Tier-kompakt

Beiträge und Tests rund um die lieben Vierbeiner

PETA berichtet über grausames Elefantensterben



“Hunderte Elefanten sterben einen grausamen Tod. Mit Macheten malträtieren die Wilderer ihre Beute – bis die grauen Riesen nach stundenlangen Qualen endlich verbluten. Und das alles für ein paar Kilo Elfenbein. Der Journalist Marc Clériotvon Atelierm2c2 Productions rechechierte in Afrika.
 
Selbst in geschützten Reservaten wie dem Zakouma-Nationalpark im Tschad sind die Tiere nicht mehr sicher. Die Ranger sind beinahe machtlos gegen die brutalen Wilderer. „Bis 2005 war Wilderei hier noch kein großes Problem, aber die illegale Jagd nimmt im Moment tatsächlich dramatisch zu. Seit 2006 haben die Wilderer nicht nur insgesamt 140 Elefanten getötet, sondern auch sechs unserer Wildhüter erschossen“, erzählt Luis Arranz vom Zakouma-Nationalpark. Vor allem der Bürgerkrieg in der benachbarten Provinz Darfur macht die Arbeit der Parkwächter gefährlich. Viele Wilderer gehören zu den berüchtigten arabischen Milizen, vor denen die Menschen hier über die Grenze aus dem Sudan ins Flüchtlingscamp nahe des Zakouma-Parks geflohen sind. Die Wildhüter gehen davon aus, dass mit dem Elfenbein Waffen für den Krieg gekauft werden.

Der Zakouma-Nationalpark ist nahezu ein Flüchtlingscamp für Elefanten, aber es wird auch hier immer schwieriger, sie zu schützen. In anderen Teilen Afrikas sind schon ganze Elefantenpopulationen ausgerottet worden. Im Nachbarland Kamerun werden hunderte Waldelefanten jedes Jahr getötet. Wie brutal die Wilderer vorgehen, zeigen exklusive Bilder des französischen Tierarztes Jean-Francois Lagrot, der die Elfenbein-Jäger im Dschungel begleiten konnte. Da es sich für die Wilderer meist finanziell nicht lohnt, mehr als vier teure Kugeln auf einen Elefanten abzufeuern, traktieren sie die Tiere stundenlang mit Macheten, durchtrennen die Sehnen ihrer Beine, schlagen ihnen die Rüssel ab und lassen sie verbluten, um ihnen schließlich ihre Stoßzähne zu rauben.

Einige Staaten wie etwa Kenia haben das Problem erkannt. Kenia setzt sich schon seit 1989 für ein weltweites Handelsverbot von Elfenbein ein. Mit Erfolg: Preis und Nachfrage sanken. Das Geschäft wurde für Wilderer unattraktiv. Doch mit 20.000 illegal getöteten Tieren hat der Elfenbein-Schmuggel im vergangenen Jahr wieder seinen Höchststand seit 20 Jahren erreicht. Die starke Nachfrage aus China und Japan heizt den Schwarzmarkt an. Kenia hat bei der diesjährigen Artenschutzkonferenz Cites darum gekämpft, das Elfenbein-Handelsverbot um weitere 20 Jahre zu verlängern, ist damit aber gescheitert. Stattdessen ist es vier südafrikanischen Staaten gelungen, eine Ausnahmegenehmigung für den legalen Verkauf gelagerten Elfenbeins zu erhalten. Ein falsches Signal zur falschen Zeit, fürchten Experten.”

Gefunden unter: PETA

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