Tier-kompakt

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Kortison in der Heilbehandlung bei Pferdehusten



Der Pferdehusten ist eine oft lang andauernde Erkrankung, die Pferde akut befallen kann, die schnell zu einer chronischen Krankheit werden kann.

Da die Lungen des Pferdes leistungsstark, aber gleichzeitig auch sehr anfällig sind, sollte schon beim geringsten Verdacht auf Pferdehusten ein Tierarzt hinzu gerufen werden. Die auch RAO (rezidivierende Atemwegsobstruktion) genannte Erkrankung fordert in schlimmen Verläufen den Einsatz von Kortison- Präparaten, wenn mit anderen Mitteln kein Erfolg erzielt werden kann.

Auch die so genannte „Dämpfigkeit“ (Lungenemphysem des Pferdes) kann mit Kortison behandelt werden. Kortison kann aber nur in der Heilbehandlung bei den verschiedenen Arten der Pferde Lungenerkrankungen eingesetzt werden, ist keinesfalls ein Mittel, um diesem vor zu beugen. Bei richtiger Anwendung und einer zeitlich begrenzten Verabreichung und exakter Dosierung, wie es bei ausschleichenden Intervalltherapien indiziert ist, brauchen Pferdebesitzer keine Nebenwirkungen fürchten.

Langzeitpräparate eignen sich für die Behandlung der RAO nicht, da sie eher Nebenwirkungen auslösen und das Immunsystem des Tieres den Wirkstoff nicht mehr sinnvoll nutzen kann. Die unterschiedlichsten Pferderassen können vom Pferdehusten befallen werden, doch allen kann auch das Kortison zur Behandlung gegeben werden.

Risiken und Chancen von Kortison liegen allein in der Darreichung, ob Nebenwirkungen ausgelöst werden, an der Dauer und Dosierung der Kortisongabe und auch negativ eingestellten Pferdehaltern sollte das Wohl der Tiere an erster Stelle stehen. Ist eine Pferdehustenerkrankung erst einmal überstanden, werden auch die Kortison- Feinde aufatmen. Verabreichen lassen sich die Kortison Präparate gut mittels aus der Human- Medizin stammenden Kortisonsprays, sowie kortisonhaltigen Zusätzen für Inhalationen.

Auf diese Weise hat der Pferdebesitzer auch keine Nebenwirkungen, wie zum Beispiel die Hufrehe an den Hufen zu befürchten, da der Wirkstoff wirklich nur an den Zielort (Lungen) kommt, und nicht durch den gesamten Blutkreislauf transportiert wird. Aus gleichem Grunde ist auch die Nebennierensuppression minimiert. Mit den Aerosolen können alle Pferde und Ponys behandelt werden, deren Atemwege noch offen genug sind, um das Aerosol auch in die tieferen Abschnitte der Lunge gelangen zu lassen.

Das Kortison bremst die entzündlichen Zellen, reduziert die Schleimproduktion und bremst die Freisetzung von Entzündungsbotenstoffen. Mit einer unterstützenden Therapie, die die Abwehr des Tieres stärkt und ein wenig Zeit schlägt Kortison in den meisten Fällen innerhalb kurzer Zeit an. Um einen wiederkehrenden Pferdehusten zu vermeiden, sollte auf jeden Fall auf eine bessere Belüftung des Stalles, ausreichend Bewegung, einer Angemessenen Menge Einstreu (nicht zu viel, damit untere Schichten nicht schimmeln) und möglichst wenig Staubaufkommen bei der Ausmistung des Stalls geachtet werden.

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