Tier-kompakt

Beiträge und Tests rund um die lieben Vierbeiner

Epilepsie bei Tieren



Im Blog von Zooplus.de ist ein interessanter Beitrag zum Thema “Was ist Epilepsie?” zu finden:

“es handelt sich um abnorme elektrische Aktivität im Gehirn. Der Krampfanfall ist charakterisiert durch Verlust oder Veränderung des Bewußtsein, sowie durch veränderten Muskeltonus. Manchen Anfällen geht eine Phase ungewöhnlichen Verhaltens voraus sogenannte präiktale Phase(Minuten bis Stunden). Nach dem Anfall kann die sogenannte postiktale Phase folgen,während der das Tier desorientiert und möglicherweise ataktisch (Störung des Bewegungsablauf) oder blind ist.

-idiophatische(ohne fassbare Ursache) oder primäre Anfälle:

bei der sogenannten idiophatische oder primären Epilepsie können keine morphologischen Gehirnveränderungen festgestellt werden. Die Ursache liegt möglicherweise in einem verändertem Schaltkreis im Gehirn, ohne nachweisbaren Veränderungen.Die angeborene und möglicherweise erbliche Krankheit tritt bei manchen Rassen wie dem Golden Retriever, Berner Sennenhund, aber auch bei Beagle und Colli auf bevorzugt auf.

-secundäre symptomatische oder erworbene Epilepsie:

die Ursache für diese Form wird unterschielich definiert. Zum Teil werden Stoffwechsel und Funktionsstörungen anderer Organe, die zu Konvulsionen (Krämpfe der Körpermuskulatur) führen verantwortlich gemacht.Die erworbene Gehirnerkrankung wie zb Gehirntumor, usw. werden ebenso als Ursache gesehen.

-Einteilung der Anfälle:

man unterscheidet:

A) Partielle(fokale )Anfälle:

die Entladung ist auf eine Focus im Gehirn beschränkt, eher selten

B) Komplexe partielle Anfälle :

das Bewußtsein ist beinträchtig, die Tiere zeigen Verhaltensstörungen, wie Bellen, Lecken, Kauen, Fliegenschnappen und Zuckungen im Gesicht

C) Generalisierte Anfälle:

Ausbreitung und Entladung auf beide Gehirnhälften.

-Diagnose:

mit Ausnahme des Status epilepticus sieht der TA die Anfälle in der Regel nicht selbst, und ist somit auf die Beschreibung des Besitzers angewiesen.Die Anamese ist somit ein wichtiger Teil zur Diagnosesicherung.Bewährt hat sich zb.das Führen eines sogenannten Anfallskalender. Die Diagnose wird meist auf dem Ausschlußverfahren gestellt.

-Therapie bei Anfallsleiden:

sofern die Anfälle ein – bis höchstens zweimal pro Jahr auftreten, ist eine Behandlung im allgemeinen nicht erforderlich. Die medikamentöse Behandlung darf niemals plötzlich abgebrochen werden, da dies schwere Anfälle provozieren kann. Die Therapie muss immer ausgeschlichen werden.”

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