Tier-kompakt

Beiträge und Tests rund um die lieben Vierbeiner

Überlegungen zum Hundekauf



Meist von Kindesalter an wünschen sich die Menschen einen Hund. Einen treuen Weggefährten, der mit einem durch dick und dünn geht, der einen begrüßt wenn man zu Hause erscheint, der einem Trost spendet wenn man sich einsam fühlt, der einem beim ungeliebten Joggen im Wald begleitet, der das Haus vor Einbrechern beschützt. So vielfältig die Beweggründe zur Anschaffung eines Hundes auch sein mögen, sie enden immer in vernünftiger Planung vor einem Hundekauf.

Also was macht man – spontan einen Welpen beim Bauern Klaus gekauft, bestenfalls eine Hundehaftpflicht abgeschlossen und ab nach Hause. Und dann?

Manchmal reicht nicht der Wunsch allein, in vielen Fällen müssen die äußeren Randbedingungen einfach passen. Ein Hund lebt im Durschnitt 12-18 Jahre, was eine sehr lange Zeit ist. Vor dem Kauf sollte sich jeder zukünftige Hundebesitzer darüber im Klaren sein, dass er in diesen ganzen Jahren für das Tier verantwortlich ist. Jede Rasse und jeder Hund hat einen  eigenen Charakter und nicht jeder Hund ist für jeden Menschen geeignet. Einige Rassen sind sehr agil und benötigen sehr viel Bewegung und geistige Auslastung und andere Rassen sind eher ruhige Vertreter und zerlegen nach nur kurzen Spaziergängen nicht zwangsläufig die Wohung.

Vor dem Kauf ist es enorm wichtig sich zu überlegen, was man von dem Tier erwartet. Möchte man eher einen sportlichen Hund, mit dem man an Wettkämpfen teilnehmen kann oder einen ruhigeren Familienhund? Die Rasse ist meist ausschlaggebend, aber auch das Aussehen. Ein Border Collie ist ein sehr hübscher Hund, der vielen optisch sehr gut gefällt, doch sollte man nie vergessen, dass diese Rasse nicht glücklich wird mit einem kurzen Spaziergang ein paar Mal am Tag. Jede Rasse hat andere Ansprüche, dabei kann es bei jeder Rasse aber ebenso sein, dass der Hund sich total rasseuntypisch verhält. Vor dem Kauf sollte sich deshalb jeder zukünftige Hundehalter überlegen, was für ein Hund es sein soll: die Größe, die Zeit die man dem Tier widmen kann, ob genügend Geld vorhanden ist und auch ob die Urlaubsbetreuung klappt.

Auch die Platzverhältnisse müssen berücksichtigt werden und die Umgebung in der man wohnt. Möchte man beispielsweise einen Jagdhund an einem Waldstück halten, so kann das unter Umständen ein schwieriges Unterfangen sein. Neben den Fragen, wie viel Zeit und Geld man investieren kann, sollte man sich überlegen, woher man den Hund holt. Ob vom Züchter oder Privat, aus dem Tierheim oder doch den Mischling aus dem Zeitungsinserat? Ganz egal, woher man den Hund holen möchte, man muss sich darüber im Klaren sein, dass auch die Papiere vom Züchter keine hundert prozentige Garantie sind, dass der Hund sein Leben lang gesund sein wird. Spontankäufe sollte man unter allen Umständen vermeiden, denn der niedliche Welpe, macht viel Arbeit und kostet neben dem Anschaffungspreis auch nebenher noch viel Geld. Das Futter sollte hochwertig sein und auch Anschaffungen wie Spielsachen, Körbchen und Leinen kosten Geld. Neben dem kommen die Impfungen, die Steuern, das Chippen und das regelmäßige entwurmen dazu. Bei Mischlingen weiß man oft außerdem nie genau, welche Rassen drin sind, weshalb man Größe, Gewicht und Charakter vorher nie bestimmen kann. Käufe auf Tiermärkten oder im Ausland bergen nebenbei das Risiko, dass die Welpen krank sind. Des Weiteren unterstützt der Tierhalter damit nur, dass noch weitere Welpen “produziert” werden. Man hilft dem Hund damit nicht wirklich und sollte diesen Weg daher gedanklich streichen.

Hat man sich den Schritt zum Hundekauf hingegen wohl überlegt, so steht einer harmonischen gemeinsamen Zukunft mit dem Vierbeiner nichts mehr im Weg.

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