Tier-kompakt

Beiträge und Tests rund um die lieben Vierbeiner

TÜV / Ankaufsuntersuchung vor dem Pferdekauf



Zum Start der neuen Turniersaison steigen die Pferdekäufe wieder an. Für all die, die nicht ein bereits geprüftes Pferd mit 1er TÜV von einem Handler oder einem Gestüt kaufen, steht das Thema Ankaufsuntrsuchung oder eben der TÜV direkt hinter dem Thema Finanzierung.

Wichtig ist, dass der Gesundheitszustand des Tieres zum Einsatzzweck passt. Sicher sind an ein Pferd das im Grand Prix gehen soll andere Anforderungen zu stellen als an ein Pony für die kleine Tochter. Möchte man ein junges Pferd für den Leistungssport kaufen, so sollte man weniger Kompromisse eingehen als bei einem älteren Pferd, das man zwei Tage die Woche ruhig im Gelände reiten möchte.

Wenn mit dem Besitzer der Termin für eine Ankaufsuntersuchung gemacht wird,  so muss unbedingt vorher geklärt werden, wer die Kosten dafür trägt. Mögliche Varianten sind, dass bei positiver Untersuchung der Käufer die Kosten trägt und bei einem schlechten Befund der Verkäufer die Kosten trägt. Teilen der Kosten bietet sich auch an. Die Untersuchung kann zwischen 100 und 1000 Euro liegen.

Meist ist es aber so, dass sich das Herz schon in die Augen des Tieres verliebt hat. Da spezielle Krankheiten jedoch enorme Kosten mit sich bringen, sollten einige von ihnen vorher ausgeschlossen werden. Die Ankaufsuntersuchung gibt es in der Regel in zwei Stufen: die große und die keine Untersuchung.

Bei der kleinen Ankaufsuntersuchung – auch kleiner TÜV genannt – erfolgt eine Untersuchung des Allgemeinzustandes des Pferdes. Dazu wird die Lunge und das Herz abgehört, das äußere Erscheinungsbild an Haut und Fell eingeschätzt, sowie die Temperatur, Puls und Atemfrequenz gemessen. Um herauszufinden, ob das Pferd Schmerzen oder offensichtliche Krankheiten hat, wird nun der Bewegungsapparat sowie die Leistungsfähigkeit an Hand des Atmungssystems getestet. Im normalen Ablauf folgt nun also das Abtasten der Beine und des Rückens, das Vortraben an der Hand und die Beugeprobe. Das Traben kann auch nochmals fünf Minuten an der Longe verlängert werden, um danach den Puls und die Atmung unter Belastung zu prüfen.

Stellt sich heraus, dass das Pferd zum Beispiel auf die Beugeprobe positiv reagiert in dem es unklar läuft, so sollte bei bestehendem Interesse die sogenannte große Ankaufsuntersuchung gemacht werden. Diese unterscheidet sich letztlich nur darin, dass zu den Standarduntersuchungen noch Röntgenaufnahmen gemacht werden. Huf, Fessel und Sprunggelenk werden durchleuchtet um Chips, Anzeichen von Spat oder Veränderungen an der Hufrolle zu erkennen.

Nun kommt der für den Interessenten meist wichtigste Teil. Das Ergbnis der Untersuchung an Hand des Protokolls. Aus diesem hat der Tierartz alle Ergebnisse vermerkt und spricht eine TÜV-Klasse für das Pferd aus. Einen 1er TÜV findet man seltenm einen 2er TÜV schon eher. Dies ist abhändid davon, welche Mängel der Tierartz festgestellt hat.

Ratsam ist es, sich vor dem großen Tag zu überlegen, mit welchen Kompromissen man an die Untersuchung herangeht, entsprechend des Einsatzzweckes des Tieres. Eine positive Beugeprobe kann ein absolutes No-go sein, für manche ist es die Erkenntnis von Spat. Letztlich sollte aber auch der Preis des Pferdes zum Untersuchungsergebnis passen.

2 Kommentare to “TÜV / Ankaufsuntersuchung vor dem Pferdekauf”

  1. Tier-kompakt » Blog Archiv » Startpaket zum Pferdekauf vom Kaufvertrag bis zur Pferdehaftpflicht Sagt:

    […] man sich für ein Pferd entschieden und die Ankaufsuntersuchung abgeschlossen, so geht meistens alles sehr schnell. Ein Pferde Kaufvertrag regelt die Einzelheiten […]

  2. Tier-kompakt » Blog Archiv » Checkliste Pferdkauf: was benötigt man neben dem Pferdchen denn noch? Sagt:

    […] der TÜV / die Ankaufsuntersuchung bestanden und der Kaufvertrag geschlossen, so ist die Vorfreude auf den Tag der Tage wohl am […]

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