Tier-kompakt

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Skandal – Stellungsnahme zu Doping von Ludger Beerbaum



Immer und immer wieder gerät das Bild der Reiter ins Wanken, wenn neue Dopingfälle bekannt werden. Nun äußert sich Deutschlands erfolgreichster Springreiter, Ludger Beerbaum, zum Thema Doping im Reitsport: “Erlaubt ist, was nicht gefunden wird!”

Das schockt nicht nur die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN), sondern auch jeden einzelnen Reiter, der durch das wankende Image in Mitleidenschaft gezogen wird.

 Diese Aussage von Ludger Beerbaum wird auch dann mehr aös fragwürdig, wenn man sich an die Olympischen Spiele 2004 in Athen erinnert – das deutsche Team der Springreiter bekam die Goldmedaille aberkannt, weil bei Beerbaums Pferd “Goldfever”Spuren eines verbotenen Medikamentes gefunden worden waren.

Aber das schien nicht genug zu sein. Der Reitsport hat sich noch immer nicht von den Dopingvorfällen bei den Olympischen Spielen 2008 in Hongkong erholt, umso unpassender erscheint nun diese Aussage.

Differenzieren muss man hingegen diese Aussage vor dem Aspekt, dass die geltenden Dopingvorschriften nicht für alle Reiter verständlich ist. Vorallem Freizeitreiter ohne Turnierambitionen können sich selten vorstellen, wie detailliert die Dopingvorschriften aufgeschlüsselt sind und dass selbst ein kleines Wundheilmittel schon gegen die Vorschriften verstoßen kann.

Dass dies jedoch von den Profis legitimiert wird, kann in keiner Weise korrekt sein.

3 Kommentare to “Skandal – Stellungsnahme zu Doping von Ludger Beerbaum”

  1. Scheffer Sagt:

    Nun es ist nicht überraschend das auch im Reitsport das Doping zum alltäglichen gehört. Mich würde nicht überraschen, wenn alle Reiter, die an der Spitze des Reitsports mehr oder weniger erfolgreich mitreiten ihre “Leichen im Keller” haben. Sind wir doch mal ehrlich fast alle diese Personen “preparieren” ihre Pferde mit Mittelchen oder Trainingspraktiken.
    Man werfe mal einen genauen Blick auf den Abreiteplatz wie gearbeitet und gesprungen wird. Kein Pferd knallt unnormal so die Füße weg, wenn es zu dicht kommt. Und das fängt leider schon auf den kleinen Heckenturnieren an. Jedoch Funktionäre, Richter und Verantwortliche schauen weg. Denn das Image des Sport könnte ja Schaden tragen, wenn man an die Reiter geht und das Geld verdienen wäre auch nicht mehr so einfach.
    Auch in diesem Sport gehts nur noch um Prestige, Image und Geld verdiehnen und dieser Teufelskreis muss irgendwann durchbrochen werden, den die stillen Leider (Pferde), die jedoch die größten Leistungen bringen müssen, werden nur noch als Objekte behandelt. Ich würde es SEHR begrüßen wenn auch wie im Radsport eine ordentliche Bereinigung statt finden würde und Fairness, Ehrlichkeit und Tiergerechter Sport wieder an erster Stelle stehen. Ein Beerbaum hat viel lange zu große Macht auf den Sport ausüben können. An ihm sollte ein Exempel statuiert werden um zu zeigen da man keine Angst vor großen Namen hat die letztendlich doch auch nur besch…..
    Ich selbst bin seit 25 Jahren erfolgreicher Springreiter bis in die schwere Klasse und habe bis jetzt meine Schleifen mit fairen Umgang der Pferde erreiten können. Über eine Veröffentlichung würde ich mich freunen.
    P. Scheffer

  2. Tier-kompakt » Blog Archiv » Marco Kutscher: Doping Skandal bei Cornet Obolensky Sagt:

    […] viele Doping Skandale vorzufinden. Der letzte war erst vor ein paar Tagen bekannt geworden, bei dem Ludger Beerbaum Doping augenscheinlich […]

  3. SNM Sagt:

    Überrascht hat es mich auch nicht, dass der Reitsport nicht sauber ist. Auf Turnieren erlebe ich selbst, wie manche Pferde an ihrem Ankunftstag eher aussehen wie ein Pferd das seine besten Tage wirklich schon hinter sich hat, jedoch bei Turnierbeginn glänzt und in Top Form zu sein scheint. Wer ein Pferd vorsätzlich zu Leistungsverbesserung dopt, sollte für den Turniersport lebenslang gesperrt werden, denn in den meisten fällen wird nach einer kurzen Sperre fröhlich weiter gedopt! Es sollte mehr zum Wohl des Tieres gehandelt werden, denn Pferde sind keine Sportgeräte sondern gefährten ,die ungaublich viel für uns Menschen tun und doch teilweise so wenig dafür bekommen!
    Erfolg und Geld ist nicht alles, Reitsport sollte wieder hauptsächlich aus Spaß ausgeführt werden.
    Und wenn ein Pferd einmal eine schlechte Zeit hat muss man damit leben.
    Ich selbst reite zwar erst 5 Jahre, habe jedoch bis jetzt auch alle meine Scheifen, bis Klasse M in Dressur und früher auch Ponyspringen ehrlich gewonnen und das wird auch so bleiben. Ich habe auch ein Pferd, das einfach nicht das Potential und die Nerven zum Siegen in einer M-Dressur oder höher hat und ich werde trotzdem keine Beruhigungsmittel oder ähnliches Spritzen, nur um Erfolge feiern zu können.
    Und Doping findet leider auch schon auf den nationalen Reitturnieren dramatisch häufig statt…
    Profis sollten ein Vorbild darstellen, nicht das falsche vormachen!

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