Tier-kompakt

Beiträge und Tests rund um die lieben Vierbeiner

Archiv für Mai, 2010

27, Mai 2010

Was tun gegen Pferdebremsen?

Autor: tierkompakt

Pferdebremsen gehören, wie der Name schon sagt, zur Familie der Bremsen und sind mit einer Körpergröße von 19 bis 24,5 Millimeter eine der Größten in Mitteleuropa. Wie bei fast allen Bremsen saugen auch bei den Pferdebremsen nur die weiblichen Tiere. Die Männchen sind friedlich. Durch das tiefe und deutlich hörbare Brummen kann man die Pferdebremse erkennen. Sie kommen besonders in der Nähe von Rinder- und Pferdeweiden in dem Zeitraum von Mai bis September an warmen, schwülen Tagen vor. Dabei warten sie meist in Schattenbereichen auf ihre Opfer. Besonders beliebt sind dabei z.B. Feldrandwege, die zwischen einem Feld und einem Wäldchen liegen oder Weiden mit Bachlauf.

Die perfekte Idylle ist ein Bachlauf mit schattenspendenden Bäumen und eine von der Sonne aufgeheizte Weide, dazu ein warmes, schwüles Wetter. Pferdeherden können sich gegen einzelne Tiere wehren, jedoch kann ein Schwarm Bremsen lebensbedrohlich für eine Herde werden. Durch die Abwehrreaktion des Pferdes, kommt dieses ins schwitzen und lockt somit immer mehr der Tiere an. Dabei regt sich das Pferd auf und versucht eventuell zu fliehen. Diese Reaktion kann dann schwerwiegende Folgen haben.

Um Pferde zu schützen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Angefangen von speziellen Decken mit Sichtschutz bis hin zu flüssigen Produkten wie zum Beispiel ZEDAN BREMSENBREMSE. Die Variationen reichen vom Insektizid, das die Insekten abtötet bis hin zu reinen Duftmischungen auf der Grundlage ätherischer Öle, die man auch leicht selbst herstellen kann. Rezepte dafür gibt es zuhauf im Internet, aber Vorsicht manche Mittel schaden mehr als das sie helfen.

Eine sehr hautverträgliche Variation ist das Waschen mit Essigwasser. Es hilft nicht nur vorbeugend, sondern beruhigt auch Stellen von bereits vorhandenen Stichen und hilft bei deren Abheilung. Durch die Vielzahl von Mitteln die sich auf dem Markt befinden, sollte man ausprobieren, welches am besten einen Schutz gegen Pferdebremsen bildet.

Doch wie kann sich der Mensch vor den Bremsen schützen. Der beste Schutz vor den Blutsaugern ist Kleidung an den gefährdeten Hautpartien. Für den Schutz von Armen reicht oftmals schon ein langärmliges Shirt aus. Bei Wanderungen durch Wiesen und Wälder sollte man spezielle Wandersocken anziehen, denn diese bieten mehr Schutz als dünne Socken, da diese von Bremsen durchstochen werden können.

Wer also sein Pferd nicht in den Stall sperren will, der sollte sein Pferd gegen Pferdebremsen und andere Insekten schützen. Aber natürlich auch sich selbst, denn ein Bremsenstich ist sowohl schmerzhaft wie auch gefährlich, denn es können Krankheiten wie Borreliose oder das EIA-Virus übertragen werden.

27, Mai 2010

Ebenso wie bei Menschen, sind auch Pferden Gelenkerkrankungen eine häufige Erkrankungsart. Unter diesen Gelenkerkrankungen gehört die Arthrose zu den häufigsten. Bei der Arthrose handelt es sich um verschiedene Formen des Gelenkverschleißes, denen medizinisch gesehen, unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen. Dies können hohe Harnsäureanteile und andere Enzymstörungen, aber auch Überlastung, Übergewicht und mehr sein. Bei Pferden tritt die Arthrose vorwiegend in den Beingelenken auf. Erste Auffälligkeit ist das leichte bis starke Lahmen, besonders bei Kälte und hoher Belastung, und Schmerzempfindlichkeit bei Berührung. Bei solchen und ähnlichen Anzeichen sollte unbedingt sofort ein Tierarzt hinzugezogen werden.

Die Arthrose beim Pferd ist nicht heilbar, sie kann jedoch mit gutem Erfolg behandelt werden. Der Tierarzt wird untersuchen, wo die möglichen Ursachen liegen, die Art der Arthrose dementsprechend einordnen und behandeln. In bestimmten Fällen müssen neben anderen Behandlungsmethoden auch Medikamente und Gelenkspritzen verabreicht werden. An erster Stelle wird immer stehen, dem Pferd den Schmerz zu nehmen oder zu lindern, da sonst weitere Therapien nicht durchführbar sind. Zusätzlich können spezielle Futterergänzungsstoffe, eigens für Arthrose gegeben werden. Eine durchdachte Bewegungstherapie ist angesagt.

Bei Pferden, die beschlagen werden, kann eine Fehlstellung des Hufbeschlags ausschlaggebend für beginnende Gelenkprobleme sein. Eine solche muss dann umgehend korrigiert werden, was in diesen Fällen schon eine erhebliche Besserung mit sich bringt. In den meisten Fällen liegt die Ursache zur Entwicklung einer Arthrose beim Pferd in der Über- oder Fehlbelastung. Hier sind besonders dauernd beanspruchte Dressurpferde betroffen, die auch schon in jüngeren Jahren diese Gelenkerkrankung erleiden können.

Ein Pferdebesitzer kann im Vorfeld schon viel tun, um seinem Pferd nach Möglichkeit spätere Gelenkerkrankungen zu ersparen. Auch beim unbeschlagenen Pferd müssen die Hufe regelmäßig gepflegt und durch einen Hufschmied gleichmäßig gehalten werden. Ein Pferd braucht viel Bewegung, und das darf sich nicht nur auf das Reiten beschränken. Reiten ist eine Belastungsform und bedarf des Ausgleichs. Eine gut durchdachte, regelmäßige und ausdauernde Bodenarbeit ist unabdingbar. Hierbei ist darauf zu achten, dass Vorder- und Rückhand, sowie rechte und linke Seite im Wechsel gleichmäßig zu belasten sind und alle verschiedenen Gangarten ohne Reiter durchgearbeitet werden. Bei einer Stallhaltung oder offenen Stallhaltung ist auf ausreichend Unterstreu zu sorgen, damit das Pferd nicht auf harten Untergründen steht. Bestehen bereits Anzeichen für eine Gelenkerkrankung, so können zusätzlich zur Behandlung wärmende Stulpen zur kalten Jahreszeit, die angereicherten Futterbeigaben für Arthrose und andere Naturmittel angewandt werden. Das Pferd sollte bei auftretenden Beschwerden möglichst nicht geritten, aber in den leichten Gangarten und ohne Springen gleichmäßig bewegt werden.

Die Kosten einer Tierarztbehandlung in Folge von Arthrose werden von der Pferde Krankenversicherung erstattet.

17, Mai 2010

Wer Pferde hat, sollte aufpassen, dass die Tiere keinen Raps zu sich nehmen, denn Raps enthält eine große Menge an Nitrat, was zu Koliken und Blähungen führt und mit Atemnot endet.
Raps kann auch im Mischfutter und/ oder Eintstreu enthalten sein. Bitte die Lieferung vor der Anwendung kontrollieren – Raps kann man an den kleinen, tiefschwarzen, kreisrunden Samen erkennen.

Doch wo im Futter kann Raps noch vorkommen?!

Rapsmehl, Rapsschrot und Rapskuchen können im Pferdefutter vorkommen. Bitte immer genau die Inhaltsstoffe überprüfen, um schlimmste Folgen zu vermeiden.

Welche Symptome treten auf, nachdem das Tier Raps gefressen hat?!

Hat ein Pferd, Raps gefressen, tritt eine Freßunlust auf; das Tier hat mit vermehrtem Durstgefühl zu kämpfen. Des Weiteren leidet das Tier an Koliken, auch Entzündungen der Maulschleimhaut treten auf. Ebenfalls läßt das Tier viel Harn ab.

Wie merkt man dem Tier an, das etwas nicht stimmt?!

Das Tier beginnt zu taumeln und im Kreis umherzuwandern.
Vorsicht ist also als Erstes geboten. Viele Pferdebesitzer benutzen Raps als Einstreu – mit folgenschwerem Ausgang! Des Wegen immer herkömmliches Einstreu verwenden, da die Tiere das Einstreu auch gerne fressen.

Doch wie kann der Pferdehalter bei einer Rapsvergiftung vorgehen?!

Zuerst einmal sollte eine weitere Nahrungs-, bzw. Giftaufnahme unterbunden werden und das Pferd nicht gefüttert werden. Das Pferd benötigt nun nur Wasser! Bitte das Tier in einer gutgestreuten Box unterbringen, um Verletzungen bei möglichen Kolikanfällen zu vermeiden. Wenn nur ein Pferd an einer Rapsvergiftung erkrankt sein sollte, bitte prüfen, ob sich auch noch andere Pferde in der Herde angesteckt haben. Des Weitern sollte geprüft weden, was das Tier gefressen hat – wurde vielleicht das Futter in der letzten Zeit umgestellt?!

Es muß auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass die Pferde nicht mit Raps in Berührung kommen, da sich die Tiere damit vergiften und schwerstmöglichste Folgen auftreten können!
Raps als Futter – und Einstreupflanze vermeiden!!

Erleidet das Pferd eine Kolik, so trägt die Pferde OP Versicherung die Kosten dafür – man sollte es aber gar nicht erst soweit kommen lassen.

11, Mai 2010

Blaukorn ist Gift für den Hund

Autor: tierkompakt

Viele Hundebesitzer fragen sich gerade im Frühling, warum es ihrem Hund plötzlich so schlecht geht. Eigentlich sollte er sich doch freuen, dass er endlich wieder mehr Zeit an der frischen Luft verbringen kann und sollte dadurch doch aufblühen.

Parallel dazu beginnen die Gartenliebhaber aber auch, ihren Hunden und Katzen zu schaden – durch das Düngen mit Blaukorn!! Fast jeder Mensch hat auch Blumen im Haus, die gedüngt werden müssen, aber dennoch trifft den Hund die Gefahr im Haus nicht so stark. Es besteht zwar auch im Haus die Möglichkeit, dass der Hund eine Blume umwirft und so in den “Genuss” von Blaukorn kommt, aber das ist eher unwahrscheinlich. Im Sommer ändert sich die Situation aber schlagartig.

Der Hund wird bei jedem Ausflug nach draußen der ständige Begleiter sein. Aber man kann ihn nicht immer beobachten und schützen. Gerade, wenn man im Garten mit Blaukorn düngt und den Hund dann einige Stunden im Garten lässt besteht die Gefahr, dass der Hund Vergiftungserscheinungen bekommt. Das ist schon schlimm genug und muss sofort behandelt werden. Gerade, wenn eine solche Vergiftung aber am Wochenende auftritt ist schnelles Handeln gefragt.

Die meisten Tierärzte werden geschlossen haben und man muss sich in die nächste Tierklinik begeben. Zeit ist hier ganz wertvoll. Man muss sich beeilen, um den Hund zu retten, denn dieses Blaukorn (blaue Körner) sind höchst giftig und gefährlich. Aber was viele nicht wissen ist, dass es verschiedene andere Möglichkeiten gibt, mit denen man alternativ zu Blaukorn düngen kann. Dazu gehören zum Beispiel Hornspäne oder Guano. Das sind ganz natürliche, biologische Stoffe, die mehr als gut geeignet sind um einerseits zu düngen und andererseits den Hund zu schützen.

Es ist dann ausgeschlossen, dass der Hund sich im eigenen Garten vergiftet. Problematisch ist es aber weiterhin, wenn man mit dem Hund Ausflüge macht. Man weiß nie ob hier mit Blaukorn gedüngt wurde oder nicht. Deshalb ist es sehr empfehlenswert sich erst einmal bei der Stadt zu erkundigen ob mit Blaukorn gedüngt wird und wenn ja “wo”. So kann man die Gefahr grundlegend verhindern.

Denn heutzutage wird leider noch viel zu oft mit Blaukorn gedüngt, obwohl es preislich genauso gut andere Lösungen gibt, die man immer in Erwägung ziehen sollte. Es scheint die Gewohnheit zu sein, dass man sich immer wieder gleich verhält und nicht darüber nachdenkt, ob man sein Verhalten, dem Hunde zuliebe, ändern sollte. Also: Ab heute kein Blaukorn mehr, sondern Hornspäne oder Guano. So schützt man nicht nur seinen eigenen Hund, sondern auch alle Hunde, die mal im Garten vorbeischauen.

11, Mai 2010

Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen und trockenen Tagen entscheiden sich viele Pferdehalter dazu, ihre Tiere auf die Weide zu lassen, damit sie dort ihr Futter in Form von Gras zu sich nehmen. Dass dabei – vor allem zu Beginn der Weidesaison – ein erhöhtes Hufreherisiko besteht, ist vielen nicht bewusst.

Hufrehe – oder Laminitis – ist eine Entzündung der Huflederhaut, die im schlimmsten Fall zum “Ausschuhen”, also zum Ablösen der Hornkapsel oder zu einer Hufbeinsenkung führen kann. Hebt das Pferd abwechselnd die Hufe oder bewegt es sich steif, dann ist bereits von akuter Hufrehe zu sprechen, im Extremfall verweigert das Tier die Nahrungsaufnahme aufgrund zu großer Schmerzen.

Hufrehe kann durch Überbelastung des Hufs, Vergiftung durch zum Beispiel Pestizide oder Medikamente auftreten. Am häufigsten aber ist die Futterrehe, bedingt durch kohlenhydratreiche Nahrung. Diese führt zu einer Übersäuerung des Körpers und der angesprochenen Entzündung.

Frisches Gras ist deshalb so reich an Kohlenhydraten, weil die starke Sonneneinstrahlung in Kombination mit teils doch kühlen Temperaturen dazu führt, dass die Pflanzen durch Photosynthese mehr Energie herstellen können, als sie eigentlich benötigen. Überschüssige Energie wird in Form von Fruktanen zwischengespeichert. Diese erhöhte Konzentration von Zuckermolekülen bzw. Kohlenhydraten fördert die Vermehrung der Streptokokken im Dickdarm des Pferdes, was zur Bildung von Milchsäure und verschiedenen Giftstoffen führt. Akute Hufrehe ist dann die Folge.

Daher wird dringend empfohlen, die Pferde nur wenig oder (noch) kein frisches Gras fressen zu lassen. Heu und Stroh sollten – trotz der bereits milden Temperaturen – die primären Nahrungsmittel sein.

Hufrehe ist eine ernstzunehmende Krankheit, die nicht selten zum Tod des Tieres führt. Vor allem zu spät erkannte Symptome und falsches Füttern sind die häufigsten Gründe, warum die Krankheit überhaupt ausbricht und so enden muss.

Die Behandlungskosten der Hufrehe erstattet die Krankenversicherung für Pferde.

4, Mai 2010

Ist an der Aussage etwas Wahres dran, dass durch die Sterilisation von einer Hündin das Risiko verringert wird, dass das Tier an Gebärmutterkrebs erkrankt?

Wenn die Hündin beispielsweise oft unter Scheinträchtigkeit leidet, sollte man diese Möglichkeit in Betracht ziehen, weil sich das Risiko von Gebärmutterkrebs erhöht, je mehr die Tiere einer Hormonbelastung ausgesetzt werden.

Allerdings sollte dieser Eingriff ziemlich früh erfolgen, am besten bevor oder nachdem Hündin die erste Läufigkeit hinter sich hat. Nach diesem Eingriff ist es möglich, dass die Hündin mehr Nahrung zu sich nimmt, aber durch viel Bewegung und kontrollierte Nahrungsaufnahme lässt sich eine enorme Gewichtszunahme verhindern.
Viele Besitzer merken auch an dem trägen bzw. veränderten Verhalten ihres Tieres, dass etwas nicht in Ordnung ist. Oft fressen die Tiere nicht mehr richtig.
Auch wenn die Hündin plötzlich Gewicht verliert, kann dies ein Indiz sein.

Leider ist die einzige Möglichkeit, die Krankheit genau festzustellen, indem Ultraschalluntersuchungen und Röntgenaufnahmen durchgeführt werden. Krebs ist die am häufigsten verbreitete Todesursache bei Tieren, das ist vielen unbekannt. Dennoch gibt es viele Möglichkeiten der Behandlung und Hoffnung für die Tiere.

Welche Behandlung am besten ist, muss im Einzelfall entschieden werden. Es muss vor allem untersucht werden, ob sich der Krebs schon im Körper verbreitet hat. Je eher also die Diagnose gestellt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Tumore sind unterschiedlich groß, meist wird der Tumor operativ entfernt. Die Chancen stehen recht gut, wenn die Hündin über einen allgemein guten Zustand verfügt. Leider ist es aber nach der auch so, dass die Möglichkeit der Neubildung eines Tumors besteht, nachdem eine dementsprechende Operation erfolgt ist. Das kann sein, muss aber nicht passieren. Wie auch für Menschen gibt es für Hunde eine Chemotherapie, diese Behandlungsmethode muss aber jeder für sich selbst und sein Tier entscheiden, denn auch das Immunsystem wird hierdurch geschwächt. Diese Therapie ist überdies recht teuer. Glück im Unglück hat zumindest der Hundehalter, der eine Hundekrankenversicherung abgeschlossen hat, welche die Behandlungskosten übernimmt.