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Pferdekrankheiten: Gefahren beim Anweiden von Pferden



Kaum sprießen die ersten grünen Halme auf der Wiese, sind die Pferde kaum noch zu bremsen. Es ist schon erstaunlich, wie sie sich verbiegen können, nur um unter dem Zaun hindurch ein paar Hälmchen zu erwischen.

Doch der Pferdebesitzer sollte auf jeden Fall konsequent bleiben, wenn er seinem Tier wirklich etwas Gutes tun möchte. Sicherlich würde sich das Pferd freuen, wenn es auf die Weide nebenan darf und sich richtig den Bauch mit frischem Grün vollschlagen könnte.

Doch das birgt eine große Gefahr: Das Gras ist im Frühling sehr einweißhaltig und wenn auf der Wiese zum Beispiel noch Luzerne oder Klee wachsen, ist der Eiweißgehalt noch um einiges höher. Das Pferd ist nach dem langen Winter aber nicht mehr an so viel Eiweiß gewöhnt und könnte gesundheitliche Probleme bekommen.

Es ist ein Irrglaube, dass zu viel Eiweiß Hufrehe auslösen kann. Eiweiß allein ist nicht der Auslöser. Vielmehr sind es die Fruktane im Gras oder die Stärke in jungem Getreide, die dafür verantwortlich zu machen sind. Dennoch halten es viele Pferdebesitzer für besser, den Eiweißgehalt der Nahrung ihres Tieres so weit wie möglich zu reduzieren. Hohe Eiweißmengen können aber Schuld an der Absenkung des Hufbeins haben. Welcher Pferdehalter möchte nun hohe Tierarztkosten bezahlen, nur weil er es mit dem Anweiden überstürzt hat? Außerdem wird die Verdauung des Pferdes beeinträchtigt, was zu Durchfall führen kann. Auch Koliken können auftreten.

Was hilft?

Langsames Anweiden ist die Lösung. Das Pferd darf niemals den ganzen Tag auf die Weide mit frischem Gras, sondern sollte langsam daran gewöhnt werden. Die Weidezeit sollte täglich um eine kurze Zeitspanne gesteigert werden, bis ein paar Stunden erreicht sind. Von einem halben Tag auf der Weide kann die Zeit bis zu einem ganzen Tag gesteigert werden.

Ist keine ausreichend große Wiese vorhanden, die das tägliche Abfressen ermöglicht, kann auch frisches Gras geschnitten zugefüttert werden, wobei auch dabei die Menge beachtet werden sollte. Von ein paar Handvoll kann die Menge bis zur Sättigung des Tieres langsam gesteigert werden. 

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