Tier-kompakt

Beiträge und Tests rund um die lieben Vierbeiner

Reiterunfallversicherung vs. „ganz normale“ Unfallversicherung



Ein wenig Aufklärungsarbeit  muss auch bei diesem Versicherungsthema geleistet werden, um ein paar schwarze Schafe unter den Versicherungsvermittlern zu enttarnen. Unfallversicherungen jeder Art sind sinnvoll, aber man sollte einem Reiter nicht ein Produkt anbieten, das viel zu teuer ist und in der günstigen Variante längst schon existiert.

Zu erst mal Allgemein: eine private Unfallversicherung ist die Ergänzung zu der gesetzlichen Unfallversicherung, welche lediglich auf dem Weg zu Arbeit, während der Arbeit und auf dem direkten Heimweg den Versicherungsschutz bietet. Da jedoch 70% der Unfälle in der Freizeit geschehen, sollte man sich zusätzlich absichern.

Eine private Unfallversicherung schützt den Menschen 24 Stunden und weltweit vor den finanziellen Folgen des Unfalls. Dabei ist es also egal, ob ich zu Hause vom Stuhl falle, im Urlaub vom Gummiboot oder mir nach dem Sturz vom Pferd einen Arm breche. Es ist auch egal, ob ich mit der Lotte mal zum Turnier fahre, oder ob ich ohne Helm gestürzt bin. Es ist egal ob ein Sattel drauf lag oder nicht. Ein Unfall ist und bleibt ein Unfall. Man darf nie vergessen, dass man sich als durchschnittlicher Pferdebesitzer ca. 2 Stunden am Tag bei dem Pferd aufhält. Was ist dann mit den anderen 22 Stunden? Auch die sollte man gegen die finanziellen Folgen eines Unfalls absichern. Einen sehr guten Basisschutz gibt’s da schon für 5-6 Euro im Monat.

Die reine Reiterunfallversicherung kommt nur für Schäden auf, die aus dem Reiten entstanden sind. Und das kostet auch noch teueres Geld! Wenn ich mir dann im Urlaub den Fuß breche weil ich am Pool ausgerutscht bin, zahlt wieder niemand. Bleibt also die Frage, warum manche Menschen dann zum einen eine Reiterunfallversicherung anbieten und zweitens – was ich viel schlimmer finde – die Reiter das auch kaufen??

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