Tier-kompakt

Beiträge und Tests rund um die lieben Vierbeiner

Archiv für Oktober, 2008

30, Okt 2008

Dass ein Hundehalter schon aus dem Gesetz heraus in unbegrenzter Höhe für die Schäden seines Hundes haftet, ist vielen bekannt. Der Hund gilt nach dem BGB als Luxustier, wenn er zum privaten Vergnügen in der Familie lebt. Richtet der Hund einen Schaden an, dann muss den Hundehalter keine Schuld treffen, er haftet trotzdem – sogenannte Gefährdungshaftung.

Ist der Hund jedoch ein Nutztier und kein Luxustier, so muss dem Hundehalter ein Verschulden nachgewiesen werden. Daraus folgt aber auch, dass der Hundehalter im Zweifel nachweisen muss, dass es sich bei dem Hund um ein Nutztier handelt.

Das Landgericht Bayreuth hat nun einen Ladenbesitzer zu 4.000 Euro Schmerzensgeld verurteilt, weil sein vor dem Laden angebundener Hund eine Kundin gebissen hatte. Der Ladenbesitzer wollte nicht zahlen und gab an, dass es sich bei seinem Hund schließlich um ein Nutztier handelt, das den Laden bewachen würde.

Das Landgericht entschied jedoch, dass der Hund nur dem privaten Vergnügen dient, da der Hund als gutmütig gilt und nicht im Laden als Wachhund übernachtet sondern mit im Familienhaus des Ladenbesitzers schläft.

Das Schmerzensgeld wäre in jedem Fall ein Schadenfall für die Hundehaftpflichtversicherung und man kann dem Ladenbesitzer nur wünschen, dass er solch eine Versicherung hat.

29, Okt 2008

Warendorf – Die führenden deutschen Turnierveranstalter begrüßen die aktuell bereits von der FN eingeleiteten Maßnahmen im Kampf gegen Doping und Tierquälerei. Sie fordern die FN auf, die folgenden Maßnahmen schnellstmöglich, spätestens jedoch bis zum 01. März 2009 umzusetzen.

Vorbemerkung

Die FN soll sich dem Nationalen Sportgericht unterwerfen, welches auf der Basis des NADA-Codes die Urteile fällt. Gegen sein Urteil kann – einmalig von jeder Partei – beim CAS Widerspruch eingelegt werden. Das Urteil des CAS ist final und unanfechtbar.

Grundlage aller Entscheidungen sollen die Regeln der FEI auf der Basis des WADA-, resp. des NADA-Codes sowie der LPO sein. Um sicherzustellen, dass dem Wohlergehen der Pferde oberste Priorität eingeräumt wird, sollen die offiziellen Beobachter / Kontrolleure (Stewards) weiter geschult und sensibilisiert werden. Ihre Anzahl soll erhöht werden.
Medikation / Doping
1. Die Verantwortung für das Pferd liegt ausschließlich beim Reiter.
2. Die Turnierpferde sollen durch NADA / WADA als Leistungssportler eingestuft werden.
3. Jegliche Medikation / Behandlung des Pferdes ist im Medikationsbuch / FEI-Pass festzuhalten.
4. Im übrigen gilt die „Null-Lösung“.
5. Spätestens zehn Tage nach Veranstaltungsende soll das Ergebnis der A-Probe vorliegen.
6. Zusätzlich wird bei Championaten und anderen großen Turnieren der Einsatz mobiler Labors angestrebt.
7. Bei positiver A-Probe soll durch die NADA / nationales Sportgericht sofort die Einordnung unerlaubte Medikation oder Doping erfolgen.
8. Unerlaubte Medikation wird mit mindestens einem Jahr Sperre für den Reiter bestraft. Im Wiederholungsfall wird die Strafe verdoppelt. Das Pferd wird in beiden Fällen für sechs Monate gesperrt.
9. Doping wird mit mindestens zwei Jahren Sperre für den Reiter bestraft. Im Wiederholungsfall wird die Strafe verdoppelt. Das Pferd wird in beiden Fällen für sechs Monate gesperrt.
10. Im Falle einer Verurteilung bei unerlaubter Medikation wird für mindestens zwei Jahre von einer Nominierung des Reiters durch den nationalen Verband für Championate und Nationenpreise abgesehen.
11. Alle zur Verfügung stehenden effektiven und aussagekräftigen Kontrollmöglichkeiten (Gamaschenkontrolle, Haarprobe etc.) sollen eingesetzt werden.
12. Bereits angestoßene Maßnahmen (Erhöhung der Anzahl von Dopingproben – so werden bereits bei allen weltranglistenrelevanten Prüfungen die drei erstplatzierten Pferde ebenso kontrolliert wie die Pferde, bei denen ein Richter Auffälligkeiten festgestellt hat – , Erhöhung der Pferdekontrollen und der Anzahl der Stewards / sofortige Suspendierung bei positiver A-Probe etc.) werden weiterverfolgt.
13. Neben den Turnier-Kontrollen sollen unangemeldete Kontrollen in der wettkampffreien Zeit durchgeführt werden.

Tierquälerei
1. Der Reiter ist dafür verantwortlich, dass jegliche Art von Tierquälerei ausgeschlossen ist. Unter Tierquälerei wird der in §17 des Tierschutzgesetzes beschriebene Straftatbestand verstanden.
2. Neben den Turnier-Kontrollen sollen unangemeldete Kontrollen in der wettkampffreien Zeit durchgeführt werden.
3. Tierquälerei wird streng bestraft. Bei erstmaliger nachgewiesener Tierquälerei sollen mindestens zwei Jahre Sperre für den Reiter verhängt werden, im Wiederholungsfall vier Jahre.

Die nationalen Veranstalter werden zeitnah Gespräche mit allen wichtigen internationalen Turnierveranstaltern führen mit dem Ziel, dass die oben beschriebenen Forderungen, abhängig von den jeweiligen nationalen Begebenheiten, weltweit Anwendung finden. Gleichzeitig soll die deutsche FN die Umsetzung bei der FEI einfordern.

28.10.2008 (Pressemitteilung)

24, Okt 2008

Kriminelle, skrupellose Besitzer hetzen ihre Hengste in blutigen Kämpfen aufeinander. Eigentlich sind derartige Wettkämpfe schon seit 10 Jahren verboten. Doch die örtliche Polizei unternimmt nichts.

Hunderte Zuschauer schließen Wetten auf ihre Favoriten ab, setzen Tausende Dollar. Nicht selten enden die Kämpfe erst, wenn eines der Tiere tot ist.

Bis zu 100 Pferde sterben hier pro Jahr – obwohl die barbarische Tradition offiziell verboten ist.

Tierschützer protestieren: „Es ist wie im Mittelalter. Viele Pferde werden so schwer am Kopf getroffen, dass ihnen die Augen ausfallen!“

Video: http://de.news.yahoo.com/31/20081022/video/vpl-grausam-pferd

außerdem – die reise zu diesem fragwürdigen spektakel wird hier sogar noch mehr oder weniger “empfohlen”:

“Zwei Pferde beim Pferdekampf vor anfeuerenden Zuschauern während des Helubong Festivals in Lake Sebu, South Cotabato. Das Helubong Festival ist ein jährliches Fest der Kultur und Künste der T’boli Menschen. Pferdekämpfe gehört zu den traditionellen Sportarten des Festes.

In einigen Dörfern auf Mindanao, schwer erreichbar und weit abgeschieden von der Zivilisation kann man heute noch Pferdekämpfe sehen. Wen es interessiert und sich die abenteuerliche Mühe auf sich nehmen will kann über schlechte Wege diese Orte auch heute noch besuchen. Die Leute werden erstaunt sein, dass ein Tourist ihr abgelegenes Bergdorf gefunden hat. Viele Kinder werden hier zum erstenmal einen Weissen zu Gesicht bekommen.”

http://aktuelle-info.philippinen-reisen.com/?p=761

21, Okt 2008

Heute (21.10.2008) erschien die aktuelle Ausgabe der Reitsportzeitschrift “St. Georg” und wieder ist ein großer Artikel zur Pferdequälerin Christine W. aus Plön darin enthalten.

Der Text trägt schon den schrecklichen Titel: der Horror geht weiter.

Zum Hintergrund dieser furchtbaren Tierquälerei sind hier schon folgende Artikel verfasst – der erste Artikel ist bereits ein Jahr alt. So lange treibt diese Frau schin ihr Unwesen:

1. Prozess gegen Pferdetrainerin wegen brutaler Trainingsmethoden
2. Tierquälerin Christine W. vor Gericht
3. Das Urteil im Fall christine W. aus Plön
4. Grauenhafte Details aus der Anklageschrift – Christine W./ Plön
5. Neues von Christine W. aus Plön
6. Tierquälerin Christine W.: FN reagiert

Am schlimmsten erscheinen mir immer wieder Passagen wie: “Ist mir egal, ob der verreckt” waren ihre Worte – wie Recht sie hatte, denn wenig später verendete Wimbledon wirklich.

Zurück zur Gegenwart: in der St. Georg wird aufgezeigt, dass Christine W. weiter die Pferde verprügelt, die ihr zur Verfügung gestellt werden. Es ist fraglich, warum noch immer Menschen ihr Pferd bei Christine W. in Beritt geben. Vielleicht, weil sie nicht selbst in der Lage sind, 470 mal auf das Pferd einzuschlagen – und das in 30 Minuten?!

Diese abartige Zahl wurde nun gemessen, als Christine W. mit einer versteckten Kamera bei der “Ausbildung” eines Pferdes gefilmt wurde. 470 Schäge in 30 Minuten. Es folgten 239 Schläge in 11 Minuten. Das Pferd läuft eng ausgebunden auf engstem Kreisbogen an der Longe.

Da die deutsche “Rechtssprechtung” Frau W. nur ein gewerbliches Umgangsverbot mit Pferden auferlegt hatte, ist die ehemalige Weltcup-Finalistin immer wieder umgezogen und hat sich nun in Dänemark niedergelassen. In einem Reitstall nördlich von Flensburg bildet Christine W. weiter Pferde aus – dabei gehen sogar die Banden der Reithalle zu Bruch.

Jeden Tag fährt Frau W. die 200km von Norderstedt hinter die dänische Grenze. Was sie hinterlässt sind kaputte Maulwinkel, Vernarbungen an den Pferdebeinen, Spuren der Ausbinder und aufgeplatzte Haut, blutende Wunden.

Die Besitzer der Reitanlage wollen das Elend endlich stoppen und Frau W. zur Anklage bringen. Inga H. und Besitzering Maja A. gehen aufs Ganze und wollten Christine W. bei der “Arbeit” filmen. In einem Kanister wird eine Kamera versteckt, die die Bilder der Pferdequälerei aufzeichnet. Diese Bilder wurden in den ersten beiden Oktoberwochen ausgestrahlt – nun ist die Kamera verschwunden, da ein Pferd an der Longe von Christine W. auf den Kanister sprang.

Dennoch reichen die Bilder der verletzten Tiere aus, um den Amtstierarzt, die Polizei und Tierschützer zu mobilisieren, die auf den Hof kommen. Tierschützer Ole Caspersen zeigt Frau W. an und auch die deutsche reiterliche Vereinigung erstattet Anzeige.

Die Pferdebesitzer, die ihre Tiere von Frau W. “ausbilden” lassen, nehmen diese auch noch in Schutz und flüchten wieder nach Deutschland..

Nur leider scheinen die dänischen Polizeibeamten nicht den Eindruck zu erwecken, als dass sie mit viel Elan bei der Sache sind. Am 18. November wird sich Christine W. jedoch vor der großen Strafkammer des Langerichtes Kiel verantworten müssen – Tierquälerei in 15 Fällen. Hierbei geht es nur um die Fälle aus 2007 in Norderstedt.

Es bleibt zu hoffen, dass diese Frau nun endlich aus dem Verkehr gezogen wird.

20, Okt 2008

Auf der Internetseite der BILD kann man nun Fragen stellen, die die Gesundheit der Haustiere betreffen. Vorrangig geht es derweil um Hundekrankheiten.

Mehrere Tiierärzte beantworten die Fragen der Leser. Hier mal die ersten Fragen als Auszug: 

“Frage: „Mein West Highland-Mix wurde kastriert. Jetzt ist er nachts ganz unruhig, schmatzt so komisch. Was hat er?“

Antwort (von Professor Dr. Ingo Nolte, Direktor der Tierärztlichen Hochschul-Klinik für Kleintiere in Hannover): „Bei der Narkose wurde der Hund intubiert. Vielleicht hat er davon Verletzungen an den Lefzen zurückbehalten. Ein Tierarzt sollte sich sein Maul ansehen.“

Frage: „Mein Schäferhund (3) hat Gastritis, musste dauernd erbrechen. Jetzt wiegt er nur noch 27 Kilo. Man kann die Rippen zählen. Die Tierärztin hat ihm Schon-Futter empfohlen. Aber das frisst er nicht.“

Antwort (von Professorin Dr. Andrea Meyer-Lindenberg von der Tierärztlichen Hochschule Hannover): „Kochen Sie ihm Reis mit Hühnchen, mischen Sie etwas von dem Futter unter. Oder wechseln Sie die Futtermarke.“

Frage: „Mein Rehpinscher hat Wasser im Bauch, Durchfall.“

Antwort (von Dr. Adelheid Prüfer von der Tierärztlichen Hochschule Hannover): „Es könnte eine Eiweißverlusterkrankung der Darmwände sein. Gehen Sie sofort zum Tierarzt.“

Frage: „Mein Mischling hat eine Leberentzündung. Der Tierarzt hat ihm Antibiotika verschrieben. Trotzdem sind seine Werte immer noch erhöht.“

Antwort (von Professor Reinhard Mischke von der Tierärztlichen Hochschule Hannover): „Lassen Sie eine Ultraschalluntersuchung und Biopsie machen. Sie geben exakten Aufschluss über die genaue Lebererkrankung ihres Hundes.“

Natürlich ist es sinnvoll, wenn im Internet verschiedene Tierkrankheiten zusammengetragen werden. Fraglich ist nur, ob man die Tierhalter wirklich dazu aufrufen sollte, sich mit den Krankheitsbildern der Haustiere an ein Onlineportal zu wenden. Was ist, wenn die Veröffentlichung der Antwort mehrere Tage oder Wochen dauert?

Davon ist auszugehen, denn die BILD und die Tierärzte werden wohl keine Antwort innerhalb von ein paar Stunden veröffentlichen.

Daher kann man wirklich nur hoffen, dass KEIN Hundehalter ehrlich solange wartet, bis das Team der Bildzeitung die Antwort für das Hundeleiden veröffentlicht, sondern man direkt zum Tierarzt geht wenn akute Beschwerden vorliegen und der Hund beispielsweise nicht frisst.

Nach erfolgreicher Behandlung kann man natürlich gern die Erfahrungen teilen.

10, Okt 2008

“Der scharf geschliffene Degen flog dem Stierkämpfer im goldbestickten Anzug im hohen Bogen aus der Hand. Ein Aufschrei ging durch die Arena von Valencia, als ein wütender Stier den Jung-Torero Pedro Marin mit einem Hornstoß in den Sand warf.
Der junge Kampfstier war vorher mit langen Widerhaken gequält worden, die ihm „Banderilleros” in den Nacken bohrten, um ihn zu reizen. Blut lief über das glänzende schwarze Fell.

Nach der Attacke bleibt Pedro am Boden und muss anschließend von Kollegen aus der Arena von Valencia getragen werden.
Pedro Marin, ein 21-jähriger „Novillero” (Stierkämpfer-Lehrling), wollte vor den begeisterten Fans seinen Mut beweisen: Er drehte sich mit dem roten Tuch, der Muleta, vor der Schnauze des schnaubenden Stiers – zu dicht!

Blitzschnell bohrte der von Schmerz geplagte „Toro” (Stier) das spitze Horn 35 Zentimeter tief ins Gesäß des jungen Spaniers und zerfetzte seine Oberschenkelvene.
„Das blutende Tier hat sich gerächt, als es den Torero mit dem Degen sah”, meinte ein ausländischer Zuschauer nach dem Vorfall.

Helfer drängten den Stier ab und trugen Pedro Marin in die Sanitätsstation der Arena.
Nach einer Notoperation an Ort und Stelle wurde er ins Generalhospital in Valencia gebracht. Er bekam Bluttransfusionen, liegt er auf der Intensivstation – es besteht Lebensgefahr!
Der 21-Jährige träumte davon, später als Matador in den größten Arenen Spaniens aufzutreten – für Gagen von 50 000 Euro, die für berühmte Stierkämpfer gezahlt werden.

In der Madrider Stierkämpfer-Schule werden pro Jahr rund hundert Schüler für eine vierjährige Ausbildung zum Torero aufgenommen.
Doch immer mehr Menschen im modernen Spanien wenden sich gegen die uralte Tradition dieses Kampfes Mann gegen Stier (die erste Arena wurde 1749 gebaut).
72 Prozent der Teilnehmer an einer Gallup-Umfrage zeigten kein Interesse mehr am Stierkampf. Seit 2007 überträgt das öffentlich-rechtliche Fernsehen keine Stierkämpfe mehr im Vorabendprogramm.

Katalonien will das grausame Gemetzel sogar verbieten lassen.

Vorauszusehen ist, dass Spanien irgendwann in Zukunft die „portugiesischen Corridas” einführen wird – in Portugal werden die besiegten Stiere am Leben gelassen und zur Zucht eingesetzt.”

Quelle

9, Okt 2008

“Anky demnächst Reining-Queen?
Wie Dressurqueen Anky van Grunsven in ihrer Kolumne in der niederländischen Tageszeitung De Telegraaf schrieb, liebäugelt sie neben der Dressur auch mit Reining – und auch dort mit hohen Zielen: Es wäre doch schön, bei den Weltreiterspielen 2010 in Kentucky in Dressur und im Reining zu starten…..

Es sei schwer, sich nach den Spielen (in Hongkong) noch richtig zu motivieren, schrieb Anky van Grunsven. Und da ihr Familie und Freunde zum Sieg in Hongkong einen Westernsattel geschenkt hätten und sie sowieso das Westernreiten gut leiden könnte, habe sie sich entschlossen, wann immer es ihre Zeit erlaube, bei Rieky Young zu trainieren. (Rieky Young gehört zu den NRHA Top Ten der Intermediate Open. Die niederländische Reinerin lebt auf ihrer Quarter Horse Ranch inkl. Deckstation in Vorstenbosch, nicht weit von Erp.)

Anky van Grunsven schreibt weiter, dass sie im Moment bei Rieky Young prüft, welcher Typ Reiningpferd ihr liegt. Und sie fände es schön, bei den Weltreiterspielen in Kentucky in Dressur und Reining zu starten. “Ich weiss nicht, ob das möglich ist, aber es ist schön, ein neues Ziel zu haben – das motiviert mich immer sehr.”

Quelle: equi-news

8, Okt 2008

In den letzten Tagen wurde sehr viel über die Tierquälerin Christine W.  berichtet und damit wurden auch viele Stimmen erhört, die sich zu den schlimmen Ereignissen äußern.

Nun reagiert die FN! 

“Fall Christine W: FN reagiert
Nachdem auf Initiative des ST.GEORG und der Filmproduktionsfirma “Hamburg on Air” in den vergangenen Tagen verschiedene TV-Beiträge (u.a. in der Sendung „Brisant“, RTL) über die tierquälerischen Ausbildungsmethoden von Christine W. gesendet worden waren, hat die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) das Verhalten von Christine W. erneut aufs Schärfste verurteilt.
„Dies hat mit der Ausbildung eines Pferdes nicht das Geringste zu tun”, so FN-Generalsekretär Dr. Hanfried Haring.

Über Christine W. hatte der ST.GEORG bereits im August 2007 ausführlich berichtet, im Sommer desselben Jahres war die Reiterin dann vom Amtsgericht Plön mit einem beruflichen und privaten Tierumgangsverbot belegt worden. Hiergegen hat Christine W. Berufung eingelegt. Sie zog mit den ihr anvertrauten Pferden zunächst in einen Stall in Schleswig-Holstein, später nach Dänemark, wo sie die Pferde weiter quälte.

“Wir werden eine Strafanzeige wegen Tierquälerei bei der zuständigen Staatsanwaltschaft erstatten”, kündigte Haring weitere Maßnahmen an. Auch der dänische Pferdesportverband sei informiert. ” Quelle: St. Georg

Hier ist nochmal die Anklageschrift des schlimmen Falles beschrieben…

8, Okt 2008

Wer mit seinem Hund auch in der Dunkelheit spazieren geht, der muss darauf achten dass der Hund ausreichend zu erkennen ist.

Dass man sich selbst keine schwarzen Sachen anziehen sollte ist hoffentlich selbstverständlich, aber auch der Hund muss kenntlich gemacht werden.

Einen schwarzen Labrador im Dunklen zu erkennen ist ein Kunststück, das manchmal auch misslingt, daher lieber vorbeugen. Im Fachhandel und auch im Internet können verschiedene Halsbänder gekauft werden, die den Hund auch im Dunklen sichtbar machen.

Zum Einen gibt es Reflektoren. Diese Halsbänder leuchten nicht von allein sondern nur dann, wenn sie angestrahlt werden. Kommt also ein Auto mit Scheinwerfern vorbei, so leuchtet das Halsband und der Hund ist zu erkennen.

Diese Variante hilft nur dann nicht, wenn ein freilaufender Hund auch vom Herrchen wiedergefunden werden soll. Hier ist es besser, wenn der Hund ein Halsband trägt das selbständig leuchtet oder blinkt. Diese Leuchthalsbänder oder Blinkhalsbänder sind daher sehr nützlich, da der Hund von niemandem übersehen werden kann.

Sollte ein Hund auch mal bei Gassi gehen einer Spur folgen und die Pfiffe des Herrchen ignorieren, so bleibt neben dem Groll auf das Ungehorsam wenigstens die Sicherheit, dass man den Hund im Wald am Blinkhalsband erkennen kann.

2, Okt 2008

Presse-Mitteilung aus dem TASSO e.V. Newsletter

“Herbstzeit ist Schneckenzeit. Viele Gartenbesitzer bekämpfen die schleimigen Kriecher jetzt mit Schneckenkorn. Das ist aber nicht nur für die Schnecken selbst lebensgefährlich, sondern auch für Hunde und Katzen.

Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V., berichtet von einer Frau, die ihre Katze bei TASSO als vermisst gemeldet hatte: “Drei Tage später rief die Frau wieder an und erzählte, sie hätte ihre Katze gefunden, tot hinter der Heizung im Keller.” Eine Untersuchung beim Tierarzt habe ergeben, dass die Katze vermutlich an Schneckenkorn verendet ist. “Die typischen Vergiftungssymptome wie Erbrechen und Lähmungen sind bei Hunden viel leichter zu erkennen als bei Katzen. Die ziehen sich in solchen Fällen in abgelegene Winkel zurück”, weiß McCreight. Laut Dr. Rolf Wilcken von der Tierklinik Hochmoor im münsterländischen Gescher gebe es gegen eine Vergiftung mit Schneckenkorn vor allem bei Hunden kein wirksames Gegenmittel: “Bis spätestens einer Stunde nach der Aufnahme des Korns muss bei dem Hund der Magen ausgepumpt oder sonstwie geleert werden. Klappt das nicht und lassen sich die Krämpfe nicht medikamentös lindern, ist es in der Regel zu spät, die Vergiftung endet tödlich.”

Wie die Tierschutzstiftung VIER PFOTEN berichtet, enthält handelsübliches Schneckenkorn das Nervengift Metaldehyd, das bereits in kleinen Mengen tödlich sein kann. “Gartenfreunde mit Kindern oder Heimtieren sollten es auf keinen Fall verwenden”, warnt Martina Schnell, Heimtier-Referentin der Stiftung. Es komme immer wieder zu tödlichen Vergiftungen, nicht nur bei Hunden und Katzen, auch so mancher Igel würde qualvoll am Schneckengift sterben.

McCreight empfiehlt zur Schneckenabwehr Mittel, die ohne Chemie wirken, beispielsweise Schneckenzäune, Bierfallen oder die Ansiedlung natürlich Fressfeinde wie Igel, Frösche, Eidechsen, Blindschleichen und Spitzmäuse. “Obwohl es verlockend klingt, sollte man aber keine indischen Laufenten zur Schneckenvertilgung anmieten”, sagt der TASSO-Chef. „In letzter Zeit häufen sich Internet-Angebote zu dieser Möglichkeit.” Die Enten hätten zwar eine ausgesprochene Vorliebe für Schnecken, würden aber das biologische Gleichgewicht des Gartens durcheinander bringen, sagt McCreight und beruft sich dabei auf Björn Clauss, einen Spezialisten für Laufenten aus dem oberbayrischen Soyen. Zudem sei das Mieten von Haustieren, die sich ständig an eine neue Umgebung gewöhnen müssen, nicht artgerecht.
 
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