Tier-kompakt

Beiträge und Tests rund um die lieben Vierbeiner

Sicheres Ausreiten im Dunklen



Ein Ausritt in der Dunkelheit – Sicherheit für Pferd und Reiter

Straßenverkehrsordnung
Sobald der Ausritt über öffentliche Straßen verläuft, tritt die Straßenverkehrsordnung in Kraft. Diese besagt, dass Reiter und Personen, die ein Pferd führen, wie Fahrzeuge anzusehen sind. Dementsprechend ist eine spezielle Beleuchtung für Pferd und Reiter Pflicht. Einzelreiter müssen jeweils linksseitig ein blendfreies, nach vorn ausstrahlendes weißes Licht mitführen. Weiterhin Pflicht ist eine zweite, nach hinten ausstrahlende, rote Lampe. Nehmen mehrere Personen an dem Ausritt teil, muss der letzte Reiter das rote Licht mit sich führen. Die Beleuchtung ist in Steigbügelhöhe zu befestigen.

Ausrüstung für Pferde
Als unverzichtbar erweisen sich Reflex-Gamaschen. Sie schützen nicht nur die empfindlichen Pferdebeine, sondern werden, dank der Reflexionsstreifen, besonders schnell von den Autoscheinwerfern erfasst. Äußerst sinnvoll sind außerdem Reflexionsdecken (Reflex-Sicherheitsdecken). Diese sollten Schweifwurzel, Hinterhand und Brust des Pferdes gut bedecken, um eine ausreichende Sichtbarkeit zu gewährleisten. Alternativ geeignet sind reflektierende Nieren- und Satteldecken sowie Schweifbandagen. Weiterhin bietet der Handel Reflexionsstreifen mit Klettverschluss für Zügel, Nasenriemen und Stirnband, oftmals als Komplett-Set erhältlich.

Ausrüstung für Reiter
Reiter sollten ihren Reithelm mit einer Helmlampe sowie Reflexionsbändern ausrüsten. Viele Pferde müssen sich allerdings erst an diese Lampe gewöhnen. Das Leuchtmittel ist so einzusetzen, dass es nicht blendet. Das Anlegen einer Leuchtweste ist empfehlenswert. Noch mehr Sicherheit bieten allerdings reflektierende und fluoreszierende Jacken oder Mäntel. Letztere haben neben dem Sicherheitsaspekt noch den Vorteil, die Oberschenkel des Reiters vor Nässe zu schützen.

Auswahlkriterien
Der Reitsportbedarf hält eine große Auswahl an Reflex- und Leuchtausrüstung bereit. Dabei ist zu beachten, dass es sich um ausreichend breite, gut sichtbare und rundherum gleichmäßig verteilte Reflektoren handelt, die die Umrisse von Pferd und Reiter klar erkennen lassen. Erfahrungsgemäß eignen sich gelbe Reflektoren besser als orange und vertikale Streifen besser als horizontale. Warnbekleidung ist im Profibereich in drei Klassen unterteilt. Klasse 1 weist dabei die schlechtesten Reflexionseigenschaften auf. Helmlampen mit Elastikbandbefestigung sind aus Sicherheitsgründen Modellen mit Schraubmontierung vorzuziehen. Mit dem Helm fest verbundene Lampen können sich bei einem Sturz im Boden verankern. Die Folgen sind meistens Kopf- und Nackenverletzungen.

Ab Eintritt der Dämmerung gilt: Je mehr reflektierende Ausrüstung Pferd und Reiter aufweisen, desto größer ist ihre Sicherheit.

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