Tier-kompakt

Beiträge und Tests rund um die lieben Vierbeiner

Wie der Mensch, so auch das Tier: Das Risiko Übergewicht bei Hunden



Schon auf jedem gängigen Futtersack ist eine Fütterungsempfehlung zu finden. Meist wird diese an Hand des Gewichtes ausgemacht. Den Hund zu wiegen, sollte kein Problem darstellen. Bei großen Hunden dürfte die Waage zu Hause aber vielleicht zu klein sein.

Der Tierarzt kann dabei helfen, das Idealgewicht des Hundes festzustellen. Des Weiteren gibt es sowohl im Internet als auch in diversen Hundebüchern viele Tabellen für das Idealgewicht einer bestimmten Hunderasse.

Um den Hund jedoch ein mal grundlegen zu untersuchen, sollten Faktoren wie die  Lebensweise, die Haltungsform, Bewegung und Ernährung und Erkrankungen, Kastration, Alter und die Rasse berücksichtigt werden. Wer auch diese Analyse noch allein durchführen kann oder möchte, der sollte sich aber spätestens bei einer Abweichung vom Idealgewicht beim Tierarzt rückversichern, dass keine körperlichen Ursachen für die Abweichung vorliegen.

Wie bei vielen anderen Tieren auch, stellen die Rippen den bestens Ausgangspunkt dar um eine Einschätzung vorzunehmen. Wenn die Rippen bereits zu sehen sind und ebenso leicht zu ertasten sind und kein Fettpolster auf dem Hundekörper zu spüren ist, dann hat der Hund in jedem Fall starkes Untergewicht.

Das Idealgewicht hingegen zeichnet sich dadurch aus, dass die Rippen nicht zu sehen sind, aber leicht zu fühlen sind wenn man den Hundekörper umfasst. Denn nur das ist ein Zeichen dafür, dass lediglich eine kleine Fettschicht die Rippen ummantelt.  Die Taille ist schmal, aber keines Falls eingefallen.

Das Übergewicht steigert sich dann wieder in Form der Fettschicht, welche über den Rippen liegt. Die Taille ist entweder leicht verformt oder gar nicht mehr zu erkennen.  Des Weiteren verbreitet sich der Rücken des Hundes immer mehr.

Bei schwerem Übergewicht bleibt dem kleinen Organismus nichts anderes mehr übrig, als die Last auf den Unterleib zu übertragen. Dadurch hängt der Unterleib nach unten.
Die Liebe zu Tieren ist sehr wichtig, jedoch hilft man seinem Vierbeiner herzlich wenig,  wenn man ihn durch unkontrollierte Leckerlies und kiloweise Dosenfutter verwöhnt. Hunde die zum Betteln neigen und daraufhin auch immer etwas zu fressen bekommen, sind eigentlich arm dran.

Dass die Überfütterung schadet, sieht man an circa ¼ der Hunde und Katzen: sie alle haben eines gemeinsam, nämlich etliche Kilo zu viel auf den Rippen. Diabetes und Herz-Kreislauf-Probleme ereilen dann nicht nur das übergewichtige Herrchen, sondern ebenso seinen Liebling! Osteoarthritis, Arthritis, Bänderrisse, Bandscheibenvorfälle, Infektionskrankheiten und Atemwegserkrankungen sind auf der Tagesordnung von stark übergewichtigen Tieren.

Die Ursache für die Fettleibigkeit liegt – sofern körperliche Fehlfunktionen ausgeschlossen werden können – entweder in mangelnder Bewegung oder aber in falscher Fütterung. Schlimmsten Falls treffen beide Aspekte zu.

Ein Blick auf das Etikett der Hundenahrung sollte keine der folgenden Faktoren in der Hauptzusammensetzung zeigen:  Getreide, Zucker und nur 4% Fleisch. Diese Zusammensetzung findet man auf fast allen Supermarktfutterdosen und sie sind auch der Grund für das Übergewicht und körperliche Fehlfunktionen eines Hundes. Hochwertiges Futter  mit einem sehr hohen Fleischgehalt ernährt den Hund optimal und benötigt daher in keinem Fall den Zusatz von Geschmacksverstärkern, tierischen Abfallprodukten, Zucker und Getreide.

Aufgeteilt auf zwei tägliche Mahlzeiten, werden dem Hund daher richtige Mengen an  Eiweiß- und Fettgehalt sowie das richtige Calcium- Phosphor-Verhältnis zugeführt. Kohlenhydrate und verschiedene Vitamine und Mineralstoffe runden ein wertvolles Fresschen ab. 

Auch Abwechslung sollte jedem Hund geboten werden. Eine Karotte oder mal eine Portion Reis, ein Stück Obst und mal Frischfleisch – so wird man zu einem verantwortungsvollen Herrchen.

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