Tier-kompakt

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Deutschlandweit erste Auffangstation für Exoten



“Der Tierschutzverein für Berlin plant Deutschlands erste große Auffangstation für exotische Tiere, darunter Schildkröten, Tropen- und Wüstentiere wie Schlangen, Echsen, Spinnen und Warane. Alle Gehege werden über Innen- und Außenanlagen verfügen. Es sind Lichtkuppeln, eine Quarantänestation sowie veterinärmedizinische Behandlungsräume geplant. Das Projekt hat  Modellcharakter und wird die erste Station dieser Art in Deutschland sein.

Es sind jeweils 3 Anlagen für die Landschildkröten und 3 Anlagen mit Teichen und Wärmeinseln für die Wasserschildkröten geplant. Hinzu kommen 3 Affenhäuser für die bereits im Tierheim lebenden Primaten sowie Fischaquarien zur Aufnahme von Fischen.  

Notwendig wird die Baumaßnahme, weil immer mehr exotische Tiere im Tierheim Berlin aufgenommen werden müssen. Allein im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Exoten um 54 Prozent. Die Tiere werden entweder abgegeben oder ausgesetzt bzw. von den Veterinärämtern beschlagnahmt. Ursache dieser Entwicklung ist der sprunghaft gestiegene Handel mit exotischen Tierarten. Exoten wie Schlangen, Leguane oder Spinnen sind in Zoo-Handlungen oder auch in Baumärkten leicht zu erwerben. Auf Tierbörsen blüht der Handel oder auch der Tausch mit diesen Tieren.

Der Anstieg der Tiere im Tierheim Berlin ist auch auf die Tatsache zurückzuführen, dass die beiden Zoologischen Gärten in Berlin keine Fundtiere mehr aufnehmen. Dabei soll das neue Exotenhaus nicht als Konkurrenz zu den zoologischen Einrichtungen in Berlin verstanden werden. Es geht darum, die Aufnahmekapazitäten im Tierheim Berlin zu erweitern. Der Tierschutzverein für Berlin sieht sich in der Verantwortung gegenüber allen Tieren, und wird damit seinen gewachsenen Aufgaben gerecht. Baubeginn ist für November 2007 geplant, die Fertigstellung soll im Mai 2008 erfolgen. Die Kosten werden auf bis zu 1,5 Millionen Euro geschätzt.

Der Tierschutzverein fordert zusammen mit seinem Dachverband, dem Deutschen Tierschutzbund, ein generelles Verbot des Handels von exotischen Tieren. In Privathaushalten ist eine artgerechte Unterbringung exotischer Tiere in der Regel nicht möglich. Das Tierheim vermittelt diese Tiere nur an Interessenten, die die erforderliche Sachkunde nachweisen können und im Rahmen einer Vorkontrolle die art- und tiergerechte Unterbringung gewährleisten können.

2 Kommentare to “Deutschlandweit erste Auffangstation für Exoten”

  1. Alfie Sagt:

    Das find ich gut!

  2. Benji Sagt:

    Ich wollte wissen, ob Sie (Alfie) ein exotische Heimtier haben?

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