Tier-kompakt

Beiträge und Tests rund um die lieben Vierbeiner

Archiv für Oktober, 2010

18, Okt 2010

Soll man Pferde scheren?

Autor: tierkompakt

In den Reitanlagen wird nun vermehrt über eine Frage gegrübelt: soll ich mein Pferd scheren oder nicht? Welche Pferde sollten geschoren werden?
Grundsätzlich sollten vor allem Pferde geschoren werden, die im Turniersport zum Einsatz kommen oder konditionelle Hochleistungen erbringen müssen.

Es gibt einige gängige Schnittformen um ein Pferd zu scheren. Dazu zählen der Standardschnitt, der Streifenschnitt, der Deckenschnitt und der Jagdschnitt. Grundsätzlich werden Pferde im Winter geschoren, wenn man in dieser Jahreszeit viel mit den Tieren arbeitet. Das dichte Winterfell der Pferde trocknet im Winter sehr schwer – geschorene Pferde trocknen schneller und das Risiko einer Infektion minimiert sich.

Allgemein sollte beim Scheren einiges beachtet werden – nervöse Pferde sollten mit der Hilfe einer weiteren Person geschoren werden. Dieser kann das Pferd beruhigen und auch ablenken. Junge Pferde müssen an das Scheren erst gewöhnt werden.
Um das Pferd auch optisch ordentlich zu scheren, sollte man die Schergrenzen mit einem Kreidestrich markieren. Wichtig ist es, immer gegen den Fellstrich zu scheren.
 
Der Standartschnitt wird im Herbst durchgeführt, wenn das Winterfell gewachsen ist. Dieser Schnitt eignet sich vor allem für Freizeitpferde. Dieser Schnitt bietet der empfindlichen Lendengegend des Pferdes einen Wärmeschutz. Es darf nicht zu viel weg geschoren werden, da es sonst zu Konditionseinbrüchen kommen kann.

Der Streifenschnitt eignet sich gut für Offenstallpferde Hier schert der Pferdehalter lediglich einen Streifen an der Unterseite des Halses, der Brust, einen Streifen am Bauch und einen an der Hinterhand. An kalten Tagen sollte das Pferd mit einer Decke eingedeckt werden.

Beim Deckenschnitt werden der Bauch und Hals geschoren. Pferde, die besonders erkältungsempfindlich sind, hält das Fell am Rücken warm.

Der Jagdschnitt wird bei Pferden angewandt, die viele Stunden in einem anstrengenden Einsatz sind. Der Kopf und die Beine werden nicht geschoren und auch der Bereich unter dem Sattel bleibt mit Fell bedeckt.

Turnierpferde werden einem Sportschnitt oder einer Vollschur unterzogen, nur ein kleines Dreieck am Schweifansatz und ein Streifen wird stehen gelassen. Dieser Sportschnitt gibt dem Pferd ein elegantes Aussehen und ist äußerst pflegeleicht.

6, Okt 2010

Wenn man sich eine Katze in die Familie holen möchte, sollte man vorzugsweise ein Tierheim aufsuchen. Solche Einrichtungen sind fast in jeder Stadt zu finden.

Tierheime sind ein Zufluchtsort für verlassene, verlorene oder ausgesetzte Tiere. Auch Besitzer die beispielsweise auf reisen gehen, oder krank sind können ihre Lieblinge in solch einer Unterkunft kurzfristig einquartieren. Somit sind sie eine wichtige Einrichtung, trotzdem ist ein richtiges Zuhause natürlich schöner und besser. Ein Tierheim kann nicht die entspannte Atmosphäre wie ein Leben in einer Familie bieten. Ein gut geführtes Heim gibt seine „Bewohner“ selbstverständlich nicht übereilt und unüberlegt ab, da die Mitarbeiter das Bestreben haben den Tieren ein gutes und passendes neues Heim zu vermitteln.

So kommt man in den Genuss einer guten, fachlichen Beratung, mit dem Ziel, das der neue Hausgenosse sich auch gut in die familiäre Situation integriert. Jede Katze hat ihre Stärken und Schwächen, die eine ist ruhig, die nächste wild, man hat die Chance mehrere kennen zu lernen und sich dann für die am meisten passende zu entscheiden. Wie bei menschlichen Begegnungen entscheidet am Ende auch eine gewisse Sympathie. Man kann seinen neuen Liebling jedoch nicht am gleichen Tag mit nach Hause nehmen, erst müssen die notwendigen Papiere fertig gemacht werden, wie Impfpass und Übernahmevertrag.

Ganz abgesehen davon, ist es ein großer Vorteil, dass die Katze gesundheitlich gut betreut wurde, sie bereits geimpft, sterilisiert oder auch kastriert übergeben wird. Auch sind sie stubenrein und daran gewöhnt das Katzenklo auf zu suchen. Durch die Tätowierung im Ohr sind die Tiere registriert und bei eventuellem Verlust leichter zu identifizieren. Damit ist ein Teil der wichtigsten Dinge die eine Katze haben muss schon sicher gestellt.

All diese Dinge kosten natürlich Geld, von der eigentlichen Versorgung und Betreuung angefangen, über die Tierarztkosten, bis hin zur Unterhaltung des Hauses. Das finanziert sich nicht von alleine, die Tierheime sind auf Spenden angewiesen, beziehungsweise auf die sogenannte Schutzgebühr, die sie von jedem neuem Besitzer eines Haustieres wie eine Katze zum Beispiel als Vergütung bekommen. Damit versucht das Tierheim sicher zu stellen, dass die neuen Besitzer die Aufnahme einer Katze nicht nur aus einer Laune heraus anstreben. Man sollte diese auch gern bezahlen, schließlich bekommt man vieles dafür. Die Mitarbeiter der Tierheime geben gerne Hilfestellung beim eingewöhnen der Katze in ihr neues Zuhause, sollten sich dabei Probleme ergeben.

4, Okt 2010

Ein Pferd wechselt etwa zweimal im Jahr sein Fell – dies geschieht im Frühling und im Herbst, wenn das Wetter wechselt und es wärmer bzw. wieder kälter wird. Während dieses Prozesses läuft der Organismus des Pferdes auf Hochtouren. Wechselt ein Pferd sein Fell, so handelt es sich keinesfalls um eine simple, alljährliche Veränderung, sondern viel mehr um einen Kraftakt für den Pferdekörper.

Wird im Frühjahr das dichte Winterfell abgestoßen und durch das leichtere Sommerfell ersetzt, so verbraucht das Pferd enorm viel Energie. Dabei wird auch der Stoffwechsel stark beeinträchtigt und das Immunsystem wird in Mitleidenschaft gezogen. Viren, Bakterien und Pilze werden während des Fellwechsels nicht so gut abgewehrt, was das Pferd wiederum anfälliger für Krankheiten macht. Besonders der gefährliche Pferdehusten ist ein brisantes Thema im Zusammenhang mit dem Fellwechsel. Der Pferdehusten ist eine infektiöse (ansteckende) Krankheit, welche unter anderem durch folgende Ursachen hervorgerufen wird:

-Stallhaltung ohne ausreichende Frischluftzufuhr
-staubige Umgebung
-Immunitätsabschwächung durch Stress (Umgebungswechsel, Transport etc.)

Besonders anfällig für den Pferdehusten während des Fellwechsels sind alte und kranke Tiere, ebenso auch chronisch kranke Tiere (COB).

Der Pferdebesitzer kann dem Pferd den Fellwechsel erleichtert, indem er kaltgepresste ungesättigte Öle zum Futter hinzugibt. Besonders gut geeignet für diesen Zweck sind Nachtkerzenöl und Schwarzkümmelöl. Diese Öle haben eine positive Wirkung auf die Haut. Des Weiteren ist unbedingt auf eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen zu achten. Dabei sollte man möglichst naturbelassene Produkte verwenden, da synthetische Produkte zu einer schädlichen Überversorgung führen können. Hierfür bieten sich beispielsweise Brennnessel, Löwenzahn, Birkenblätter, Goldrute, Hagebutte und Mariendistel an. Diese Kräuter enthalten wertvolle, natürliche Mineralstoffe.
Ist ein Pferd optimal versorgt, so ist gesundheitlichen Komplikationen während des Fellwechsels vorgebeugt. Somit ist das Immunsystem weniger anfällig und kann auch während des Kräfte zehrenden Fellwechsels gute Dienste leisten und Krankheitserreger besser abwehren. Zudem sollte zusätzlicher Stress vermieden werden. Dieser wirkt wie Gift auf das Immunsystem. Lange Transporte und ständige Umgebungswechsel würden demnach den Pferdehusten noch begünstigen.

Während des Fellwechsels sind nicht nur Kräuter hilfreich, um das Immunsystem zu stärken, sondern auch eine erhöhte Getreide- und Rauhfutterration können dem Tier dienlich sein. Wird der erhöhte Bedarf nicht durch das tägliche Fressen auf der Weide gedeckt, so sollte der Pferdebesitzer darauf achten, den erhöhten Bedarf an Getreide und Rauhfutter zu decken.
Abgesehen vom Futter kann auch die falsche Unterbringung das Immunsystem des Pferdes beeinträchtigen und somit zum Husten führen, der im schlimmsten Fall sogar chronisch werden kann. Während des Fellwechsels ist die Unterbringung mit genügend Frischluftzufuhr und einer geringen Staubbelastung ideal.

4, Okt 2010

Überlegungen zum Hundekauf

Autor: tierkompakt

Meist von Kindesalter an wünschen sich die Menschen einen Hund. Einen treuen Weggefährten, der mit einem durch dick und dünn geht, der einen begrüßt wenn man zu Hause erscheint, der einem Trost spendet wenn man sich einsam fühlt, der einem beim ungeliebten Joggen im Wald begleitet, der das Haus vor Einbrechern beschützt. So vielfältig die Beweggründe zur Anschaffung eines Hundes auch sein mögen, sie enden immer in vernünftiger Planung vor einem Hundekauf.

Also was macht man – spontan einen Welpen beim Bauern Klaus gekauft, bestenfalls eine Hundehaftpflicht abgeschlossen und ab nach Hause. Und dann?

Manchmal reicht nicht der Wunsch allein, in vielen Fällen müssen die äußeren Randbedingungen einfach passen. Ein Hund lebt im Durschnitt 12-18 Jahre, was eine sehr lange Zeit ist. Vor dem Kauf sollte sich jeder zukünftige Hundebesitzer darüber im Klaren sein, dass er in diesen ganzen Jahren für das Tier verantwortlich ist. Jede Rasse und jeder Hund hat einen  eigenen Charakter und nicht jeder Hund ist für jeden Menschen geeignet. Einige Rassen sind sehr agil und benötigen sehr viel Bewegung und geistige Auslastung und andere Rassen sind eher ruhige Vertreter und zerlegen nach nur kurzen Spaziergängen nicht zwangsläufig die Wohung.

Vor dem Kauf ist es enorm wichtig sich zu überlegen, was man von dem Tier erwartet. Möchte man eher einen sportlichen Hund, mit dem man an Wettkämpfen teilnehmen kann oder einen ruhigeren Familienhund? Die Rasse ist meist ausschlaggebend, aber auch das Aussehen. Ein Border Collie ist ein sehr hübscher Hund, der vielen optisch sehr gut gefällt, doch sollte man nie vergessen, dass diese Rasse nicht glücklich wird mit einem kurzen Spaziergang ein paar Mal am Tag. Jede Rasse hat andere Ansprüche, dabei kann es bei jeder Rasse aber ebenso sein, dass der Hund sich total rasseuntypisch verhält. Vor dem Kauf sollte sich deshalb jeder zukünftige Hundehalter überlegen, was für ein Hund es sein soll: die Größe, die Zeit die man dem Tier widmen kann, ob genügend Geld vorhanden ist und auch ob die Urlaubsbetreuung klappt.

Auch die Platzverhältnisse müssen berücksichtigt werden und die Umgebung in der man wohnt. Möchte man beispielsweise einen Jagdhund an einem Waldstück halten, so kann das unter Umständen ein schwieriges Unterfangen sein. Neben den Fragen, wie viel Zeit und Geld man investieren kann, sollte man sich überlegen, woher man den Hund holt. Ob vom Züchter oder Privat, aus dem Tierheim oder doch den Mischling aus dem Zeitungsinserat? Ganz egal, woher man den Hund holen möchte, man muss sich darüber im Klaren sein, dass auch die Papiere vom Züchter keine hundert prozentige Garantie sind, dass der Hund sein Leben lang gesund sein wird. Spontankäufe sollte man unter allen Umständen vermeiden, denn der niedliche Welpe, macht viel Arbeit und kostet neben dem Anschaffungspreis auch nebenher noch viel Geld. Das Futter sollte hochwertig sein und auch Anschaffungen wie Spielsachen, Körbchen und Leinen kosten Geld. Neben dem kommen die Impfungen, die Steuern, das Chippen und das regelmäßige entwurmen dazu. Bei Mischlingen weiß man oft außerdem nie genau, welche Rassen drin sind, weshalb man Größe, Gewicht und Charakter vorher nie bestimmen kann. Käufe auf Tiermärkten oder im Ausland bergen nebenbei das Risiko, dass die Welpen krank sind. Des Weiteren unterstützt der Tierhalter damit nur, dass noch weitere Welpen “produziert” werden. Man hilft dem Hund damit nicht wirklich und sollte diesen Weg daher gedanklich streichen.

Hat man sich den Schritt zum Hundekauf hingegen wohl überlegt, so steht einer harmonischen gemeinsamen Zukunft mit dem Vierbeiner nichts mehr im Weg.