des Halses, welche als Trainingsmethode gilt. Sie soll vom Profi kurzzeitig in der Ausbildung des Pferdes dazu eingesetzt werden, um einen Grad von Längsbiegung im mittleren Halsbereich zu erreichen. Soviel zur Theorie. Die Praxis hat uns der Pferdeschänderskandal von Christine W. gerade gezeigt: tier-kompakt hat berichtet.

Die große Diskussion um das Thema Rollkur begann im August 2005, als die Fachzeitschrift “St. Georg” die Trainigslehre in die Kritik nahm. Olympiasiegerin Nicole Uphoff propagierte für diese Trainingsmethode, gleichzeitig wuchsen die Stimmen, die eine Rollkur als Tierquälerei bezeichnen. Daraufhin kam es im Januar 2006 durch die FEI zu einer Expertenanhörung in der festgestellt wurde, dass eine Hyperflexion welche vom Profi eingesetzt wird, nicht für das Pferd schädlich ist.

Dass dabei alle Sehnen des Pferdes überdehnt werden, die Zügel als Waffe genutzt werden, das scheint dabei keinen zu interessieren. In manchen Momenten sagen Bilder mehr als Worte:

rollkur.jpg

Image and video hosting by TinyPic

Bild 1: www.sustainabledressage.com

Bild 2: www.rhonealpes.dressage.free.fr

20, Aug 2007

Hier gibts zusätzlich die neusten Infos zur Christine W.,  22.02.2008 

Hier auch das aktuelle Urteil vom 26.11.2008
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Schlimm waren die Fotos, die eine Reiterzeitschrift von Christine W. veröffentlicht hat. Das Pferd mit Schlaufzügeln zusammengezogen, die Gerte dafür missbraucht um dem Tier auf den Kopf zu schlagen. In den Augen des Pferdes war schon der weiße Rand zu erkennen, der letztlich nur die Panik und den Schmerz widerspiegelte. Mit letzter Kraft versuchte die Stute zu steigen, aber ein fest angezogener Schlaufi macht das schwer möglich…

Nun ist es endlich soweit, und der Tierquälerin Christine W. wird der Prozess gemacht. Auf Animal Health Online ist folgende Pressemitteilung veröffentlicht:

“Kiel / Plön (aho) – Der von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung
hochdekorierten Pferdtrainerin Christine W. (59) wird jetzt
vor dem Plöner Amtsgericht der Prozess gemacht. Die Anschuldigungen
sind erheblich und von Brutalität kaum zu überbieten. Die Anklage
spricht von scharfen Sporen, die den Pferden rücksichtslos in die
Flanken gerammt wurden, Gertenhieben auf Körper und Kopf,
Sporenstichen rund um die Augen der Pferde. Wie die Kieler
Nachrichten in einem Bericht über den ersten Verhandlungstag
berichten, arbeite die Trainerin bis zum Spätsommer 2006 auf einem
Gut im Kreis Plön. Angezeigt wurde sie durch andere Bewohner des
Gutes, die wie zwei Tierpflegerinnen, eine Beiköchin, ein Gärtner als
Zeugen der Anklage auftreten.

Der Bericht der Kieler Nachrichten lässt den Leser erschaudern: Eine
Stute soll die Tainerin mit Peitschenhieben auch auf den Kopf
traktiert haben, dass ein Ohr einriss. Am ganzen Körper soll das
Pferd Beulen gehabt haben. Dem Fuchs „Wimbledon“ soll es noch
schlimmer ergangen sein. Laut Anklage wurde er an einem Tag vier
Stunden übel zugerichtet: Extrem ausgebunden – den Kopf mit
Schlaufzügeln fast auf die Brust gezogen – soll seine Reiterin ihm
äußerst brutal scharf gezackte Sporen gegeben haben. Schließlich soll
sie ihn in einer Ecke fixiert haben. Eine Pferdepflegerin sollte ihn
auf Anweisung von unten mit der Peitsche schlagen, heißt es in der
Anklage. „Dieses Schwein will sich nicht biegen, der ist selber
schuld“, hat die Trainerin nach den Worten der jungen Frau die Tortur
begründet. „Den werde ich heute noch knacken.“ Sie berichtet, die
Misshandlungen hätten sich am nächsten Tag fortgesetzt, als das Tier
schon lahmte. Der in der folgenden Nacht in die Tierklinik
eingelieferte „Wimbledon“ habe direkt nach dem Training aus dem Maul
geblutet und sei an den Flanken verletzt gewesen, trägt sie vor.

„So ähnliche Behandlungen bekamen alle Pferde, das war ganz normal.
Die Tiere wussten auf dem Platz und in der Halle gar nicht, was sie
machen sollten“, wird eine Zeugin in der Zeitung zitiert. Eine
weitere berichtet, die Trainerin habe alle Pferde im Training so
ausgebunden, „dass sie keine Chance hatten, sich noch vorwärts zu
bewegen.“

In den Ermittlungsakten gibt es Fotos von erheblichen Verletzungen an
Kopf und Körper von „Wimbledon“, die Tierpflegerinnen heimlich direkt
nach dem Training gemacht haben sollen. Als die Angeklagte die
Blessuren erklären soll, gerät sie ins Stocken. Für einige
Verletzungen findet sie Erklärungen harmloser Art, bei anderen
schüttelt sie nur den Kopf. Auch beim Anblick des doppelt gebrochenen
Zaumzeugs muss sie nach einer Erklärung suchen. „Sie beißen schon mal
an der Kette, wenn ihnen langweilig ist“, zitiert die Zeitung die
Aussage der Zeugin.

Der Prozess wird am Montag, 27. August, um 10 Uhr im Amtsgericht Plön
fortgesetzt, so die Zeitung abschießend in ihrem Bericht.”

15, Aug 2007

Abgelaufen… den Neuen gibts hier!
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Und da ist wieder ein neuer 10% Gutschein, der an der Kasse von Zooplus einen Rabatt von 10% mit sich bringt: MT-zooplus-291

Viel Spaß beim Shoppen

13, Aug 2007

Inzwischen gibt es ja für alles ne Flatrate: Flatratesaufen, Flatrate fürs Telefonieren und Internet. Aber nun gibts die neuste Flatrate: All you can Fly.

Das ist so kurios, dass es mir sogar nen Eintrag in meinem Tierblog wert ist :) Die Stiftung Warentest hat das Angebot der Tuifly mal unter die Lupe genommen. Für gerade mal 199 Euro kann man 11 Wochen innerhalb von Europa so viel fliegen, wie man kann. Aber genau da ist der Haken: die Flüge lassen sich nur frühstens 48 Stunden vor abflug buchen. Wenn dann keine Plätze mehr frei sind, dann kommt man auch nicht von seinem Urlaubsort nach Hause.

Wer allerdings viel Zeit hat, wer Student, Schüler oder Azubi ist, für den könnte sich das Angebot lohnen.

13, Aug 2007

Nachdem Zooplus nun endlich die Reiter berücksichtigt und viele gute Futter- und Zubehörhersteller anbietet, lohnt es sich dort schnell zu bestellen.

Gibt man bei der Bestellung im Gutscheinfeld PFERDE ein, so gibts 10% Rabatt auf die Pferdeprodukte. Eggersmann und vieles mehr mit 10% Rabtt Gutschein!

13, Aug 2007

Als Reiter kann man sich derzeit die Karten legen – in den Wäldern sind die Pferdebremsen aggressiv wie nie, auf den Wiesen tummeln sich die Mücken.

Die Stiftung Warentest hat nun eine kleine Meldung zum Thema Mücken herausgebracht – etwas spät, aber vielleicht kommt der Sommer nochmal zurück ;)  Tja, wie kann man sich schützen? Am besten fürs Haus sind noch immer Gaze vor den Fenstern, die das Eindringen der Mücken verhindern. In der Natur sollte man weite Kleidung tragen, da die Mücken problemlos durch enge Klamotten hindurchstechen. “Toll” für die Reiter sag ich da nur..

Dem Pferd hilft in der Regel die Wellcare Emulsion gegen lästige Bremsen.

Wer allergisch auf die Stiche von Mücken, Bienen, Wespen und anderen Insekten reagiert, der sollte eine Hyposensibilisierung bei einem Artz durchführen lassen.  Diese dauert circa 3-4 Jahre – die Heilungsschancen liegen jedoch bei fast 80%.

13, Aug 2007

Neue News vom Tierheim Berlin: “Zum zweiten Mal lädt der Tierschutzverein für Berlin zum Falkenberger Familienwochenende am 18. und 19. August, jeweils von 11 – 18 Uhr ins Tierheim Berlin. Kinder und Jugendliche und ihre Familien erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit vielen Aktionen zum Mitmachen.

Auf der Bühne gibt es Tierschutzwettbewerbe, Musik und Unterhaltung für Kinder. An zahlreichen Ständen können die jungen Besucher mit einem „Laufpass“ Punke sammeln und am Ende einen Preis gewinnen. Die Stände informieren spielerisch über die artgerechte Haltung von Kaninchen und Meerschweinchen, Wildtiere in Berlin und Igelschutz, Zirkus ohne Tiere und vieles mehr. Die Kinder lernen, tierversuchsfreies Shampoo unter Anleitung herzustellen oder mit Naturmaterialien wie Ton, Stroh oder Filz zu basteln.

Eröffnet wird das Familienwochenende am Sonnabend um 12 Uhr von Lichtenbergs Bezirksbürgermeisterin Christina Emmrich, dem 1. Vorsitzenden des Tierschutzvereins, Frank-Michael Werner, und Tierschutzbotschafterin Ines Krüger.

Die sportlichen Fähigkeiten können größere Kinder an einem Kletterturm testen, für die kleineren wird eine Strohhüpfburg aufgebaut. Auf einer Hebebühne kann das Tierheim aus der Vogelperspektive betrachtet werden. Tiere zum Anfassen gibt es im kleinen Bauernhof. Dort können die Gäste von dem Partnerverband NEULAND lernen, wie Schweine und Schafe artgerecht gehalten werden. Tierische Aktion verspricht auch der Agility-Parcours, bei dem die kleinen Besucher unter Anleitung mitmachen können. Artgerechtes Hundecoursing zeigt, wie lauffreudige Hunde bewegt werden und Spaß dabei haben.

Eine besondere Aktion gibt es am Stand der Tierheim-Tierärzte und des Deutschen Tierschutzbundes: Hier können Besucher ihr Tier mit einem Microchip versehen lassen. Sie erhalten noch einen Eintrag im Deutschen Haustierregister und den EU-Heimtierausweis inklusive Gutschein von der Firma Fressnapf für insgesamt 15 Euro.

Unterstützt wird die Veranstaltung von der HOWOGE, der großen Lichtenberger Wohnungsbaugesellschaft. Sie wird vor Ort über familienfreundliches Wohnen informieren. Der Westdeutsche Rundfunk hat den Besuch des berühmten Maulwurfs ermöglicht. T-Hall Kletteranlagen GmbH stellen den Kletterturm zur Verfügung, die Firma Mateco AG die Hebebühne und Jacks Funworld, Berlins größter Indoor-Freizeitpark, stellt zwei Kindertrampoline bereit. Die GASAG wird am Sonnabend um 13 Uhr zudem zwei Erdgas-Fahrzeuge an den Tierschutzverein übergeben, mit denen die Tierschutzberater zukünftig durch Berlin fahren werden.

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Das Angebot für die jungen Tierfreunde umfasst frische, vegetarische Gerichte zu einem familienfreundlichen Preis, Eis und Zuckerwatte. An beiden Tagen ist zudem unser Trödel geöffnet, der diesmal auch speziellen Kindertrödel anbietet.

Besucher werden an beiden Tagen gebeten, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, da nur begrenzt Parkplätze zur Verfügung stehen. ACHTUNG: Der Hausvaterweg ist an beiden Tagen gesperrt! Es wird einen Shuttle-Bus von der S-Bahn-Station Ahrensfelde ins Tierheim geben. Außerdem werden zwischen Bushaltestelle und Tierheim die bewährten E-Mobile gegen eine kleine Spende fahren. Die Tierhäuser des Tierheims haben zudem an beiden Tagen von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Dort warten mehr als 1.500 Tiere auf ein neues, liebevolles Zuhause. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.”

10, Aug 2007

Auf der Seite des WDR gibts einen interessanten Artikel zu lesen. Anstelle von Agility-Kursen für Hunde, ists nun auch für Katzen möglich:

“Meo ist in seinem Element. Er flitzt durch einen Slalomparcours, balanciert über einen Balken, springt über ein Hindernis und kriecht zum Abschluss durch einen Tunnel. Und das alles im Wohnzimmer. Zusammen mit seiner Besitzerin Nina H. betreibt Meo „Agility für Katzen“, kurz „Catagility“.

Dieses sportliche Spiel ist angelehnt an Agility für Hunde. Dieser Sport sorgt schon seit Jahren für Abwechslung auf den Hundeplätzen. An die Bedürfnisse von Katzen angepasst, eignet sich Agility aber auch als Beschäftigung vor allem für Wohnungskatzen.

Nina H. lockt ihre Katzen mit deren Lieblingsspielzeug über die unterschiedlichsten Hindernisse. Verfressene Katzen lassen sich aber manchmal anstatt mit Spielzeug besser mit Leckerlis motivieren.

Wohnungskatzen können beim Catagility ihren Jagdtrieb ausleben. Anders als beim normalen Spielen müssen sie, so wie es auch bei Freigang der Fall wäre, Hindernisse überwinden. Damit trainieren sie nicht nur ihren Körper, sondern leisten auch Kopfarbeit. Denn sie müssen mitdenken und verstehen, auf welchem Weg sie ihr Spielzeug erreichen können.

Bevor sie einen Parcours so lässig absolvieren können wie Catagilityprofi Meo, müssen Katzen die Hindernisse erst langsam kennenlernen. Nina hat ihr beispielsweise zunächst beigebracht, über einen gekippten Stuhl zu springen. Erst zeigte sie der Katze das Hindernis, dann folgte sie ihrem Spielzeug. Nach und nach kamen immer mehr Hindernisse hinzu.

Ganz wichtig sind Lob und eine Belohnung, wenn die Katze ein Hindernis gemeistert hat. Das kann ein Leckerli sein oder auch das Spielzeug, das die Katze fängt. So erlebt sie einen Jagderfolg. Ganz wichtig dabei: viel Geduld! Denn es geht nicht darum, seiner Katze möglichst schnell einen ganzen Parcours beizubringen. Im Vordergrund steht der gemeinsame Spaß – das Tempo bestimmt die Katze.

 Einen Parcours kann man für wenig Geld zu Hause selbst bauen. Aus ein paar mit Wasser gefüllten Plastikflaschen wird ein Slalomparcours, springen können die Katzen über gekippte Stühle, von Stuhl zu Stuhl, über Zeitungsständer oder durch Hula-Hoop-Reifen.

Zum Balancieren eignen sich beispielsweise Kanthölzer aus dem Baumarkt, aber auch eine schmale Sofakante kann genutzt werden. Teile von Dunstabzugshauben geben gute Tunnel ab und lassen sich mit einem Handgriff in Wippen zum Hindurchlaufen verwandeln. Der Fantasie sind also keine Grenzen gesetzt – so wird der Parcours nie langweilig. Erlaubt ist, was Katze und Besitzer Spaß macht, die Hindernisse dürfen allerdings keine scharfen Kanten haben und müssen sicher stehen.

Viele Katzen kommen dabei am besten mit dem Fußboden zurecht, an den sie gewöhnt sind. Wenn die Katze rutscht, beispielsweise auf dem Parkett, helfen Fußmatten mit Gummibeschichtung, die vor und hinter die Hindernisse gelegt werden.

Catagility wurde zuerst in den USA auf Katzenausstellungen vorgeführt. Mittlerweile gibt es auch in der Schweiz aktive Catagility-Betreiber. Selten sind auch auf deutschen Katzenausstellungen Vorführungen zu sehen. Den meisten Katzen ist es allerdings lieber, ihr sportliches Spiel ausschließlich zu Hause zu betreiben.”

9, Aug 2007

Nach dem kleinen (nun mehr übergewichtigem Knut) gibt es neuen Nachwuchs in der Hauptstadt. Tierpark-Direktor Bernhard Blaszkiewitz verkündete am 1. August, dass die  Giraffen-Kuh Elli eine Tochter geboren hat.

Inge heißt der kleine Fratz und ist bereits knapp 1,90 Meter groß. Hoffentlich klappt die Aufzucht bei Inge problemlos – da sie aber bereits auf eigenen Beinen steht und bei der Mutter trinkt, sind alle guter Dinge.

Mutter Elli ist bereits seit 20 Jahren im Tierpark Berlin und wurde sogar dort geboren. Inge ist inzwischen ihr achtes Kind – äh Kalb. Damit ist sie sehr erfahren und werden sich bestimmt bald der Öffentlichkeit präsentieren können.