Tier-kompakt

Beiträge und Tests rund um die lieben Vierbeiner

Archiv für April, 2010

29, Apr 2010

Das Sommerekzem ist eine allergische Hauterkrankung bei Pferden, Ponys und Eseln. Ausgelöst wird es Fällen durch stechende Kriebelmücken, die mit den ersten warmen Tagen fliegen.

Die kleinen Insekten sind vor allem in der Dämmerung und in den Morgenstunden aktiv und fallen in kleinen Schwärmen über Säugetiere her. Der Stich ist auch für Menschen unangenehm und kann, bei entsprechender Neigung, starken Juckreiz auslösen. Während einige Pferde auf die Mücken gar nicht reagieren, geraten andere bei den Stichen in Panik.

Durch den Stich kommt das Pferd in Kontakt mit dem Speichel der Kriebelmücke, was den Juckreiz auslöst. Mähnen und Schweifrübe sind hauptsächlich betroffen und so beginnen sich die Pferde massiv an allen Gegenständen zu scheuern. Da der Juckreiz auch durch das anhaltende Kratzen nicht nachlässt, hören die Pferde auch dann nicht auf, wenn sie das Langhaar schon vollständig weggescheuert haben.

Schlimmstenfalls steht das Pferd innerhalb kurzer Zeit ohne Mähne und Schweif da, die Haut ist an den betroffenen Stellen blutig und so kommt es zu weiteren Infektionen, zum Beispiel durch Pilzsporen. Eine Erste-Hilfe-Maßnahme ist das sofortige Aufstallen der betroffenen Pferde. Viele Pferdehalter lassen ihre Tiere vorübergehend nur in der Nacht auf die Weide. Wer die Möglichkeit hat, kann versuchen anderes Weideland zuzupachten.

Je windiger es ist, desto weniger Kriebelmücken gibt es auf den Wiesen. In der Nähe von Wäldern und Bächen ist es dagegen besonders schlimm. Manche Rassen gelten als besonders anfällig. Das gilt zum Beispiel für nordische Pferderassen, vor allem, wenn sie nicht in Deutschland geboren sind. Die Anfälligkeit für das Sommerekzem wird vererbt.

Aus diesem Grund sind auffällige Pferde von der Zucht auszuschließen. Während man früher versucht hat, die Kriebelmücken fernzuhalten, in dem man die betroffenen Stellen dick mit Melkfett eingerieben hat, sind heute unzählige Öle und Lotionen auf dem Markt, die die Haut beruhigen und die Quälgeister fernhalten sollen. Bei leichten Fällen können einzelne Produkte vorübergehend lindernd wirken. In schweren Fällen helfen nur Ekzemerdecken.

Das gilt besonders für die Pferde, die sich nicht nur Mähne und Schweif, sondern auch Brust und Bauch aufkratzen oder aufbeißen. Ekzemerdecken verhüllen fast das gesamte Pferd. Der Bauch ist durch einen Latz verdeckt. Die Decke ist bis zum Kopf mit einer Kapuze verlängert, die bei Bedarf auch Ohren und Gesicht schützt.

Frei bleiben lediglich die Beine und das Maul. In Deutschland hat sich die Ekzemerdecke, die aus robustem, luftdurchlässigem Material besteht und keine Mückenstiche durchlässt, inzwischen als tierfreundlichste Maßnahme durchgesetzt.

Tierärztliche Behandlungen auf Grund der Pferdekrankheit Sommerekzem werden durch die Pferde Krankenversicherung erstattet!!

26, Apr 2010

Katze-Aids auch fachlich bezeichnet als das Immundefizenzsyndrom der Katzen, wird als virale Infektionskrankheit von Katzen bezeichnet. Die Krankheit wird durch das Feline Immundefizenz-Virus ausgelöst, welches das Immunsystem der Katze schwächt und Folgekrankheiten auslöst, welche tödlich verlaufen. Für den Menschen ist dieses Virus jedoch ungefährlich.

Herkunft des Katzen-Aids

Die Herkunft des Katzenvirus ist nicht genau bekannt. Weltweit sind ca. 1 % – 30 % der Katzenpopulation infiziert. Eine Erkrankung tritt meist bei Tieren auf, welche älter als 5 Jahre sind. Dazu gehören vor allem ältere in freier Wildbahn lebende Katzen, mit ausgeprägtem Revierverhalten.

Übertragung des Katzen-Aids

Vermutlich erfolgt die Hauptübertragung über Bisse. Es wurde bereits festgestellt, dass Katzen das Virus schon im Mutterleib auf die Katzenjungen übertragen können. Das Virus kann in Speichel, Blut und in der Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit nachgewiesen werden.

Symptome des Katzen-Aids

Die Infektion tritt in vier Stadien auf: eine akute, eine asymptomatische, eine unspezifische und eine terminale Aids-artige Phase.
In der akuten Phase zeigt sich die Infektion durch Fieber, Verminderung der weißen Blutkörperchen im Blut und durch Schwellung von Lyphknoten.
Im Verlaufe der Erkrankung können weiter Symptome auftreten, wie schlechtes Fell, Fieber, Durchfall, starke Gewichtsabnahme, chronische Entzündungen, Appetitlosigkeit u.a.

Diagnose des Katzen-Aids

Durch serologischen Nachweis der Antikörper kann die Diagnose gestellt werden. Jungkatzen im Alter von 6 Monaten sollten bereits auf Katzen-Aids getestet werden.
Eine zuverlässige Methode ist die PCR-basierte Diagnostik. Hier werden 15 % mehr positive Resultate erreicht als mit dem herkömmlichen ELISA-Test.

Behandlung des Katzen-Aids

Eine heilende Therapie von Katzen-Aids gibt es bisher noch nicht. Leben mehrere Katzen in einem Haushalt besteht in der Regel bei normalen sozialen Verhalten der Katzen (ohne Beißereien und Rankkämofe) keine Ansteckungsgefahr.
Ist ein Tier bereits erkrankt kann man dennoch die Lebensqualität und die Lebensdauer einer Katze erhöhen, indem man die Haltung des erkrankten Tieres in stressfreiem Umfeld ermöglicht, die Sekundärinfektionen, welche durch die Immunschwäche aufgetreten sind, behandelt und eine antivirale Chemotherapie durch Gabe von Interferon alpha (Protein oder Glykoprotein, das eine immunstimmulierende, vor allem antivirale und antitumorale Wirkung entfaltet) mit regelmäßiger Überwachung der Blutwerte durchführt.

Zum heutigen Zeitpunkt ist Katzen-Aids nicht heilbar, doch wissenschaftliche Untersuchen laufen stetig weiter. Man kann die Krankheitssymptome nur versuchen zu lindern.

Zur Prophylaxe ist bereits ein Impfstoff in den USA zugelassen worden. Also ein Lichtblick für diese schwere Krankheit !

21, Apr 2010

Der Pferdehusten ist eine oft lang andauernde Erkrankung, die Pferde akut befallen kann, die schnell zu einer chronischen Krankheit werden kann.

Da die Lungen des Pferdes leistungsstark, aber gleichzeitig auch sehr anfällig sind, sollte schon beim geringsten Verdacht auf Pferdehusten ein Tierarzt hinzu gerufen werden. Die auch RAO (rezidivierende Atemwegsobstruktion) genannte Erkrankung fordert in schlimmen Verläufen den Einsatz von Kortison- Präparaten, wenn mit anderen Mitteln kein Erfolg erzielt werden kann.

Auch die so genannte „Dämpfigkeit“ (Lungenemphysem des Pferdes) kann mit Kortison behandelt werden. Kortison kann aber nur in der Heilbehandlung bei den verschiedenen Arten der Pferde Lungenerkrankungen eingesetzt werden, ist keinesfalls ein Mittel, um diesem vor zu beugen. Bei richtiger Anwendung und einer zeitlich begrenzten Verabreichung und exakter Dosierung, wie es bei ausschleichenden Intervalltherapien indiziert ist, brauchen Pferdebesitzer keine Nebenwirkungen fürchten.

Langzeitpräparate eignen sich für die Behandlung der RAO nicht, da sie eher Nebenwirkungen auslösen und das Immunsystem des Tieres den Wirkstoff nicht mehr sinnvoll nutzen kann. Die unterschiedlichsten Pferderassen können vom Pferdehusten befallen werden, doch allen kann auch das Kortison zur Behandlung gegeben werden.

Risiken und Chancen von Kortison liegen allein in der Darreichung, ob Nebenwirkungen ausgelöst werden, an der Dauer und Dosierung der Kortisongabe und auch negativ eingestellten Pferdehaltern sollte das Wohl der Tiere an erster Stelle stehen. Ist eine Pferdehustenerkrankung erst einmal überstanden, werden auch die Kortison- Feinde aufatmen. Verabreichen lassen sich die Kortison Präparate gut mittels aus der Human- Medizin stammenden Kortisonsprays, sowie kortisonhaltigen Zusätzen für Inhalationen.

Auf diese Weise hat der Pferdebesitzer auch keine Nebenwirkungen, wie zum Beispiel die Hufrehe an den Hufen zu befürchten, da der Wirkstoff wirklich nur an den Zielort (Lungen) kommt, und nicht durch den gesamten Blutkreislauf transportiert wird. Aus gleichem Grunde ist auch die Nebennierensuppression minimiert. Mit den Aerosolen können alle Pferde und Ponys behandelt werden, deren Atemwege noch offen genug sind, um das Aerosol auch in die tieferen Abschnitte der Lunge gelangen zu lassen.

Das Kortison bremst die entzündlichen Zellen, reduziert die Schleimproduktion und bremst die Freisetzung von Entzündungsbotenstoffen. Mit einer unterstützenden Therapie, die die Abwehr des Tieres stärkt und ein wenig Zeit schlägt Kortison in den meisten Fällen innerhalb kurzer Zeit an. Um einen wiederkehrenden Pferdehusten zu vermeiden, sollte auf jeden Fall auf eine bessere Belüftung des Stalles, ausreichend Bewegung, einer Angemessenen Menge Einstreu (nicht zu viel, damit untere Schichten nicht schimmeln) und möglichst wenig Staubaufkommen bei der Ausmistung des Stalls geachtet werden.

14, Apr 2010

Kaum sprießen die ersten grünen Halme auf der Wiese, sind die Pferde kaum noch zu bremsen. Es ist schon erstaunlich, wie sie sich verbiegen können, nur um unter dem Zaun hindurch ein paar Hälmchen zu erwischen.

Doch der Pferdebesitzer sollte auf jeden Fall konsequent bleiben, wenn er seinem Tier wirklich etwas Gutes tun möchte. Sicherlich würde sich das Pferd freuen, wenn es auf die Weide nebenan darf und sich richtig den Bauch mit frischem Grün vollschlagen könnte.

Doch das birgt eine große Gefahr: Das Gras ist im Frühling sehr einweißhaltig und wenn auf der Wiese zum Beispiel noch Luzerne oder Klee wachsen, ist der Eiweißgehalt noch um einiges höher. Das Pferd ist nach dem langen Winter aber nicht mehr an so viel Eiweiß gewöhnt und könnte gesundheitliche Probleme bekommen.

Es ist ein Irrglaube, dass zu viel Eiweiß Hufrehe auslösen kann. Eiweiß allein ist nicht der Auslöser. Vielmehr sind es die Fruktane im Gras oder die Stärke in jungem Getreide, die dafür verantwortlich zu machen sind. Dennoch halten es viele Pferdebesitzer für besser, den Eiweißgehalt der Nahrung ihres Tieres so weit wie möglich zu reduzieren. Hohe Eiweißmengen können aber Schuld an der Absenkung des Hufbeins haben. Welcher Pferdehalter möchte nun hohe Tierarztkosten bezahlen, nur weil er es mit dem Anweiden überstürzt hat? Außerdem wird die Verdauung des Pferdes beeinträchtigt, was zu Durchfall führen kann. Auch Koliken können auftreten.

Was hilft?

Langsames Anweiden ist die Lösung. Das Pferd darf niemals den ganzen Tag auf die Weide mit frischem Gras, sondern sollte langsam daran gewöhnt werden. Die Weidezeit sollte täglich um eine kurze Zeitspanne gesteigert werden, bis ein paar Stunden erreicht sind. Von einem halben Tag auf der Weide kann die Zeit bis zu einem ganzen Tag gesteigert werden.

Ist keine ausreichend große Wiese vorhanden, die das tägliche Abfressen ermöglicht, kann auch frisches Gras geschnitten zugefüttert werden, wobei auch dabei die Menge beachtet werden sollte. Von ein paar Handvoll kann die Menge bis zur Sättigung des Tieres langsam gesteigert werden. 

13, Apr 2010

Schwarzkümmel ist ein Hahnenfußgewächs. Sein Öl wird aus den winzigen Samenkernen der Nigella gewonnen.

Leider gibt es bei der Herstellung große Qualitätsunterschiede, da häufig durch Zusätze von z.B. Äther auf billige Art und Weise das Öl chemisch erzeugt wird. Das originale ägyptische Schwarzkümmelöl aus erster Kaltpressung ist daher für den menschlichen und tierischen Organismus am sinnvollsten.

Das Schwarzkümmelöl, ob in Form von Kapseln oder flüssig, kommt zum Beispiel bei einem gestörten oder geschwächten Immunsystem zum Einsatz. Da es an der schwächsten Stelle wirksam wird und als biologisches Heilmittel (Nahrungsergänzung) anerkannt ist, kann man das Öl ohne jegliche Nebenwirkungen für Mensch und Tier einsetzen.

Im Körper durchläuft seine heilsame Wirkung den gesamten Magen-Darm-Trakt und kann sich sehr positiv auf eine gestörte Darmflora auswirken, die Verdauung normalisiert sich und Blähungen lösen sich auf und es ist sehr magenverträglich. Zudem fördert das Öl das Gleichgewicht der Bakterien und Pilze im Darm. Auch das Harnsystem – Niere, Blase, Harnleiter profitieren davon.

Weiterhin ist das Schwarzkümmelöl ein alternatives Mittel für Asthmatiker, da es sekretlösend und gefäßerweiternd wirkt. Durch die 100-prozentige Bioverfügbarkeit sorgt es für einen normalen Blutdruck und hat einen leicht blutdrucksenkenden Effekt. Für Allergiker mit Heuschnupfen und Nahrungsallergien ist es besonders zu empfehlen, denn die Überreaktion des Immunsystems wird durch regelmäßige Einnahme gemindert.

Dies gilt auch bei Pferden, die an chronischer Bronchitis leiden.

Die positive, heilende Wirkung erstreckt sich auch über das Bewegungssystem ( Knochen, Sehnen, Muskeln), sowie die Sinnesorgane (Augen, Nase, Ohren, Geschmacksnerven) und das Blut- und Lymphsystem. Auch äußerlich ist Schwarzkümmelöl einsetzbar, zum Beispiel bei Neurodermitis und anderen hautentzündlichen Prozessen, aber auch nach Insektenstichen und Verletzungen der Haut. Der quälende Juckreiz wird durch die Versorgung mit den enthaltenen Fettsäuren im Schwarzkümmelöl gemindert und eine Abheilung der entzündeten Hautbereiche kann erfolgen.

Durch regelmäßiges Auftragen auf ekzemgeschädigte Hautstellen wird der Schorf aufgeweicht und ist somit schonender ablösbar und die Wunden heilen keimfrei ab. Abschließend kann man sagen, das dieses Volksheilmittel eine wundervolle Alternative zur Behandlung vieler Störungen im Organismus ist. Für Mensch, ob klein oder groß, alt oder jung oder bei allen Tieren findet Schwarzkümmelöl Anwendung.

Bei Pferden kann das Schwarzkümmelöl äußerlich und innerlich eine große Hilfe sein. Der typische Geruch kann die lästigen Pferdebremsen durch Auftragen/Einreiben ins Fell abwähren.

Das Fell der Pferde kann mit Schwarzkümmelöl eingerieben werden und sorgt für einen schönen seidigen Glanz. Diese Verschönerung dient aber auch der Gesundheit und der Abwehr von Insekten. Auch in der Sattellage können einige Tropfen Schwarkümmelöl Satteldruck lindern undvorbeugen.

7, Apr 2010

Zweimal im Jahr, immer dann, wenn der Fellwechsel bevorsteht, ist das Immunsystem der Tiere soweit abgesenkt, dass es für Viren und Bakterien ein Leichtes ist, in den Pferdekörper einzudringen. Hierbei brauchen die Pferde meistens Unterstützung von Außen, um diesen Fellwechsel problemlos zu überstehen.

Auch staubige Reitplätze, Pollen in der Luft und Schimmelsporen am Heu sind ein hohes Risiko für eine jede Pferdelunge. Also gilt es die Unterkünfte und Offenställe so sauber wie nur möglich zu halten.

Die Anfälligkeit der Pferde in dieser vorübergehenden Zeit ist sehr hoch. Deshalb sollten die Pferdezüchter und Besitzer sowie auch die Reiterse vorbeugend Unterstützen. Es gibt viele verschiedene Methoden, um das Immunsystem zu stärken und den Infektionen eine gute Abwehr bieten zu können.

Vorbeugend zu handeln ist sicher das Beste. Durch Inhalieren wird der Schleim verflüssigt und kann somit auch leichter abgehustet werden.

Letztendlich gibt es wohl kaum eine bessere Vorbeugung, als die frische Luft und wenn es schon zum Husten gekommen ist, ist es ganz sicher falsch, das Pferd dick einzupacken und wegzustellen. Das Pferd darf nicht schwitzen, es muss nur warm sein. Besonders ältere Pferde haben das Bedürfnis nach mehr Wärme.

Die vollständige Genesung wird meistens wie auch beim Menschen erzielt: viel frische Luft, nicht zu dick eingepackt, etwas Hustensaft, auch eventuell der gleiche, wie beim Menschen nur mehr und Bewegung.