Tier-kompakt

Beiträge und Tests rund um die lieben Vierbeiner

Archiv für Juli, 2009

29, Jul 2009

Die Pferdehalter, die ihr Pferd ohne Reitbeteiligung halten können und sich dennoch ausreichend um ihr Pferd kümmern können, sind in der heutigen Zeit nicht oft zu finden. Dass ein Pferdehalter eine Reitbeteiligung auf das eigene Pferd setzt, kann Kostengründe und auch Zeitgründe haben.

Wenn der Pferdehalter immer mehr arbeiten muss, um sich den Luxus des eigenen Pferdes leisten zu können, so wird das Pferd meistens nicht oft genug bewegt. Hier kann eine Reitbeteiligung helfen.

Auch der Kostenfaktor ist nicht unerheblich, denn eine Reitbeteiligung beteiligt sich an den Kosten für den Unterlaht des Pferdes. Diese  bestehen aus Boxenmiete, Futterkosten, Schmiedkosten, Pferdeversicherungen und den Krankheitskosten beim Tierarzt.

Dafür darf die Reitbeteiligung das Pferd regelmäßig reiten. Der genaue Umfang der Rechte und Pflichten der Reitbeteiligung sind im Reitbeteiligungsvertrag geklärt. Hier gibt es ein Muster für den Reitbeteiligungsvertrag.

Damit das Vertragsverhältnis zwischen Reitbeteiligung und Pferdehalter auch auf sicheren Füßen steht, muss die Pferdehaftpflichtversicherung vom Besitzer den passenden Versicherungsschutz bieten. Es gibt spezielle Tarife der Pferdehaftpflicht für Pferdehalter, bei denen auf die Ansprüche des Pferdehalters besonders Rücksicht genommen wird.

Hier sind die Schäden an Reitbeteiligungen versichert, also der sogenannte Eigenschaden an der Reitbeteiligung, aber auch die Schäden, die durch die Reitbeteiligung verursacht werden. Wenn diese beispielsweise am Wochenende beim Ausritt im Wald eine Person geschädigt hat.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Aspekt, dass die gelegentliche Tätigkeit des Pferdehalters als Reitlehrer mitversichert ist. Warum? Wenn der Pferdehalter eine mögliche Reitbeteiligung zum Probereiten einlädt und ihr im Viereck Kommandos erteilt, so ist er in dem Moment haftungstechnisch ein Reitlehrer! Wenn die mögliche Reitbeteiligung stürzt, weil der Pferdehalter das Galoppieren vorgeschlagen hat, so haftet der Pferdehalter unter Umständen für den Sturz. Also auch hier ganz wichtig, dass die Pferdehaftpflicht die Reitlehrertätigkeit absichert!

21, Jul 2009

Wer einen Hund besitzt, der sollte auch eine Hundehaftpflichtversicherung besitzen.

Die Notwendigkeit der Hundehaftpflicht ist hier erklärt:

Hundehaftpflichtversicherung für jeden Hundehalter

Hundehaftpflichtversicherung – Jeder Hund kann mal zuschappen

TASSO empfiehlt: jeder Hund sollte versichert sein

Nun sind jedoch nicht alle Tarife und Beiträge der Hundehaftpflichtversicherung identisch und dem Halter wird geraten, die Versicherung genau den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Der Preis sollte an zweiter Stelle stehen, denn vorab muss sich ein Bild verschafft werden, welche Versicherungsleistungen unbedingt enthalten sein sollten.

Wie nötig oder wichtig sind folgendende Leistungen der Hundehaftpflicht?

– Führen ohne Leine ist mitversichert!
– Hüten durch dritte Personen ist mitversichert!
– voller Versicherungsschutz auch in der Hundeschule!
– Teilnahme an privaten Veranstaltungen, wie z.B. einer Hundeschau ist mitversichert!
– Teilnahme an Agility-Kursen ist mitversichert!
– Übernahme von berechtigten Forderungen bis zur Versicherungssumme!
– Abwehr unberechtigter Ansprüche (passive Rechtsschutzfunktion)!
– Auslandsaufenthalte bis zu 1 Jahr weltweit mitversichert!
– Welpen der versicherten Hündin sind bis zum Alter von 6 Monaten mitversichert!
– Teilnahme an Hundeschlittenrennen sowie dem dazugehörigen Training ist mitversichert!
– ungewollter Deckakt ist mitversichert!
– Mietsachschäden an Gebäuden bis zur Versicherungssumme!

Nicht jeder Hundehalter benötigt den Versicherungsschutz in der Hundeschule oder Schutz bei der Teilnahme an Schlittenrennen. Da die Versicherung aber schon ab 47,35 Euro im Jahr “zu haben” ist, können ruhig auch ein paar Zusatzleistungen bestehen, die unter Umständen nicht von Nöten sind.

Dass die Hundehaftpflicht aber keinen Leinenzwang vorschreibt, ist extrem wichtig. Ansonsten wäre jeder Schaden nicht versichert, der durch einen nicht angeleinten Hund verursacht wird.

17, Jul 2009

Wenn Pferde an Pferdehusten erkranken, dann ist immer höchste Priorität auf die Heilung des Hustens gesetzt.

Hier gibt es schon viele Beiträge zum Thema Pferdehusten.

-> Inhalieren mit Pferden – vorbeugend und heilend

-> Endoskopie / Bronchoskopie bei Pferdehusten

-> Erfolgreiche Behandlung von Pferdehusten

-> Muss das Pferd zur Endoskopie / Bronchoskopie sediert werden?

-> Fellwechsel und die Angst vor Pferdehusten

-> Plantagines +C von IWEST bei Pferdehusten

-> Endoskopie bei Atemwegserkrankungen wie Pferdehusten

-> Tierarztbehandlung für Husten bei Pferden als Kostenexplosion

Diese Erfahrungserichte sollen nun um eine Fotoserie ergänzt werden, in der das Inhalieren für Pferde gezeigt wird.

Das Inhalieren ist die Grundlage einer Heilung des Pferdehustens. Vorallem dann, wenn der Schleim in den Atemwegen des Pferdes fest sitzt, löst das Inhalieren den Schleim und das Pferd kann ihn abhusten.

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Beim Inhalieren der Pferde geht es also in nicht darum, den Kopf über eine heiße Schüssel Wasser zu halten, sondern man kann Inhaliergeräte für Pferde kaufen. Hippomed, Werner Kegel oder Impex sind beispielsweise Anbieter für diese Inhaliergeräte.

Das Pferd trägt eine Inhalationsmaske und atmet dabei vernebelte Kochsalzlösung mit ätherischen Ölen ein.

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Das Inhalieren sollte möglichst vor der Bewegung des Pferdes erfolgen, damit das Pferd den nun gelösten Schleim abhusten kann. Das Abhusten fällt dem Pferd bei und nach der Bewegung einfach leichter als beim ruhigen Stehen.

Das Pferd bitte niemals beim Inhalieren alleine stehen lassen. Es kann sich zu jedem Zeitpunkt erschrecken und dabei sowohl das Inhaliergerät zerstören oder aber die Nüstern verletzen.

Die Inhalationszeit sollte zwischen 15 und 20 Minuten betragen.

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Bestenfalls entspannt sich das Pferd während der Beahndlung und nickt eine Weile ein.

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Nach der Anwendung sollte das Inhaliergerät immer gereinigt werden, damit man nicht bei der nächsten Anwendung Krankheitserreger vernebelt und auf direktem Wege wieder in die Atemwege des Pferdes schickt und somit dem Pferdehusten nicht entgegenwirkt, sondern ihn unterstützt.

13, Jul 2009

Nun meldet sich auch der Springreiter-Olympiasieger Alwin Schockemöhle zu Wort, um das Thema Doping im Reitsport auszuwerten.

Medien und Reitern fällt es leicht, über Doping zu urteiln. Jedoch kennen die wenigsten Kritiker die harten und engen Richtlinien bezüglich der Medikation im Reitsport. Derzeit herrscht eine Null-Lösung, das heißt es darf keine Anzeichen des Medikamentes im Blut des Pferdes nachzuweisen sein.

Alwin Schockemöhle reflektiert das Thema Doping von zwei Seiten in dem er sagt, dass es auch immer darum geht, den Tieren mit Hilfe von Medikamenten die Genesung zu vereinfachen oder gar zu ermöglichen.

Die Behandlung eines Tieres ist nicht nur “schwaz-weiß” zu betrachten. Ein Pferd mit leistungsstärkenden Mitteln oder gar mit schmerzbetäubenden Mittel zu behandeln und es unmittelbar auf einem Turnier einzusetzen, das ist sicherlich die negative Handlungsweise.

Schockemöhle vergleicht die harmlose Seite jedoch mit dem Schlucken einer Aspirin, wenn man Kopfschmerzen hat. Dies darf nicht als Doping betrachtet werden. Laut Schockemöhle – und sicher auch in vielen Augen anderer Tierbesitzer – sind die Tierhalter, die ihr Tier beim Tierarzt behandeln lassen weil es eben notwendig ist, Tierfreunde. Die Reiter hingegen, die ihre Pferde aus genau diesem Grund behandeln lassen, sind Tierquäler und kommen durch Dopingskandale in Verruf.

Um Doping von Behandlung zu unterscheiden, muss sicher die Null-Lösung der Medikation überdacht werden. Ein Schwellenwert, der – bildlich gesehen – die Einnahme von einer Aspirin gestattet, aber die Gabe von Beruhigungsmitteln grundsätzlich untersagt, bringt vielleicht mehr Fairness in den Reitsport.

3, Jul 2009

Nach dem Dopingskandal von Isabell Werth mit ihrem Pferd Whisper wird beim CHIO in Aachen Flagge gezeigt.

Das Image des Reitsportes ist durch die Doping Skandale von Ahlmann oder Beerbaum schwer angeschlagen. Kurz vor dem Beginn des CHIO in Aachen kam nun auch noch Isabell Werth hinzu und der Ruf des Reitsportes scheint bald völlig ruiniert.

Mit Carsten Otto und Philipp Weishaupt sind nun zwei Springreiter am Start des CHIO, die vor den Dopingskandalen wohl noch niemand wirklich kannte. Diese starten als ersatz für Ahlmann und Beerbaum.

Der Dopingskandal zeigt jedoch auch eine positive Wirkung, denn 42 sogenannte Stewards überwachen nun Tag und Nacht die Pferde im Stall. Mit Wärmebildkameras sollen Auffälligkeiten an den Beinen der Pferde festgestellt werden und die Manipulation der Tiere soll (fast) unmöglich werden.

Des Weiteren werden in allen weltrangrelevanten Prüfungen die drei erstplazierten Pferde getestet!

Keiner der Reiter äußert sich empört über die Vorgehensweise, sondern sie alle fordern Transparenz und Offenheit um einen Neuanfang in Sachen Doping zu symbolisieren.