Tier-kompakt

Beiträge und Tests rund um die lieben Vierbeiner

Strengere Regeln bei der Hundehaftpflicht



Dass ein Hundehalter schon aus dem Gesetz heraus in unbegrenzter Höhe für die Schäden seines Hundes haftet, ist vielen bekannt. Der Hund gilt nach dem BGB als Luxustier, wenn er zum privaten Vergnügen in der Familie lebt. Richtet der Hund einen Schaden an, dann muss den Hundehalter keine Schuld treffen, er haftet trotzdem – sogenannte Gefährdungshaftung.

Ist der Hund jedoch ein Nutztier und kein Luxustier, so muss dem Hundehalter ein Verschulden nachgewiesen werden. Daraus folgt aber auch, dass der Hundehalter im Zweifel nachweisen muss, dass es sich bei dem Hund um ein Nutztier handelt.

Das Landgericht Bayreuth hat nun einen Ladenbesitzer zu 4.000 Euro Schmerzensgeld verurteilt, weil sein vor dem Laden angebundener Hund eine Kundin gebissen hatte. Der Ladenbesitzer wollte nicht zahlen und gab an, dass es sich bei seinem Hund schließlich um ein Nutztier handelt, das den Laden bewachen würde.

Das Landgericht entschied jedoch, dass der Hund nur dem privaten Vergnügen dient, da der Hund als gutmütig gilt und nicht im Laden als Wachhund übernachtet sondern mit im Familienhaus des Ladenbesitzers schläft.

Das Schmerzensgeld wäre in jedem Fall ein Schadenfall für die Hundehaftpflichtversicherung und man kann dem Ladenbesitzer nur wünschen, dass er solch eine Versicherung hat.

Kommentar schreiben