Tier-kompakt

Beiträge und Tests rund um die lieben Vierbeiner

Franz Graf: Tödlicher Unfall in der Vielseitigkeit



Der Spiegel berichtet, dass der österreichische Vielseitigkeitsreiter Franz Graf bei einer nationalen Geländeprüfung auf A-Niveau in Aspang bei Wien tödlich verunglückt ist.

Sofort erinnert man sich auch wieder an die tragischen Unfälle in der Vielseitigkeit, die sich im letzten Jahr ereignet haben. Tina Richter-Vietor uns Anke Wolf starben innerhalb von einer Woche in der Vielseitigkeit. Beide im Juli 2007.

Am 06. April 2008 überschlug sich der Reiter mit dem Pferd an einem Hindernis. Das Pferd fiel auf den 62-jährigen Graf, der seinen schweren inneren Verletzungen erlag.

Der Spiegel schreibt: “Graf galt als schwacher Reiter, der aber über hervorragende Pferde verfügte. “So sehr ich den Unfall bedaure und mein Mitgefühl der Familie gilt, so sehr stehe ich auf dem Standpunkt, dass solche Reiter in unserem Sport nichts verloren haben. Sie gefährden sich selbst und schaden dem Ansehen der Vielseitigkeit”, sagte der frühere Bundestrainer Martin Plewa der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”. Plewa hatte als Kampfrichter bei einer Prüfung im vorigen Jahr Graf nach einer schwachen Dressur nicht mehr für den Geländeritt zugelassen.”

Nun ist es so, dass in der aktuellen Ausgabe der St. Georg eine Stellungnahme der Chefredakteurin Gabriele Pochhammer zu finden ist, in der sie erzählt, wie nun wüste Beschimpfungen aus der Reiterszene auf Martin Plewa einprasseln. Plötzlich distanziert sich der östereichische Verband von den Aussagen, dass Franz Graf ein schwacher Reiter gewesen sein soll und betiteln ihn als “erfahrenen und erfolgreichen Vielseitigkeitsreiter”.

Der Tod eines Reiters ist immer wieder ein Moment, an dem jeder vor Schrecken kurz inne hält. Wer selbst reitet der weiß um das Risiko, das immer mit an Board ist. Wahrhaben möchte man es nur selten.

Kommentar schreiben