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Neuer EU-Heimtierausweis – Was neu ist



Am äußeren Erscheinungsbild hat sich nichts geändert, allerdings hat sich inhaltlich doch einiges getan. Auf der zweiten und dritten Seite des neuen EU-Heimtierausweises sind sogenannte Erläuterungsseiten zum Ausfüllen eingefügt worden. Alle Angaben zum Halter des Tieres müssen von diesem auch per Unterschrift bestätigt werden. Sind die Tiere tätowiert worden, so ist nunmehr anzugeben, wo sich die Stelle der Tätowierung befindet. Im vierten Abschnitt des Heimtierausweises wird Auskunft über den Namen und die Kontaktdaten des zuständigen Tierarztes verlangt, auch diese Angaben sind vom Tierarzt zu unterschreiben. Der Abschnitt 6 entfällt, dafür greift jetzt der Abschnitt 8. Dieser befasst sich ausschließlich mit Behandlungsmethoden gegen Parasiten.

Weiterhin neu ist, dass der neue EU-Heimtierausweis in Zukunft nur noch von Tierärzten ausgestellt werden darf, wenn dieser dazu berechtigt ist. Die Tierärzte sind zudem vor Ausweisausstellung verpflichtet, genau zu überprüfen, ob das Tier gekennzeichnet ist. Wenn dies nicht der Fall ist, muss das umgehend geschehen, erst danach ist zu impfen und anschließend die entsprechende Eintragung im neuen Heimtierausweis vorzunehmen. Ist dies geschehen, muss der Tierhalter im Beiseins des Tierarztes seine Unterschrift leisten.
Weiterhin ist der Tierarzt verpflichtet, die Seite in der die Angaben zur Tierkennzeichnung gemacht werden, mit einer Laminierung zu versehen und somit zu versiegeln. Dies muss nach der Eintragung sofort passieren. Auch müssen seit die neue Verordnung in Kraft getreten ist, alle Aufkleber mit Informationen über getätigte Impfungen versiegelt werden.
Der Tierarzt, welcher den Ausweis ausstellt, ist verpflichtet, alle wichtigen Daten wie Ausweisnummer, alphanumerische Nummer des Transponders, den Ablesezeitpunkt sowie auch den Namen und alle Angaben des Tierhalters mindestens drei Jahre gesichert aufzubewahren. Die zuständigen Behörden müssen zudem sicherstellen, dass die Ausgabe der so genannten Blanko-Dokumente nur an Tierärzte ausgegeben wird, die zum Ausfüllen befugt sind. Die Namen der Tierärzte werden zusammen mit der jeweiligen Ausweisnummer registriert. Auch diese Angaben müssen mindestens drei Jahre von der zuständigen Behörde aufbewahrt werden.

Zu diesem Thema ist noch die Tatsache zu benennen, dass es eine sogenannte Übergangsbestimmung gibt. Dies betrifft Ausweise, die vor dem 29.12.2014 ausgestellt worden sind. Diese behalten  bis zum Versterben des Tieres ihre Gültigkeit.

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