Tier-kompakt

Beiträge und Tests rund um die lieben Vierbeiner

Herbstzeit: Igelzeit! Nur welcher Igel benötigt unsere Hilfe?



Es wird Herbst und die Igel sind auf dem Weg durch die Gärten und Wälder. Aber nicht jeder vorbeilaufende Igel muss sofort in menschliche Obhut genommen werden. Im Gegenteil: mit kleinen Hilfen kann man dem Igel das Überwintern erleichter, ohne ihm dem Stress der menschlichen Nähe auszusetzen.

Die einfachste Variante ist es, beispielsweise Laubhaufen in geschützten Ecken des Gartens aufzuschütten. Darin kann der Igel einen regengeschützten Unterschlupf finden. Zusätzlich kann man sogenannte Futterstellen einrichten. 

Der Tierschutz Berlin beschreibt die Futterstelle wie folgt: “Die Futterstelle kann eine mit zwei 10×10 Zentimeter kleinen Schlupflöchern versehene Kiste sein. Dort stellen sie abends das Futter hinein. Eventuelle Futterreste müssen morgens unbedingt entfernt und die Futterschüssel heiß gespült werden.

Zur Fütterung eignen sich:
– Hundefeucht- und Welpentrockennahrung
– Igeltrockenfutter vermischt mit ungewürztem Rührei
– Katzendosennahrung
– Erdnussbruch (ungesalzen)
– ungeschwefelte Rosinen
– zerdrückte Bananen”

Ebenfalls sehr wichtig: geben Sie einem Igel niemals Milch. Auch wenn man dies aus Kindergartenzeiten noch kennt – Milch verursacht Durchfall und Bauchschmerzen, da die Igel die den Milchzucker nicht vertragen. Daher bitte nur Wasser zum Trinken bereitstellen.

Aber woran erkennt man, dass ein Igel mehr als nur die Futterkiste benötigt? Igelsäuglinge und Ingeljunge die allein herumirren, sind meist ohne Mutter. Hat man sich über einige Stunden vergewissert, dass die Kleinen allein sind, so muss man einschreiten. Ebenso müssen natürlich kranke Igel eingefangen werden. Einen kranken Igel erkennt man an seinem untypischen Verhalten. Wenn er sich nicht mehr versteckt, sich nicht zusammenkugelt, wenn er zittert, hustet oder unsicher umherirrt, dann ist er sicher krank und benötigt Hilfe.

Für die Winterzeit komtm noch die Notsituation hinzu, wenn man Igel in geschlossenen Schneedecken umherölaufen sieht. Meist sind dies Alttiere, die Hilfe benötigen.

Nur eines darf man nicht vergessen: nimmt man einen Igel bei sich auf, so benötigt dieser 5-6 Monate lang tägliche Fütterung und Pflege. Daher ist es wichtig, dass man nicht  voreillig handelt, weil man eben mal für 5 Tage einen Igel besitzen will. In den wirklichen Notsituationen steht jedem der Tierarzt beratend zur Seite.

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