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PETA: Schockierende Zootierexporte nach China



Zoo Hannover verweigert PETA die Akteneinsicht ins Zooregister !

Stand: 20. November 2007

“Hannover / Gerlingen – Wie die Tierrechtsorganisation PETA-Deutschland e.V. und das ARD-Magazin Report am 20. August 2007 berichteten, wurden in den letzten Jahren nachweislich 51 Großkatzen aus deutschen Zoos nach China geliefert und hier unter anderem zu „Medikamenten“ und „Potenzmitteln“ in der Traditionellen Chinesischen Medizin verarbeitet.

PETA-Deutschland e.V. schrieb Ende August bundesweit knapp 50 Zoos an und bat um Transparenz, so auch vom Erlebniszoo Hannover. Es wurde um eine Auflistung der Wildtiere gebeten, die in den letzten 10 Jahren abgegeben worden sind, sowie um eine Auflistung von den im Zoo geborenen Jungtieren. „Gerade die Öffentlichkeit, die die Existenz der Zoos erst ermöglicht, muss unbedingt über den Verbleib von Wildtieren in Tierparks informiert werden“, so Dr. Tanja Breining, Zoologin bei PETA-Deutschland e.V.

Die Organisation geht davon aus, dass ein Zoo, der nichts zu verbergen hat, diese Auskünfte gerne geben wird. Und anders herum gilt natürlich auch, dass unbequeme Wahrheiten gerne geheim gehalten werden.
Jetzt stellt sich die Frage, was der Zoo Hannover zu verbergen hat, denn in einem Antwortschreiben heißt es: „Gehen Sie bitte davon aus, dass das Wohlergehen unserer Tiere stets unser oberstes Gebot ist.“ Eine Zusammenarbeit mit der Tierrechtsorganisation wird jedoch auf unfreundliche Weise verweigert, der Zoo Hannover sieht „keinen Anlass“ PETA-Deutschland e.V. gegenüber zu berichten.

Wenn der Zoo Hannover im Export von 51 Großkatzen aus 7 deutschen Zoos und Safariparks nach China, wo Tigerkrallen und Tigerpenisse als Potenzmittel verarbeitet werden, keinen „Anlass“ für eine Zusammenarbeit sieht, sei das sehr enttäuschend, so die Organisation. „Wir werden jetzt die Politiker der Stadt einschalten.“ Andere Zoos, wie Münster oder Leipzig seien weitaus kooperativer gewesen.

Eine Liste der Zoos, die angeschrieben wurden, kann bei PETA erfragt werden.”

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