Tier-kompakt

Beiträge und Tests rund um die lieben Vierbeiner

Zecken und Borreliose



Wer kennt sie nicht? Die kleinen lästigen Tierchen, die an Grashalmen auf Opfer warten. Zecken – diese Parasiten sind ab Beginn des Frühlings bis Herbstende nicht nur eine Gefahr für Menschen, sondern auch für Tiere.

Sie sind die größten Vertreter der Milben und werden nur bis zu 4 Millimeter groß. Hauptsächlich erkennt man Zecken an ihrem ovalen Körperbau und an ihren Mundwerkzeugen. Sie sind das wichtigste Köperteil der Zecke, denn mit ihnen ritzt sich die Zecke in die Haut von Mensch oder Tier um dann mit ihrem Hyposom, dem Stechapparat, hineinzufahren. Der Stechapparat der Zecken ist mit Widerhaken ausgestattet, so dass ihnen ein sicherer Halt gewährt ist. Des Weiteren sondern sie zusätzlich ein Sekret ab, das wie Klebstoff wirkt und ihren Halt verstärkt. So gefährlich und beängstigend Zecken auch sind, sind sie zugleich auch schlau. Niemand spürt einen Zeckenbiss. Dafür sorgt nämlich ein Betäubungsmittel, das die Zecke beim Einstich in die Haut abgibt.

Was für Menschen schon gefährlich ist, kann für Tiere noch viel gefährlicher werden, denn hier lässt es sich nicht vermeiden, dass Tiere mit Gräsern in Verbindung kommen. Sowohl für Vögel und andere freilebende Tiere, als auch für die geliebten Vierbeiner sind Zecken ein hohes Risiko.

Die Parasiten sind Krankheitsüberträger. Die Borreliose gehört zu den am meisten übertragenen Krankheiten. Die Krankheit wird durch die Borrelia-Bakterien ausgelöst und kann das komplette Körpergewebe, alle Organe und sogar alle Gelenke befallen.
Symptome einer Borreliose-Erkrankung bei Tieren sind anfängliche Antriebslosigkeit und Fieber. Hauptsächlich werden im Anschluss die Gelenke befallen, was zu starken Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führt. So grausam es auch klingt werden zum Schluss die Nieren, Leben und das Herz befallen, was schließlich zu Multiorganversagen und einem schmerzhaften Tod führt.

Einen Zeckenstich merkt man nicht, daher werden ihn auch Tiere nicht merken und bei einer anfänglichen Größe von etwa vier Millimetern lassen sich Zecken auch nicht eindeutig  erkennen. Erst nach der Nahrungsaufnahme mit Blut wachsen sie bis auf drei Zentimeter. Doch dann kann es schon zu spät sein, denn die Inkubationszeit des Borreliose-Erregers liegt zwischen acht und 24 Stunden. Deshalb gilt für jeden Tierbesitzer: Schützen Sie ihr Tier!
Im Fachhandel gibt es zahlreiche Sprays, Tinkturen und Halsbänder, die Ungeziefer fernhalten. So zum Beispiel Frontline oder Excalibur. Speziell für Hunde gibt es sogar eine Borreliose-Impfung. Als stark ergiebig bei den Schutzmitteln gilt die Zeckentinktur, die man am Nacken des Tieres auf die Haut tropft, sogenannte Spot-ons.

Die Tropfen und damit der Schutz verteilt sich danach über die ganze Haut am Körper. Anders als bei Sprays oder dem Halsband ist der Schutz für längere Zeit gewährleistet und stört das Tier in keinster Weise.

Eine Vorsorge verspricht nie hundertprozentigen Schutz, deshalb sollte man das Tier nach jedem Freigang gründlich absuchen. Stößt man dabei auf eine Zecke sollte man den Tierarztbesuch nicht aus dem Weg gehen, auch wenn die Zecke mit einer Zeckenzange zu Hause entfernt werden kann.

Ein kurzer Check beim Tierarzt ist zwar auch eine Kostensache, kann aber im Vergleich zu einer Borreliosebehandlung viel Geld, Sorgen und Schmerzen einsparen.

1 Kommentar to “Zecken und Borreliose”

  1. Borreliose Sagt:

    Borreliose…

    […]Zecken und Borreliose mit Spot on bek??mpfen[…]…

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