Tier-kompakt

Beiträge und Tests rund um die lieben Vierbeiner

Gefahr: Hunde, die Wild jagen



Der brave Familienhund wird plötzlich zum Jäger. Manch einer kann sich gar nicht vorstellen, dass auch sein Hund, vom Jagdtrieb gepackt, einem unerwartet aus dem Dickicht hervorbrechenden Wildtier nachstellt, es verfolgt und nicht mehr auf die Kommandos seines Besitzers reagiert. Doch jede Hunderasse trägt den Jagdinstinkt in sich und jeder Hund kann im Wald zum Jäger werden.

Grausame Szenen spielen sich tagtäglich in deutschen Wäldern ab.

Rehe beispielsweise werden von jagenden Hunden größtenteils von hinten angefallen. Davon zeugen klaffende Wunden an den Hinterläufen der gefundenen Tiere. Im Gegensatz zum Wolf wird das Wild vom Hund nicht aufgefressen. Manche Hunde verletzen ihre Jagdopfer schwer, reißen große Fleischstücke aus den Oberschenkeln heraus oder reißen dem Tier die Bauchdecke auf. Manches verletzte Wild leidet Tage, bis es von seinem Leid endlich erlöst wird.

Gefahr für den Hund

Doch nicht nur für das Wild besteht Gefahr, denn ein jagender Hund, kann schnell selbst zum Opfer werden. Jäger sind per Gesetz dazu verpflichtet, das Wild vor jagenden Haustieren zu schützen. Der Forstbeamte darf sogar von seiner Schusswaffe Gebrauch machen, wenn ihm sonst keine andere Möglichkeit bleibt, den und am Jagen zu hindern. So mancher Gerichtsprozess wurde schon von trauernden Hundehaltern angestrebt, die sich Schadensersatz für ihren Liebling erhofften. Doch vergebens. Der Jäger hat das Recht auf seiner Seite.

Aber auch ein Wildschwein kann einen Hund binnen Sekunden töten. Trifft der Hund beispielsweise auf eine Bache, die ihre Frischlinge schützen will, dann wird der Hund wenig Spaß haben. Er schwebt in Lebensgefahr.

Sicherheit für Wild und Hund – Hunde beim Waldspaziergang immer anleinen

Es hilft nicht, den Hund besser zu erziehen, sodass er aufs Wort gehorcht, denn selbst bei dem folgsamsten Vierbeiner, kann der Jagdtrieb durchbrechen. Ebenso wirkungslos ist der Tipp, im Wald nicht bei Dämmerung mit dem Hund spazieren zu gehen. Es kann zu jeder Tageszeit passieren. Besser ist es, den Hund bei Waldspaziergängen generell an die Leine zu nehmen. Es muss ja keine ganz kurze Leine sein. An einer Schleppleine beispielsweise kann sich einen Hund ausreichend bewegen und das Wild ist nicht in Gefahr.

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