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Katzen-Aids : Feline Immundefizienz-Virus (FIV)



Katze-Aids auch fachlich bezeichnet als das Immundefizenzsyndrom der Katzen, wird als virale Infektionskrankheit von Katzen bezeichnet. Die Krankheit wird durch das Feline Immundefizenz-Virus ausgelöst, welches das Immunsystem der Katze schwächt und Folgekrankheiten auslöst, welche tödlich verlaufen. Für den Menschen ist dieses Virus jedoch ungefährlich.

Herkunft des Katzen-Aids

Die Herkunft des Katzenvirus ist nicht genau bekannt. Weltweit sind ca. 1 % – 30 % der Katzenpopulation infiziert. Eine Erkrankung tritt meist bei Tieren auf, welche älter als 5 Jahre sind. Dazu gehören vor allem ältere in freier Wildbahn lebende Katzen, mit ausgeprägtem Revierverhalten.

Übertragung des Katzen-Aids

Vermutlich erfolgt die Hauptübertragung über Bisse. Es wurde bereits festgestellt, dass Katzen das Virus schon im Mutterleib auf die Katzenjungen übertragen können. Das Virus kann in Speichel, Blut und in der Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit nachgewiesen werden.

Symptome des Katzen-Aids

Die Infektion tritt in vier Stadien auf: eine akute, eine asymptomatische, eine unspezifische und eine terminale Aids-artige Phase.
In der akuten Phase zeigt sich die Infektion durch Fieber, Verminderung der weißen Blutkörperchen im Blut und durch Schwellung von Lyphknoten.
Im Verlaufe der Erkrankung können weiter Symptome auftreten, wie schlechtes Fell, Fieber, Durchfall, starke Gewichtsabnahme, chronische Entzündungen, Appetitlosigkeit u.a.

Diagnose des Katzen-Aids

Durch serologischen Nachweis der Antikörper kann die Diagnose gestellt werden. Jungkatzen im Alter von 6 Monaten sollten bereits auf Katzen-Aids getestet werden.
Eine zuverlässige Methode ist die PCR-basierte Diagnostik. Hier werden 15 % mehr positive Resultate erreicht als mit dem herkömmlichen ELISA-Test.

Behandlung des Katzen-Aids

Eine heilende Therapie von Katzen-Aids gibt es bisher noch nicht. Leben mehrere Katzen in einem Haushalt besteht in der Regel bei normalen sozialen Verhalten der Katzen (ohne Beißereien und Rankkämofe) keine Ansteckungsgefahr.
Ist ein Tier bereits erkrankt kann man dennoch die Lebensqualität und die Lebensdauer einer Katze erhöhen, indem man die Haltung des erkrankten Tieres in stressfreiem Umfeld ermöglicht, die Sekundärinfektionen, welche durch die Immunschwäche aufgetreten sind, behandelt und eine antivirale Chemotherapie durch Gabe von Interferon alpha (Protein oder Glykoprotein, das eine immunstimmulierende, vor allem antivirale und antitumorale Wirkung entfaltet) mit regelmäßiger Überwachung der Blutwerte durchführt.

Zum heutigen Zeitpunkt ist Katzen-Aids nicht heilbar, doch wissenschaftliche Untersuchen laufen stetig weiter. Man kann die Krankheitssymptome nur versuchen zu lindern.

Zur Prophylaxe ist bereits ein Impfstoff in den USA zugelassen worden. Also ein Lichtblick für diese schwere Krankheit !

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