Tier-kompakt

Beiträge und Tests rund um die lieben Vierbeiner

TV Tipp: Tierisches Treiben in Berlin



Es ist wieder soweit: Süddeutsche TV bringt am Samstag den 28.07.2007 um 22 Uhr einen neuen Tierbeitrag. Wer die letzten Dokumentationen zu den Rassekatzen und der Rangordnung zwischen Mensch und Hund gesehen hat der weiß, wie interessant die Filme sind.

“Berlin ist Multi-Metropole: nicht nur Hauptstadt Deutschlands – Berlin ist auch Hauptstadt der Hunde und Katzen. Genau betrachtet, wimmelt es in Berlin geradezu von Vierbeinern und Federvieh. Viele Tiere streunen herrenlos durch die Straßen, einige Exoten sieht man im Zoo, andere machen in Berlin Urlaub, die meisten dienen den Berlinern als Partnerersatz. Geliebt werden sie gleichermaßen. Auch wenn Inspektor Hans-Peter E. täglich eine gegenteilige Erfahrung macht. Im Auftrag des Tierschutzvereins ist er unterwegs und verbringt die meiste Zeit damit, ausgesetzte, verwilderte oder hilfsbedürftige Tiere einzufangen. Er weiß meistens, wie die Tiere reagieren, doch seltener, wie sich die dazugehörigen Menschen verhalten.

Wer dem hauptberuflichen Tierschützer ein paar Wochen folgt, erlebt ein Panoptikum des Alltags im neuen Berlin, wie es kein anderer Beruf bieten würde: Von weggelaufenen Kätzchen in noblen Vororten, verstorbenen Papageien in einem Steglitzer Reihenhaus bis zu halbtoten Krähen, Füchsen, Hunden, Mäusen – eben alles, was außer dem Homo sapiens so die Biosphäre Berlins ausmacht.
Die Rechte Hand von Hans-Peter E. ist Frau L. Jeden Morgen schnappen sich beide eine Unmenge Zettelchen mit Aufträgen, sortiert nach Dringlichkeit und Schwere der Fälle und machen sich auf den Weg. Täglich erleben sie, dass der wahre Irrsinn des Alltags für Tierschützer nicht in den wenigen exotischen Fällen liegt, sondern in der schier unerschöpflichen Masse alltäglicher Grausamkeit, Nachlässigkeit und Gedankenlosigkeit, aber auch übertriebener und falsch verstandener Tierliebe.
Beispielhaft für Berliner Tierliebe: Den Pullover, das Jäckchen und die Wiege für ihre Lieblinge findet Barbara P. kein bisschen übertrieben. Frau P. ist Hundebesitzerin, Frauchen von drei Mopsen – wohlgemerkt: der Plural von Mops ist Mopse – und verbringt die meiste Zeit des Tages in ihrer verrauchten Kneipe in Kreuzberg. Als bekennende Liebhaberin dieser französischen Hunderasse hat sie eigens einen Club gegründet. Einmal wöchentlich treffen sich rund 20 Mitglieder zum gemeinsamen Spaziergang. Immer mit dabei: die kleinen, doggenähnlichen Vierbeiner.

Süddeutsche Zeitung TV über die Hauptstadt der Tiere, animalische Abenteuer und Menschen, die Mopse mögen.”
 

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