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Müssen Reiter für die Unfallversicherung eine Kappe tragen?



Immer wieder wird unter Reitern diskutiert, ob das Tragen einer Kappe für den Versicherungsschutz der Unfallversicherung relevant sei.

Diese Frage kann man nicht eindeutig und allgemeingültig beantworten, da jede Versicherung diesen Passus individuell klären kann.

Im Sinne des Reiters sollte natürlich eine Kappe getragen werden. Jedes noch so brave Pferd kann sich erschrecken oder bei Schmerz unkontrollierbar werden. Stürzt der Reiter, so ist die Kappe ein lebenswichtiger Schutz.

Die Versicherungsunternehmen müssen das Tragen einer Kappe in den Versicherungsbedingungen definieren. Es ist ein Irrglaube, dass in den Versicherungsbedingungen stehen muss, was versichert ist. Grundsätzlich sind die versicherten Gefahren natürlich aufgelistet, aber deklariert werden dann Ausschlüsse.

Ist in den Versicherungsbedingungen das Tragen einer Reitkappe nicht als Voraussetzung für den Versicherungsschutz erwähnt, so ist dies auch keine Pflicht.

Einige Versicherer, so zum Beispiel die Gothaer, versuchen mit ihren Kunden einen Kompromiss zuschließen. So wird in den Versicherungsbedingungen des neuen Spezialtarifes festgesetzt, dass die Gothaer die Leistungen verdoppelt, wenn der Reiter beim Unfall eine Reitkappe getragen hat. Ohne Kappe erhält er natürlich trotzdem die kompletten Leistungen. Wer im Fall der Fälle aber 2.000 Euro monatliche Rente statt der 1.000 Euro monatlicher Rente erhalten will, der muss einfach nur die Kappe tragen.

Also wie immer: mit dem Versicherungsberater in Ruhe über die Details sprechen.

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