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Pyometra beim Hund



Als Pyometra wird die Vereiterung der Gebärmutter bezeichnet. Sie entsteht etwa bei jeder 4. unkastrierten Hündin und tritt insbesondere im Alter auf. Wird die Erkrankung nicht behandelt, schreitet sie weiter fort. Das Allgemeinbefinden der Hündin verschlechtert sich, das Tier kann versterben.

Ursachen für eine Pyometra

Die natürlichen hormonellen Veränderungen bei der Hündin unterliegen einem Kreislauf. Zweimal jährlich wird das Tier läufig. Die gesunde Hündin sondert während dieser Zeit eine blutige Flüssigkeit ab, die nach einiger Zeit heller erscheint. Damit das Sekret abfließen kann, ist der Muttermund geöffnet. Hierdurch wird Keimen der Zutritt zur Gebärmutter erleichtert. Das während der Läufigkeit geschwächte Immunsystem kann die Keime nicht immer erfolgreich bekämpfen. Schließt sich der Gebärmutterhals wieder, versucht der Uterus, diese Keime abzustoßen und bildet eine eitrige Flüssigkeit. Diese staut sich und gefährdet die Gesundheit der Hündin.

Eine weitere Ursache ist ein gestörter Hormonhaushalt. Er kann durch unterschiedliche Faktoren hervorgerufen werden, beispielsweise wenn bei einer hormonellen Behandlung zur Unterdrückung der Läufigkeit der richtige Zeitpunkt verpasst wurde. Auch hormonell aktives Restgewebe nach einer unvollständigen Entfernung der Eierstöcke wirkt sich auf die geweblichen Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut aus. Hündinnen, die zur Scheinträchtigkeit neigen, sind häufiger von der Pyometra betroffen.

Symptome einer Gebärmuttervereiterung

Die anfänglichen Symptome bei einer Pyometra sind nicht immer einfach zu deuten. Manchmal kann ein eitrig-bräunlicher Ausfluss erkannt werden. Doch nicht immer tritt dieser auf. Die Hündin ist schläfriger, trinkt vermehrt. Ansonsten stubenreine Tiere schaffen es nicht immer bis vor die Tür, wenn sie urinieren müssen.

Später ist die Hündin unruhig, sie lässt ungewöhnlich häufig Harn, frisst schlecht und mag keine langen Strecken laufen. Eventuell winselt sie, was auf die Druckbeschwerden im Uterus zurückzuführen ist. Je nach Ausmaß der Erkrankung kann ihr Leibesumfang vergrößert sein.

Tritt die schwere Phase der Erkrankung ein, erbricht die Hündin häufig. Das Zahnfleisch ist blass. Das Tier wirkt apathisch. Es handelt sich um einen Notfall. Wird nicht umgehend gehandelt, zerreißt die Gebärmutter, das Tier verendet.

Behandlung der Pyometra

Wenngleich die Krankheit langsam voranschreitet, kann sie tödlich verlaufen. Deshalb ist es wichtig, die Behandlung so zeitnah wie möglich zu beginnen. Obwohl eine hormonelle Behandlung einen Erfolg erzielen kann, ist die nachfolgende Erkrankung an einer Sonderform der Pyometra nicht ausgeschlossen. Zudem können zahlreiche Nebenwirkungen auftreten. Die alleinige Behandlung mit einem Antibiotikum bringt nur einen kurzzeitigen Effekt, denn sie beseitigt lediglich die Symptome der Pyometra, aber nicht deren Ursachen.

Letztlich führt die Entfernung der Gebärmutter unter einer Vollnarkose zur ganzheitlichen Beseitigung des Problems.

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