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Tote Füchse am Zaun in Australien als Schafschutz



Tote Füchse am Zaun in Australien – So schützen Farmer ihre Schafe. Wenn man das liest könnte man meinen, dass die Füchse in Australien den Ratten in der Kanalisation gleichgesetzt werden..

“Tote Füchse, so weit das Auge reicht! Sie hängen an den Hinterläufen am Zaun, der eine Schaf-Weide umgibt. Bei vielen Kadavern hat die Verwesung eingesetzt. Leser-Reporterin Brigitte Bauer (58) schickte dieses Foto-Dokument aus Ballarat in Australien. „Ein furchtbarer Anblick. Und es hat unglaublich gestunken.“

BILD fand den Besitzer des Zaunes, den Farmer Hugh Ryan (55). Der erklärt: „Füchse sind hier ein echtes Problem. Sie reißen unsere Hühner und Lämmer. Wir jagen sie, und wenn wir einen haben, hängen wir ihn auf. Das wird seit Hunderten von Jahren so gemacht.“

Tatsächlich ist es so, das die europäischen Füchse Tasmanien übervölkern.  Innovationsreport berichtet wie folgt: “Tasmanien rüstet zum Kampf gegen eine Invasion von europäischen Füchsen. Rund 43 Mio. Dollar lässt sich das Land die Schlacht gegen die Eindringlinge kosten, berichtet BBC-Online.

Ökologen befürchten nämlich, dass die Füchse, die hier nicht heimisch sind, große Schäden an der heimischen Fauna anrichten können. Besonders lokal vorkommende Kleinsäugetiere und Vögel könnten den Füchsen schnell zum Opfer fallen.

Die genaue Zahl der Füchse in Tasmanien ist unbekannt. Schätzungen der Regierung gehen von 50 bis 200 Tieren aus. Daher wird für jeden geschossenen Fuchs eine Abschussprämie bei Vorlegen des getöteten Tieres ausbezahlt. Skeptiker gehen schon jetzt davon aus, dass Jäger am australischen Festland Füchse jagen und sie in Tasmanien abgeben, um die Prämien zu kassieren. Am Festland Australien leben geschätzte 30 Mio. Füchse, die von europäischen Siedlern im vorigen Jahrhundert mitgebracht wurden. Ökologen glauben, dass diese eingeschleppten Tiere für das Aussterben von mindestens 23 australischen Tierarten mitverantwortlich sind. Wolfgang Weitlaner | Quelle: pressetext.austria”

Dass die Füchse eine Plage sind, ist unbestritten. Jedoch zeigt dies wiedermal, dass der Eingriff in das natürlich Ökosystem durch den Menschen, kein Gleichgewicht bringen kann. Die natürlichen Feinde des Fuchses sind allem Anschein nach nicht ausreichend vorhanden.

In jedem Fall ist es maßlos erbärmlich, wenn tote Tiere wie Trophäen an einem zaun aufgehangen werden. Ob dies wirklich der Abschreckung dienen soll, ist zu bezweifeln.

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