Tier-kompakt

Beiträge und Tests rund um die lieben Vierbeiner

Archiv für Juni, 2009

30, Jun 2009

Es gibt wenig schlimmere Unarten, als ein Hund der im Garten buddelt. In jedem Fall ist klar, dass der Hund dies nicht absichtlich macht um dem Herrchen eins auszuwischen – aber der Hund signalisiert mit dem Buddeln Langeweile.

In der Regel vertreiben sich Hunde die Zeit mit dem Buddeln und gestalten dabei auf recht eigensinnige Weise den Garten neu. Nicht jedes Frauchen freut sich, wenn der geliebte Hund die frisch eingepflanzten Blumen alle wieder ausgräbt oder die Hecke freilegt um einen richtigen Graben zu schaffen.

Erster Ansatzpunkt im “Kampf” gegen das Buddeln im Garten ist die Beschäftigung des Hundes. Jeder Hundebesitzer sollte an solche einem Punkt überlegen, ob er den Hund ausreichend beschäftigt – körperlich wie geistig.

Hat der Hund das Buddeln schon als Hobby entdeckt, so muss dem natürlich entgegen gewirkt werden.

Wir haben schon mehrere Möglichkeiten vorgestellt, die gegen das Buddeln helfen. Z. B. das Vergraben von Hundekot an den Lieblingsstellen des Hundes.

Hier mal in Bildform eine bessere Alternative – dem Hund das Buddeln erlauben:

Das ist eine Strandmuschel aus dem Baumarkt, die eigentlich als Sandkasten für Kinder gedacht ist. Diese füllt man einfach mit Erde, Rindenmulch und Sand.

Hund Buddelt

Der Hund wird bei dem Spektakel sicher eh dabei sein, wenn nicht, dann sollte man ihn nun holen. Zusammen mit den Lieblingsleckerlies des Hundes.

buddeln2.JPG 

Diese zeigt man dem Hund, um seine Blicke zu fangen. Dann werden die Kekse ganz offensichtlich im Sand “versteckt” – natürlich anfangs nur so verstecken, dass der Hund die Kekse genau sieht :)

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Immer mehr Hundeleckerlies werden nun in der Erde verteilt und man kann beginnen, den Hund durch das Buddeln von Löchern zu animieren. Man buddelt demnach mit den Händen selbts kleine Löcher in der Strandmuschel und lässt dort die Leckerlies hineinfallen.  Der Hund schaut garantiert fasziniert zu.

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Jetzt lässt man den Hund mal in Ruhe schauen, was sich in dieser ominösen blauen Plastikwanne befindet und warum Frauchen da so lange drin gebuddelt hat.

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Schnell werden die ersten Leckerlies gefunden und gefressen. Um aber an die vergrabenen Kekse zu kommen, muss der Hund seine Pfoten in Gang bringen und Buddeln.

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Versteckt man nun immer wieder Leckerlies in der Erde und der Hund belohnt sich beim Buddeln daher selbst, so sollte der Hund nicht mehr in die Beete gehen –  schon gar nicht dann, wenn ihn dort beim Buddeln Kothaufen erwarten ;)

25, Jun 2009

Es scheint nicht abzureißen, immer wieder tauchen neue Dopingvorfälle im Reitsport auf.

Erst vor ein paar Wochen wurde ein Doping Skandal bei Marko Kutscher mit seinem Pferd Cornet Obolensky bekannt. Ein paar Tage zuvor hatte Ludger Beerbaum für Aufsehen gesorgt, als er die Stellungnahme “Erlaubt ist, was nicht gefunden wird” öffentlich abgab.

Auch Olympia-Springreiter Christian Ahlmann ist derzeit für 8 Monate gesperrt.

Nun kommt die Dressur-Königin Isabell Werth in die Schlagzeilen: ihr Pferd Whisper wurde beim Pfingsturnier am 30.05.2009 positiv auf das Beruhigungsmittel Fluphenazin getestet. Der Weltverband FEI reagierte sofort und sprach eine Suspendierung für Isabell Werth aus.

Im schlimmsten Fall droht ihr eine Sperre für 2 Jahre.

Morgen, am 26.06.2009, beginnt das Welt-Reit-Fest CHIO in Aachen – leider ohne die Vorzeiger-Reiterin Isabell Werth, die für Deutschland bereits fünf mal Olympia Gold erritten hat. 

Isabell Werth erklärt den Fall so, dass Whisper unter einer Krankheit leidet, die einmalig am 16.05. durch einen Schweizer Tierarzt mit dem Medikament Modecate behandelt wurde. In diesem Medikament ist der Wirkstoff Fluphenazin enthalten. Der Tierarzt und auch Isabell Werth gingen von einer Abbauzeit von 6 Tagen aus. Die Probe wurde aber am 30.05. genommen und die Restbestände des Fluphenazin wurden entdeckt.

Leider trägt nun auch die Dressurkönigin dazu bei, dass der Ruf des Reitsportes im Bezug auf Doping immer schlechter wird.

24, Jun 2009

Der Sommer ist für Mensch und Tier die schönste Jahreszeit. Die Tage sind lang, man kann viel unternehmen und natürlich die Sonne genießen.

Aber um den Sommer zusammen mit seinem Hund gut und unbeschadet zu überstehen, muss das Herrchen ein paar Grundregeln beachten.

Was ist zu tun bei:

1. Zecken

Damit der Hund nicht von Zecken besiedelt wird, sollte man ihn nach jedem Spaziergang auf Zecken untersuchen. Haben sich diese zum Beispiel noch nicht festgebissen, so lassen sie sich einfach herauskämmen. Wenn eine Zecke sich in der Hundehaut festgebissen hat, so sollte sie schnellst möglich entfernt werden. Hierzu kann man spezialle Zeckenzangen verwenden.

Vorbeugend sollte man Spot-on Produkte verwenden, welche das Festbeißen der Zecken weitestgehend verhindern. Diese gibt es von Frontline oder auch Ex-Spot. Der Tierarzt hilft jedem Hundehalter, das geeignete Produkt zu finden.

2. Bienen- und Wespenstiche

Wird ein Hund an der Haut gestochen, so muss man nicht in Paik verfallen. Ein Wespenstich allein schadet ihm in der Regel nicht. Aufpassen muss man dann, wenn der Hund allergisch reagiert oder aber wenn der Stich im Maul abgesetzt wurde.

Da Hunde gern nach Wespen und Bienen schnappen, kann es schnell passieren dass sie im Maul gestochen werden. In diesen Fällen sollte der Tierarzt sofort aufgesucht werden, da Schwellungen entstehen können, die zum Ersticken des Hundes führen können.

3. Sonnenbrand

Man sollte meinen, dass nur wir Menschen einen Sonnenbrand bekommen können. Irrtum. Tiere sind dort genau so anfällig. Bei Pferden mit rosafarbenen Nüstern (meistens Schimmel) ist besondere Obacht geboten. Aber auch Hunde mit hellem Fell sind besonders empfindlich. Die rosafarbene Haut rund um die Nase sollte mit Sonnenschutzcreme geschützt werden.

Kinder-Sonnencreme kann ohne Bedenken für den Hund oder das Pferd eingesetzt werden.

4. Hitzeschlag

Wann einem Menschen warm ist, erkennt man eindeutig am Schwitzen. Ein Hund kann dies jedoch nicht – er kann sich ausschließlich durch Hecheln abkühlen. Sind Hunde daher zu lange heißen Temperaturen ausgesetzt, so kann es zu einem Hitzeschlag kommen.

Daher sollte übermäßige Bewegung oder Anstrengung bei hohen Temperaturen vermieden werden. Lange Spaziergänge oder Fahrradfahren ist tabu! Das Abkühlen in einem See ist für den Hund meistens das Größte. Aber Achtung, den Hund langsam in das Wasser hineinlassen, damit der Kreislauf nicht versagt.

Ein ganz klares NEIN gilt selbstverständlich auch für Hunde im Autos. Bei hohen Temperaturen kann sich die Luft im Auto binnen Minuten erwärmen, sodass der Hund den Hitzetod stirbt.

2, Jun 2009

Viele Familien haben sich für ein Leben mit Haustieren entschieden. So leben in fast jedem dritten Haushalt gefederte oder befellte Tiere, die die Familien glücklicher machen.

Aber auch diese kleinen Familienmitglieder sind nicht vor Krankheiten oder Unfällen geschützt, sodass auch immer etwas passieren kann. Da sich Unfälle auch dann ereignen können, wenn die Tierärzte in der Umgebung keine Sprechstunde haben, so sollte man immer einen “Notfall-Plan” parat haben.

Es gibt Tierärzte, Tierkliniken und Bereitschaftsdienste, die 24 Stunden am Tag eine Notfallhotline geschalten haben. Diese Nummern sollte man sich im Handy abspeichern oder im Portemonnaie mit sich tragen, damit man beispielsweise auch beim Gassi-Gang Hilfe holen kann.

Leider kann nicht jeder Notfall gerettet werden und sei es durch Krankheit oder Alter, irgendwann muss jedes Tier von uns gehen. Oftmals ist es für die Familien so, als sei ein Familienmitglied gestorben und tiefe Trauer kehrt ein.

Nur was macht man nun mit dem verstorbenen Tier? Die klassische Tierkörperbeseitigungsanlage ist für viele Menschen ein Horror-Gedanke und sie suchen nach Alternativen. Diese sind die sogenannten Tierfriedhöfe und Kleintierkrematorien. Hier kann der Besitzer seinen Hund einäschern lassen und entweder die Asche in einer Urne mit nach Hause nehmen oder aber an einem beliebigen Ort verstreuen. Anders als bei Menschen muss die Urne nämlich nicht auf den Friedhof gebracht werden.